Liebe Deinen Feind Wie Dich Selbst?

Liebe Deinen Feind Wie Dich Selbst
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘ 3. Kapitel Wir sollten den Blick immer auf die Ewigkeit gerichtet halten und von Güte, Wohlwollen, Nächstenliebe und Langmut gegenüber allen Menschen erfüllt sein. Präsident John Taylor erklärte den Heiligen häufig, wie wichtig es ist, an die Aufforderung des Erretters, den Nächsten zu lieben, nicht nur zu glauben, sondern sie auch zu praktizieren.

„Liebt einander”, forderte er sie auf, „und tut die Werke der Rechtschaffenheit und seid um das Wohlergehen aller bemüht, und seid darum bemüht, dass alle glücklich sind. Das tut auch Gott.” Er war fest davon überzeugt, dass der Geist uns in der Liebe zu unseren Mitmenschen bestärkt. „Wenn ihr den Geist Gottes mit euch habt”, so sagte er, „dann seid ihr von Güte, Nächstenliebe und Langmut erfüllt und seid bereit, den ganzen Tag lang jedem Menschen zuzugestehen, was ihr euch selbst wünscht.

Ihr seid geneigt, den ganzen Tag lang alle Menschen so zu behandeln, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt.” Von seiner Taufe im Jahre 1836 bis zu seinem Tod im Jahre 1887 erlebte John Taylor, wie die Heiligen verfolgt und ungerecht behandelt wurden.

  • Er sah den Pöbel die Mitglieder der Kirche aus ihren Häusern vertreiben; er war Augenzeuge des Märtyrertods von Joseph und Hyrum Smith (und wurde dabei selbst schwer verwundet); und er war mit den Heiligen in Utah, wo sie auch weiterhin verfolgt wurden.
  • Trotzdem forderte er die Mitglieder der Kirche unablässig auf, alle Menschen zu lieben.

In einer Ansprache, die er in Utah hielt, als er Präsident des Kollegiums der Zwölf war, sagte er: „David betete, Gott möge seine Feinde ins Totenreich schicken, Als Jesus gekreuzigt wurde und die Schmerzen eines grausamen Todes litt, sagte er:,Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.‘ Dieses Gebet ist mir viel lieber als das andere.

Das Gefühl sollten wir haben. Wir sollten füreinander so empfinden und einander gütig begegnen und keine harten Gefühle aufkommen lassen. Ich höre manch einen sagen:,Einen solchen Menschen hasse ich.‘ Ich selbst kenne auf der ganzen Welt niemanden, den ich hasse. Das Gebot besagt, dass wir einander lieben sollen.” Gott ist unser Vater, wir sind seine Kinder, und wir sollten alle Brüder sein; wir sollten uns als Brüder fühlen und verhalten; wäh- rend wir bemüht sind, dem Herrn, unserem Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Sinn und aller Kraft zu dienen, sollten wir gleichzeitig bemüht sein, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, sollten wir an seinem Wohlergehen und Glück und an allem interessiert sein, was seinem zeitlichen und ewigen Wohl förderlich ist.

Wenn wir versuchen, unseren Bruder zu betrügen, wie können wir dann erwarten, dass Gott uns dabei segnet, denn er ist doch genauso ein Kind des himmlischen Vaters wie wir auch. Und da er sein Kind ist, ist er an seinem Wohlergehen interessiert, und wenn wir versuchen, ein Kind des Herrn zu übervorteilen und ihm zu schaden, meint ihr, dass sich dann über uns freut? Wir wollen einander gerecht und großzügig begegnen.

Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.” Das, so heißt es, ist das erste Gebot. Und das zweite ist ihm gleich, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.” Tun wir das? Wie angenehm wäre es doch dann, vor den Herrn zu treten, wenn wir es täten.

Wir sollten so leben, dass unsere Liebe zueinander immer zunehmen kann und nicht abnimmt, und unser Herz von Nächstenliebe erfüllt sein lassen, so dass wir einer des anderen Schwächen ertragen – in dem Bewusstsein, dass wir die Kinder Gottes sind, die sich bemühen, sein Wort, seinen Willen, sein Gesetz auszuführen.

