Pfeiffersches DrSenfieber Kinder Wie Lange Krankgeschrieben?

Pfeiffersches DrSenfieber Kinder Wie Lange Krankgeschrieben
Was ist das Pfeiffersche Drüsenfieber? | Die Techniker Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird von einem Herpes-Virus, dem Epstein-Barr-Virus (EBV), ausgelöst. Die meisten Menschen stecken sich zwischen ihrem 15. und 24. Lebensjahr damit an. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass weit über 80 Prozent der Erwachsenen den Erreger EBV in sich tragen.

Das Epstein-Barr-Virus wird durch den Speichel einer infizierten Person übertragen – daher ist das Pfeiffersche Drüsenfieber auch unter der Bezeichnung Kusskrankheit bekannt. Sehr selten infizieren sich Menschen auch über Geschlechtsverkehr, Bluttransfusionen oder eine Organtransplantation. Die Inkubationszeit beträgt etwa 10 bis 50 Tage.

Haben Sie die Infektion einmal durchgemacht, sind Sie Ihr Leben lang immun gegenüber dem Erreger. Doch wie alle Herpes-Viren verbleibt auch dieser Erreger im Körper. Schubweise kann er wieder aktiviert und über den Nasen-Rachen-Raum ausgeschieden werden.

Für Sie verlaufen diese Phasen meist symptomlos, da Ihr Körper bereits einen Immunschutz aufgebaut hat. Sie können das Virus in dieser Zeit allerdings an andere, noch nicht infizierte Menschen übertragen. Die Erkrankung kann unterschiedlich in Erscheinung treten und verlaufen. Gerade bei Kindern wird das Pfeiffersche Drüsenfieber oft nicht erkannt, da sie nur milde oder keine Symptome zeigen.

Bei Erwachsenen beginnt eine Infektion üblicherweise mit klassischen Erkältungsbeschwerden.

FieberMüdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche Kopf- und GliederschmerzenHalsschmerzen, Mandel- und Rachenentzündung, ggf. mit weißlich-grauen BelägenLymphknotenschwellungen, vorwiegend am HalsÜbelkeit und Bauchschmerzen Angeschwollene Leber oder Milz

Ist der Rachenraum geschwollen, kann dies insbesondere bei Kindern die Atmung behindern. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind bekommt nur schwer Luft, suchen Sie umgehend einen Arzt oder eine Ärztin auf. Einige Betroffene entwickeln eine zusätzliche bakterielle Infektion (Streptokokken), die jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden kann.

  • Nur selten kommt es beim Pfeifferschen Drüsenfieber zu schwerwiegenden Komplikationen wie, oder einer Gelbsucht.
  • Haben Sie starke Schmerzen, hohes Fieber oder nehmen Sie neue, auch untypische Symptome wahr, suchen Sie umgehend eine ärztliche Praxis auf.
  • Schwillt die Milz infolge der Virusinfektion sehr stark an, kann sie im Extremfall reißen.

Ein solcher Milzriss ist zwar äußerst selten, aber lebensbedrohlich und muss sofort operativ behandelt werden. Fragen Sie daher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wie lange Sie sich schonen und auf sportliche Betätigung verzichten sollten, um einer solchen Komplikation vorzubeugen.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen über Ihre Beschwerden sprechen, in Ihren Hals schauen, Ihre Lymphknoten und gegebenenfalls Ihren Bauch abtasten. Dies dient auch dazu, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome aufweisen können. Gegebenenfalls erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Leber oder Milz.

Um sicherzugehen, dass es sich tatsächlich um das Pfeiffersche Drüsenfieber handelt, wird Ihnen eventuell Blut abgenommen. Im Labor lassen sich Antikörper gegen bestimmte Proteine des Epstein-Barr-Virus nachweisen. Es gibt keine Therapie gegen die Erkrankung selbst, doch in den meisten Fällen verläuft diese mild und komplikationslos.

Bleiben Sie im Bett, insbesondere solange Sie Beschwerden haben.Trinken Sie viel.Bevorzugen Sie leicht verdauliche sowie weiche, also rachenfreundliche Nahrung.Intensivieren Sie Ihre Mundhygiene durch häufigeres, sanftes Zähneputzen und Gurgeln. Bei hohem Fieber: Wenden Sie Wadenwickel an oder nehmen Sie schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente ein.Schmerzen die geschwollenen Mandeln oder Lymphknoten am Hals, können Sie die Beschwerden mit kalten Quarkwickeln lindern.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber dauert üblicherweise zwei bis vier Wochen. Es kommt jedoch vor, dass Menschen sich auch Wochen oder Monate danach noch matt und abgeschlagen fühlen. Haben Sie Geduld und gönnen Sie sich oder Ihrem Kind Ruhe, bis die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut. Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.: Pfeiffersches Drüsenfieber, 12.11.2021.

  • URL: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/pfeiffersches-druesenfieber/ (abgerufen am: 10.02.2023).Bundesministerium für Gesundheit – Gesund.bund.de: Pfeiffersches Drüsenfieber, 05.04.2022.
  • URL: https://gesund.bund.de/pfeiffersches-druesenfieber (abgerufen am: 10.02.2023).Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.: Pfeiffersches Drüsenfieber.

URL: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/pfeiffersches-druesenfieber/definition-und-haeufigkeit.html (abgerufen am: 10.02.2023). Pschyrembel online: Mononucleosis infectiosa, Dezember 2020. URL: https://www.pschyrembel.de/Pfeiffersches%20Drüsenfieber/K0EF9/doc/ (abgerufen am: 10.02.2023).

Wie lange muss man bei Pfeifferschem Drüsenfieber zuhause bleiben?

Wie lange darf man bei Pfeifferschem Drüsenfieber nicht in die Schule? – Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen Vorbemerkung: Ein krankes Kind wird im Zusammenhang mit dem Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung (Kindertagesstätte, Krippe, Kindergarten, Schule, etc.) häufig als Problem wahrgenommen.

  • Für die Eltern stellt sich die Frage der Versorgung des Kindes, für die Betreuer im Kindergarten bedeutet ein krankes Kind nicht nur einen zusätzlichen Betreuungsaufwand sondern bedingt auch die Sorge, andere Kinder der Gemeinschaftseinrichtung könnten sich anstecken.
  • Das kranke Kind ist auf der einen Seite durch die Erkrankung selbst betroffen, auf der anderen Seite könnten auch weitere Kinder angesteckt werden.

Unsicherheiten bei allen Beteiligten können die Situation weiter verschlechtern. Diese Empfehlungen thematisieren die Frage, wann ein Kind so krank ist, dass es aus Gründen des Selbstschutzes und zum Schutz der anderen Kinder und der Betreuer die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen sollte.

In dieser Empfehlung weist das Gesundheitsamt ausdrücklich darauf hin, dass der beste Schutz vor vielen Infektionskrankheiten ein vollständiger Impfschutz ist. Das Gesundheitsamt empfiehlt allen Gemeinschaftseinrichtungen, sich vor der Aufnahme eines Kindes in die Gemeinschaftseinrichtung von den Eltern den Nachweis des empfohlenen Impfschutzes vorlegen zu lassen und darauf hinzuwirken, eventuelle Impflücken zu schließen.

Diese Information ist für die Gemeinschaftseinrichtung beim Auftreten bestimmter Erkrankungen wichtig, da nur dann sofort über zu treffende Maßnahmen entschieden werden kann. Seit 2017 besteht eine Beratungspflicht für Eltern bezüglich der empfohlenen Impfungen.

Grundsätzliches: Bei vielen chronischen Erkrankungen (Diabetes, Asthma, Behinderung etc.) ist in der Regel ohne akuten Zeitdruck eine vernünftige Lösung für das betroffene Kind und alle Beteiligten zu finden. Hier kann der Kinderarzt oder das Gesundheitsamt beratend und vermittelnd eingreifen. Bei akuten Erkrankungen (in aller Regel Infektionen) sind eine Vielzahl von Situationen gesetzlich geregelt.

Auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat das Robert Koch-Institut eine „ Empfehlung für die Wiederzulassung in Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen » herausgegeben.

  • Diese Empfehlung umfasst aber nur Erkrankungen, die auch meldepflichtig sind ( Achtung: die Meldung durch die Gemeinschaftseinrichtung an das Gesundheitsamt hat am gleichen Tag zu erfolgen.
  • Ein „Sammeln der Fälle» ist nicht zulässig!).
  • Da aber häufig andere Erkrankungen Probleme bereiten, finden Sie weiter unten neben den Empfehlungen für die meldepflichtigen, häufiger vorkommenden Erkrankungen – sowie für den Läuse- und Krätzmilbenbefall – auch Empfehlungen für nicht-meldepflichtige Infektionserkrankungen (siehe Tabelle: Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen).

Für viele Infektionskrankheiten gibt es aber keine behördlichen Regelungen. Dies trägt dazu bei, dass es immer wieder zu Verunsicherungen im Umgang mit diesen Erkrankungen kommt. Deshalb gibt Ihr Gesundheitsamt zu diesem Problemfeld folgende Empfehlungen: Allgemeine Empfehlungen: Ein krankes Kind gehört in die Obhut vertrauter Familienmitglieder oder anderer vertrauter Personen.

  • Kinder mit Fieber (> 38°C unter dem Arm, > 38,5°C im Po oder mit dem Ohrthermometer)
  • Kinder mit Fieber am Tag oder in der Nacht zuvor
  • Kinder, die sich übergeben oder Durchfall haben dürfen frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall die Gemeinschaftseinrichtung erneut besuchen (aktuell noch erkrankte Kinder dürfen die Gemeinschaftseinrichtung sowieso nicht besuchen. JEDER Durchfall zählt!)
  • Kinder, die offensichtlich stark unter ihren akuten Symptomen leiden (z.B. erschöpfender Husten)

Wichtig: Bei diesen Kindern liegt in der Regel auch ein Verdacht auf eine der in der Tabelle genannten Erkrankungen vor. Ist dies der Fall, so finden die Empfehlungen für die Wiederzulassung Anwendung. Häufige Problemfälle: Banale Erkältungen: Kinder mit banalen Erkältungen ohne Fieber können die Gemeinschaftseinrichtung besuchen, solange sie durch die Erkrankung nicht deutlich in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt sind.

