Ab Wann Beginnen Kinder Zu Sprechen?

Ab Wann Beginnen Kinder Zu Sprechen
Die Mehrheit der Kinder spricht zwischen ein- und anderthalb Jahren die ersten Wörter – meist „Mama’, „Papa’. Manche Kinder sprechen bereits mit neun oder zwölf Monaten ihr erstes Wort. Einige wenige lassen sich aber auch bis zum Alter von etwa zweieinhalb Jahren Zeit.

Wann soll ein Kind sprechen können?

Sag doch mal was! Wie kleine Kinder Sprechen lernen Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Sie ermöglicht Kommunikation und eröffnet uns den Zugang zum Reich des Wissens. Doch damit Kinder sprechen lernen, benötigen sie Menschen, die mit ihnen reden. Wir geben Einblicke in die Sprachentwicklung und Tipps, wie Sie als Eltern Ihrem Kind beim Erwerb von Sprache helfen können.

„Es hat ‚Ball‘ gesagt!” Aus dem Gebrabbel Ihres Babys sind erste verständliche Worte geworden. Als Eltern sind Sie zu Recht begeistert von dieser Leistung. In den meisten Fällen sprechen Kinder ihre ersten Worte im Alter zwischen zwölf und 18 Monaten. Manche starten bereits mit neun Monaten. Andere lassen sich Zeit bis ins dritte Lebensjahr.

Wie alle menschlichen Entwicklungsschritte ist auch der Spracherwerb sehr individuell. Daher gilt: Vertrauen Sie Ihrem Kind! Setzen Sie es mit Ihren Erwartungen nicht unter Druck („Sag doch mal !”). Es findet seinen Weg und seine Zeit.

Wann das erste Wort?

Die meisten Kinder sprechen mit etwa 12 Monaten ihre ersten Wörter, andere lassen sich noch etwas Zeit. Auch bei sich normal entwickelnden Kindern kann der Wortschatz gegen Ende des zweiten Lebensjahres in einer unglaublichen Spannbreite liegen. Mit zwei Jahren sollte das Kind aber mindestens 50 Wörter sprechen.

Wann hört das Baby auf seinen Namen?

Sprachentwicklung – Ab wann sprechen Kleinkinder – Sprachentwicklung – Geburt bis 3 Monate Zwar kann das Baby in seinem ersten Lebensjahr noch nicht sprechen, aber es erwirbt schon die grundlegenden Fähigkeiten, die es brauchen wird, um das Sprechen und die Kommunikation in seinen kommenden Lebensjahren zu erlernen.

  • Es macht viele notwendige Erfahrungen mit der Sprache in seiner Umgebung und mit der Funktionsweise seiner Sprechorgane.
  • Diese Phase der Sprachentwicklung wird bis zu den ersten richtigen Worten des Kindes als vorsprachliche Entwicklungsphase bezeichnet.
  • In den ersten drei Monaten muss sich das Baby erst an sein neues Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen und ist daher noch nicht so zugewandt und nur kurzzeitig aufmerksam.

Es verschläft ja auch noch einen großen Teil des Tages. Immerhin erfüllt es aber bereits die wichtigste Voraussetzung zum Sprechenlernen: es kann hören, und das sogar schon vor der Geburt. Außerdem bevorzugt es menschliche Laute und Sprache gegenüber allen anderen Geräuschen in seiner Umgebung, hört aufmerksam zu und beobachtet schon fasziniert die Mundbewegungen seines Gegenübers.

Über das Schreien tritt es intensiv mit seiner Umwelt in Kontakt und trainiert dabei auch seinen Stimmapparat. Mit der Zeit verdeutlicht sich dem Baby der Zusammenhang zwischen seinem Schreien und der darauffolgenden Reaktionen seiner Mitmenschen: es übt sich in der frühesten Kommunikation, indem es seine Bedürfnisse laut und deutlich äußert und Abhilfe erwartet.

