Wie Hoch Ist Erbschaftssteuer FR Kinder?

Wie Hoch Ist Erbschaftssteuer FR Kinder
Das heißt, dass neben Geldwerten auch Immobilien eine Rolle spielen. Darüber hinaus gelten folgende Steuersätze für Kinder bei der Erbschaftssteuer: Falls Kinder eine Erbschaftssteuer zahlen, liegt diese bei mindestens 7,00 %. Der Höchststeuersatz liegt bei 30,00 %.

Wann müssen Kinder Erbschaftssteuer bezahlen?

Mit diesen 5 Schritten sparen Deine Kinder Steuern – Aktualisiert am 28. Februar 2023 Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Kinder erben, wird Erbschafts­steuer fällig.
  • Sohn und Tochter haben aber einen Freibetrag von je 400.000 Euro.
  • Wenn der nicht ausreicht, bietet sich steuerlich eine schrittweise Schenkung an die Kinder zu Lebzeiten an.
  • Auch bei einer Schenkung an Kinder beträgt der Freibetrag 400.000 Euro.
  • Dieser kann alle zehn Jahre neu genutzt werden.

So gehst Du vor

  • Plane die Schenkung so früh wie möglich.
  • Folge unseren fünf Schritten.

Viele Eigenheimbesitzer wünschen sich, dass ihr Haus in der Familie bleibt. Doch gerade bei den aktuell hohen Immobilienpreisen kann Erben teuer sein: Je wertvoller das Haus, desto höher die Erbschafts­steuer, Seit 2023 werden Immobilien steuerlich in vielen Fällen sogar höher bewertet als zuvor.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer auf 100000 €?

Tabelle Steuersätze Erbschaftssteuer

Wert des Erbes Steuerklasse I Steuerklasse II
bis 75.000 Euro 7 % 15 %
bis 300.000 Euro 11 % 20 %
bis 600.000 Euro 15 % 25 %
bis 6 Millionen Euro 19 % 30 %

Wie viel Erbschaftssteuer bei 200000 €?

Erbschaftsteuersatz nach § 19 ErbStG

Wert des steuerpflichtigen Erwerbs bis Erbschaftsteuersatz in Steuerklasse
I II
75.000 € 7 % 15 %
300.000 € 11 % 20 %
600.000 € 15 % 25 %

Was mache ich mit einem geerbten Haus?

Immobilie verkaufen – Als letzte Alternative, wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus erben, bleibt Ihnen, die Immobilie freihändig zu verkaufen. Sie kommen damit natürlich in den Genuss des Kaufpreises und verfügen über Liquidität, Aus dem Verkaufserlös müssen Sie aber eventuell bestehende Grundschulden und Hypotheken bedienen.

Überschätzen Sie nicht den Verkehrswert des Objekts. Fragen Sie vorab einen Makler, der die örtlichen Verhältnisse kennt. Ist das Objekt vermietet, kommt es maßgeblich auf die Mietverhältnisse an, ob also die Mieter zuverlässig ihre Miete zahlen und ob Sanierungsbedarf besteht. Bedenken Sie auch, dass Sie ein bestehendes Darlehen mit einer Bank wegen des Verkaufs zwar fristgerecht kündigen können, Sie dann aber unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen.

Diese Entschädigung schmälert natürlich den Nachlass, wenn Sie ein Haus geerbt haben. Insoweit könnte es günstiger sein, dass Sie die im Darlehensvertrag mit der Bank vereinbarte Zinsfestschreibungszeit abwarten und erst dann das Darlehen kündigen und/oder das Objekt verkaufen.

Kann das Finanzamt auf mein Konto schauen?

Kontenabfrage: Das Finanzamt sieht alles Mit neuen Kontrollmöglichkeiten nehmen die Finanzämter auch Normalbürger ins Visier – selbst wenn es nur um Kleinigkeiten geht. Ab Juli erhält jeder Bürger eine Steueridentifikationsnummer, die ihn ein Leben lang begleitet.

