Wie Hoch Ist Der Pflichtteil FR Kinder In öSterreich?

Wie Hoch Ist Der Pflichtteil FR Kinder In öSterreich
Pflichtteil mit Testament und ohne Testament – Die Bedeutung des Pflichtteils ist nur bei der gewillkürten Erbfolge mit Testament oder Erbvertrag bedeutend. Grund hierfür ist, dass bei der Erbfolge laut Gesetz die pflichtteilsberechtigten Erben in der Erbfolge ohnehin an erster Stelle stehen und mehr erhalten als bloß pflichtteilsberechtigte Erben.

  1. Der Pflichtteile beträgt immer die Hälfte der gesetzlichen Erbquote.
  2. Hat ein Erblasser beispielsweise keinen Ehepartner, sondern nur zwei Kinder, so erben diese nach der Erbquote laut Gesetz die gesamte Verlassenschaft zu gleichen Teilen.
  3. Jedes Kind erhält also 50 Prozent der Verlassenschaft,
  4. Hat der E rblasser ein Testament, so kann er nur fünfzig Prozent der Verlassenschaft frei verteilen, weil seine beiden Kinder Anspruch auf einen Pflichtteil am Erbe haben.

Dieser Pflichtteil beträgt 50 Prozent des gesetzlichen Erbteils. Jedes Kind hat also Anspruch auf ein Pflichtteil von 25 Prozent der gesamten Verlassenschaft, Die verbleibenden 50 Prozent bilden die sogenannte freie Quote, die der Erblasser nach Belieben verteilen kann.

Wie hoch ist der Pflichtanteil in Österreich?

Höhe des Pflichtteils – Die Höhe des Pflichtteils ist vom gesetzlichen Erbrecht abhängig. Der Pflichtteilsanspruch beträgt immer die Hälfte der gesetzlichen Erbquote, Informationen zur gesetzlichen Erbquote der Verwandten und zur gesetzlichen Erbquote der Ehepartner finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Wie hoch ist der pflichtanteil beim Erbe für Kinder?

Pflichtteilsstrafklausel im Berliner Testament – Mit der Pflichtteilsstrafklausel im Berliner Testament soll verhindert werden, dass Kinder entgegen des elterlichen Wunsches ihren Pflichtteil bereits dann einfordern, wenn ein Elternteil verstorben ist.

  1. Die Pflichtteilsstrafklausel sieht für einen solchen Fall die Enterbung des betroffenen Kindes vor.
  2. Besteht ein Kind also nach dem Tod des einen Elternteils auf die Auszahlung seines Pflichtteils, so wird es nach dem Tod des zweiten Elternteils nicht Schlusserbe der gesamten Erbschaft wird, sondern erhält wiederum nur seinen Pflichtteil.

Haben Eheleute die Gütertrennung vereinbart, hat das auch Auswirkungen auf den Pflichtteil der Kinder. Hinterlässt ein Erblasser beispielsweise eine Frau und zwei Kinder bei vereinbarter Gütertrennung, so erben alle zu gleichen Teilen: Jeder erhält ein Drittel der Erbschaft.

Demzufolge liegt der Pflichtteil in diesem Fall bei einem Sechstel der Erbschaft. Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch bei einem Kind aus erster und zwei Kindern aus zweiter Ehe, wenn der aktuelle Ehepartner als Alleinerbe eingesetzt und Zugewinngemeinschaft vereinbart wurde? Bei einem Gesamterbe von 300.000 € entfällt die Hälfte der Erbschaft auf den Ehepartner (wenn der andere Ehepartner noch lebt) und jedes Kind erhält ein Sechstel der Erbschaft.

Demzufolge liegt der Pflichtteilsanspruch pro Kind bei einem Zwölftel der Erbschaft, in diesem Fall also bei 25.000 €. Lebt der Ehepartner nicht mehr, so liegt die Erbquote pro Kind bei einem Drittel und die Pflichtteilsquote demzufolge bei einem Sechstes der Erbschaft (50.000 €).

Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch bei zwei Kindern, wenn die Ehepartner bei vereinbarter Zugewinngemeinschaft wechselseitig als Alleinerben eingesetzt wurden? Bei einem Gesamterbe von 300.000 € erhält der Ehepartner (wenn der andere Ehepartner noch lebt) nach der gesetzlichen Erbfolge die Hälfte der Erbschaft.

Die andere Hälfte wird unter den beiden Kindern aufgeteilt, jeder erhält also 25 %. Der Pflichtteil liegt pro Kind also bei einem Achtel, also bei 37.500 € der Erbschaft. Lebt der Ehepartner nicht mehr oder ist nicht mehr vorhanden, so beträgt der Pflichtteil jedes Kindes ein Viertel der Erbschaft, also die Hälfte der gesetzlichen Erbquote von 50%.

Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch eines Einzelkindes, wenn die Ehepartner Zugewinngemeinschaft vereinbart und sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben? Bei einem Gesamterbe von 300.000 € liegt der gesetzliche Erbteil sowohl beim Ehepartner als auch beim Kind bei 50 %, die Pflichtteilsquote des Kindes beträgt also ein Viertel der Erbschaft.

Ist der Ehepartner bereits verstorben, ist das Einzelkind gesetzlich Alleinerbe, der Pflichtteil läge also bei 50 % der Erbschaft. : Der gesetzliche Pflichtteilsanspruch von Kindern

Wie hoch ist der Pflichtteil bei 50000 €?

Zusatzpflichtteil – Versuchen Sie gar nicht erst, einen missliebigen Angehörigen mit einem klitzekleinen Erbanteil abzuspeisen, um den Pflichtteil zu sparen. Ein so bedachter Erbe hätte gegen die Miterben bei der Teilung des Nachlasses einen Geldanspruch in Höhe der Differenz zum vollen Pflichtteil.

Wie hoch ist der Pflichtteil wenn man enterbt wird?