  1. Und dann behandelt einen jeden recht.
  2. Wir sollten voller Nächstenliebe sein, von brüderlicher Güte und Zuneigung zueinander und zu allen Menschen erfüllt.
  3. Wir sollten so empfinden wie der himmlische Vater.
  4. Seid gegenseitig auf euer Wohlergehen bedacht, wie es in den heiligen Schriften steht: „Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung.” Ihr sagt, das sei ziemlich schwer; tut es dennoch! Wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst.

Wenn uns das gelingt und wir dann unsere Mitmenschen besser behandeln als uns selbst und wenn es einen kleinen Vorteil für sie gibt, dann erfüllen wir nicht nur das Gesetz und die Propheten, sondern auch das Evangelium. Pflegen wir den Geist der Liebe und Güte, und begraben wir jede noch so geringfügige Unstimmigkeit.

Die Religion, die wir angenommen haben, bewegt uns, dank ihrer geistigen Ausrichtung, dazu, uns miteinander zu verständigen; sie hilft uns, einander zu lieben, und ich wollte, diese Neigung wäre bei uns ein bisschen stärker ausgeprägt und es gäbe bei uns ein bisschen mehr Liebe und wir wären ein bisschen mehr auf die Interessen unserer Mitmenschen bedacht.

Ich wollte, wir brächten unseren Brüdern Mitgefühl entgegen und wären von liebevoller Güte und Großzügigkeit für einander erfüllt. Ich wollte, die brüderliche Liebe hätte bei uns Bestand und breitete sich zunehmend aus, so wie sie aus der Quelle des Lebens fließt – von Gott, von Herz zu Herz, wie Öl von einem Gefäß ins andere gegossen wird, damit bei uns Harmonie, Mitgefühl, Güte und Liebe allgemein verbreitet wären.

Das bewirkt das Evangelium für uns, wenn wir es bloß zulassen. In einer Versammlung waren vor kurzem fünfundzwanzig Nationalitäten vertreten. Unterscheiden sich diese so unterschiedlichen Menschen in ihren Gefühlen? Nein. Ich habe mich vor kurzem mit einem Herrn über einige der Schwierigkeiten unterhalten, die die Engländer und die Iren miteinander haben.

Dabei habe ich ihm erklärt, es sei doch bedauerlich, dass solche Gefühle bestehen. Nun, meinte er, es handle sich doch um zwei verschiedene Rassen, die nicht miteinander verschmelzen könnten, die einen seien eben Kelten, die anderen Angelsachsen und sie unterschieden sich in ihren Neigungen und Gefühlen.

Ihre Gedanken und Gefühle unterscheiden sich; ihre Bildung und ihre Instinkte unterscheiden sich. Das ist zwar soweit richtig, aber wie ist es mit uns? Wir sind durch die Inspiration des Heiligen Geistes hier versammelt, und das erzeugt, wie ich bereits sagte, Einigkeit in Gefühl und Geist, eine Einigkeit und ein Verständnis, die es in der Welt nicht gibt, und Jesus hat ja gesagt: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.” (Johannes 13:35.) Und wie ist es, Brüder? Sind wir Skandinavier; sind wir Engländer; sind wir Schotten, Schweizer oder Holländer, je nachdem? Nein, der Geist Gottes, den wir durch den Gehorsam gegenüber den Anforderungen des Evangeliums erlangt haben, da wir nun – aus dem Wasser und dem Geist – von neuem geboren sind, macht uns eins im Herzen, im Glauben, in der Taufe; wir haben bei uns keine nationalen oder andere derartige Klassenunterschiede.

Selbstbeherrschung: Disziplin ist nicht dein Feind – Joyce Meyer – Persönlichkeit stärken

Wir sind nicht alle gleich. Wir haben jeder ein anderes Gesicht, andere Gewohnheiten, auch wenn wir aus dem gleichen Stoff sind und einen ähnlich aufgebauten Organismus haben. Wir sind einander so unähnlich, dass man kaum zwei gleiche Menschen finden wird.