  • Inhalt Oft reicht Steuerfahndern schon ein kleiner Anhaltspunkt.
  • Zum Beispiel wenn jemand gut verdient und alle Einnahmen sorgfältig versteuert, aber fast nichts auf der hohen Kante hat.
  • Wer trotz hoher Einnahmen immer nur Zinsen weit unter dem Sparerfreibetrag in der Steuererklärung angibt, macht sich beim Finanzamt verdächtig.

Und das kann gefährlich werden. Denn was den Finanzbeamten früher fast unmöglich war, ist mittlerweile zur Routine geworden: Über das Bundeszentralamt für Steuern mit Sitz in Bonn können sie alle Konten der Steuerzahler einsehen. Bisher konnten Sparer über Jahre hinweg nahezu ohne Risiko ihre Zinseinnahmen für sich behalten – damit ist es nun vorbei.

  1. Die Kontenabfrage ist Alltag geworden.
  2. Da werden nicht nur Topverdiener kontrolliert, sondern auch Normalbürger.
  3. Und nicht nur das Finanzamt fragt fleißig nach: Auch Arbeitsämter, Sozialämter und Gerichte dürfen die Kontodaten einsehen.
  4. Dasselbe gilt bei Anträgen auf Wohngeld, Erziehungsgeld oder Bafög.

So wurden rund 40 000 Studenten erwischt: Sie hatten Bafög beantragt und dabei Zinseinnahmen einfach verschwiegen. Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich. Automatisch und ohne Kenntnis der Bank kann das Finanzamt zunächst nur Basisdaten von Konten und Depots erfragen, die ab 1.

April 2003 eröffnet oder aufgelöst wurden: Das sind lediglich Name, Geburtsdatum, Adresse, Verfügungsberechtigte, Kontonummer, Tag der Eröffnung beziehungsweise Auflösung. Damit an sich könnten die Beamten noch nicht viel anfangen. Bei Verdacht auf Steuerhinterziehung geht aber mehr: Dann können sie auch Kontostände und Kontobewegungen einsehen.

Und so ein Verdacht ist leicht konstruiert – zum Beispiel wenn jemand viele verschiedene Bankkonten hat oder seine Steuerschulden stunden lässt. Fragt das Amt in solchen Fällen den Steuerzahler selbst und er hüllt sich einfach in Schweigen oder kann Unstimmigkeiten nicht schlüssig erklären, ist das schon fast eine Einladung: Dann dürfen die Prüfer sich die Auskünfte direkt bei der Bank oder Sparkasse holen.

Meist geht das sogar zehn Jahre rückwirkend, denn so lange müssen Kreditinstitute die Daten ihrer Kunden archivieren. Bisher sind Anfragen für die Finanzbeamten noch reichlich umständlich. Sie müssen dafür erst einmal einen schriftlichen Antrag stellen und die Gründe darlegen. Von 2005 bis April 2007 geschah das erst 43 952 Mal.

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Doch es ist geplant, eine neue Software einzuführen, mit der mehr Abfragen möglich sind. Achtung: Günstige Angebote von Direktbanken haben dazu geführt, dass viele Sparer mehrere Konten und Depots haben. Wenn die Beamten von bisher unbekannten Bankverbindungen erfahren, weiten sie gern die Recherchen aus.

  • Selbst leere Konten können ihre Neugier wecken und sollten daher besser aufgelöst werden.
  • Allerdings müssen Banken auch die Daten bereits gelöschter Konten noch drei Jahre archivieren.
  • Nach einer Kontenabfrage muss das Finanzamt den Steuerzahler informieren.
  • Das geschieht aber erst nachträglich.
  • Darüber hinaus müssen Banken und Versicherungen seit 2002 dem Bundeszentralamt für Steuern alle ausgezahlten Zinsen und Dividenden übermitteln.

Auch diese über Jahre gesammelten Daten werden ausgewertet. Außerdem können die Beamten auch zentral die Freistellungsaufträge kontrollieren. Ein Computerprogramm fischt die Sparer heraus, die 2007 mehr als 801 Euro (inklusive Werbungskostenpauschale) freigestellt haben.

Im laufenden Jahr wird verstärkt geprüft, ob Eltern nach der Kürzung des Sparerfreibetrags Gelder auf minderjährige Kinder übertragen haben. Wichtig: Es genügt nicht, dass Sohn oder Tochter zivilrechtlich Inhaber der Geldanlage sind. Eine Übertragung ist steuerlich nur unproblematisch, wenn sie endgültig ist.