5. Pflichtteil der Eltern des Erblassers – Eltern sind Erben 2. Ordnung, Das bedeutet, dass sie nur dann erbberechtigt sind, wenn es keine Erben der 1. Ordnung (Kinder und Enkel) gibt. Eltern haben also auch nur dann einen Anspruch auf den Pflichtteil. Anders ausgedrückt: Wenn es Kinder oder Enkel des Erblassers gibt, können die Eltern auch keinen Pflichtteil verlangen.

Was erbt die Ehefrau Österreich?

Wer hat neben dem Ehegatten sonst noch ein Erbrecht? – Wie Hoch Ist Der Pflichtteil FR Kinder In öSterreich Neben den Nachkommen (Kindern und Enkeln) des Verstorbenen bekommt der Ehegatte 1/3 der Verlassenschaft. Erbt der Ehegatte neben den Eltern des Verstorbenen (seinen Schwiegereltern), stehen ihm hingegen bereits 2/3 zu. Ist ein Elternteil des Verstorbenen vorverstorben, bekommt der Ehegatte auch noch dessen Teil.

Der Erbteil eines vorverstorbenen Elternteils kommt somit weder dem anderen Elternteil des Verstorbenen noch den Geschwistern des Verstorbenen zu, wenn es einen Ehegatten gibt. Der Ehegatte verhindert damit, dass sein Schwager und seine Schwägerin erben. Neben allen anderen Gruppen erbt der Ehegatte alles.

Er erbt also stets dann alles, wenn es keine Nachkommen gibt und beide Elternteile des Verstorbenen bereits vorverstorben sind. Bianca ist verheiratet und hat zwei Kinder. Stirbt sie, bekommen sowohl der Ehegatte als auch die Kinder je 1/3. Muriel lebt in einer eingetragenen Partnerschaft und hat keine Kinder.

  • Ihre Partnerin hat ein Kind aus einer anderen Beziehung.
  • Muriels Mutter lebt noch, ihr Vater ist verstorben.
  • Muriel hat einen Bruder.
  • Nach dem Tod von Muriel bekommt ihre Mutter 1/6 und ihre Partnerin 5/6.
  • Das Kind der Partnerin ist kein Nachkomme von Muriel, wenn sie es nicht adoptiert hat.
  • Muriels Bruder erbt nichts, der Anteil des Vaters fällt an ihre Partnerin.

Tom ist verheiratet, er hat keine Kinder und beide seiner Eltern sind verstorben. Bei seinem Tod erbt seine Ehefrau alles, und zwar unabhängig davon, ob Tom noch lebende Geschwister hat oder nicht.

Wann muss der Pflichtteil nicht ausgezahlt werden?

Was tun, wenn Erben den Pflichtteil nicht auszahlen (können)? – Manchmal kommt es vor, dass der Pflichtteil trotz korrekter Anforderung innerhalb der Frist nicht ausgezahlt werden kann. Diese Gründe sind regelmäßig dafür verantwortlich, dass Zahlungen unterbleiben:

GRUND Überschuldung des Nachlasses Der Nachlass ist so überschuldet, dass der Erbe in Not geraten würde, müsste er den Pflichtteil auszahlen. Böswillige Verweigerung Der Erbe verweigert in böswilliger Absicht die Auszahlung.
FOLGEN Der Erbe muss eine Stundung beim Nachlassgericht beantragen. Der Pflichtteilsberechtigte behält seinen Anspruch, bekommt aber (erst einmal) kein Geld. Der Pflichtteilsberechtigte kann einen Anwalt beauftragen und rechtliche Schritte einleiten.
LÖSUNG Die finanzielle Situation des Erben bessert sich. Ggf. müssen Werte aus dem Erbe verkauft werden. Pfichtteil kann ausgezahlt werden. Der Erbe erhält eine Mahnung und wird zur Zahlung aufgefordert. Zahlt er nicht, hat er außerdem die Anwaltskosten zu zahlen. Der Pflichtteilsberechtigte kann Klage erheben. Bekommt der Kläger Recht, hat der Erbe außerdem die Prozesskosten zu tragen. Zahlt der Erbe weiterhin nicht, kann das Gericht die Zwangsvollstreckung anordnen.

Haben Kinder immer Anspruch auf Pflichtteil?

6. Pflichtteil der Kinder: So kann ein Anwalt helfen – Töchter und Söhne haben grundsätzlich einen Anspruch auf einen Pflichtteil, auch wenn sie per Testament oder Erbvertrag enterbt wurden. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, ihnen den Pflichtteil zu entziehen und sie gänzlich vom Erbe auszuschließen.

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Jetzt den Nachlass nach Ihren Wünschen regeln Jetzt den Nachlass nach Ihren Wünschen regeln Ein advocado Partner-Anwalt erläutert Ihnen in einer kostenlosen Ersteinschätzung Ihre Optionen.7. FAQ zum Pflichtteilsanspruch von Kindern Der Pflichtteil beträgt immer die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

  1. Die konkrete Höhe des Pflichtteils ist abhängig vom Nachlasswert und dem Verwandtschaftsverhältnis zwischen Erblasser und Pflichtteilsberechtigtem und wird mithilfe der gesetzlichen Erbfolge berechnet.
  2. Je näher beide verwandt sind und je wertvoller der Nachlass, desto höher der gesetzliche Pflichtteil.

Ja, Kinder sind immer pflichtteilsberechtigt. Der Erblasser kann sie nur in sehr wenigen Ausnahmefällen gänzlich enterben. § 2333 BGB sieht vor, dass ein Entzug des Pflichtteils bei Kindern möglich ist, wenn sie z.B. ein schweres Verbrechen gegenüber dem Elternteil begangen haben oder aufgrund einer vorsätzlich begangenen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung verurteilt wurden.