  1. In der Mundschleimhaut können sich schmerzhafte Aphten bilden, die dann die eigentlichen Beschwerden machen.
  2. Die Krankheit verläuft im Kindesalter normalerweise mild und fast alle Patienten erholen sich innerhalb von ca.7 Tagen ohne ärztliche Behandlung.
  3. Die HFM-Krankheit kann abgeschwächt vorkommen und bis zu 80% aller ansteckungsfähigen Kinder entwickeln gar keine Symptome! Andererseits gibt es verschiedene andere Viren, die teilweise ähnliche Symptome mit Mundaphten machen.

Kinder werden immun, wenn sie sich mit ihnen jeweils auseinandersetzen. Im Erwachsenenalter kann die HFM-Krankheit schwerer verlaufen. Sicher vorbeugen kann man nicht. Gute Haushaltshygiene (Händewaschen etc.) hilft etwas. Ferner sollten Erkrankte nicht geküsst werden.

  • Eine Weiterverbreitung kann in einer Kindertagesstätte nicht durch Quarantäne vermieden werden.
  • Die Viren zirkulieren erst dann nicht mehr, wenn alle Kinder ausreichend immun geworden sind für ihr weiteres Leben.
  • Damit haben Sie als Gemeinschaftseinrichtung zu einer Entwicklungsaufgabe beigetragen! Daher ist es sachgemäß, in einem Kindergarten auch mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit so umzugehen, wie mit den allermeisten nicht meldepflichtigen anderen Krankheiten: Ein Kind, das sich akut krank fühlt, gehört nicht in die Gemeinschaftseinrichtung sondern sollte daheim betreut werden bis es einen ganzen Tag lang gesund war.

Dies beurteilen die Eltern (ggf. zusammen mit den Erzieher/-Innen). Die Eltern können sich bei Bedarf vom Arzt zur Krankheit ihrer Kinder beraten lassen. Bescheinigungen für Ansteckungsfreiheit etc. können selbstverständlich nicht ausgestellt werden, da sie aus oben genannten Gründen nie sachgerecht wären.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Beim Kleinkind verläuft die Erkrankung, und damit auch die Ansteckung und die Infektionsketten, häufig unbemerkt. Erkrankt ein Kind am Pfeifferschen Drüsenfieber sollte es für die Dauer des Krankseins (Fieber, Abgeschlagenheit) die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen. Wenn das betroffene Kind wieder soweit genesen ist, ist ein Besuch der Gemeinschaftseinrichtung wieder möglich.

Ringelröteln: Die Ringelröteln sind für das betroffene Kind meist völlig harmlos und häufig ist das Kind selbst ohne Probleme in der Lage, die Gemeinschaftseinrichtung zu besuchen. Da die Ansteckungsfähigkeit mit dem Auftreten des Hautausschlags endet, trägt ein Ausschluss sichtbar erkrankter Kinder nicht zur Vermeidung der Ausbreitung bei.

  1. Meistens ist sie jedoch Begleiterscheinung eines Infektes der oberen Luftwege (Erkältung).
  2. Vereinfacht gesagt ist die Bindehautentzündung in den meisten Fällen „der Schnupfen des Auges».
  3. Sie tritt in allen Altersgruppen auf.
  4. Mögliche Beschwerden dieser Erkrankung sind Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, Rötung des Auges, Juckreiz, Tränenfluss und Schwellung der Lider.

Oft sind morgens die Augenlider verklebt. Eine Meldepflicht besteht nur bei einem direkten Labornachweis von Adenoviren der hochansteckenden Conjunctivitis epidemica, die mit ca.300-500 Fällen pro Jahr in ganz Deutschland und einer Häufigkeit von 0,2/100.000 Einwohner extrem selten ist.

Somit ist die banale Bindehautentzündung, auch bei vermehrtem Auftreten im Kindergarten, nicht meldepflichtig! Der Krankheitsverlauf kann von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen dauern. Ein Auftreten und die Ausbreitung in Gemeinschaftseinrichtungen lassen sich so gut wie nicht verhindern. Daher ist es sachgemäß, in einer Gemeinschaftseinrichtung auch mit der Bindehautentzündung so umzugehen, wie mit den allermeisten nicht meldepflichtigen anderen Krankheiten: Ein Kind, das sich akut krank oder stark beeinträchtigt fühlt, gehört nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung, sondern sollte daheim betreut werden, bis es ihm wieder deutlich besser geht.

Durch die Bindehautentzündung stark beeinträchtigte Kinder sollten initial auch dem Kinderarzt vorgestellt werden, insbesondere, wenn die Bindehautentzündung ohne sonstige Erkältungszeichen relativ plötzlich auftritt und ein deutliches Krankheitsgefühl besteht.

  • Dies beurteilen die Eltern (ggf.
  • Zusammen mit den Erzieher/-Innen).
  • Bei Kindern ohne deutliche Beeinträchtigung durch die Bindehautentzündung spricht nichts gegen den Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung,
  • Eine ärztliche Vorstellung ist in diesem Fall ebenfalls nicht notwendig,
  • Antibiotische Augentropfen verkürzen den Verlauf einer Bindehautentzündung in fast allen Fällen nicht, so dass so gut wie immer darauf verzichtet werden kann.

Bescheinigungen für Ansteckungsfreiheit etc. können selbstverständlich nicht ausgestellt werden, da sie aus oben genannten Gründen nie sachgerecht wären. Sich gesund fühlende Kinder mit leicht verklebten Augen brauchen also nicht zum Arzt und müssen auch nicht heimgeschickt werden, sondern können einfach weiter mit den anderen Kindern in der Gemeinschaftseinrichtung betreut werden! Drei-Tage-Fieber: Das Drei-Tage-Fieber ist eine hochansteckende aber weitgehend harmlose Viruserkrankung (HHV6 Viren).

Bis zum Ende des dritten Lebensjahres haben fast alle Kinder diese Infektion durchgemacht, die meisten davon ohne erkennbare Symptome. Kommt es zum Ausbruch der Erkrankung, so stehen das Fieber und ein kleinfleckiger Hautausschlag, vor allem an Brust, Bauch und Rücken, im Vordergrund. Begleitausschläge im Rahmen von Virusinfekten Bei vielen banalen Virusinfekten (z.B.

Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen) kommt es im späteren Verlauf (meist eine Woche nach Erkrankung) zu Hautausschlägen, die völlig harmlos sind. Kinder mit Ausschlag und Juckreiz sollten dem Kinderarzt vorgestellt werden.

  1. Inder, die sich mit Ausschlag gesund fühlen, dürfen in der Gemeinschaftseinrichtung bleiben und müssen nicht ausgeschlossen werden.
  2. Ein Kind, das sich akut krank fühlt, gehört nicht in die Gemeinschaftseinrichtung sondern sollte daheim betreut werden bis es einen ganzen Tag lang gesund war.
  3. Dies beurteilen die Eltern (ggf.

zusammen mit den Erzieher/-Innen). Die Eltern können sich bei Bedarf vom Arzt zur Krankheit ihrer Kinder beraten lassen. Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen (Basierend auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Ergänzt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Landkreis Cuxhaven) – Stand 09/2017

Erkrankung Inkubationszeit Wiederzulassung Attest Ausschluss Kontaktpersonen Ärztliche Meldepflicht Benach -richtigungs -pflicht für Leiter der Einrichtung
Verdacht Jeder Fall Ab zwei Fällen
Masern 1-2 Wochen Frühestens 5 Tage nach Beginn des Ausschlages Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Röteln 2-3 Wochen Genesung Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Mumps 12-25 Tage Genesung, frühestens 9 Tage nach Beginn der Drüsenschwellung Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Windpocken 1-4 Wochen 1 Woche nach Krankheitsbeginn Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Scharlach, Strep.-A-Erkranungen 1-3 Tage Mit Antibiotikum nach 24 Stunden, sonst bei Genesung Nein Nein Nein Nein Ja
Magen-Darm Erkrankungen Ja (<6J)
Noroviren 6-50 Stunden Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
Rotaviren 1-3 Tage Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
Campylobacter 1-10 Tage Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
Salmonellen 6-72 Stunden Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
Unbekannt Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
EHEC 2-10 Tage Genesung und 3 negative Stuhlproben Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Hepatitis A und E 2-10 Tage 1 Woche nach Beginn der Gelbfärbung Nein Nein Ja Ja Ja
Borkenflechte (Impetigo Contagiosa) 2-10 Tage Mit Antibiotikum nach 24 Stunden, sonst bei Abheilung Nein Nein Nein Nein Nein Ja
Keuchhusten 7-20 Tage Mit Antibiotikum nach 5 Tagen, sonst nach 3 Wochen Nein Nein, aber bei Husten Arztbesuch empfohlen Ja Ja Ja
Hirnhautentzündung (Meningitis) 2-10 Tage Genesung Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Tuberkulose 6-8 Wochen Wenn nachweislich nicht mehr ansteckend Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Kopfläuse Nach erster von zwei Behandlungen Erstbefall: Nein Nein Nein Nein Ja
Krätze (Scabies) 14-42 Tage Nach Behandlung und Abheilung Ja Nein, aber Untersuchung erforderlich Nein Nein Ja
Erkältung ohne Fieber Kein Ausschlussgrund Nein Nein Nein Nein
Grippaler Infekt mit Fieber (> 38,5°C) nach 24h Fieberfrei Nein Nein Nein Nein
3 Tage Fieber 1-2 Wochen nach 24h Fieberfrei Nein Nein Nein Nein
Endemische Bindehautentzündung durch Adenoviren 5-12 Tage Genesung (Auge nicht mehr gerötet) Nein Nein Nein Nein
Bindehautentzündung als Begleiterscheinung bei Erkältung 5-12 Tage Beschwerdefreiheit Nein Nein Nein Nein
Hand-Mund-Fuß Krankheit 4-7 Tage bei gutem Allgemeinzustand (auch mit Ausschlag) Nein Nein Nein Nein
Pfeiffersches Drüsenfieber 7-30 Tage Genesung Nein Nein Nein Nein
Ringelröteln 1-2 Wochen bei gutem Allgemeinzustand (auch mit Ausschlag) Nein Nein Nein Nein

Bei Rückfragen oder Unklarheiten können Sie sich gerne an uns oder an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Quelle: Modifizierte und erweiterte Version der Veröffentlichung des Gesundheitsamtes Düren Weitere Informationen beim Robert-Koch-Institut: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Wiederzulassung/Mbl_Wiederzulassung_schule.html

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Wie lange darf man bei Pfeifferschem Drüsenfieber nicht in die Schule?

Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen Vorbemerkung: Ein krankes Kind wird im Zusammenhang mit dem Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung (Kindertagesstätte, Krippe, Kindergarten, Schule, etc.) häufig als Problem wahrgenommen. Für die Eltern stellt sich die Frage der Versorgung des Kindes, für die Betreuer im Kindergarten bedeutet ein krankes Kind nicht nur einen zusätzlichen Betreuungsaufwand sondern bedingt auch die Sorge, andere Kinder der Gemeinschaftseinrichtung könnten sich anstecken.

Das kranke Kind ist auf der einen Seite durch die Erkrankung selbst betroffen, auf der anderen Seite könnten auch weitere Kinder angesteckt werden. Unsicherheiten bei allen Beteiligten können die Situation weiter verschlechtern. Diese Empfehlungen thematisieren die Frage, wann ein Kind so krank ist, dass es aus Gründen des Selbstschutzes und zum Schutz der anderen Kinder und der Betreuer die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen sollte.

In dieser Empfehlung weist das Gesundheitsamt ausdrücklich darauf hin, dass der beste Schutz vor vielen Infektionskrankheiten ein vollständiger Impfschutz ist. Das Gesundheitsamt empfiehlt allen Gemeinschaftseinrichtungen, sich vor der Aufnahme eines Kindes in die Gemeinschaftseinrichtung von den Eltern den Nachweis des empfohlenen Impfschutzes vorlegen zu lassen und darauf hinzuwirken, eventuelle Impflücken zu schließen.

Diese Information ist für die Gemeinschaftseinrichtung beim Auftreten bestimmter Erkrankungen wichtig, da nur dann sofort über zu treffende Maßnahmen entschieden werden kann. Seit 2017 besteht eine Beratungspflicht für Eltern bezüglich der empfohlenen Impfungen. Grundsätzliches: Bei vielen chronischen Erkrankungen (Diabetes, Asthma, Behinderung etc.) ist in der Regel ohne akuten Zeitdruck eine vernünftige Lösung für das betroffene Kind und alle Beteiligten zu finden.

Hier kann der Kinderarzt oder das Gesundheitsamt beratend und vermittelnd eingreifen. Bei akuten Erkrankungen (in aller Regel Infektionen) sind eine Vielzahl von Situationen gesetzlich geregelt. Auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat das Robert Koch-Institut eine „ Empfehlung für die Wiederzulassung in Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen ” herausgegeben.

  1. Diese Empfehlung umfasst aber nur Erkrankungen, die auch meldepflichtig sind ( Achtung: die Meldung durch die Gemeinschaftseinrichtung an das Gesundheitsamt hat am gleichen Tag zu erfolgen.
  2. Ein „Sammeln der Fälle” ist nicht zulässig!).
  3. Da aber häufig andere Erkrankungen Probleme bereiten, finden Sie weiter unten neben den Empfehlungen für die meldepflichtigen, häufiger vorkommenden Erkrankungen – sowie für den Läuse- und Krätzmilbenbefall – auch Empfehlungen für nicht-meldepflichtige Infektionserkrankungen (siehe Tabelle: Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen).

Für viele Infektionskrankheiten gibt es aber keine behördlichen Regelungen. Dies trägt dazu bei, dass es immer wieder zu Verunsicherungen im Umgang mit diesen Erkrankungen kommt. Deshalb gibt Ihr Gesundheitsamt zu diesem Problemfeld folgende Empfehlungen: Allgemeine Empfehlungen: Ein krankes Kind gehört in die Obhut vertrauter Familienmitglieder oder anderer vertrauter Personen.

  • Kinder mit Fieber (> 38°C unter dem Arm, > 38,5°C im Po oder mit dem Ohrthermometer)
  • Kinder mit Fieber am Tag oder in der Nacht zuvor
  • Kinder, die sich übergeben oder Durchfall haben dürfen frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall die Gemeinschaftseinrichtung erneut besuchen (aktuell noch erkrankte Kinder dürfen die Gemeinschaftseinrichtung sowieso nicht besuchen. JEDER Durchfall zählt!)
  • Kinder, die offensichtlich stark unter ihren akuten Symptomen leiden (z.B. erschöpfender Husten)

Wichtig: Bei diesen Kindern liegt in der Regel auch ein Verdacht auf eine der in der Tabelle genannten Erkrankungen vor. Ist dies der Fall, so finden die Empfehlungen für die Wiederzulassung Anwendung. Häufige Problemfälle:

Banale Erkältungen:

Kinder mit banalen Erkältungen ohne Fieber können die Gemeinschaftseinrichtung besuchen, solange sie durch die Erkrankung nicht deutlich in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt sind.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit:

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Virusinfektion und macht normalerweise leichtes Fieber, geringeren Appetit und Hals- und Mundschmerzen. Ein bis zwei Tage nach Fieberbeginn entwickeln sich kleine, rote Flecken an den Hand- und Fußsohlen, um den Mund herum oder auch am Gesäß, im Genitalbereich, an den Knien oder Ellenbogen.

In der Mundschleimhaut können sich schmerzhafte Aphten bilden, die dann die eigentlichen Beschwerden machen. Die Krankheit verläuft im Kindesalter normalerweise mild und fast alle Patienten erholen sich innerhalb von ca.7 Tagen ohne ärztliche Behandlung. Die HFM-Krankheit kann abgeschwächt vorkommen und bis zu 80% aller ansteckungsfähigen Kinder entwickeln gar keine Symptome! Andererseits gibt es verschiedene andere Viren, die teilweise ähnliche Symptome mit Mundaphten machen.

Kinder werden immun, wenn sie sich mit ihnen jeweils auseinandersetzen. Im Erwachsenenalter kann die HFM-Krankheit schwerer verlaufen. Sicher vorbeugen kann man nicht. Gute Haushaltshygiene (Händewaschen etc.) hilft etwas. Ferner sollten Erkrankte nicht geküsst werden.

Eine Weiterverbreitung kann in einer Kindertagesstätte nicht durch Quarantäne vermieden werden. Die Viren zirkulieren erst dann nicht mehr, wenn alle Kinder ausreichend immun geworden sind für ihr weiteres Leben. Damit haben Sie als Gemeinschaftseinrichtung zu einer Entwicklungsaufgabe beigetragen! Daher ist es sachgemäß, in einem Kindergarten auch mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit so umzugehen, wie mit den allermeisten nicht meldepflichtigen anderen Krankheiten: Ein Kind, das sich akut krank fühlt, gehört nicht in die Gemeinschaftseinrichtung sondern sollte daheim betreut werden bis es einen ganzen Tag lang gesund war.

Dies beurteilen die Eltern (ggf. zusammen mit den Erzieher/-Innen). Die Eltern können sich bei Bedarf vom Arzt zur Krankheit ihrer Kinder beraten lassen. Bescheinigungen für Ansteckungsfreiheit etc. können selbstverständlich nicht ausgestellt werden, da sie aus oben genannten Gründen nie sachgerecht wären.

Pfeiffersches Drüsenfieber:

Beim Kleinkind verläuft die Erkrankung, und damit auch die Ansteckung und die Infektionsketten, häufig unbemerkt. Erkrankt ein Kind am Pfeifferschen Drüsenfieber sollte es für die Dauer des Krankseins (Fieber, Abgeschlagenheit) die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen. Wenn das betroffene Kind wieder soweit genesen ist, ist ein Besuch der Gemeinschaftseinrichtung wieder möglich.

Ringelröteln:

Die Ringelröteln sind für das betroffene Kind meist völlig harmlos und häufig ist das Kind selbst ohne Probleme in der Lage, die Gemeinschaftseinrichtung zu besuchen. Da die Ansteckungsfähigkeit mit dem Auftreten des Hautausschlags endet, trägt ein Ausschluss sichtbar erkrankter Kinder nicht zur Vermeidung der Ausbreitung bei.

Bindehautentzündung:

Die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist eine Entzündung am Auge, die durch Bakterien oder Viren verursacht werden kann. Andere Ursachen können Allergien, chemische oder mechanische Reizungen sein, welche dann nicht an-steckend sind. Die Erkrankung wird überwiegend durch Schmierinfektion übertragen, gelegentlich auch über Tröpfchen.

Meistens ist sie jedoch Begleiterscheinung eines Infektes der oberen Luftwege (Erkältung). Vereinfacht gesagt ist die Bindehautentzündung in den meisten Fällen „der Schnupfen des Auges”. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Mögliche Beschwerden dieser Erkrankung sind Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, Rötung des Auges, Juckreiz, Tränenfluss und Schwellung der Lider.

Oft sind morgens die Augenlider verklebt. Eine Meldepflicht besteht nur bei einem direkten Labornachweis von Adenoviren der hochansteckenden Conjunctivitis epidemica, die mit ca.300-500 Fällen pro Jahr in ganz Deutschland und einer Häufigkeit von 0,2/100.000 Einwohner extrem selten ist.