Sprachentwicklung – 3 bis 6 Monate Etwa ab dem dritten Monat ist das Baby schon wesentlicher wacher und wendet sich seiner Umgebung aufmerksamer und ausdauernder zu.
Es lächelt jetzt bewusst das sogenannte „ soziale Lächeln „, reagiert also freundlich auf menschliche Gesichter.

  • Außerdem kann es sich nun differenzierter äußern, es schreit nicht mehr ausschließlich, sondern kann sich auch über gurren, quietschen, lallen, juchzen und brabbeln mitteilen.
  • Wenn seine Umwelt erfreut auf diesen Fortschritt reagiert, kann das Baby bald die ersten „ Gespräche ” führen, indem es auf Ansprache reagiert und wiederum eine Antwort abwartet.

Diese Phase der Sprachentwicklung wird als erste Lallphase bezeichnet. Das Baby experimentiert mit seinen Artikulationsorganen, seiner Stimme und der Atmung und genießt die Empfindungen im Mund- und Rachenbereich, die es zu immer neuen Lautäußerungen anregen.

Diese Lallphase ist sozusagen international, denn alle Babys auf der ganzen Welt verwenden in dieser Zeit alle denkbaren Laute, auch wenn diese in ihrer eigenen Muttersprache gar nicht vorkommen. So bildet ein japanisches Baby zum Beispiel noch die Laute „l” und „r”, obwohl es diese Unterscheidung im Japanischen bekanntermaßen nicht gibt.

Man kann also davon augehen, dass diese erste Lallphase ein angeborener Anteil der Sprachentwicklung ist, denn auch taubgeborene Babys lallen im ersten Halbjahr.
Mit ca.6 Monaten erkennt das Baby seinen Namen und wendet z.B. den Kopf, wenn es gerufen wird.

Bereits in diesem Alter kann man mit Fingerspielen, Kinderreimen und Liedern beginnen.Den Babys verdeutlicht sich durch die besondere Intonation und die Wiederholung der Sprachrhythmus, was die Sprachentwicklung fördert.

Sprachentwicklung – 6 bis 10 Monate In diesem Alter kommt das Baby in die zweite Lallphase, Diese unterscheidet sich von der ersten dahingehend, dass die „Internationalität” seiner Lautäußerungen verschwindet. Dies liegt daran, dass von jetzt an nicht mehr die Berührungsempfindungen im Mund- und Rachenbereich entscheidend sind für die Lautproduktion, sondern die sprachliche Anregung aus der Umwelt.

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Die Sprache des Kindes entwickelt sich von diesem Zeitpunkt an nur dann weiter, wenn es Sprachäußerungen wahrnehmen und nachahmen kann. Taubgeborene Kinder hören in diesem Alter langsam mit der Lautproduktion wieder auf, da sie ja weder ihre Mitmenschen sprechen hören noch ihre eigenen Laute wahrnehmen können.

Gesunde Kinder hingegen lallen nun auch ganze Silben und Silbenverdopplungen wie etwa „lalala” und „bububu”.Auch haben sie viel Spaß an „Brabbel-Gesprächen” mit ihrer Familie und üben sich im Nachahmen der Lautäußerungen ihrer Umgebung und auch ihrer eigenen Lautproduktion – einer wichtigen Fähigkeit für die weitere Sprachentwicklung.

Für Babys ist es jetzt besonders erfreulich, wenn ihr Gegenüber sich in ihrer Brabbel-Sprache mit ihm „unterhält”: einfach mal Baby nachahmen! Wenn das Kind in diesem Altersbereich aufhört, Lautäußerungen zu bilden, statt Silben und Silbenverdopplungen zu lautieren, kann der Verdacht auf Hörprobleme Babys brauchen jetzt die sprachliche Anregung aus der Umwelt, um sich sprachlich zu entwickeln, während sie in der ersten Lallphase durch die ihnen angenehmen Empfindungen im Mundbereich beim Gurren, Quietschen und Lallen zu diesen Äußerungen angeregt werden. Kann das Baby weder seine Umwelt noch sich selbst hören, bleibt das Lallen nach dem 7.Monat aus. In diesem Fall sollte man sich an einen Fachmann wenden.