Das Konto muss auf den Namen des Kindes lauten. Die Eltern dürfen nur als gesetzliche Vertreter auftreten. Bei Minderjährigen muss zudem ein Ergänzungspfleger eingeschaltet werden. Dabei ist bisher noch gar nicht klar, ob die Ämter überhaupt so viel kontrollieren dürfen.

Die Volksbank im münsterländi­schen Raesfeld und ein Kunde haben Verfassungsbeschwerde eingelegt, weil der Datenzugriff auch dann erfolgt, wenn überhaupt keine Straftat und kein richterlicher Beschluss vorliegt. Ein Urteil wird es wohl erst Ende des Jahres geben. Dennoch will der Finanzminister die Kontrollen ausweiten.

So sieht das Jahressteuergesetz vor, dass die Ämter künftig auch prüfen, ob Banken in den Jahresbe­scheinigungen, die sie für jeden Kunden ausstellen, korrekte Beträge nennen. Diese Bescheinigungen fordern die Ämter derzeit regelmäßig bei den Steuerzahlern an.

Darin stehen alle steuerpflichtigen Kapitalerträge und Veräußerungen. Die nächste Prüfwelle kommt auf Rentner zu. Schon seit 2005 müssen die gesetzlichen Rentenversicherer lückenlos sämtliche Renten an die Finanzämter melden. Dasselbe gilt für private Rentenversicherungen, für Versorgungswerke, Pensionskassen und Pensionsfonds.

Sie alle müssen jährlich Rentenbezugsmitteilungen an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) in Brandenburg schicken. Nur: Die ZfA konnte die Datenflut bisher nicht an die Finanzämter weiterleiten, weil die Steueridentifikationsnummer (Tax Identification Number, abgekürzt Tin) fehlte.

  1. Die soll aber zum 1.
  2. Juli an jeden Bürger vergeben werden.
  3. Experten erwarten, dass die Finanzverwaltung 2007 die ersten Bezugsmitteilungen auswertet und das Meldesystem per Tin ab 2008 funktioniert.
  4. Abfragen sollen dann rückwirkend bis 2005 möglich sein.
  5. Wer gemogelt hat, muss damit rechnen, dass die Finanzämter dann auch für die Zeit vor 2005 Fragen stellen oder Ermittlungen einleiten.

Denn mit der Tin sind die Beamten bestens informiert: Sie wissen dann separat für jede einzelne Versicherung oder für jede einzelne Rente, wer wie viel bekommt.

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: Kontenabfrage: Das Finanzamt sieht alles

Was zählt alles zum Barvermögen?

Bezeichnung für die sofort verfügbaren flüssigen Mittel eines Unternehmens: Kassenbestand, Bankguthaben und Schecks.

Was muss die Bank dem Finanzamt melden?

Hat das Finanzamt Einsicht in meine Bankkonten? – Rudolph Rechtsanwälte Das Märchen vom Bankgeheimnis weicht immer mehr der Befürchtung des gläsernen Bankkunden. Fakt ist, dass Kreditinstitute in Deutschland sich zivilrechtlich verpflichten, kundenbezogene Daten nicht an Dritte herauszugeben.

  • Dessen ungeachtet müssen Banken in manchen Fällen den Ermittlungsbehörden jedoch Kontodaten ihrer Kunden mitteilen.
  • Ist ein Bankkunde in einem, so darf die Ermittlungsbehörde Auskünfte über kundenbezogene Kontoinformationen von dem Kreditinstitut verlangen.
  • Die Herausgabe der Kundendaten kann durch die Bank nicht verweigert werden.

Sie ist verpflichtet, Auskünfte zu geben. Stirbt ein Bankkunde, so hat das Kreditinstitut Konto- oder Depotbestände im Gesamtwert von über 5.000,00 Euro dem Finanzamt anzuzeigen. Gleiches gilt für ein bei der Bank unterhaltenes Schließfach. Die Anzeige ist binnen eines Monats nach Kenntnisnahme des Todesfalls zu erstatten.