  • Ich möchte nicht, dass jeder so denkt wie ich, ich bin bereit, jedem einen großen Spielraum zu lassen, was das betrifft; aber ich möchte doch, dass jeder das Rechte tut und an Gott festhält.
  • Und was die vielen sonstigen Kleinigkeiten betrifft, so sind sie mir ziemlich gleichgültig.
  • Wenn gute Menschen nicht einmal das Nötigste zum Leben haben, so lesen wir dazu in den heiligen Schriften: „Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben?” Und was das betrifft, sollten wir um jeden bemüht sein.

Wir wollen aus ihnen keine Armen machen, sondern sie als Brüder und Schwestern behandeln, als gute, ehrenwerte Menschen, und darauf Acht haben, dass für sie gesorgt wird. Ich habe schon manche Menschen niederknien sehen, die dann von ganzem Herzen zu Gott beten, er möge den Armen zu essen und den Nackten Kleidung geben.

Ich würde den Herrn niemals um etwas bitten, wozu ich selbst nicht bereit bin. Wenn wir unter uns Arme haben, dann helfen wir ihnen doch. Und wenn jemand irgendein Unglück erleidet, dann sorgt für ihn und gebt ihm, was er für sein Wohlergehen und Glück braucht. Gott segne uns dabei. Es wäre mir viel lieber, wenn ihr beispielsweise einen Sack Mehl, ein bisschen Rindfleisch, Zucker, ein bisschen Butter und Käse, Kleidung und Brennholz und andere Annehmlichkeiten nehmen und damit versuchen würdet, Menschen glücklich zu machen, als all die Gebete zu hören, die ihr dem Herrn dazu darbringen könntet; ihm wäre das auch lieber.

So geht man damit um. Wenn wir gesegnet werden, sollten wir mit anderen teilen, und dann segnet Gott uns und führt uns auf den Wegen des Friedens. Einmal kam ein Mann zu Jesus und fragte ihn, welches das wichtigste Gebot sei. Der Erretter antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.

Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.” Können wir das? Es ist doch manchmal ziemlich anstrengend. Wir haben allzu häufig das Gefühl, wir würden lieber zwei Dollar in die eigene Tasche stecken als einen unserem Mitmenschen zu geben, oder nicht? Wir hätten lieber selbst zwei, drei Kühe, als dass wir unserem Nachbarn eine gönnen.

Behandelt jeden gut und richtig und seid zu allen gütig. Wenn ihr seht, dass das Vieh eines Nachbarn im Getreide eines anderen steht, dann nehmt daran soviel Anteil, dass ihr es vertreibt; seid um das Wohlergehen eurer Mitmenschen bemüht und macht ihnen das Leben so angenehm wie möglich; dann wird Gott uns segnen und wir sind auch einander ein Segen.

  • Behandelt einander richtig.
  • Habt ihr gegeneinander gesündigt? Dann geht hin und macht es wieder gut.
  • Habt ihr einander betrogen? Geht hin und bringt das in Ordnung.
  • Habt ihr unfreundlich mit eurem Bruder oder eurer Schwester gesprochen? Dann geht hin, gesteht euren Fehler ein und bittet um Verzeihung und versprecht, es in Zukunft besser zu machen.

Der andere könnte seinerseits auch sagen: „Ja, ich habe neulich das und das gesagt, kannst du mir bitte verzeihen?” Ein solches Vorgehen wäre doch viel besser und es würde viel besser zur Berufung eines Heiligen Gottes passen, als wenn man die schlechten Gefühle im Herzen bewahrt.

  • Seien wir doch freundlich zueinander und wahren wir den guten Ruf des anderen, seien wir auf das Wohl des anderen bedacht und behandeln wir jeden so, wie wir von Gott behandelt werden wollen.
  • Und wenn wir dann zum Herrn kommen, können wir sagen: „Vater, erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.” Denn wenn wir unserem Bruder nicht vergeben, wie können wir dann erwarten, dass der himmlische Vater uns vergibt? Wenn wir mit unserem Nächsten Schwierigkeiten haben, wollen wir uns bemühen, das wieder in Ordnung zu bringen.