  • Auch wenn keine schwerwiegenden Gründe für einen Entzug des Pflichtteils vorliegen, kann der Erblasser einen Pflichtteilsverzicht mit seinen Kindern vereinbaren.
  • Meist erhält das Kind für seinen Verzicht eine Abfindung.
  • Bedingung ist, dass sowohl das Elternteil als auch sein pflichtteilsberechtigtes Kind dem Verzicht freiwillig zustimmen und dass dieser notariell beurkundet wird.
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Hat einer der Ehepartner Kinder aus erster Ehe, dann sind auch diese laut Erbrecht Pflichtteilsberechtige. Kommt es zu einer erneuten Heirat und gehen aus dieser Verbindung ebenfalls gemeinsame Nachkommen hervor, dann wird der Nachlass im Sterbefall unter den Kindern der ersten und zweiten Ehe und dem neuen Ehepartner aufgeteilt.

  1. Der Pflichtteil muss aktiv eingefordert werden – der Pflichtteilsanspruch besteht nicht unbegrenzt.
  2. Gemäß § 195 BGB verjährt der Anspruch nach 3 Jahren.
  3. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem sie Kenntnis vom Versterben des Erblassers erhalten haben.
  4. Hat Ihnen der Beitrag weitergeholfen? 4.346 Leser finden diesen Beitrag hilfreich.

Als Teil der bei advocado steht Susanne Khammar stetig im Austausch mit Anwälten und anderen Juristen, um Ihnen bei schwierigen Rechtsfragen oder -problemen die besten Lösungsansätze aufzuzeigen. Das tut uns leid! Bitte teilen Sie uns mit, warum Ihnen der Beitrag nicht geholfen hat.

Kann man Kinder enterben ohne Pflichtteil?

So reduzieren Sie die Pflichtteilshaftung des Erben – Jeder Erblasser hat nach deutschem Erbrecht grundsätzlich die Befugnis, über seinen Nachlass frei zu verfügen. Er kann selbst bestimmen, wer in welcher Höhe Teile vom Nachlass erhalten soll. Es ist also ohne Einschränkung möglich, auch die eigenen Kinder zu enterben.

Eingeschränkt ist der Erblasser im Rahmen dieser nur vom Pflichtteilsrecht. Der Pflichtteil steht nahen Angehörigen auch dann zu, wenn sie durch eine letztwillige Verfügung des Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen werden. Wenn Sie Ihr Kind enterben möchten, müssen Sie ein Testament aufsetzen : Sie müssen sich also bewusst gegen die und für die gewillkürte Erbfolge entscheiden.

Bei der Enterbung eines Kindes per Testament haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder enterben Sie über ein Testament oder ein Negativtestament.

Kann man durch ein Testament den Pflichtteil ausschließen?

Erbunwürdigkeit – Der Ausschluss von der Erbfolge kann durch die Entziehung des Pflichtteils oder durch Erbunwürdigkeit erfolgen. Die Entziehung des Pflichtteils erfolgt durch den Erblasser in einer letztwilligen Verfügung zu Lebzeiten des Erblassers.

Wer den Erblasser getötet oder zu töten versucht hat; Wer den Erblasser „in einen Zustand versetzt hat, der ihn daran hinderte, eine letztwillige Verfügung zu errichten (z.B. Koma nach Schlägen); Wer den Erblasser durch Gewalt, Täuschung oder Drohung hinderte, ein Testament oder einen Erbvertrag zu errichten oder aufzuheben oder umgekehrt den Erblasser durch Täuschung oder Drohung dazu brachte, ein Testament oder einen Erbvertrag zu errichten; Wer das Testament oder einen Erbvertrag des Erblassers gefälscht oder verfälscht oder vernichtet hat.

Die Erbunwürdigkeit tritt nicht automatisch ein. Jede Person, der der Wegfall des erbunwürdigen Erben zugutekommt, kann vor Gericht klagen und die Erbunwürdigkeit feststellen lassen. Mit der Anfechtungsklage kann auch die Erbunwürdigkeit eines Vermächtnisnehmers oder eines Pflichtteilsberechtigten herbeigeführt werden.

  1. Die Umstände, die die Erbunwürdigkeit begründen, sind nachzuweisen.
  2. Der bloße Verdacht genügt dafür nicht.
  3. Die Klage muss innerhalb eines Jahres bei Gericht eingehen, nachdem der Anfechtungsberechtigte von den Anfechtungsgründen erfahren hat.
  4. Ist die Klage erfolgreich, fällt der Nachlass an diejenige Person, die durch die gesetzliche Erbfolge oder ein Testament als Erbe berufen wäre.

Das Anfechtungsrecht ist ausgeschlossen, wenn der Erblasser dem Erbunwürdigen verziehen hat (§ 2343 BGB). Der Erbunwürdige muss dafür den Nachweis führen. Praxis-Beispiel: Der Erblasser bestimmt seinen Sohn Hans zu seinem Alleinerben. Seinen zweiten Sohn Heinrich setzt er auf den Pflichtteil.

Nach dem Tode des Erblassers unterschlägt Heinrich das Testament. Er will damit die gesetzliche Erbfolge herbeiführen, sodass er nicht nur den Pflichtteil, sondern die Hälfte des Nachlasses erbt. Hans kann die scheinbar eingetretene gesetzliche Erbfolge seines Bruders Heinrich anfechten, wenn er nachweist, dass Heinrich das Testament tatsächlich unterschlagen hat.

Wird Heinrich für erbunwürdig erklärt, erbt Hans den gesamten Nachlass. Soweit Heinrich selbst Kinder hat, treten diese allerdings an seine Stelle und erhalten den Pflichtteil ihres Vaters.

Wie hoch ist der Pflichtteil von 100000 €?

Der Wert seines Nachlasses beträgt 100.000 Euro. Nach gesetzlicher Erbfolge hätten seine Kinder jeweils Anspruch auf 1/2 des Erbes. Ihr Pflichtteil beträgt demnach jeweils 1/4, also 25.000 Euro.