  1. Somit ist die banale Bindehautentzündung, auch bei vermehrtem Auftreten im Kindergarten, nicht meldepflichtig! Der Krankheitsverlauf kann von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen dauern.
  2. Ein Auftreten und die Ausbreitung in Gemeinschaftseinrichtungen lassen sich so gut wie nicht verhindern.
  3. Daher ist es sachgemäß, in einer Gemeinschaftseinrichtung auch mit der Bindehautentzündung so umzugehen, wie mit den allermeisten nicht meldepflichtigen anderen Krankheiten: Ein Kind, das sich akut krank oder stark beeinträchtigt fühlt, gehört nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung, sondern sollte daheim betreut werden, bis es ihm wieder deutlich besser geht.

Durch die Bindehautentzündung stark beeinträchtigte Kinder sollten initial auch dem Kinderarzt vorgestellt werden, insbesondere, wenn die Bindehautentzündung ohne sonstige Erkältungszeichen relativ plötzlich auftritt und ein deutliches Krankheitsgefühl besteht.

  • Dies beurteilen die Eltern (ggf.
  • Zusammen mit den Erzieher/-Innen).
  • Bei Kindern ohne deutliche Beeinträchtigung durch die Bindehautentzündung spricht nichts gegen den Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung,
  • Eine ärztliche Vorstellung ist in diesem Fall ebenfalls nicht notwendig,
  • Antibiotische Augentropfen verkürzen den Verlauf einer Bindehautentzündung in fast allen Fällen nicht, so dass so gut wie immer darauf verzichtet werden kann.

Bescheinigungen für Ansteckungsfreiheit etc. können selbstverständlich nicht ausgestellt werden, da sie aus oben genannten Gründen nie sachgerecht wären. Sich gesund fühlende Kinder mit leicht verklebten Augen brauchen also nicht zum Arzt und müssen auch nicht heimgeschickt werden, sondern können einfach weiter mit den anderen Kindern in der Gemeinschaftseinrichtung betreut werden!

Drei-Tage-Fieber:

Das Drei-Tage-Fieber ist eine hochansteckende aber weitgehend harmlose Viruserkrankung (HHV6 Viren). Bis zum Ende des dritten Lebensjahres haben fast alle Kinder diese Infektion durchgemacht, die meisten davon ohne erkennbare Symptome. Kommt es zum Ausbruch der Erkrankung, so stehen das Fieber und ein kleinfleckiger Hautausschlag, vor allem an Brust, Bauch und Rücken, im Vordergrund.

Begleitausschläge im Rahmen von Virusinfekten

Bei vielen banalen Virusinfekten (z.B. Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen) kommt es im späteren Verlauf (meist eine Woche nach Erkrankung) zu Hautausschlägen, die völlig harmlos sind. Kinder mit Ausschlag und Juckreiz sollten dem Kinderarzt vorgestellt werden.

Kinder, die sich mit Ausschlag gesund fühlen, dürfen in der Gemeinschaftseinrichtung bleiben und müssen nicht ausgeschlossen werden. Ein Kind, das sich akut krank fühlt, gehört nicht in die Gemeinschaftseinrichtung sondern sollte daheim betreut werden bis es einen ganzen Tag lang gesund war. Dies beurteilen die Eltern (ggf.

zusammen mit den Erzieher/-Innen). Die Eltern können sich bei Bedarf vom Arzt zur Krankheit ihrer Kinder beraten lassen. Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen nach Infektionen (Basierend auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Ergänzt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Landkreis Cuxhaven) – Stand 09/2017

Erkrankung Inkubationszeit Wiederzulassung Attest Ausschluss Kontaktpersonen Ärztliche Meldepflicht Benach -richtigungs -pflicht für Leiter der Einrichtung
Verdacht Jeder Fall Ab zwei Fällen
Masern 1-2 Wochen Frühestens 5 Tage nach Beginn des Ausschlages Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Röteln 2-3 Wochen Genesung Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Mumps 12-25 Tage Genesung, frühestens 9 Tage nach Beginn der Drüsenschwellung Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Windpocken 1-4 Wochen 1 Woche nach Krankheitsbeginn Nein Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Scharlach, Strep.-A-Erkranungen 1-3 Tage Mit Antibiotikum nach 24 Stunden, sonst bei Genesung Nein Nein Nein Nein Ja
Magen-Darm Erkrankungen Ja (<6J)

Noroviren

6-50 Stunden Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)

Rotaviren

1-3 Tage Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)

Campylobacter

1-10 Tage Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)

Salmonellen

6-72 Stunden Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)

Unbekannt

Frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall Nein Nein Nein Nein Ja Ja (<6J)
EHEC 2-10 Tage Genesung und 3 negative Stuhlproben Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Hepatitis A und E 2-10 Tage 1 Woche nach Beginn der Gelbfärbung Nein Nein Ja Ja Ja
Borkenflechte (Impetigo Contagiosa) 2-10 Tage Mit Antibiotikum nach 24 Stunden, sonst bei Abheilung Nein Nein Nein Nein Nein Ja
Keuchhusten 7-20 Tage Mit Antibiotikum nach 5 Tagen, sonst nach 3 Wochen Nein Nein, aber bei Husten Arztbesuch empfohlen Ja Ja Ja
Hirnhautentzündung (Meningitis) 2-10 Tage Genesung Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Tuberkulose 6-8 Wochen Wenn nachweislich nicht mehr ansteckend Ja Nach Rücksprache mit Gesundheitsamt Ja Ja Ja
Kopfläuse Nach erster von zwei Behandlungen Erstbefall: Nein Nein Nein Nein Ja
Krätze (Scabies) 14-42 Tage Nach Behandlung und Abheilung Ja Nein, aber Untersuchung erforderlich Nein Nein Ja
Erkältung ohne Fieber Kein Ausschlussgrund Nein Nein Nein Nein
Grippaler Infekt mit Fieber (> 38,5°C) nach 24h Fieberfrei Nein Nein Nein Nein
3 Tage Fieber 1-2 Wochen nach 24h Fieberfrei Nein Nein Nein Nein
Endemische Bindehautentzündung durch Adenoviren 5-12 Tage Genesung (Auge nicht mehr gerötet) Nein Nein Nein Nein
Bindehautentzündung als Begleiterscheinung bei Erkältung 5-12 Tage Beschwerdefreiheit Nein Nein Nein Nein
Hand-Mund-Fuß Krankheit 4-7 Tage bei gutem Allgemeinzustand (auch mit Ausschlag) Nein Nein Nein Nein
Pfeiffersches Drüsenfieber 7-30 Tage Genesung Nein Nein Nein Nein
Ringelröteln 1-2 Wochen bei gutem Allgemeinzustand (auch mit Ausschlag) Nein Nein Nein Nein

Bei Rückfragen oder Unklarheiten können Sie sich gerne an uns oder an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Quelle: Modifizierte und erweiterte Version der Veröffentlichung des Gesundheitsamtes Düren Weitere Informationen beim Robert-Koch-Institut: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Wiederzulassung/Mbl_Wiederzulassung_schule.html

Wird man bei Pfeifferschem Drüsenfieber krankgeschrieben?

Wie lang dauert die Krankschreibung bei Pfeifferschem Drüsenfieber? – Über die Dauer der Krankheit entscheidet der behandelnde Arzt individuell für jeden Patienten. Eine allgemeine Aussage ist nicht möglich. Bei Bedarf wird der Arzt eine Krankschreibung verlängern.

Wie lange dauert Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern?

Ursachen und Symptome von Pfeifferschem Drüsenfieber bei Kindern – Besonders häufig sind junge Menschen vom Pfeifferschen Drüsenfieber betroffen. Die Infektion mit dem Erreger erfolgt gewöhnlich durch den Kontakt zu infektiösem Speichel. Dies kann im Rahmen der Tröpfcheninfektion oder der Schmierinfektion geschehen.

erhöhte Körpertemperatur oder Fieber;Kopf- und Muskelschmerzen;Halsschmerzen oder Mandelentzündung, weiße Beläge im Rachenraum;schmerzhafte Schwellungen der Lymphknoten am Hals (oder seltener in den Achselhöhlen);anhaltende Müdigkeit;Vergrößerung der Milz, die mit Schmerzen im Oberbauch und Übelkeit einhergeht;Vergrößerung der Leber, die von Gelbsucht gefolgt sein kann;Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche und depressive Stimmung.

Bei kleinen Kindern kann das Pfeiffersche Drüsenfieber auch ohne Symptome verlaufen. Gewöhnlich klingt die Erkrankung nach wenigen Wochen vollständig wieder ab. Verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber jedoch chronisch, so können die Symptome über die Dauer von mehreren Monaten oder gar Jahren anhalten.

  1. Da die Symptome der Erkrankung recht unspezifisch sind und auch als Beschwerden bei anderen Krankheitsbildern auftreten, wird das Pfeiffersche Drüsenfieber oft erst spät diagnostiziert.
  2. Der eindeutige Nachweis erfolgt anhand einer Blutuntersuchung.
  3. Im Blut finden sich Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus und die Anzahl der Leukozyten ist erhöht.

Weiterhin sind sogenannte Pfeifferzellen oder Virozyten im Blut nachweisbar. Eine einmal überstandene Infektion führt zu lebenslanger Immunität. In Westeuropa kommen 95 Prozent der Bevölkerung bis zu ihrem 30. Lebensjahr mit dem Erreger in Kontakt.

Kann man mit Pfeifferschem Drüsenfieber in die Schule?

Es empfiehlt sich aber dennoch in der akuten Krankheitsphase auf den Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung zu verzichten. Nach Abklingen der Symptome und bei gutem Allgemeinbefinden können Gemeinschaftseinrichtungen wieder besucht werden.

Wie lange krank bei Pfeiffersches Drüsenfieber?

Das typische Krankheitsbild – Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen zeigt sich das Pfeiffersche Drüsenfieber mit einer Triade von Symptomen: Fieber, Lymphknotenschwellung und Entzündungen im Rachenbereich (Monozyten-Angina). Meist beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden wie allgemeinem Unwohlsein, Müdigkeit, ausgeprägtes Krankheitsbild mit Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit.