Sagt doch: „Bruder oder Schwester Soundso, mein Gewissen macht mir wegen dem, was ich über dich gesagt bzw. dir angetan habe oder wegen dem Geschäft, bei dem ich dich übervorteilt habe, zu schaffen, und ich bin gekommen, um das in Ordnung zu bringen, denn ich bin fest entschlossen, das Rechte zu tun, egal was andere tun.” Wenn jemand einen Fehler macht und dabei unbedacht handelt und darauf aus ist, uns zu schaden, sollen wir dann versuchen, ihm zu schaden? Nein, wir werden uns bemühen, ihm soviel Gutes zu tun, wie wir nur können.

Aber das ist doch nicht natürlich.” Aber wir sollen uns doch ändern – vom natürlichen Wesen zur Gnade. Jesus hat gesagt: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.” Wenn ihr das alles getan habt und alle Bedingungen des Gesetzes erfüllt, was kann man dann noch mehr von euch verlangen? Gar nichts.

See also:  Was Ist Liebe FR MäNner?

Wenn zwischen mir und einem anderen Schwierigkeiten bestehen, dann komme ich ihm auf dem halben Weg entgegen, ja, ich komme ihm auf drei Vierteln des Weges entgegen oder auch ganz. Ich gebe lieber nach; ich sage lieber, komm, streiten wir uns nicht, ich möchte ein Heiliger sein.

Ich bin auf Reinheit, Tugend, Brüderlichkeit bedacht und möchte die Gesetze Gottes auf der Erde befolgen und in den ewigen Welten Throne und Reiche und Mächte erlangen; ich werde nicht zulassen, dass so armselige Belange meine Aussichten schmälern. Ich bin für das Leben – für ewiges Leben und ewige Erhöhung im Reich Gottes.

„Vergib uns unsere Verfehlungen, wie wir denen, die sich gegen uns verfehlen, vergeben.” Denkt ihr ständig daran? Wir knien nieder und manch einer hält sich für einen ziemlich anständigen Menschen, aber da ist noch Bruder Soundso, er handelt nicht ganz richtig, und ich mag ihn nicht besonders, und ich habe ein bisschen über ihn geredet, weil er mich verletzt hat, und ich will Vergeltung, aber Gott, vergib mir doch meine Sünden.

  • Ja, sagt der Herr, unter der Bedingung, dass du deinem Bruder vergibst, nur unter dieser Bedingung.
  • Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.” Wenn wir uns an dieses Gesetz halten, können wir sagen: Vergib uns unsere Verfehlungen, wie wir denen, die sich gegen uns verfehlen, vergeben.

Wenn der Herr in unserem gegenwärtigen Zustand unser Beten erhören würde, würde vielen von uns nicht vergeben werden. Wenn wir wollen, dass das ganze Volk zu guten Heiligen wird, müssen wir selbst gute Heilige sein. Wer zu einem anderen sagt: „Du darfst nicht stehlen”, der darf auch selbst nicht stehlen.

  • Ihr belehrt euren Bruder darüber, dass er über seinen Nächsten nicht schlecht sprechen darf; aber haltet ihr euch auch selbst daran? Wir sollten einer auf das Interesse des anderen bedacht sein und einander Mitgefühl entgegen bringen.
  • Wir sollen doch in der Kirche, dem Reich Gottes, Brüder sein, die einander durch die unauflösli- chen Bindungen des immerwährenden Evangeliums verbunden sind, und zwar nicht nur für die Zeit, sondern für die Ewigkeit.

Deshalb sollte alles, was wir tun, auf dieses Ziel ausgerichtet sein und auf Prinzipien wie Rechtschaffenheit und Freundschaft gründen. Unsere Gefühle für die Welt der Menschen im allgemeinen sollten die gleichen sein, wie Jesus sie zum Ausdruck brachte.