Sprachentwicklung – bis 12 Monate Aus den intensiven Lautspielchen des Kindes sind jetzt regelrechte Lallmonologe geworden, d.h. es lallt ausdauernd und mit viel Freude lange Silbenketten, wie z.B. „lalaaa-papa-brrr-atta-guguu”.
Die Bezugspersonen des Kindes erwarten um diese Zeit das berühmte erste Wort, nämlich „Mama” oder „Papa” und reagieren entsprechend überschwänglich, wenn sie es aus den Äußerungen ihres Kindes herauszuhören glauben („mamamama”).

Tatsächlich weiß das Kind zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht, was es da eben gesagt hat, bzw. was damit gemeint ist, aber im Laufe der Zeit erkennt es dank der erfreuten Verstärkung seiner Umgebung den Zusammenhang zwischen seinem Lallen und der glücklich strahlenden Mama Ein wichtiger Augenblick, denn das Kind weiß von jetzt an, dass es Lautäußerungen bestimmte Bedeutungen geben kann, die etwas Positives in seiner Umgebung bewirken.

Das Ende der vorsprachlichen Entwicklung ist erreicht! Wichtig ist es jetzt, die eigene Freude zu zeigen, wenn das Babys etwas äußert, das wie ein Wort klingt. Wenn man das Gesagte wiederholt, das Baby lobt und sich überschwänglich freut, wird es die Laute immer wieder sagen, um die Freude des Erwachsenen zu erleben.

Wann muss man zum Logopäden?

Auffälligkeiten, bei denen eine logopädische Behandlung sinnvoll ist –

Wenige Wörter:

«Ein erstes Indiz für die Notwendigkeit von Logopädie ist, dass ein Kind im Alter von 24 Monaten weniger als 50 Wörter spricht», erklärt Edith Volmer im Interview. Wichtig sei die Therapie in diesem Fall deshalb, weil ein Kind, das nur wenige Wörter und vor allem Nomen kennt, kaum Grammatik lernen kann.

Einzelne Wörter:

Spricht ein Kind im Alter von zwei oder drei Jahren nur einzelne Wörter und keine Zwei- oder Mehrwortsätze, braucht es in der Regel ebenfalls eine Intervention in einer logopädischen Praxis.

Unverständliche Aussprache:

Relativ häufig kommt es vor, dass ein Kind mit drei oder vier Jahren zwar viel spricht, aber seine Aussprache unverständlich ist. Ursache kann zum Beispiel sein, dass es viele Konsonanten durch den Laut «G» ersetzt. Andere in diesem Alter haben Schwierigkeiten im Redefluss, weil sie zum Beispiel stottern.

Was fördert die Sprachentwicklung?

Fingerreime, Versli und Kniereiterspiele wie „Riite riite Rössli’ fördern die Sprachentwicklung ebenfalls. Grössere Kinder haben oft Freude am Experimentieren mit Zungenbrechern. Wimmelbücher, also grosse Bilderbücher, die ohne Text auskommen, eignen sich für Kinder ab ca.1,5 Jahren.

Was tun wenn Kleinkind nicht spricht?

Wann liegt eine Sprachstörung in der Entwicklung vom Kind vor? – Kinder beginnen mit etwa 18 bis 24 Monaten damit, Sätze mit zwei Wörtern zu bilden. Auch die magische 50-Wort Grenze wird in diesem Alter überschritten, das heisst in diesem Alter gehören bereits mehr als 50 Wörter zum Wortschatz der Kleinen.

Doch einige Kinder (13 – 20 Prozent) können auch mit 2 Jahren nur sehr wenige Worte äussern. Diese Kinder werden als Spätsprecher bezeichnet. Allerdings besteht auch hier noch kein Grund zur Panik, denn etwa die Hälfte der Kinder holt diesen Entwicklungsrückstand schnell wieder auf und hier kann von Sprachstörungen keine Rede sein.