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Selbst wenn kein Verdacht einer vorliegt, sind Finanzbehörden berechtigt einen automatisierten Abruf von Kontoinformationen vorzunehmen, beispielsweise zur Feststellung von Einkünften aus Kapitalvermögen sowie privaten Veräußerungsgeschäften.Offenbart werden Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer und auch die Daten der Kontoeröffnung und -schließung, nicht jedoch Kontostände oder –bewegungen.Auskunftsberechtigt sind nicht nur die Finanzbehörden, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch die Arbeitsagentur, Sozialämter oder Stadtverwaltungen.

Der automatisierte Abruf erfolgt nicht beim Kreditinstitut selbst, sondern beim Bundeszentralamt für Steuern, wo die Kontodaten gespeichert werden. Die Bank erfährt nichts von dem automatisierten Abruf, der Betroffene wird jedoch mit dem nächsten Steuerbescheid darüber informiert.

  1. Besonders aufmerksam werden in den letzten Jahren die Möglichkeiten diskutiert, inwieweit deutsche Steuerfahnder auf ausländische Bankkonten Zugriff haben.
  2. Insbesondere bei Schweizer Banken besteht die Befürchtung, dass es zu sogenannten Gruppenanfragen kommen könnte.
  3. In welcher Form in Zukunft ein Datenaustausch mit der Schweiz stattfinden wird, ist im Detail noch umstritten.

Sicher ist, dass es zu einer erweiterten Kommunikation und einer Öffnung des Informations-Flusses kommen wird. Dasselbe gilt innerhalb der EU, also insbesondere für Luxemburg und Österreich. Ab 2015 ist in diesen Ländern mit einem automatischen Informationsaustausch über Zinseinkünfte mit deutschen Behörden zu rechnen.

  • Viele ausländische – vor allem Schweizer – Banken drängen ihre Kunden dazu, Nachweise über die Versteuerung der bei ihnen erwirtschafteten Kapitaleinkünfte und Depot-Gewinne zu bringen.
  • Mit anderen Worten: Die deutschen Kunden werden faktisch zu der Abgabe strafbefreiender Selbstanzeigen gezwungen.
  • Andernfalls drohen Kündigungen der Kundenbeziehungen.

Teilweise werden Schecks angeboten oder die Möglichkeit eingeräumt, das Geld vorläufig auf ein Girokonto zu „parken”, das keine Erträge abwirft – und damit auch keine Steuerpflicht verursacht. Wenn ein Berater oder eine Bank behauptet, sie können die Zukunft voraussehen, so ist das meist ungefähr so seriös wie Wahrsager, die in Kristallkugeln lesen.

  1. Meldungen über zukünftige Entwicklungen sind daher meist mit Vorsicht zu genießen.
  2. So wurde beispielsweise im Jahr 2013 noch heiß über das diskutiert, welches letztlich nicht zustande kam.
  3. Inwieweit die Befürchtungen vieler Kunden, ihre Konten im Ausland könnten entdeckt werden, berechtigt sind, lässt sich meist nur im Einzelfall sagen.

Dabei ist neben dem Entdeckungsrisiko vor allem die persönliche Lebenssituation des Einzelnen im Auge zu behalten. Eine steuerliche Selbstanzeige ist in sehr vielen Fällen der richtige Weg. Sie stellt jedoch schon wegen der vielen formalen Hürden, die sich dabei stellen, nicht immer das alleinige Mittel zur Beseitigung steuerlicher Sünden aus der Vergangenheit dar.

Kann jedes Elternteil 400000 € vererben?

Erbschaftssteuer – Für Immobilienerben kann es 2023 teurer werden Jährlich werden in Deutschland etwa 400 Milliarden Euro vererbt, fast die Hälfte davon in Form von Immobilien. Ab 2023 fallen dafür höhere Steuern an. Ob und wie die Freibeträge steigen, ist hingegen noch unklar.23.12.2022 Wie Hoch Ist Erbschaftssteuer FR Kinder Wer zukünftig eine wertvolle Immobilie erbt, muss dafür mehr Steuern zahlen (picture alliance / dpa / Federico Gambarini) Für die meisten Erben ändert sich gar nichts, denn sie erben zu wenig, um betroffen zu sein. Die Durchschnittserbschaft liegt je nach Berechnungen zwischen 79.000 und 85.000 Euro – und damit weit unter dem Freibetrag.