Nach einigen Tagen steigt die Körpertemperatur auf 38 bis 39°C. Gelegentlich treten Lichtscheu und Luftnot auf. Unter Müdigkeit leiden die Betroffenen während der zweiten und dritten Woche der Erkrankung am stärksten. In dieser Phase kann das Fieber immer wieder sinken und ansteigen. Die Lymphknoten schwellen an – besonders stark am Hals (teilweise bis auf Hühnereigröße!) und am Nacken -, aber auch unter den Achseln oder im Brust- oder Bauchbereich.

Auf den entzündeten Mandeln bildet sich häufig ein schmutzig-grauer Belag, der jedoch nicht auf die Umgebung übergreift. Diese Monozyten-Angina kann Schluckbeschwerden, Heiserkeit und üblen Mundgeruch verursachen. Das kann auch auf Leber und Milz übergehen.

  1. Die dadurch angegriffenen, geschwollenen Organe können Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen.
  2. Weitere Symptome sind Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen und Orientierungsstörungen.
  3. Manchmal tritt auch ein entzündlicher Hautausschlag (Exanthem) auf.
  4. Im Normalfall ist die Infektion nach ca.
  5. Drei Wochen überstanden, es können aber weitere Wochen bis Monate vergehen, bis der Patient seine volle Leistungsfähigkeit wieder erlangt hat.

Auch wenn die Symptome abgeklungen sind, bleibt der Betroffene Zeit seines Lebens Träger der Erreger, so dass die Erkrankung erneut auftreten kann, etwa wenn das Immunsystem vorübergehend geschwächt ist. In solchen Fällen verläuft die Krankheit in der Regel abgeschwächt oder völlig ohne Symptome.

Was tun bei Pfeifferschem Drüsenfieber Kind?

Die Kinder nehmen am besten gut verdauliche Nahrung zu sich, und trinken viel Wasser in dieser Zeit. Außerdem empfehlen Ärzte, eine gründliche Mundhygiene durchzuführen mit regelmäßigem Zähneputzen und Gurgeln. Spezielle Medikamente gegen Pfeiffersches Drüsenfieber gibt es nicht.

Ist Pfeiffersches Drüsenfieber meldepflichtig?

Eine Rückkehr ist nach Abklingen der akuten Symptome möglich. Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich. Es gibt keine Impfung. Eine Meldepflicht existiert nicht.

Wie lange ist man nach Pfeifferschem Drüsenfieber schlapp?

Manche Personen leiden nach der akuten Infektion noch monate- oder jahrelang unter Antriebsschwäche, Fieber, Müdigkeit und Lymphadenopathie. Ein Zusammenhang zwischen dem Epstein-Barr-Virus, dem Erreger der Mononucleosis infectiosa, und dem Chronic Fatigue Syndrom konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Kann man das Pfeiffersche Drüsenfieber 2 mal bekommen?

Pfeiffersches Drüsenfieber – Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine häufig vorkommende Viruserkrankung, die durch das sogenannte Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Das Epstein-Barr-Virus infiziert die Schleimhäute von Nase, Mund, Rachen sowie eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (sogenannte B-Lymphozyten).

  1. Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird im medizinischen Sprachgebrauch auch als infektiöse Mononukleose bezeichnet; umgangssprachlich finden sich auch die Begriffe “Kusskrankheit”, “Kissing Disease” oder “Studentenfieber”.
  2. Die Viruserkrankung ist weit verbreitet: Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen haben sich bis zum 30.

Lebensjahr infiziert, meist ohne etwas davon zu merken. Im Rahmen des Pfeifferschen Drüsenfiebers, auch Mononukleose genannt, werden Antikörper gegen das Virus gebildet. Dadurch gewinnt man eine lebenslange Immunität. Das heißt: Menschen mit einem intakten Immunsystem können nur einmal an Pfeifferschen Drüsenfieber erkranken.

Wie fängt Pfeiffersches Drüsenfieber an?

Pfeiffer-Drüsenfieber (Mononukleose) – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin Das Pfeiffer-Drüsenfieber, auch Pfeiffer’sches Drüsenfieber oder Mononukleose genannt, ist eine Viruserkrankung, deren Auslöser das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist.

Die meisten Menschen infizieren sich im Lauf ihres Lebens mit dem EBV-Virus – häufig unbemerkt, denn es kommt nicht immer zu Symptomen. Typische Beschwerden sind Halsschmerzen, Fieber und geschwollene Lymphknoten am Hals. Die Erkrankung geht üblicherweise innerhalb weniger Wochen von allein vorüber. Zuletzt revidiert: 21.

März 2023 Das Pfeiffer-Drüsenfieber wird vom Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht, das meist durch Speichel übertragen wird. Die Infektion verläuft besonders bei Kindern oft unbemerkt. Bei einer Erkrankung kommt es typischerweise zu Halsschmerzen, Fieber und geschwollenen Lymphknoten.

Meist verschwinden die Beschwerden im Laufe weniger Wochen, allerdings kann es manchmal mehrere Monate dauern, bis man sich wieder vollkommen gesund fühlt. Nach der Infektion ist man lebenslang immun, die Viren bleiben aber im Körper. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es vorkommen, dass die Viren wieder aktiv werden.

Das Pfeiffer-Drüsenfieber beginnt meist langsam mit allgemeinen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Dann kommt es zu Halsschmerzen, Fieber und geschwollenen Lymphknoten am Hals. Die Lymphknoten schmerzen in der Regel nicht, sind aber druckempfindlich.

  • Die Sprache kann verändert sein und bei stark geschwollenen Gaumenmandeln fällt das Schlucken und Atmen schwer.
  • Weitere mögliche Beschwerden sind Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Husten, Übelkeit und Hautausschlag.
  • Im Verlauf der Erkrankung kann es zu einer Vergrößerung von Leber und Milz kommen.

Das Pfeiffer-Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus hervorgerufen, das aus der Familie der Herpesviren stammt. Es wird durch Speichel übertragen, z.B. beim gemeinsamen Trinken aus einer Flasche oder beim Küssen. Deshalb wird die Erkrankung auch „Kusskrankheit” genannt.

  • Auch infizierte Personen, die selbst keine Symptome haben, können andere anstecken.
  • Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und den ersten Krankheitssymptomen, liegt bei 2–7 Wochen.
  • Nach der Übertragung breitet sich das Virus im Körper aus und befällt insbesondere eine Untergruppe von weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten).

Außerdem ist es in Zellen der Rachenschleimhaut und in Ausführungsgängen der Ohrspeicheldrüse nachweisbar. Von dort gelangt das Virus in den Speichel. Die Viren verbleiben auch nach Ende der Erkrankung lebenslang im Körper. Die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus ist weltweit sehr häufig: 95 % der Erwachsenen haben Antikörper gegen das Virus, was auf eine frühere Infektion hindeutet.

  1. Bei 12–25 % von ihnen sind die Viren im Rachen nachweisbar.
  2. Zu einer Erkrankung kommt es bei etwa 5–8 von 1.000 Personen pro Jahr, häufig im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.
  3. Besonders bei Kindern verläuft die Infektion oft ohne Symptome.
  4. Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome und durch eine körperliche Untersuchung von Hals, Rachen, Haut und Bauch.

Bei typischen Beschwerden und unkompliziertem Verlauf sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. Zur Bestätigung der Diagnose kann ein EBV-Schnelltest durchgeführt werden, der in der ersten Woche jedoch häufig noch negativ ausfällt. Durch eine Antikörperbestimmung kann man zwischen einer frischen oder einer zurückliegenden Infektion unterscheiden.

Blutuntersuchungen liefern Hinweise auf eine mögliche Vermehrung und Veränderungen der Lymphozyten sowie auf Entzündungen und die Leberfunktion. Bei Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Schwangeren können noch weitere Untersuchungen erforderlich sein, beispielsweise ein Virus-Nachweis durch PCR oder eine Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes.

Es gibt kein Medikament, das direkt gegen das Pfeiffer-Drüsenfieber wirkt. Die Behandlung zielt daher darauf ab, die Beschwerden zu lindern, z.B. durch schmerzlindernde Halstabletten oder fiebersenkende und entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen.

  • genügend trinken
  • nicht rauchen
  • Fieber mit Wadenwickeln senken
  • Halsbonbons lutschen
  • sich schonen: Bettruhe ist jedoch nicht nötig; sportliche Aktivitäten sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Auf starke Belastungen und Kontaktsport sollten Sie für 3–4 Wochen verzichten.

Das Pfeiffer-Drüsenfieber verschwindet in der Regel nach 2–4 Wochen von allein: Die Halsscherzen klingen meist innerhalb von 7–10 Tagen ab, das Fieber hält etwa 10–14 Tage lang an. Es ist aber möglich, dass Müdigkeit und Abgeschlagenheit noch über Wochen und Monate andauern.

– Informationen für ärztliches Personal

Karen Zoufal, Medizinjournalistin, Helmstedt

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel, Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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  2. Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Entzündliche Erkrankungen der Gaumenmandeln / Tonsillitis, Therapie. AWMF-Leitlinie Nr.017-024. Stand 2015 (abgelaufen).
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: Pfeiffer-Drüsenfieber (Mononukleose) – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin

Wie bekommen Kinder Pfeiffersches Drüsenfieber?

Die “Kusskrankheit” – Da das EBV v.a. beim Küssen übertragen wird, nennt man die Erkrankung auch „kissing disease = Kusskrankheit “. Meist sind Kinder im Alter zwischen vier und 15 Jahren betroffen. Die Kleinkinder bekommen die Infektion durch das Küssen der Eltern.

  1. Der 2. Erkrankungsgipfel liegt in der Pubertät, wenn die ersten sexuellen Erfahrungen ausgetauscht werden.
  2. Nur selten ist die Erkrankung gefährlich, meistens verläuft sie mild.
  3. Bei Kindern wird das Pfeiffersche Drüsenfieber oft nicht erkannt, da sie nur Symptome wie Fieber und Müdigkeit zeigen, und die Krankheit relativ kurz andauert.

Bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann sich die Erkrankung länger ausdehnen.

Ist Drüsenfieber gefährlich?

DZIF-Wissenschaftler ergründen die Ursachen schwerwiegender Verläufe des Pfeifferschen Drüsenfiebers und suchen nach den „Risikomarkern”. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen dem Krankheitserreger – dem Epstein-Barr-Virus – und Krebs untersucht. Mehr als 90 Prozent der Menschen infizieren sich im Laufe des Lebens mit dem Epstein-Barr-Virus, kurz EBV genannt. Die Infektion erfolgt in der Regel im jungen Kindesalter, verläuft dann meist ohne Symptome und bleibt bei den meisten Menschen folgenlos.

Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann sich die frische Infektion jedoch als sogenanntes Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) äußern. Das Pfeiffersche Drüsenfieber geht typischerweise mit Fieber, Müdigkeit, Halsschmerzen und geschwollenen Lymphknoten einher, verläuft aber meist harmlos und heilt in der Regel rasch aus.

Bei einigen Erkrankten zeigen sich jedoch lebensbedrohliche Komplikationen, wie Atemnot, Milzriss oder Blutzellmangel, oder außerordentlich langwierige Verläufe, zum Beispiel mit chronischem Müdigkeitssyndrom. Auch scheint in der Folge eines Pfeifferschen Drüsenfiebers das Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose oder eines Hodgkin-Lymphoms erhöht zu sein. Das Epstein-Barr-Virus, hier in Leukämiezellen grün angefärbt CDC/Dr. Paul M. Feorino Prof. Uta Behrends, TU München TUM/Uta Behrends „In einigen Fällen können bestimmte angeborene Immundefekte als Ursache für ungewöhnliche Verläufe der Infektion identifiziert werden, in den meisten Fällen bleiben die Ursachen jedoch unbekannt”, erklärt Professorin Uta Behrends von der Technischen Universität München.

Die Kinderärztin möchte diesen Ursachen auf den Grund gehen. Im DZIF koordiniert sie daher die umfassende IMMUC-Forschungsstudie, in der die Risikoparameter für schwere oder besonders langwierige Verläufe identifiziert und damit auch die Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden sollen. IMMUC-Studie erfolgreich gestartet Die Studie unter dem Kürzel IMMUC (Studie zur infektiösen Mononukleose in München) wurde 2016 als Pilotprojekt gestartet; sie bindet zwölf DZIF-Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie zahlreiche Münchner Kinderarztpraxen und -kliniken ein und ist damit weltweit einzigartig.50 junge Patientinnen und Patienten mit frisch diagnostiziertem Pfeifferschen Drüsenfieber beteiligten sich an dem Pilotprojekt, das vor Kurzem abgeschlossen wurde.

Sie kamen aus mehr als 20 Gesundheitseinrichtungen in der Region München. Alle Teilnehmenden wurden zu vier verschiedenen Zeitpunkten bis sechs Monate nach Erkrankungsbeginn mit hochmodernen virologischen und immunologischen Tests untersucht und individuell zu ihrem Erkrankungsverlauf beraten. Das elektronenmikroskopische Bild zeigt das Epstein-Barr-Virus. Der typische Aufbau des 170 nm großen Virus besteht aus Virushülle, Tegument und Capsid, welches die DNA umschließt (von außen nach innen). DKFZ/H.-J. Delecluse In drei Jahren werden die Ergebnisse aller beteiligten Forschergruppen an der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Helmholtz Zentrum München, dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Centrum für Chronische Immundefizienz in Freiburg vorliegen und statistisch ausgewertet sein.

Gleichzeitig werden in der Studie Laborverfahren für den Gebrauch in der klinischen Routinediagnostik weiterentwickelt. „Wir erwarten, dass wir mit den Daten dieser Studie und den Tools, die wir entwickeln, viele Fragen zum unterschiedlichen Verlauf von EBV-Infektionen beantworten können”, erklärt Behrends.

Zusätzlich zur IMMUC-Studie widmen sich die Forscher auch anderen gut- und bösartigen EBV-assoziierten Er-krankungen sowie der Weiterentwicklung der EBV-spezifischen Zelltherapie und eines schützenden Impfstoffs. EBV-Infektionen und Krebsgefahr Prof. Henri-Jaques Delecluse, DKFZ DKFZ/Jutta Jung Der Ruf nach einem Impfstoff gegen EBV wird lauter, seit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am DZIF die krebstreibende Wirkung des Virus genauer entschlüsselt wurde. Die Heidelberger Wissenschaftler zeigten erstmals, dass ein bestimmter Proteinbestandteil des EBV die Krebsentstehung antreibt.

„Alle bislang untersuchten Tumorviren des Menschen lösen Krebs auf eine völlig andere Art und Weise aus”, erklärt Professor Henri-Jacques Delecluse, DZIF-Wissenschaftler am DKFZ und Leiter verschiedener Forschungsprojekte zur krebserregenden Wirkung des EBV. In der Regel müsse Erbmaterial des Virus dauerhaft in der infizierten Zelle vorliegen, sodass Virusgene abgelesen werden, die dann die Krebsentstehung fördern.

Wie viele Tumoren auf das Konto von EBV gehen, ist derzeit noch offen. Delecluse und seine Kollegen befürchten, dass manche Krebserkrankungen bisher nicht mit EBV in Verbindung gebracht wurden, weil das virale Erbgut nicht zu finden war. Die Wissenschaftler fordern nun die schnelle Entwicklung einer Schutzimpfung gegen EBV.

Bereits die erste Infektion”, so betont Delecluse, „stellt ein Krebsrisiko dar.” Prototypen eines solchen Impfstoffs haben Delecluse und sein Kollege Professor Wolfgang Hammerschmidt, ebenfalls DZIF-Wissenschaftler, vor einigen Jahren auf der Basis sogenannter „virusähnlicher Partikel”, kurz VLPs, entwickelt.

Diese leeren Kapseln aus Virusproteinen enthalten kein Erbgut, gaukeln aber dem Immunsystem eine EBV-Infektion vor. Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten.

Das DZIF ist eines von sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Bekämpfung der wichtigsten Volkskrankheiten ins Leben gerufen wurden. Mehr Informationen finden Sie unter www.dzif.de, Ansprechpartner: Prof. Dr. Uta Behrends IMMUC-Studie Kinderklinik der Technischen Universität München und Abteilung Genvektoren am Helmholtz Zentrum München [email protected] Prof.

Dr. Dr. Henri Jacques Delecluse Pathogenese infektionsbedingter Tumoren DKFZ [email protected] Pressekontakt: DZIF-Pressestelle Karola Neubert und Janna Schmidt [email protected]

Wie schlimm ist das Pfeiffersche Drüsenfieber?

Komplikationen und Spätfolgen – Meist verläuft Pfeiffersches Drüsenfieber unkompliziert. Es sind aber auch schwere, teils lebensbedrohliche Komplikationen durch EBV möglich. Für Menschen mit einer ausgeprägten ist eine Infektion mit dem Virus (EBV) mitunter tödlich.

Bei Personen mit gesundem Immunsystem ruft Pfeiffersches Drüsenfieber normalweise keine Langzeitfolgen hervor. Stark geschwollener Rachen: Gefährlich wird es, wenn das Immunsystem so stark auf das Virus reagiert, dass die Rachen-Schleimhaut sehr stark anschwillt. Das macht eventuell das Schlucken unmöglich und behindert sogar die,

Milzriss: Bei einer stark geschwollenen Milz ist es möglich, dass sie durch Stöße oder Stürze reißt. Dann entsteht durch die starke innere Blutung eine lebensbedrohliche Situation. Patienten wird daher geraten, in diesem Zustand das Risiko von Stoßverletzungen strikt zu meiden.

Haut-Ausschlag: Bei circa fünf bis zehn Prozent der Erkrankten bildet sich ein fleckiger, erhabener (quaddeliger) Haut-Ausschlag, das sogenannte makulopapulöse Exanthem. Lähmungs-Erscheinungen: Erreicht das Virus das Nervensystem, löst es dort in manchen Fällen Entzündungen mit Lähmungs-Erscheinungen aus, die eventuell auch die Atmung bedrohen. Entzündungen des Gehirns : Das Virus gelangt in manchen Fällen bis ins, wo es eine Hirn- oder Hirnhaut-Entzündung verursacht.

Die Diagnose von Pfeifferschem Drüsenfieber ist oft schwierig. Hauptsymptome wie Halsschmerzen, Fieber und Lymphknoten-Schwellung treten auch bei einfachen grippalen Infekten und Erkältungen auf. In vielen Fällen wird Pfeiffersches Drüsenfieber daher gar nicht oder erst spät erkannt.

Gezielt auf Pfeiffersches Drüsenfieber untersucht wird meist erst, wenn das Fieber nicht sinkt oder der Patient wochenlang über Abgeschlagenheit klagt oder eine starke Rachen-Entzündung nicht abklingt. Zentrales Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden ob wie das Epstein-Barr-Virus oder aber wie Streptokokken die Beschwerden verursachen.

Den nur bei bakteriellen Infektionen helfen Antibiotika, bei viralen Infekten jedoch nicht. Sie würden den Patienten sogar unnötig belasten.

Was trinken bei Pfeiffersches Drüsenfieber?

Sie können beim Pfeifferschen Drüsenfieber daher täglich abwechselnd Süssholz- und Ingwertee trinken. Lediglich mit Süssholztee sollte immer wieder pausiert werden, z.

Wann muss man mit Pfeifferschem Drüsenfieber ins Krankenhaus?

Mediziner gehen davon aus, dass etwa 95 % der Europäer mit dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers infiziert sind. Betroffen sind alle Altersgruppen. Die Ansteckung erfolgt meist in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter. Pfeiffersches Drüsenfieber oder Mononukleose (Monozytenangina, Mononucleosis infectiosa) heißt eine Erkrankung, die vom sogenannten Epstein-Barr-Virus (EBV, HHV-4) ausgelöst wird.