Bis zu einem Alter von vier Jahren sind bei vielen Spätsprechern keine Unterschiede in der Entwicklung mehr zu erkennen. Bei der anderen Hälfte manifestiert sich diese jedoch und kann zu einer Lese- und Rechtschreibschwäche führen. Das Hören ist natürlich direkt mit der Sprache verbunden.

  • Babys mit hören mit etwa 6 Monaten auf zu plappern.
  • Wenn dein Kind keinerlei Laute mehr von sich gibt solltest du einen Arzt zu Rate ziehen.
  • Auch wenn dein Kind mit 15 Monaten noch keine verständlichen leichten Worte aussprechen kann, solltest du mit deinem Arzt darüber reden, denn dieser kann zumindest ausschliessen, dass Sprachstörungen vorliegen.
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Stammelt oder stottert dein Kind, solltest du auch zunächst keine übereiligen Schlüsse daraus ziehen. Erst bei anhaltendem Stottern solltest du eine Logopädie um Rat fragen und überprüfen lassen, ob Sprachstörungen vorliegen können.

Wann antworten Kinder mit ja oder nein?

Ab wann muss ich meinem Kind Grenzen setzen? – Babys merken schon ab der Geburt, ob man ihre Bedürfnisse ernst nimmt. Ein Baby zu erziehen, ist zumindest im ersten halben Jahr nicht möglich – und auch nicht notwendig. Du kannst ein Baby nicht verziehen und Du musst keine Angst haben, es zu sehr zu verwöhnen.

  • In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres fangen Babys an, einen eigenen Willen zu entwickeln und sie erkennen die Reaktion anderer auf Ihr Verhalten.
  • Das nennt man zielgerichtetes Schreien ( intenional cry ), weil es merkt, dass es Deine Handlungen beeinflussen kann.
  • Ein „Ja” oder ein „Nein” versteht es in diesem Alter aber noch nicht.

Frühestens an dieser Stelle, also etwa gegen Ende des ersten Lebensjahres, sind die ersten Erziehungsmaßnahmen sinnvoll, Dein Kind lernt langsam, dass nicht nur es selbst Bedürfnisse hat, sondern auch die Menschen um sie herum. Es kann sich zwar noch nicht in andere hineinversetzen und mitfühlen – aber es kann lernen, einen Augenblick zu warten, bevor Du Dich ihm zuwendest.

Wann beginnen Late Talker an zu sprechen?

Fast jedes fünfte Kind zeigt einen verzögerten Sprechbeginn, das heißt es kann im Alter von zwei Jahren noch nicht 50 Wörter sagen und/oder zwei Wörter miteinander verbinden; diese Kinder werden auch als „Late Talker” bezeichnet. Die meisten Late-Talker-Kinder beginnen mit etwa drei Jahren spontan zu sprechen: etwa ein Drittel hat den Rückstand zu diesem Zeitpunkt aufgeholt und spricht in vollständigen Mehrwortsätzen; man nennt diese Kinder deshalb „Late Bloomer” (Spätblühende).

Mehr als die Hälfte entwickeln aus dem verzögerten Sprechbeginn aber eine Spracherwerbsstörung, d.h. die Satzbildung ist auch mit vier oder fünf Jahren noch fehlerhaft, die Lautbildung unvollständig und der Wortschatz eher klein. Viele dieser Kinder zeigen später im Schul- und zum Teil auch im Erwachsenenalter noch Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (Legasthenie, sekundärer Analphabetismus).

Aufgrund der Kenntnisse über diese Zusammenhänge ist es wichtig, die gefährdeten Kinder möglichst früh zu erfassen und entsprechend zu fördern. Im Frühbereich stellt sich die Frage, wie man bei einem Kind, welches nicht oder wenig spricht, feststellen kann, ob dies der Ausdruck einer Spracherwerbsstörung ist, oder ob es sich einfach um einen Late Bloomer handelt.