Was mindert Pflichtteil?

Durch Ausstattung – Durch sogenannte Ausstattungen – das sind Zuwendungen der Eltern an ihre Kinder – kann der Pflichtteil ebenfalls reduziert werden. Diese umfassen unter anderem die Aussteuer oder Unterstützung beim Aufbau eines Gewerbebetriebes, die „mit Rücksicht auf ihre Eheschließung” oder „für die Erlangung bzw.

Wie wird der Pflichtteil von einem Haus berechnet?

9. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung im Erbrecht – Wurden Sie von einem nahen Verwandten enterbt und wollen Ihren Pflichtteil berechnen, helfen Ihnen dabei unsere Pflichtteilsrechner. Haben Sie weitere Fragen zur Pflichtteil-Berechnung, zum Vorgehen bei der oder zum Ergänzungsanspruch, können Sie sich von einem beraten lassen.

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  2. Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden* für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.
  3. Einen gesetzlichen Anspruch auf den Pflichtteil am Erbe haben nahestehende Verwandte des Erblassers.

Dazu gehören alle Abkömmlinge wie Kinder, Enkel und Urenkel (ehelich, außerehelich und adoptiert), Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner sowie die Eltern des Erblassers. Der Pflichtteil vom Erbe wird gemäß den §§ 1924 bis 1936 BGB ermittelt. Zur Berechnung müssen Sie den Wert des Erbes kennen und wissen, wie viele Personen Anspruch auf einen Pflichtteil haben.

  • Mit einem Online-Pflichtteilsrechner können Sie den möglichen Pflichtteilsanspruch ganz einfach berechnen.
  • Der Pflichtteil beträgt immer 50 % des gesetzlichen Erbteils.
  • Die konkrete Höhe des Pflichtteils ist abhängig vom Verwandtschaftsverhältnis zwischen Erblasser und Pflichtteilsberechtigtem und dem Nachlasswert.

Je näher beide verwandt sind und je wertvoller der Nachlass, desto höher der gesetzliche Pflichtteil. : ᐅ Pflichtteil berechnen | Kostenloser Rechner

Welcher Kontostand zählt beim Pflichtteil?

Welcher Kontostand ist für den Pflichtteil und die Erbschaftsteuer entscheidend? – Sowohl für die Berechnung des Pflichtteils, als auch für die Festsetzung der Erbschaftsteuer kommt es auf den Kontostand zum Todestag an.

Wie kann man das Pflichtteil umgehen?

d. Pflichtteils­strafklauseln im Berliner Testament – Pflichtteilstrafklauseln sind relevant, wenn sich beide Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben einsetzen (sog. Berliner Testament), Dadurch werden deren Kinder zunächst enterbt und sollen erst nach dem Tod beider Eltern den Nachlass erhalten.

Wenn ein Ehepartner nun verstirbt, besteht bereits ein Anspruch der Kinder auf deren Pflichtteil. Um zu verhindern, dass ein Kind den Pflichtteil geltend macht und nach dem Tod des zweiten Ehegatten dann noch zusätzlich als gesetzlicher Erbe begünstigt wird, gibt es Pflichtteilstrafklauseln. Danach steht einem Abkömmling, der seinen Pflichtteil geltend macht, auch nach dem Tod des zweiten Ehegatten nur sein Pflichtteil zu.

So erhält der Erbe deutlich weniger, als wenn er den Tod des zweiten Ehegatten abgewartet hätte.

Kann man vollständig enterbt werden?

Wie kannst Du jemanden enterben? – Du solltest zunächst überprüfen, wer Dich nach der gesetzlichen Erbfolge beerben würde. Bist Du damit nicht einverstanden, weil eine Person von Deinem Nachlass nichts bekommen soll, dann kannst Du sie enterben. Denn Du kannst frei entscheiden, wen Du als Erben einsetzt und wen nicht.

Das geht allerdings nur schriftlich in Form eines Testaments, Du musst Deinen letzten Willen aufsetzen und erklären, wer Dich beerben soll und wen Du enterbst. Eine Begründung ist nicht nötig, warum Du jemanden von der gesetzlichen Erbfolge ausschließt. Beispiele: Um Deine Kinder zu enterben, könntest Du folgende Formulierung wählen: „Meine Kinder sollen mich nicht beerben”,

Willst Du nur Deine Tochter enterben, könntest Du im Testament folgenden Satz schreiben: „Erbe ist mein Sohn, meine Tochter setze ich auf den Pflichtteil”, Diese Aussage wird so ausgelegt, dass Du Deine Tochter enterben willst ( § 2304 BGB ). Setzt Du jemanden in Deinem Testament zum Alleinerben ein, erklärst Du damit einerseits, dass der gesamte Nachlass dieser Person zufallen soll.

Andererseits bringst Du damit klar zum Ausdruck, dass niemand anders erben soll. Das ist die typische Situation, die ein Ehepaar mit einem Berliner Testament regelt: „Wir setzen uns gegenseitig als Alleinerben ein. Nach dem Tode von uns beiden sollen unsere Kinder zu gleichen Teilen erben”. Der länger lebende Ehepartner soll demnach Alleinerbe werden.

Die Kinder werden enterbt.

Wer erbt zuerst Kinder oder Ehepartner?

Gesetzliches Erbrecht, wenn ein Paar keine Kinder hat – Hat ein Paar keine Kinder, gibt es keine Erben erster Ordnung. In einer solchen Konstellation erbt der überlebende Ehegatte mindestens die Hälfte des Nachlasses. Leben noch die Eltern des Verstorbenen oder hat er Geschwister – das sind sogenannte Erben der zweiten Ordnung –, dann erbt der Ehepartner neben diesen die Hälfte des Nachlasses ( § 1931 Abs.1 BGB ).