  1. Er war um ihr Wohlergehen bemüht, und unser Motto sollte immer das gleiche sein wie das seine: „Friede auf Erden und Wohlgefallen den Menschen seiner Gnade.” Wer sie auch sind und was sie auch sind, wir sollten um das Glück und Wohlergehen aller Nachkommen Adams bemüht sein.
  2. Wenn wir ein bisschen stolpern, benimmt sich der Erretter nicht wie ein törichter, rachsüchtiger Mensch, der einen anderen zu Boden schlägt.

Er ist voller Güte und Langmut und behandelt jeden freundlich und zuvorkommend. Solche Gefühle wollen auch wir hegen und uns von ihnen leiten lassen; das sind die Prinzipien, das ist der Geist, der jeden Ältesten in Israel bewegen sollte und von dem er sich bei allem, was er tut, leiten lassen sollte.

Wenn Jesus, als er auf der Erde war, den Hohn und Spott und die Vorwürfe, mit denen die Menschen ihn so wahllos überhäuften, geduldig ertragen konnte, und wenn wir die Grundsätze, die er verkündete, besitzen, können wir es uns leisten, die gleichen edlen und großherzigen Gefühle zu hegen, die er im Herzen trug.

Jesus kam gemäß dem vorherordinierten Plan und gemäß der Absicht Gottes bezüglich der Menschheit hierher – als der Einziggezeugte des Vaters voll Gnade und Wahrheit. Er kam hierher, um sich selbst als Opfer darzubringen, der Gerechte für die Ungerechten, um die Bedingungen des übertretenen Gesetzes zu erfüllen, die die Menschen selbst gar nicht hätten erfüllen können, um sie aus den Ruinen des Falls zu retten, sie aus der Macht des Todes, der alle Menschen ja durch die Übertretung des Gesetzes unterworfen waren, zu befreien, und er selbst, der Sohn Gottes, bot sich als Opfer dar, als angemessene Versöhnung für die Sünden der Welt.

  • Warum ist es wichtig, dass wir im Umgang mit unseren Mitmenschen daran denken, dass alle Menschen Kinder des himmlischen Vaters sind? Was können wir tun, damit wir unseren Mitmenschen die gleichen Gefühle entgegenbringen wie der himmlische Vater? Wie haben Sie schon Menschen um das Wohlergehen anderer bemüht gesehen?
  • Wie müssen wir leben, damit unsere Liebe zu einander immer nur zunimmt und nicht abnimmt? Wie können wir das in unserer Familie erreichen?
  • Wie hilft das Evangelium Ihnen, Ihre Mitmenschen lieben zu lernen?
  • Welche Möglichkeiten haben Sie, Menschen zu helfen, die nicht das Nötigste zum Leben haben? Wie können wir uns in einer sol- chen Situation am besten verhalten?
  • Wie sollten wir Konflikte mit anderen bereinigen? Wie können wir lernen, Menschen, die anderer Meinung sind als wir, mehr zu lieben?
  • Warum ist es wichtig, dass wir unseren Mitmenschen vergeben? Inwiefern beeinflusst unsere Vergebungsbereitschaft unsere Fähigkeit, den Geist zu spüren? Wie wirkt es sich auf uns aus, wenn wir anderen nicht vergeben wollen?
  • Wie können wir es vermeiden, andere zu beleidigen oder selbst beleidigt zu sein? Wie können wir unseren Stolz überwinden und jemanden um Verzeihung bitten?
  • Welche Beispiele für Liebe und Vergebungsbereitschaft hat der Erretter uns gegeben? Wie hilft sein Beispiel Ihnen, Ihre Mitmenschen zu lieben und ihnen zu vergeben?