  • Dieses behüllte Doppelstrang-DNA-Virus wurde 1964 von dem Pathologen Michael Epstein und der Virologin Yvonne Barr entdeckt.
  • Es gehört zur Familie der Herpes-Viren.
  • Der Volksmund bezeichnet die EBV Infektion als Kusskrankheit oder Studentenkrankheit, weil die Ansteckung oft beim Küssen erfolgt.
  • Die oft als harmlos bezeichnete Infektionskrankheit ist in der Bevölkerung weitverbreitet: Unter den Erwachsenen gibt es kaum Personen, die das Virus nicht in sich tragen.

Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass sie infiziert sind, weil sie keine Symptome haben. Derzeit ist noch kein Impfstoff vorhanden. Die Ansteckung mit dem Epstein-Barr-Virus erfolgt über Speichel und Bronchialschleim, Die darin befindlichen Erreger werden durch Anhusten, Anniesen (Tröpfcheninfektion) und Küssen verbreitet. In seltenen Fällen kann das Virus sogar über ungeschützten Geschlechtsverkehr, über Spenderorgane und Bluttransfusionen übertragen werden.

  1. Leinkinder stecken sich oft über in den Mund eingeführtes und an andere Kinder weitergereichtes Spielzeug an.
  2. Nachdem das Epstein-Barr-Virus eine akute Erkrankung hervorgerufen hat, zieht es sich in die B-Gedächtniszellen zurück.
  3. Von dort aus kann es jederzeit reaktiviert werden, wenn das Immunsystem einmal geschwächt ist.

Daher bleibt jeder Infizierte zeit seines Lebens Virusträger und kann andere Menschen anstecken. Mediziner fanden heraus, dass der Erreger zu manchen Zeiten in größeren Mengen im Speichel vorhanden ist. Wer die Krankheit einmal hatte, kann glücklicherweise nicht wieder erkranken.

  1. Ein erneuter Ausbruch des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist ausgeschlossen, weil sein Abwehrsystem die Erreger unter Kontrolle hat.
  2. Die Zeit zwischen dem Kontakt des Körpers mit dem Virus und dem Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt beim Pfeifferschen Drüsenfieber je nach Zustand des Immunsystems vier bis sieben Wochen,

Ein besonders hohes Risiko, daran zu erkranken, haben immungeschwächte Menschen wie beispielsweise HIV-Infizierte sowie Patienten mit Spenderorganen und genetisch bedingten Immundefekten. Außerdem können sich immunsupprimierte Patienten (Krebspatienten) leichter mit EBV anstecken.

  1. Infizierte geben bereits während der Inkubationszeit das Virus weiter.
  2. Eine besonders hohe Viruslast weist der Speichel frisch infizierter Personen auf.
  3. Sie sind sogar nach Abklingen der Beschwerden hochinfektiös.
  4. Die in den Körper gelangten Erreger dringen in die Zellen der Rachenschleimhaut und in bestimmte Immunzellen (B-Lymphozyten) ein und vermehren sich in ihnen.

Über die Blutbahn erreichen sie dann die einzelnen Organe. Im Normalfall verläuft die Virusinfektion ohne Komplikationen. Hauptsymptome der weitverbreiteten Viruserkrankung sind:

stark geschwollene Lymphknoten Halsschmerzen gerötete Rachenschleimhaut Schluckbeschwerden gelblich-weißer Belag auf den Rachenmandeln Fieber Abgeschlagenheit vergrößerte Milz geschwollene Leber Kopfschmerzen Gliederschmerzen erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen

Bei Erwachsenen, die nur leichte EBV Symptome zeigen, wird das Pfeiffersche Drüsenfieber manchmal als grippaler Infekt diagnostiziert. Andere Mediziner verwechseln es aufgrund der belegten Mandeln mit einer (bakteriellen) Halsentzündung. Bei Kindern tritt das Pfeiffersche Drüsenfieber meist nur mit leichten Beschwerden auf.

  1. Bei erwachsenen Kranken kann die Monozytenangina bisweilen mehrere Monate andauern.
  2. Akut infizierte Patienten haben mitunter starke Schmerzen und werden durch ihre Abgeschlagenheit eingeschränkt, sodass ihnen alltägliche Verrichtungen schwerfallen.
  3. Nehmen sie ihre sportlichen Aktivitäten zu früh wieder auf, kann es zum Milz – oder Leberriss kommen.

Auch Stöße und Stürze können einen Milzriss mit lebensbedrohlichen inneren Blutungen hervorrufen. Die Milz schwillt nämlich im Verlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers stark an, weil sie bei ihrer Aufgabe, Abwehrzellen gegen die eingedrungenen EBV Erreger herzustellen, überfordert ist.

Die starke Kraftlosigkeit der akuten Phase geht in der Regel nach einigen Wochen vorüber. Andere Patienten leiden lange unter Antriebslosigkeit und Erschöpfungszuständen, ohne dass sie zuvor die charakteristischen Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers hatten. Schwillt die Rachenschleimhaut des Infizierten stark an, kann es ebenfalls zu Komplikationen kommen.

Neben Schluckbeschwerden, die Infusionen erforderlich machen, kann die Atmung stark eingeschränkt sein. Hat das Epstein-Barr-Virus auch die Leber befallen, ist eine Hepatitis die Folge. Eine schwere Leberentzündung zeigt sich mit einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel.

  1. Weitere Risiken, die mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber einhergehen, sind Nervenentzündungen, die in Armen und Beinen Lähmungen verursachen.
  2. Weiten sich diese Lähmungen auf die Atemwege aus, kann es sogar zu Erstickungsanfällen kommen.
  3. Weil der Erreger imstande ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, tritt mitunter sogar eine Hirnhautentzündung auf.

Bei etwa jedem zehnten Infizierten zeigt sich ein spezieller Hautausschlag mit flächigen Quaddeln (makulopapulöses Exanthem). Frauen, die erstmals während der Schwangerschaft eine EBV Infektion erleiden, haben ein erhöhtes Risiko, ein missgebildetes Kind zu gebären oder eine Fehlgeburt zu haben.

Erfolgte die Ansteckung längere Zeit vor Beginn der Schwangerschaft, ist das Ungeborene vor dem Epstein-Barr-Virus geschützt. Erst im Anschluss an die ersten sechs Lebensmonate kann sich das Baby mit dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers anstecken. Weil die wichtigsten Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers wie starke Halsschmerzen, Fieber und geschwollene Lymphknoten auch bei herkömmlichen Erkältungen auftreten, wird die Viruserkrankung entweder überhaupt nicht oder relativ spät diagnostiziert.

Hält die Rachenentzündung über Wochen an und gehen Fieber und Abgeschlagenheit nicht vorüber, führen die Ärzte die spezielle Untersuchung auf Pfeiffersches Drüsenfieber durch. Das körperliche Check-up besteht aus:

dem Abtasten der Lymphknoten der Rachenuntersuchung dem Rachenabstrich dem Abtasten der Milz

Der Arzt tastet die in der Kieferregion, den Achselhöhlen und der Leistenbeuge befindlichen Lymphknoten auf Schwellungen ab. Bei der Untersuchung der Rachenregion schaut er sich die Beläge genauer an. Im Unterschied zur Mandelentzündung (Tonsillitis), die von Streptokokken ausgelöst wird und die sich mit stippchenähnlichen Belägen zeigt, sind die Rachenbeläge beim Pfeifferschen Drüsenfieber flächig und weiß bis gelblich.

  1. Außerdem haben die Erkrankten stark angeschwollene und gerötete Mandeln.
  2. Der Mediziner macht einen Abstrich und lässt ihn im Labor untersuchen.
  3. Weist man dort das Virus nach, ist die Diagnose des Pfeifferschen Drüsenfiebers aber noch nicht gesichert.
  4. Es ist nämlich noch ungeklärt, ob es sich um eine akute EBV Infektion handelt oder lediglich um eine Reaktivierung des in den Zellen schlummernden Erregers.

Beim Abtasten der Milz stellt der Mediziner eine deutliche Schwellung fest. Um das Pfeiffersche Drüsenfieber sicher feststellen zu können, ist ein Bluttest erforderlich. Bei ihm lassen sich dann spezielle Antikörper nachweisen. Ein weiterer Beweis dafür, dass der Betroffene am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist, sind atypisch geformte Lymphozyten.

Bei diesen Pfeiffer-Zellen handelt es sich um weiße Blutkörperchen. Sie werden vom Immunsystem zu Beginn der Infektion in einer übermäßig großen Anzahl hergestellt und zeigen daher leichte Deformationen. Hat das Virus bereits die Leber geschädigt, lässt sich im Blut des Kranken eine hohe Konzentration von Transaminasen (Leberenzymen) nachweisen.

Bisher gibt es noch keine ursächliche Therapie des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Weil es sich dabei um eine Viruserkrankung handelt, sind Antibiotika wirkungslos. Daher beschränkt sich die Behandlung darauf, die aufgetretenen Symptome zu bessern und die Schmerzen zu lindern,

  1. Gegen das Fieber und die Schmerzen helfen bewährte Mittel wie ASS und Ibuprofen,
  2. Um Komplikationen vorzubeugen, verordnet der Arzt seinem an Mononukleose erkrankten Patienten strikte körperliche Ruhe.
  3. Dazu gehört natürlich auch, dass er keinen Sport machen darf.
  4. Dieses Verbot gilt sogar für die erste Zeit nach dem Abklingen der akuten Symptome.

Treten Verschlechterungen des Gesundheitszustands auf wie beispielsweise eine stark angeschwollene Rachenschleimhaut, muss der Arzt eine Kortison-Behandlung durchführen. Ist der Kranke aufgrund zu starker Schluckbeschwerden nicht mehr imstande, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich.