Die Hälfte erhöht sich für den Ehepartner auf insgesamt drei Viertel des Nachlasses, wenn das Paar nach der Heirat ohne Ehevertrag gelebt hat, also im Güterstand der Zu­ge­winn­ge­mein­schaft, Dieses zusätzliche Viertel ist der pauschale Zugewinnausgleich am Ende der Ehe. Beispiel: Anton stirbt und hinterlässt seine Ehefrau Berta.

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Die Ehe war kinderlos, aber die Eltern des Ehemanns, Carsten und Doris, leben noch ( Erben zweiter Ordnung ). Für die Ehe galt der gesetzliche Güterstand der Zu­ge­winn­ge­mein­schaft, sie hatten also keinen Ehevertrag mit Gütertrennung oder Gütergemeinschaft abgeschlossen. In diesem Fall wird die Ehefrau Berta Erbin zu drei Vierteln, die Eltern von Anton erhalten je ein Achtel vom Nachlass. Sie bilden gemeinsam eine Erbengemeinschaft, Sind die Eltern des Erblassers schon verstorben, erben an deren Stelle die Geschwister des Verstorbenen neben dem Ehepartner – unabhängig davon, wie eng das Verhältnis zu Lebzeiten war.

Was Erben Kinder in Österreich?

Pflichtteil mit Testament und ohne Testament – Die Bedeutung des Pflichtteils ist nur bei der gewillkürten Erbfolge mit Testament oder Erbvertrag bedeutend. Grund hierfür ist, dass bei der Erbfolge laut Gesetz die pflichtteilsberechtigten Erben in der Erbfolge ohnehin an erster Stelle stehen und mehr erhalten als bloß pflichtteilsberechtigte Erben.

Der Pflichtteile beträgt immer die Hälfte der gesetzlichen Erbquote. Hat ein Erblasser beispielsweise keinen Ehepartner, sondern nur zwei Kinder, so erben diese nach der Erbquote laut Gesetz die gesamte Verlassenschaft zu gleichen Teilen. Jedes Kind erhält also 50 Prozent der Verlassenschaft, Hat der E rblasser ein Testament, so kann er nur fünfzig Prozent der Verlassenschaft frei verteilen, weil seine beiden Kinder Anspruch auf einen Pflichtteil am Erbe haben.

Dieser Pflichtteil beträgt 50 Prozent des gesetzlichen Erbteils. Jedes Kind hat also Anspruch auf ein Pflichtteil von 25 Prozent der gesamten Verlassenschaft, Die verbleibenden 50 Prozent bilden die sogenannte freie Quote, die der Erblasser nach Belieben verteilen kann.

Wer ist in Österreich Pflichtteilsberechtigt?

Das Pflichtteilsrecht in Österreich schränkt den Erblasser bei der gewillkürten Verteilung seines Vermögens ein. Folglich können nahe Angehörige auch durch die Erstellung eines Testaments nicht gänzlich in der Erbfolge. Der folgende Beitrag enthält alle wichtigen Informationen zum Thema Pflichtteil und Anspruch in Österreich.

Lesezeit: 10 Minuten Stand: November 2022 758 Leser fanden diesen Artikel hilfreich.

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Im Erbrecht in Österreich hat ein bestimmter Personenkreis Anspruch auf einen bestimmten gesetzlich festgelegten Teil, den Pflichtteil. Pflichtteilsberechtigte Personen sind Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner und die Kinder beziehungsweise bei deren Vorversterben die Enkel und Urenkel des Erblassers. Schenkungen zu Lebzeiten sind beim später folgenden Tod des Erblassers gegenüber anderen Pflichtteilsberechtigten ausgleichspflichtig. Der Erblasser kann eine Stundung beziehungsweise Ratenzahlung des Pflichtteils anordnen. Unter Umständen kann dies auch von den Erben beantragt werden.

Wer bekommt keinen Pflichtteil?

Haben Geschwister Anspruch auf den Pflichtteil? – Entferntere Verwandte – und dazu gehört schon der Bruder oder die Schwester – sind nicht pflichtteilberechtigt. Über die gesetzliche Erbfolge können Geschwister trotzdem einen Erbteil erhalten, wenn keine Erben erster Ordnung existieren und die Eltern des Erblassers bereits verstorben sind.

Wie lange dauert es bis das Nachlassgericht sich meldet?

Wie Hoch Ist Der Pflichtteil FR Kinder In öSterreich Wann schreibt das Nachlassgericht die Erben an? – Wie lange dauert es bis das Nachlassgericht sich meldet? – Es hängt sehr stark vom Einzelfall ab, wann der Erbe vom Nachlassgericht angeschrieben wird. Sofern das Nachlassgericht alle Daten zur Verfügung hat, also Name und Anschrift der Erben, dauert es in der Regel vier bis sechs Wochen, nach Testamentseröffnung.

  1. Es haben jedoch nicht alle Erblasser ihr Testament so übersichtlich gestaltet, so dass es teilweise Monate dauern kann, bis die Adresse der Erben ermittelt werden kann.
  2. Achtung: Die Frist zur Erbausschlagung beträgt 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls.
  3. Bei gesetzlichen Erben ist das die Kenntnis vom Todesfall.

Testamentarische Erben werden direkt vom Nachlassgericht über die Frist informiert. Wird man vom Nachlassgericht informiert, beginnt spätestens dann die Frist zu laufen.

Welche Kosten dürfen vom Pflichtteil abgezogen werden?

Der normale Pflichtteil – errechnet sich – vereinfacht gesagt – aus dem vorhandenen Nachlass. Er wird aus dem Nettowert errechnet. Um den Nettowert zu errechnen sind vom Bruttowert der Erbschaft alle Nachlassschulden abzuziehen. Das sind die noch unbezahlten Rechnungen des Erblassers, z.B.