Einschlägige Schriftstellen: Matthäus 22:35–40; Johannes 13:34,35; Mosia 23:15; Moroni 7:45–48; LuB 12:8; 64:8–10 Fußnoten

  1. Deseret News: Semi-Weekly, 14. Januar 1879, 1.
  2. The Gospel Kingdom, Hg.G. Homer Durham (1943), 341.
  3. Deseret News (Weekly), 24. Dezember 1862, 201.
  4. Deseret News: Semi-Weekly, 1. Juni 1880, 1.
  5. Deseret News: Semi-Weekly, 29. März 1870, 2.
  6. Deseret News: Semi-Weekly, 25. Juni 1878, 1.
  7. Deseret News: Semi-Weekly, 24. Juni 1879, 1.
  8. Deseret News: Semi-Weekly, 8. April 1879, 1.
  9. Deseret News: Semi-Weekly, 26. Januar 1875, 1.
  10. The Gospel Kingdom, 247; Absatzeinteilung geändert.
  11. Deseret News: Semi-Weekly, 18. März 1879, 1.
  12. Deseret News: Semi-Weekly, 10. August 1880, 1.
  13. Deseret News: Semi-Weekly, 4. Oktober 1881, 1; Absatzeinteilung geändert.
  14. The Gospel Kingdom, 339.
  15. Deseret News: Semi-Weekly, 8. Juni 1880, 1.
  16. Deseret News: Semi-Weekly, 18. Oktober 1881, 1.
  17. Deseret News: Semi-Weekly, 19. Dezember 1876, 1; Absatzeinteilung geändert.
  18. Deseret News: Semi-Weekly, 29. März 1870, 2.
  19. Deseret News: Semi-Weekly, 7. September 1867, 2.
  20. Deseret News: Semi-Weekly, 9. Juli 1881, 1; Absatzeinteilung geändert.

: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘

Wie kann man einen Feind lieben?

Wie können wir es also angehen, unsere Feinde zu lieben? – º Erweise deinen Feinden den aufrichtigen Respekt, den jedes menschliche Wesen verdient. Lerne, mit Mitgefühl über sie zu denken.

º Um das Mitgefühl zu kultivieren, mag es helfen, dass du dir deine Feinde als die Kinder vorstellst, die sie einmal waren (und irgendwie bleiben).º Verteile Mitgefühl nicht von oben herab, sondern begegne in deiner Vorstellung deinen Feinden immer auf Augenhöhe.º Gib dir alle Mühe, sie besser kennenzulernen und zu verstehen, ihre Hoffnungen, ihre Befürchtungen, Sorgen und Ambitionen.º Suche nach gemeinsamen Zielen, lege sie klar dar und bemühe dich, um diese Ziele zu erreichen, Wege gemeinsam zu erforschen.

º Klammere dich nicht an deine eigene Überzeugung. Überprüfe sie mit aller Aufrichtigkeit, die du aufbringen kannst, vor dem Hintergrund der Überzeugungen deiner Feinde. º Lade deine Feinde ein, die Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen zu lenken. Halte dabei deine eigene Überzeugung zurück.

  • º Beurteile niemanden, aber schau die Auswirkung ihrer Handlungen genau an.
  • Bauen sie das allgemeine Wohl auf oder gefährden sie es? º Schau mit nüchternem Blick auf die Ziele deiner Feinde und bewerte sie mit Fairness.
  • Verhindere sie entschlossen falls nötig.
  • º Um deinen Feinden in einem bestimmten Problem entgegenzuwirken, vereinige dich mit der grösstmöglichen Bandbreite von gleichgesinnten Leuten.

º Wann immer möglich, erweise deinen Feinden Güte. Tu ihnen so viel Gutes wie du kannst. Zumindest wünsche ihnen aufrichtig alles Gute. º Im Übrigen vertraue dich und deine Feinde dem Grossen Geheimnis des Lebens an, das uns solch verschiedene – und oft gegensätzliche – Rollen zugewiesen hat und das uns beistehen wird, wenn wir unseren Part mit Liebe spielen.

Wo steht in der Bibel Liebe deine Feinde?