  1. Wer weniger als 400.000 Euro von seinen Eltern erbt, muss keine Steuern darauf zahlen.
  2. Und die Hälfte aller Erbschaften liegt unter 33.000 Euro.
  3. Die Änderung trifft zudem nur Menschen, die Immobilien erben.
  4. Für Immobilienerbschaften hat der Bundestag am 2.12.2022 neue Regelungen beschlossen, der Bundesrat hat dem Gesetz bereits zugestimmt.

Damit wird der Wert von vererbten Immobilien künftig anders erfasst. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 2006 angemahnt, dass der tatsächliche Verkehrswert von Immobilien zugrunde gelegt werden müsse, dem kommt die Politik jetzt mit einem neuen Berechnungsverfahren nach. Wie Hoch Ist Erbschaftssteuer FR Kinder Prognose zum Erbschaftsvolumen in Deutschland in den Jahren von 2015 bis 2024 nach Vermögensart (Statista/Statistisches Bundesamt/ Deutsche Bundesbank/ empirica/ SOEP/ gif e.V.) Betroffen sind allerdings nur Erben, die nicht selbst in der geerbten Immobilie leben möchten.

Wer von seinem Partner ein Haus oder eine Wohnung erbt und darin anschließend wohnt, zahlt in der Regel unabhängig vom Wert keine Erbschaftsteuer; für Kinder gilt dies bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Erbschaften werden erst ab einer bestimmten Höhe versteuert. Jedes Elternteil hat für jedes Kind einen sogenannten Freibetrag für Erbschaften von aktuell 400.000 Euro.

Ein Elternpaar kann somit zusammen an jedes seiner Kinder 800.000 Euro vererben, bei zwei Kindern bleiben also 1.600.000 Euro steuerfrei. An Ehepartner können 500.000 Euro steuerfrei vererbt werden. Ansonsten greifen unterschiedlich hohe Steuersätze bis maximal 50 Prozent.

Die gleichen Regeln gelten jeweils für Schenkungen, also die Weitergabe von Vermögenswerten zu Lebzeiten. Der Freibetrag kann alle zehn Jahre neu genutzt werden. Der Freibetrag gilt in dieser Höhe seit 2009, seitdem sind die Preise – insbesondere von Immobilien – allerdings erheblich gestiegen. Die Politik diskutiert daher über eine Erhöhung der Freibeträge, sowohl die Ampelregierung als auch die Unionsparteien haben sich dafür ausgesprochen, die genaue Gestaltung ist aber noch strittig.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält eine Anhebung um 25 Prozent für angebracht. Mitte Dezember hat das FDP-Parteipräsidium zudem in einem Papier vorgeschlagen, dass die Freibeträge künftig automatisch an die Inflation angepasst werden sollen.

  • Die Grünen hatten zwar betont, dass sie eine Anhebung der Freibeträge für das falsche Signal halten, haben sich aber nicht dagegen gesperrt.
  • Dass eine Erhöhung ansteht, scheint also klar, wie hoch sie ausfallen wird, ist hingegen noch Verhandlungssache.
  • Bayern klagt, wie mehrfach angedroht, gegen die Ausgestaltung der Erbschaftsteuer.
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Das hat das Kabinett am 20.12.2022 beschlossen. Man werde beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag auf abstrakte Normenkontrolle der entsprechenden Regelungen des Erbschaftsteuergesetzes stellen, hieß es. Damit solle “der Weg für eine dringend notwendige Erhöhung der Freibeträge und eine Regionalisierung der Erbschaftsteuer geöffnet werden”.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte: “Wir betrachten es als eine große Unfairness, dass bayerische Grundstücke am Ende genauso behandelt werden in der Werteinstufung wie Grundstücke in anderen Teilen Deutschlands, wo die Preise nicht vergleichbar sind.” Es brauche daher regionale Freibeträge.