  1. Telefon- oder Arztrechnungen oder auch Darlehensschulden bei der Bank und schließlich die Beerdigungs- und Bestattungskosten.
  2. Wird vom Pflichtteilsberechtigten ein notarielles Nachlassverzeichnis verlangt oder eine Schätzung der Immobilien durch einen Gutachter, sind auch diese Kosten abzuziehen.
  3. Nicht abgezogen werden können die Kosten für die Testamentseröffnung.

Der Nettowert des Nachlasses wird dann durch die Pflichtteilsquote (z.B.1/8 Kindespflichtteil bei zwei Kindern und einem überlebenden Ehegatten, wenn kein Ehevertrag bestand) geteilt und schon hat man den ordentlichen oder normalen Pflichtteil. Die Pflichtteilsquote ist dabei immer die Hälfte des normalen gesetzlichen Erbteils.

  • Hat der Verstorbene aber an ein pflichtteilsberechtigtes Kind schon zu seinen Lebzeiten Vermögen übertragen und die Anrechnung des Vermögens auf den Pflichtteil angeordnet wird wieder etwas anders gerechnet.
  • Zum Nettonachlasswert (siehe oben) wird der Wert des übertragenen Vermögens hinzugerechnet.
  • Aus der Summe wird dann der Pflichtteil mit der Quote errechnet.

Von diesem Ergebnis wird dann der Wert des anzurechnenden Vermögens abgezogen. Am Beispiel wird das deutlich: Der Vater hat dem Kind A zu Lebzeiten 20.000 Euro mit Anrechnung auf den Pflichtteil zukommen lassen. Als der Vater stirbt, hinterlässt er die Ehefrau und die zwei Kinder A und B.

  1. Vater und Mutter lebten in Zugewinngemeinschaft, also ohne Ehevertrag.
  2. Ist die Mutter zur Alleinerbin eingesetzt hat A Pflichtteilsansprüche.
  3. Nehmen wir an der Nachlass hat nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten einen Reinwert von 140.000 Euro.
  4. Zum Reinwert von 140.000 Euro kommen jetzt die 20.000 Euro für A hinzu.

Das macht 160.000 Euro. In der Praxis werden die 20.000 noch um den Kaufkraftschwund bereinigt. Mit anderen Worten: Wegen des Inflationsausgleichs steigt die Zahl 20.000 etwas an. Das wollen wir hier aber vernachnlässigen. Aus den 160.000 Euro beträgt der Pflichtteil dann 1/8, also 20.000 Euro.

Von diesen 20.000 Euro werden jetzt aber die anzurechnenden 20.000 Euro abgezogen. A geht also leer aus. Der Schenkungspflichtteil ist der Pflichtteil wegen Schenkungen. Aus Schenkungen kann ebenfalls ein Pflichtteilsanspruch entstehen. Angenommen der Vater hätte im Beispielsfall sein gesamtes Vermögen ein Jahr vor seinem Tod der Mutter geschenkt.

Dann wäre kein Nachlass mehr vorhanden. Der ordentliche Pflichtteil wäre auf jeden Fall Null. Damit man dbeim Pflichtteilsanspruch nicht mit solchen Schenkungen tricksen kann, gibt es den Schenkungspflichtteil. Das Gesetz bezeichnet den Schenkungspflichtteil als Pflichtteilsergänzungsanspruch.

  • Hier ist jetzt die gleiche Berechnung wie oben durchzuführen.
  • Der Nachlass von Null wird aber um die nicht mehr vorhandenen Schenkungen gedanklich ergänzt.
  • Deshalb spricht das deutsche Gesetz vom Pflichtteilsergänzungsanspruch.
  • Beim Schenkungspflichtteil besteht die Besonderheit, dass alle Schenkungen, die ein Pflichtteilsberechtigter erhalten hat vom Schenkungspflichtteil abzuziehen sind.

Es kommt also nicht darauf an, wann geschenkt wurde und ob die Anrechnung auf den Pflichtteil bestimmt wurde. Die Anrechnung von Schenkungen ohne Anrechnungsbestimmung erfolgt nur beim Schenkungspflichtteil. Der Schenkungspflichtteil und der ordentliche Pflichtteil werden nämlich separat errechnet.

  • Zusammen ergeben sie den Gesamtpflichtteil.
  • Sie merken schon: Allmählich wird es kompliziert.
  • Deshalb tut auch eine Beratung bei einem Spezialisten oder Fachanwalt für Erbrecht dringend Not.
  • Wir machen nur Erbrecht.
  • Wir helfen Ihnen.
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Wichtig : Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen.

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  • Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte.

: Was kann beim Pflichtteil abgezogen werden?

Was darf vom Pflichtteil abgezogen werden?

Der normale Pflichtteil – errechnet sich – vereinfacht gesagt – aus dem vorhandenen Nachlass. Er wird aus dem Nettowert errechnet. Um den Nettowert zu errechnen sind vom Bruttowert der Erbschaft alle Nachlassschulden abzuziehen. Das sind die noch unbezahlten Rechnungen des Erblassers, z.B.

Telefon- oder Arztrechnungen oder auch Darlehensschulden bei der Bank und schließlich die Beerdigungs- und Bestattungskosten. Wird vom Pflichtteilsberechtigten ein notarielles Nachlassverzeichnis verlangt oder eine Schätzung der Immobilien durch einen Gutachter, sind auch diese Kosten abzuziehen. Nicht abgezogen werden können die Kosten für die Testamentseröffnung.

Der Nettowert des Nachlasses wird dann durch die Pflichtteilsquote (z.B.1/8 Kindespflichtteil bei zwei Kindern und einem überlebenden Ehegatten, wenn kein Ehevertrag bestand) geteilt und schon hat man den ordentlichen oder normalen Pflichtteil. Die Pflichtteilsquote ist dabei immer die Hälfte des normalen gesetzlichen Erbteils.