Neues Testament – Jesus von Nazaret hat Feindesliebe nach biblischer Überlieferung erstmals ausdrücklich geboten. Das Gebot erscheint jeweils im Rahmen einer Texteinheit, die zur Bergpredigt (Mt 5–7) oder Feldpredigt (Lk 6) gehört:

Mt 5,43–48 EU Lk 6,27f.32–36 EU
43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 27 Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! 28 Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen!
45 damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; (35a) Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (35b) denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 32 Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder.34 Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen.
48 Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist! 36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Als ursprünglicher Kern dieser verschieden erweiterten Texteinheit gelten das Gebot, die Verheißung und Begründung: „Liebet eure Feinde, so werdet ihr Söhne eures Vaters im Himmel sein, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und regnen über Gerechte und Ungerechte.” Dieser Kern wird auf die früheste, in der Logienquelle (entstanden um 40) gesammelte Jesusüberlieferung zurückgeführt und gilt als authentisches Zentrum der Toraauslegung Jesu.

Die Stichworte „lieben” und „Feind” erinnerten jüdische Hörer an das Nächstenliebegebot (Lev 19,18). Über dessen Reichweite diskutierten jüdische Toraausleger damals intensiv. Indem Jesus die Feinde zu lieben gebot, erklärte er gerade sie kategorisch zu den Nächsten. Das entkräftete die übliche Frage nach den Zumutbarkeitsgrenzen der Nächstenliebe, die zum Abwägen zwischen näheren und ferneren, vor- und nachrangig zu liebenden Adressaten führte.

Vielmehr entscheide sich gerade im Verhältnis zu aktuellen Feinden, ob das gesamte Sozialverhalten von Liebe bestimmt ist. Damit erinnerte Jesus an den Eigensinn des Gebots der Nächstenliebe, das „die Überwindung zwischenmenschlicher Konflikte zum Ziele hat, die Forderung der Feindesliebe also bereits impliziert.” Jesu Begründung verweist auf Gottes Schöpferhandeln: „Sonne und Regen” spielen auf Gen 8,22 EU an, wo Gott nach der Sintflut die Erhaltung des Lebens durch ständigen Wetterwechsel und Jahreszeitenrhythmus zusagt.

  • Auch die jüdische Weisheitstradition berief sich für Verhaltensregeln auf solche Naturbetrachtung.
  • Doch dass Gott Sünder und Gerechte gleich behandle, gab etwa in Koh 9,2–3 EU Anlass zu Skepsis gegenüber der gerechten Weltordnung.
  • Sir 13,15–19 EU folgerte: Weil jedes Lebewesen nur seinesgleichen liebe, sei auch von Menschen nur Liebe innerhalb der eigenen Gruppe zu erwarten.

Solche Freundesliebe war auch bei Griechen und Römern in der Antike üblich. Jesus dagegen sah die Schöpfung als gnädige Vorgabe Gottes, der allen Lebewesen unterschiedslos und fortlaufend die elementaren Lebensbedingungen gewähre. Darum könne und dürfe der Mensch Nächstenliebe nicht auf die eigene soziale Gruppe begrenzen.

Juden und Jesusnachfolger konnten für ihn nur mit ihren Feinden gemeinsam „ Kinder/Söhne Gottes ” werden und so dessen schöpferische Vollkommenheit abbilden. Das verweist zurück auf die Seligpreisung Mt 5,9 EU : „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.” Feindesliebe sollte für Jesus demnach den besonderen Auftrag des erwählten Gottesvolks und der Jesusnachfolger erfüllen, gerade ihren Verfolgern und Fremdvölkern zum Segen zu werden (Gen 12,3).

Diese Tendenz zeigt bereits das Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner, das einen Angehörigen einer mit den Judäern verfeindeten Gruppe als Vorbild für Nächstenliebe darstellt und so verdeutlicht, dass diese die Fremden umfasst und auch von diesen geübt wird.

See also:  Warum Braucht Man Liebe?
Mt 5,38–42 EU Lk 6,29–31 EU
38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin,
40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.
41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab. 30 Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.
(Mt 7,12: Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.) 31 Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.