Dort erhält er eine intravenöse Flüssigkeitsversorgung. Im Fall eines Milzrisses ist schnelles Handeln geboten, damit der Kranke nicht verblutet. Auch eine Verschlechterung der Blutwerte ist ein Grund für die umgehende Einweisung ins Krankenhaus. Im Normalfall klingt die EBV Infektion nach drei Wochen ab und verursacht keine Spätfolgen.

In seltenen Fällen bleiben bestimmte EBV Symptome jedoch monate- oder sogar jahrelang bestehen. Zu den Anzeichen eines chronischen Pfeifferschen Drüsenfiebers gehören dauerhafte Abgeschlagenheit und gelegentlich auftretendes Fieber. Spätfolgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers wie eine Entzündung der Hirnhäute und der Leber kommen glücklicherweise nur im Ausnahmefall vor.

  1. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass eine Infektion mit dem Epstein-Barr- Virus das Risiko erhöht, später an einem Blutkrebs wie Morbus Hodgkin oder dem Burkitt-Lymphom zu erkranken.
  2. Bekommt der ehemals Infizierte nach einer Organtransplantation Abwehrreaktionen unterdrückende Medikamente (Immunsuppressiva), kann es zum Wiederauftreten des Pfeifferschen Drüsenfiebers kommen.

In diesem Fall sind sogar komplizierte Verläufe möglich. Eine Prävention im engeren Sinne ist nicht möglich, weil das Epstein-Barr-Virus in der Bevölkerung weitverbreitet ist. Allerdings kann der Patient auf den Verlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers Einfluss nehmen. Hat Ihr Arzt Sie positiv getestet und sind bei Ihnen bereits die ersten Symptome erkennbar, vermeiden Sie bitte den Konsum von Alkohol.

So wird Ihre Leber nicht noch stärker geschädigt. Lassen Sie bitte Ihre Leberwerte nach dem Verschwinden der Symptome regelmäßig kontrollieren. Und verzichten Sie auch dann auf Alkoholika. Um Leberschäden zu vermeiden, sollte Ihr behandelnder Arzt Ihnen nur Arzneimittel verschreiben, die für das Organ verträglicher sind.

Damit Sie während Ihrer akuten EBV Infektion und einige Monate nach dem Abklingen der Beschwerden andere Personen nicht anzustecken, ist es ratsam, auf Küsse zu verzichten und Safer Sex zu praktizieren.

Wie lange ist man nach Pfeifferschem Drüsenfieber schlapp?

Manche Personen leiden nach der akuten Infektion noch monate- oder jahrelang unter Antriebsschwäche, Fieber, Müdigkeit und Lymphadenopathie. Ein Zusammenhang zwischen dem Epstein-Barr-Virus, dem Erreger der Mononucleosis infectiosa, und dem Chronic Fatigue Syndrom konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Wie lange darf man bei Pfeifferschem Drüsenfieber nicht küssen?

Körperliche Untersuchung – Rachen-Untersuchung: Bei der körperlichen Untersuchung begutachtet der Arzt zunächst den Rachen und die Mandeln. Bei Pfeifferschem Drüsenfieber sind sie gerötet und oft stark geschwollen. Einen Hinweis auf die Art der Infektion liefern auch die Beläge: Während sie bei der bakteriellen Streptokokken-Tonsillitis eher stippchenartig aussehen, erscheinen sie beim Pfeifferschen Drüsenfieber weiß und flächig.

  1. Abtasten der Lymphknoten: Durch Abtasten des Halses unter dem Kieferwinkel, der Achseln und der Leisten-Region stellt der Arzt fest, ob und welche Lymphknoten geschwollen sind.
  2. Abtasten der Milz: Bei Pfeifferschem Drüsenfieber schwillt die Milz oft derart an, dass sie sich vom Arzt von außen deutlich ertasten lässt.

Rachen-Abstrich: Mit einem Rachen-Abstrich lässt sich im Labor feststellen, ob Bakterien der Auslöser der Erkrankung sind. Enthält der Abstrich das Epstein-Barr-Virus, reicht das für die sichere Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber allerdings noch nicht aus.

Fast jeder Erwachsene hat es schon einmal im Leben gehabt, meist in Kinderjahren oder als junger Erwachsener – oft ohne es zu merken: das Pfeiffersche Düsenfieber. Weil man sich beim Schmusen anstecken kann, wird es auch Kusskrankheit oder Studentenfieber genannt. Meist verläuft die Infektion harmlos, sie kann aber auch gefährlich werden. Erfahren Sie hier, wie man das Drüsenfieber erkennt und wer sich davor in Acht nehmen sollte. Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch ein Herpes Virus namens Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst. Das Virus befällt und vermehrt sich in weißen Blutkörperchen, den Lymphozyten und in Schleimhautzellen im Rachen. Übertragen wird es durch Körperflüssigkeiten. Besonders hoch ist die Viruslast im Speichel, daher wird es beim Küssen schnell weitergegeben. Auch andere Infektionswege wie Bluttransfusion oder Geschlechtsverkehr sind denkbar – aber eher die Ausnahme. Wer sich einmal mit dem EBV infiziert hat, bleibt ein Leben lang Träger des Virus. Das Immunsystem hält den Erreger aber in Schach, man wird daher in der Regel nicht erneut krank. Die schlechte Nachricht: Alle Virenträger sind potenziell ansteckend. Frisch Infizierte und Menschen, die die Infektion grade erst hinter sich haben, geben das Virus allerdings leichter weiter. Wer sich beim Küssen das Virus eingefangen hat, bei dem bricht das Pfeiffersche Drüsenfieber nach zwei bis sechs oder sogar erst nach acht Wochen aus. Ansteckend ist die Kusskrankheit allerdings bereits vor dem Auftreten erster Symptome. Denn im Speichel tummeln sich schon zahlreiche Epstein-Barr-Viren. Pfeiffersches Drüsenfieber hat viele Erscheinungsbilder. Bei Kindern bleibt die Infektion oft unbemerkt, weil ihr Immunsystem nicht so stark reagiert. Erwachsene dagegen können heftige Symptome zeigen: Halsschmerzen mit starken Schluckbeschwerden, Lymphknotenschwellung und Fieber. Eines der häufigsten Symptome ist außerdem Müdigkeit – teilweise über mehrere Monate hinweg. Fünf bis zehn Prozent der Patienten plagt auch ein fleckiger, erhabener Hautausschlag. Neben den eher harmlosen Symptomen kommt es manchmal auch zu gefährlichen Komplikationen. Das Virus kann eine Leberentzündung (Hepatitis) verursachen. Ein weiteres Symptom ist eine vergrößerte Milz – dann droht die Gefahr eines Milzrisses, der mit gefährlichen Blutungen einhergeht. Erreicht das Virus das Nervensystem, kann dies zu Entzündungen mit Lähmungserscheinungen führen, die auch Erstickungsanfälle verursachen können. Auch eine Hirnhautentzündung ist möglich. Oft sind die Symptome so gering, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber nicht behandelt werden muss. Sind die Beschwerden ausgeprägter, verschreibt der Arzt Medikamente, um die Symptome zu lindern. Eine ursächliche Therapie gibt es bisher nicht. Generell sollten Sie intensive körperliche Belastungen meiden, bei Fieber viel Trinken und sich Ruhe gönnen. Bei schwerer Erkrankung kann die Gabe von Kortison sinnvoll sein, um etwaige Entzündungen einzudämmen. Schwangere infizieren sich selten erstmals mit dem EBV, denn die meisten Frauen haben in diesem Alter die Infektion bereits durchgemacht. Hatte die Mutter früher bereits Pfeiffersches Drüsenfieber, überträgt sie ihren Schutz auf das Neugeborene für das erste halbe Lebensjahr.

Wie lange dauert Pfeiffersches Drüsenfieber bei Erwachsenen?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Fieber, Entzündung im Rachenraum und Lymphknotenschwellungen. In der Regel heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen folgenlos ab.

  1. Gelegentlich verläuft die Krankheit aber auch länger, verbunden mit chronischer Müdigkeit und Leistungsverminderung.
  2. Die Krankheit ist nach ihrem Entdecker, dem Kinderarzt Emil Pfeiffer, benannt.
  3. Das Pfeiffersche Drüsenfieber befällt vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
  4. Der Verursacher, das Epstein-Barr-Virus, ist weit verbreitet.

Man geht davon aus, dass über 90% der Erwachsenen sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Epstein-Barr-Virus angesteckt haben. Die Ansteckung erfolgt vor allem über den Speichel sowie über Tröpfchen in der Atemluft beim Niessen oder Husten. Da die Übertragung der Viren oft von Mund zu Mund stattfindet, wird die Erkrankung auch Kusskrankheit genannt.

Wer einmal angesteckt wurde, ist lebenslang gegen das Epstein-Barr-Virus immun. Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfieber sind ähnlich wie bei einer Grippe oder Erkältung. Die Krankheit wird daher häufig, vor allem im Kindesalter, mit einer Grippe verwechselt. Neben Fieber und Entzündungen im Halsbereich sind Müdigkeit und Lymphknotenschwellungen typische Beschwerden beim Pfeifferschen Drüsenfieber.

Das Virus befällt Abwehrzellen, die B-Lymphozyten, was zu Schwellungen der Lymphorgane, wie Lymphknoten, Milz und Mandeln führen kann. Gelegentlich, insbesondere bei Erwachsenen, verläuft die Erkrankung chronisch über mehrere Monate mit ausgeprägter Müdigkeit und Leistungsabfall.

Diagnostiziert wird das Pfeiffersche Drüsenfieber aufgrund der Krankheitsgeschichte und der Beschwerden. Ein Nachweis von Antikörpern im Blut gegen das Epstein-Barr-Virus beweist die Infektion. Die Therapie beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist rein symptomatisch. Ruhe, Schonung und bei Bedarf fiebersenkende Mittel stehen im Vordergrund der Behandlung.

Normalerweise heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen ab. Die Müdigkeit kann manchmal noch etwas länger dauern. Gelegentlich dauert es aber auch mehrere Monate bis zur vollständigen Erholung.

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