  1. Hat der Verstorbene aber an ein pflichtteilsberechtigtes Kind schon zu seinen Lebzeiten Vermögen übertragen und die Anrechnung des Vermögens auf den Pflichtteil angeordnet wird wieder etwas anders gerechnet.
  2. Zum Nettonachlasswert (siehe oben) wird der Wert des übertragenen Vermögens hinzugerechnet.
  3. Aus der Summe wird dann der Pflichtteil mit der Quote errechnet.
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Von diesem Ergebnis wird dann der Wert des anzurechnenden Vermögens abgezogen. Am Beispiel wird das deutlich: Der Vater hat dem Kind A zu Lebzeiten 20.000 Euro mit Anrechnung auf den Pflichtteil zukommen lassen. Als der Vater stirbt, hinterlässt er die Ehefrau und die zwei Kinder A und B.

  • Vater und Mutter lebten in Zugewinngemeinschaft, also ohne Ehevertrag.
  • Ist die Mutter zur Alleinerbin eingesetzt hat A Pflichtteilsansprüche.
  • Nehmen wir an der Nachlass hat nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten einen Reinwert von 140.000 Euro.
  • Zum Reinwert von 140.000 Euro kommen jetzt die 20.000 Euro für A hinzu.

Das macht 160.000 Euro. In der Praxis werden die 20.000 noch um den Kaufkraftschwund bereinigt. Mit anderen Worten: Wegen des Inflationsausgleichs steigt die Zahl 20.000 etwas an. Das wollen wir hier aber vernachnlässigen. Aus den 160.000 Euro beträgt der Pflichtteil dann 1/8, also 20.000 Euro.

Von diesen 20.000 Euro werden jetzt aber die anzurechnenden 20.000 Euro abgezogen. A geht also leer aus. Der Schenkungspflichtteil ist der Pflichtteil wegen Schenkungen. Aus Schenkungen kann ebenfalls ein Pflichtteilsanspruch entstehen. Angenommen der Vater hätte im Beispielsfall sein gesamtes Vermögen ein Jahr vor seinem Tod der Mutter geschenkt.

Dann wäre kein Nachlass mehr vorhanden. Der ordentliche Pflichtteil wäre auf jeden Fall Null. Damit man dbeim Pflichtteilsanspruch nicht mit solchen Schenkungen tricksen kann, gibt es den Schenkungspflichtteil. Das Gesetz bezeichnet den Schenkungspflichtteil als Pflichtteilsergänzungsanspruch.

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  • Der Nachlass von Null wird aber um die nicht mehr vorhandenen Schenkungen gedanklich ergänzt.
  • Deshalb spricht das deutsche Gesetz vom Pflichtteilsergänzungsanspruch.
  • Beim Schenkungspflichtteil besteht die Besonderheit, dass alle Schenkungen, die ein Pflichtteilsberechtigter erhalten hat vom Schenkungspflichtteil abzuziehen sind.

Es kommt also nicht darauf an, wann geschenkt wurde und ob die Anrechnung auf den Pflichtteil bestimmt wurde. Die Anrechnung von Schenkungen ohne Anrechnungsbestimmung erfolgt nur beim Schenkungspflichtteil. Der Schenkungspflichtteil und der ordentliche Pflichtteil werden nämlich separat errechnet.

Zusammen ergeben sie den Gesamtpflichtteil. Sie merken schon: Allmählich wird es kompliziert. Deshalb tut auch eine Beratung bei einem Spezialisten oder Fachanwalt für Erbrecht dringend Not. Wir machen nur Erbrecht. Wir helfen Ihnen. Lass es uns wissen, wenn dir der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.

Wichtig : Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen.

  • Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung, bei der sie auf jeden Fall eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos erhalten.
  • Sparen Sie nicht am falschen Ort.
  • Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte.

: Was kann beim Pflichtteil abgezogen werden?

Kann man auf den Pflichtteil verzichten?

Sollte man auf seinen Pflichtteil verzichten? – Der Pflichtteilsverzicht bringt für den Verzichtenden aus rechtlicher Sicht zunächst nur Nachteile. Der Verzicht kann jedoch zum Schutz des Familienvermögens sinnvoll sein – zum Beispiel bei einer Überschuldung des Pflichtteilsberechtigten.

Wer zahlt den Pflichtteil aus?

Wer muss den Pflichtteil auszahlen? Die folgenden Hinweise sind unverbindlich, das heißt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Es wird keine Gewähr für Richtigkeit und/oder Vollständigkeit übernommen.

  • 1. Pflichtteilsanspruch
  • Wurde ein naher Angehöriger des Erblassers oder sein Ehegatte vom Erblasser von der Erbfolge ausgeschlossen oder direkt auf den Pflichtteil gesetzt, steht dieser Person ein Pflichtteilsanspruch zu.
  • Der Pflichtteilsanspruch besteht in der Höhe des Wertes der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
  • 2. Erbe haftet für Pflichtteil
  • Der Pflichtteilsberechtigte muss seinen Pflichtteil vom Erben verlangen.
  • Sind mehrere Erben vorhanden, haften sie gesamtschuldnerisch gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten.
  • Besteht Vor- und Nacherbschaft, hat der Vorerbe so lange die Pflichtteilslast tragen, solange der Nacherbfall noch nicht eingetreten ist.
  • 3. Der Pflichtteilsanspruch in der Nachlassverteilung
  • Im Rahmen der Nachlassverteilung sind die Pflichtteilsansprüche vorweg zu berichtigen.
  • 4. Der Pflichtteilsanspruch in der noch nicht geteilten Erbengemeinschaft

So lange der Nachlass zwischen mehreren Erben nicht geteilt und nicht auseinandergesetzt ist, haften alle Miterben gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten. Dadurch hat der Pflichtteilsberechtigte die Möglichkeit, sich nur einen dieser Miterben herauszusuchen, von dem er seinen Pflichtteil verlangt.