  • Sprechen und Sprache Um diese Frage zu beantworten, muss zwischen Sprechen und Sprache unterschieden werden.
  • Die Fähigkeit, vorhandene Gegenstände, Personen oder Bilder zu benennen, hat mit Sprache wenig zu tun.
  • Was die Sprache ausmacht, ist die Möglichkeit, von Dingen und Ereignissen zu sprechen, die nicht vorhanden, d.h.

an einem anderen Ort, vergangen oder zukünftig sind; dies ist die repräsentative oder symbolische Funktion der Sprache. Zweitens geht es bei der Sprache nicht einfach darum etwas zu benennen, sondern man will mit der Sprache etwas bewirken, einer anderen Person etwas mitteilen: dies ist die kommunikative Funktion der Sprache.

Drittens besteht ein ganz wichtiger Teil der Sprache nicht im Produzieren von Wörtern und Sätzen sondern im Verstehen von dem, was andere sagen. Im Unterschied zur Produktion ist das Sprachverständnis aber nicht direkt beobachtbar, weshalb dessen Störungen oft weniger deutlich auffallen. Sprachexplosion mit 2 Jahren Mit etwa zwei Jahren beginnen Kinder an nicht Vorhandenes, Vergangenes oder Zukünftiges zu denken.

Um von diesen Vorstellungen zu berichten, reichen einzelne Gesten und Wörter nicht mehr aus: sie brauchen jetzt ein symbolisches System wie die Sprache, um auszudrücken, was sie beschäftigt. Zur gleichen Zeit haben sie über die Auseinandersetzungen mit dem Nein erfahren, dass andere Personen nicht automatisch das gleiche denken und fühlen: sie brauchen jetzt die Sprache, um ihnen ihre Absichten und Wünsche mitzuteilen.

Und ebenfalls mit etwa zwei Jahren haben sie über das Sprachverständnis entdeckt, dass Wörter sich in verlässlicher Weise auf Personen oder Gegenstände beziehen. Es ist deshalb sicher kein Zufall, dass es mit etwa zwei Jahren zu einer eigentlichen „Sprach- explosion” kommt. Kinder entdecken, dass sie mit den Wörtern etwas bewirken.

Sie wollen jetzt sprechen, weil es für die Kommunikation notwendig ist. Sie beginnen zu fragen (was ist das? Papa wo?) und holen sich damit die Wörter, die sie brauchen. Auf diese Weise errei- chen sie in kürzester Zeit die Marke der 50 Wörter und beginnen, die Wörter auch miteinan- der zu verknüpfen.

Spätzünder (Late BLoomer) Einige Kinder sind im Erwerb bestimmter Fähigkeiten etwas langsamer, zum Beispiel auf- grund eines leichten motorischen Entwicklungsrückstandes. Mit zwei Jahren sprechen sie dann vielleicht noch nicht 50, sondern nur 20 Wörter. Wenn sie sich aktiv mit der Sprache auseinandersetzen und Fragen stellen, können sie diesen Rückstand aber in sechs Monaten aufholen.

Dies sind die typischen Late Bloomer. Es gibt auch Kinder, welche den Anspruch haben, von Anfang an perfekt zu sprechen. Wenn dies nicht gelingt, ziehen sie sich eine Weile „beleidigt” zurück. Meist blühen sie aber später auch auf und zeigen ab diesem Zeitpunkt eine sehr korrekte Sprechweise.

  1. Störungen der spracherwerbsbestimmenden Prozesse Einigen Kindern fehlt aus unterschiedlichsten Gründen der Anreiz, Sprache unbedingt er- werben zu wollen.
  2. Sie sind in großer Gefahr, eine Spracherwerbsstörung zu entwickeln: Einige haben Schwierigkeiten im Spiel, so dass ihr Handeln im Hier und Jetzt stecken bleibt.
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Sie entwickeln keine Vorstellungen und brauchen deshalb keine differenzierte Sprache, um anderen von diesen Vorstellungen zu berichten. Einige Kinder stecken auch im Alter von zwei Jahren noch mitten in den Loslösungsprozes- sen und können ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht klar erkennen und/oder von denjenigen der Bezugspersonen abgrenzen.