Bei der Erhöhung der Freibeträge kann Bayern auf den Zuspruch aus anderen Ländern zählen, mit der Forderung nach einer Regionalisierung der Erbschaftsregelungen steht Bayern aber alleine da. Am 16.12.2022 war Bayern im Bundesrat mit einem Antrag gescheitert, wegen dieses Streitpunkts den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anzurufen.

Vielmehr stimmte die Länderkammer dem Jahressteuergesetz mit umfassenden steuerlichen Änderungen zu. Von der Erbschaft- und Schenkungsteuer pofitieren die Bundesländer. Insgesamt fielen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2021 11,1 Milliarden Euro an. Die gehobene Mittelschicht rutsche durch die Reform in die Besteuerung hinein, aber für sie seien die Steuersätze niedrig, der Eingangssteuersatz liege schließlich bei sieben Prozent, sagte Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am 2.12.2022 in Deutschlandfunk Kultur.

Vererben sei damit weiter gut möglich. “Wenn sie selber drin wohnen, kriegen sie es sogar steuerfrei und wenn sie nicht drin wohnen, können sie es ja vermieten oder verkaufen, dann realisieren sie das Geld.” Eine grundlegende Ungerechtigkeit gebe es bei der Erbschaftssteuer allerdings: “Die Superreichen, die bleiben häufig erbschaftssteuerfrei, weil da gibt es viele Privilegien für Unternehmensübertragungen und sonstige Gestaltungsmöglichkeiten.” Es gebe also keine große Steuerprogression, die ganz Wohlhabenden würden nicht stärker belastet als die Mittelschicht.

Das verstärke den Effekt, dass einige sehr viel erben. Sehr viele Menschen erben hingegen gar nichts. Bach möchte das ändern: Jeder junge Erwachsene solle ein Grunderbe vom Staat bekommen, 20.000 Euro seien da durchaus finanzierbar – beispielsweise auch durch höhere Erbschaftssteuern für Superreiche. Möglicherweise könne dieses Einkommen auch zweckgebunden vergeben werden, junge Leute könnten das Geld dann beispielsweise in Bildung investieren.

“Selbst wenn auf eine Immobilie, die man erbt, eine Steuer bezahlt werden muss, die im Moment in den meisten Fällen noch sehr sehr gering wäre, ist man ja trotzdem sehr viel besser gestellt als die vielen Menschen, die nur ihre Arbeit haben und auch Eigentum erwerben wollen”, sagte die Autorin Julia Friedrichs am 14.12.2022 im Deutschlandfunk.

Und obwohl das so sei, gebe es ein regelrechtes Mitleid mit Erben, die nun etwas mehr abgeben sollen. Es sei zwar richtig, dass manchmal kein Geld, sondern nur eine Immobilie vererbt werde, es sei für Erben aber absolut zumutbar, dann eventuell einen Kredit aufzunehmen, um die fällige Steuer zu bezahlen.

Nicht-Erben müssten schließlich im Regelfall wesentlich höhere Kredite aufnehmen, um einen Hauskauf finanzieren zu können. Über die Hälfte des Reichtums in Deutschland sei geerbter Reichtum, sagte Friedrichs. “In der Regel sind die Menschen, die in Deutschland reich sind, solche, die schon von ihren Eltern, von ihren Großeltern geerbt haben.” Durch eigene Anstrengung reich zu werden, sei inzwischen schwierig geworden.

  • Polemisch könne man sagen, dass Deutschland bei den großen Vermögen an ein feudales System erinnere.
  • Erben an sich sei dennoch grundlegend legitim.
  • Es gehe darum, dass man selbst über sein Eigentum verfügen dürfe und es gehe auch um Familienbeziehungen.
  • Es brauche aber einen Ausgleich.
  • Erben müsse im Vergleich zu Einkommen stärker besteuert werden.

Außerdem müssten auch vererbte Unternehmen ohne Ausnahmen besteuert werden. Denn gerade Superreiche seien mit ihren hochbezahlten Anwälten sonst immer in der Lage, ihr Vermögen in Form eines Unternehmens steuerfrei weiterzugeben. Quellen: Johannes Kuhn, Tobias Armbrüster, dpa, pto : Erbschaftssteuer – Für Immobilienerben kann es 2023 teurer werden

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