  1. 5. Der Pflichtteilsanspruch in der auseinandergesetzten Erbengemeinschaft
  2. Wurde die Erbengemeinschaft bereits auseinandergesetzt, haftet jeder Miterbe grundsätzlich nur noch für den seinem Erbteil entsprechenden Teil des Pflichtteilsanspruchs.
  3. 6. Anordnungen des Erblassers über die Tragung der Pflichtteilslast

Allerdings kann auch der Erblasser in seinem Testament bestimmen, welcher Erbe die Pflichtteilslast auszugleichen hat. Über diese Möglichkeit hat der Erblasser die Chance, wenn mehrere Erben vorhanden sind, einzelne Erben gegenüber anderen Erben zu bevorzugen, indem er in seinem Testament bestimmt, dass eben ein bestimmter Erbe oder mehrere bestimmte Erben die Pflichtteilslast tragen müssen, andere Erben davon aber befreit sind und somit letztendlich aus dem Nachlass unter dem Strich mehr erhalten.

In erbrechtlichen Angelegenheiten stehe ich Ihnen als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung. Bitte nehmen Sie per E-Mail oder telefonisch Kontakt mit mir auf, wenn Sie an einer kostenpflichtigen Beratung interessiert sind. In einem Besprechungstermin können wir das weitere Vorgehen in Ihrem Fall persönlich miteinander abstimmen.

: Wer muss den Pflichtteil auszahlen?

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer in Österreich?

Seit über zehn Jahren gibt es in Österreich keine Erbschaftsteuer und auch keine Schenkungsteuer mehr. Dafür gibt es eine Meldeverpflichtung für Schenkungen und Zweckzuwendungen. – Am 1. August 2008 ist die Erbschafts- und Schenkungssteuer in Österreich gefallen. Welches verschenkte Vermögen muss gemeldet werden?

Bargeld, Kapitalforderungen (z.B. Sparbücher, Anleihen, Darlehensforderungen), Anteile an Kapitalgesellschaften und Personenvereinigungen ohne eigene Rechtspersönlichkeit, Beteiligungen als stiller Gesellschafter, Betriebe und Teilbetriebe, die der Erzielung von Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit oder aus einem Gewerbebetrieb dienen, sowie bewegliches körperliches Vermögen (z.B. eine Antiquität, ein Auto etc.) und immaterielle Vermögensgegenstände (z.B. Fruchtgenussrechte, Wohnrechte).

Welche Schenkungen sind z.B. von der Meldepflicht befreit?

Schenkungen zwischen Angehörigen, sofern die Summe der gemeinen Werte innerhalb eines Jahres (Zeitraum von 12 Monaten ab dem Tag der letzten Schenkung) 50.000 Euro nicht übersteigt.

Als Angehörige gelten Eltern, Ehegatten, eingetragene Partner, Kinder, Großeltern, Urgroßeltern, Enkel, Urenkel, Onkel, Tanten, Geschwister, Neffen, Nichten, Cousins, Cousinen, Stiefkinder, Stiefgroßeltern, Stiefonkel, Stieftanten, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Verschwägerte, Lebensgefährten (auch gleichgeschlechtliche) und deren Kinder. Keine Angehörigen sind zum Beispiel Eltern des Lebenspartners, oder Ehepartner verschwägerter Personen

Schenkungen zwischen anderen Personen in Höhe von bis zu 15.000 Euro innerhalb von fünf Jahren; Zuwendungen, die schon nach dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz 1955 befreit waren, wie zB

übliche Gelegenheitsgeschenke (Weihnachten, Hochzeit, Matura, Muttertag etc.), wenn der Wert kleiner als 1.000 Euro ist Hausrat einschließlich Wäsche und Kleidungsstücke, egal von welchem Wert. Schenkung unter Ehegatten bzw. eingetragenen Partnerinnen und Partnern zur Schaffung einer dringenden Wohnstätte (für maximal 150 m² Wohnnutzfläche).

Unter das Stiftungseingangssteuergesetz fallende Zuwendungen.

Wie und wann muss eine Meldung erfolgen?

Werden die vorgegebenen Wertegrenzen überschritten, ist man zu einer Meldung innerhalb von drei Monaten verpflichtet. Grundsätzlich hat die Meldung elektronisch bei einem allgemeinen Finanzamt zu erfolgen. Eine Ausnahme besteht für den Fall, dass die elektronische Übermittlung nicht zumutbar ist. Die Verpflichtung zur Anzeige einer meldepflichtigen Schenkung trifft nicht nur den:die Geschenkgeber:in und Geschenknehmer:in. Auch Notare und Rechtsanwälte, die beim Erwerb oder bei der Errichtung einer allfälligen Vertragsurkunde mitgewirkt haben, müssen Schenkungen dieser Art melden.

Beispiele: Frau Muster erhält am 4. September 2017 ein KapitalSparbuch von ihrer Mutter geschenkt. Auf dem Sparbuch befinden sich 40.000 Euro, Im Mai 2018 erhält sie von ihrer Mutter erneut ein Sparbuch- diesmal mit einem Einlagenstand in Höhe von 15.000 Euro.

  1. Da in Summe die Freigrenze von 50.000 Euro innerhalb eines Jahres überschritten worden ist, sind beide Schenkungen zu melden.
  2. Herr Muster bekommt von seinem Vater 30.000 Euro geschenkt.
  3. Eine Woche später schenkt ihm seine Mutter ebenfalls 30.000 Euro.
  4. Herr Muster hat zwar insgesamt mehr als 50.000 Euro geschenkt bekommen, eine Meldung ist jedoch nicht verpflichtend, da er die jeweiligen Geldbeträge von zwei verschiedenen Personen bekommen hat.

Eine Meldeverpflichtung bestünde nur, wenn er von derselben Person mehr als 50.000 Euro erhalten hätte. Bitte beachten Sie: Für detaillierte und konkrete Fragen zu Ihrer individuellen steuerrechtlichen Situation empfehlen wir Ihnen unbedingt, kompetente Beratung durch eine:n Steuerberater:in in Anspruch zu nehmen.

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