  1. Auch diesen Kindern fehlt die eigentliche Motivation zum sprechen lernen – meist werden sie auch ohne Sprache verstanden.
  2. Einige Kinder setzen sich nicht oder nur wenig aktiv mit der Sprache auseinander: sie schauen nicht, was wir zu einem Ereignis sagen und zeigen nicht auf die Dinge mit dem Wunsch, deren Namen zu erfahren.

Dadurch haben sie nicht entdeckt, dass sich Wörter verlässlich auf Personen oder Dinge beziehen. Das Sprachverständnis ist verzögert und damit fehlt ihnen die eigentliche Grundlage für die Entdeckung der Sprache. Spracherwerbsstörungen Fehlen diese für die Entdeckung der Sprache notwendigen Voraussetzungen kommt es zu einem verzögerten Sprechbeginn.

  1. Im Alter von drei Jahren beginnen die meisten Kinder aber dennoch zu sprechen – auch wenn sie im Spiel, in der Kommunikation und im Sprach- verständnis immer noch Unsicherheiten zeigen.
  2. Schaut man ihre Sprechweise genauer an, fehlen den Wörtern und Sätzen die repräsentative und die kommunikative Funktion, das heißt das Kind spricht, ohne wirklich etwas zu sagen.

Zudem wird das Gesagte nicht über das Sprachverständnis kontrolliert. Es erstaunt deshalb nicht, dass diese Sprechweise viele Fehler beinhaltet und keine gute Basis für den späteren Erwerb der Schriftsprache bildet. Werden die Unsicherheiten im Spiel, in der Kommunikation und im Verstehen noch dazuge- rechnet, kann man sich vorstellen, dass die Kinder auch in ihrem Verhalten auffallen.

Gibt das Kind seinen Handlungen Bedeutung und macht es Tun-als-ob-Spiele Interessiert es sich für Bilderbücher? Kann es seine Bedürfnisse ausdrücken und sich durch Nein abgrenzen? Sagt es seinen Namen? Kann es auf Aufforderung einen Gegenstand suchen gehen, auch wenn es nicht weiß, wo er sich normalerweise befindet? Interessiert es sich für Details in Bilderbüchern, zeigt darauf oder fragt danach? Kann es mit den gesprochenen Wörtern auf Nicht-Vorhandenes Bezug nehmen? Kann es sie schon zum Erzählen brauchen?

Hat ein Kind alle diese Fähigkeiten, wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem kompetenten Spiel- und Gesprächspartner entwickeln. Fehlen die meisten dieser Fähigkeiten, sollten Eltern dies mit Fachkräften besprechen und Rat beim Experten einholen.

Ist mein Kind ein Late Talker?

Late Talker: Symptome – Auf folgende Symptome und Verhaltensweisen bei Late Talkern kannst Du bei Deinem Kind achten und sie dann auch beim Arzt ansprechen:

Dein Kind reagiert nicht auf leise Ansprache oder Geräusche (10-12 Monate) Lautproduktion und Brabbeln verringert sich (12 Monate) Kind macht keine Silbenketten wie bababa, dadada (12 Monate) reines Funktionsspiel (auf-zu /ein-ausladen), kein echtes Spiel (18 Monate) weniger als 50 Wörter im Alter von 24 Monaten keine Zweiwort-Sätze mit 24 Monaten weniger als 100 Wörter mit 30 Monaten Kind nimmt kaum Blickkontakt auf Schwierigkeiten, mit anderen zu spielen Dein Kind beißt andere Kinder falsche Sprache (Satzbau, Artikelverwendung, nur Grundformen) Dein Kind mit 3 Jahren spricht nicht, nur wenig oder schwer verständlich Dein Kind mit 4 Jahren spricht nicht altersentsprechend (Satzbau, Wortschatz, Aussprache)

Mehr über die altersgemäße Sprachentwicklung bei Kleinkindern kannst Du hier nachlesen.

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