Die Beispiele aus der damaligen Alltagserfahrung zeigen, wem, wann und wie Feindesliebe zu gelten habe. Eine Ohrfeige auf die rechte Wange wurde von Rechtshändern, zu denen auch damals die meisten Menschen gehörten, mit dem Handrücken ausgeführt: Dies galt als besonders demütigend.

  • Vorausgesetzt ist ein typisches Machtgefälle, wo überlegene Unterdrücker das biblische Talionsgebot Auge für Auge ( Ex 21,23–25 EU ) missachteten, so dass für die Unterdrückten private Wiedervergeltung nahelag.
  • Jesus verbot hier, den Schläger ebenso zu demütigen, und gebot mit dem Hinhalten der anderen Wange, sich ihm zu- und nicht von ihm abzuwenden, ihm so seinen fehlenden Respekt zu spiegeln und ihn einzuladen, die Würde seines Opfers wahrzunehmen.

Diese unerwartete „kreative Provokation” sollte eine neue Dynamik in Gang bringen, die das übliche Durchsetzen der eigenen Ehre mit Gewalt, von der Gegengewalt erwartet wird, unterläuft. Die Tora ( Ex 22,25 EU ; Dtn 24,10–13 EU ) verbietet, einem verschuldeten Obdachlosen auch noch sein einziges Obergewand wegzupfänden, in dem er im Freien übernachten musste.

  • Das sollte das absolute Existenzminimum, das Lebensrecht der Ärmsten, sichern.
  • Jesu Forderung, dem Gläubiger das Obergewand bzw.
  • Unterhemd zu überlassen, setzte ebenfalls eine Situation der totalen Entrechtung durch Nichtjuden voraus, denen die Tora nichts galt.
  • Mit der paradoxen Reaktion sollte der Entrechtete den Gläubiger an sein Lebensrecht erinnern und zum Einlenken bewegen.

Das bedeutete gerade keinen Rechtsverzicht. Das Besatzungsrecht gestattete es römischen Soldaten, jeden Juden jederzeit zu Dienstleistungen wie dem Lasttragen zu nötigen (z.B. Simon von Kyrene Mk 15,21). Das Angebot, die doppelte Wegstrecke, nämlich Hin- und Rückweg, mitzugehen, sollte den Peiniger mit unerwartetem Entgegenkommen verblüffen und beiden Zeit geben, einander menschlich kennenzulernen.

  1. Die Feinde waren also die Besatzer, Ausbeuter und Verfolger des täglich unterdrückten Volkes der Armen, an das sich die Bergpredigt wendet (Mt 5,1.3–10).
  2. Der Verzicht auf das biblische Vergeltungsrecht in der aktuellen Lage einer übermächtigen Fremdherrschaft entsprach anderen für authentisch gehaltenen Jesusworten wie Mt 7,1 EU par.

Lk 6,37: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!” Er lebte dies vor. Seine Tempelreinigung (Mk 11,15-17) war ein Akt der Aggression gegen den Opferkult : Er griff damit die trennende Feindschaft zwischen Israel und den Völkern an, um allen Menschen Zugang zu Gott zu eröffnen.

  1. Bei seiner Festnahme leistete er keine Gegenwehr und verbot sie seinen Jüngern ( Lk 22,51 EU ).
  2. Im Verhör vor Kaiphas ( Joh 18,23 EU ) und Pontius Pilatus ( Mk 15,1–4 EU ) nahm er nur geltendes Recht in Anspruch.
  3. Er begehrte keine Rache, sondern bat Gott noch am Kreuz um Vergebung für seine Mörder ( Lk 23,34 EU ) und solidarisierte sich mit allen Unrecht Leidenden ( Mk 15,34 EU ; zitiert Ps 22,2 EU und Jes 53 EU ).

Darum verkündeten die Urchristen gerade Jesu Tod als Überwindung der Feindschaft zwischen Juden und Nichtjuden ( Eph 2,13–14 EU ) und verstanden Feindesliebe als Zeugnis davon, das bis zum Martyrium gehen konnte. Paulus von Tarsus, der früheste bekannte Autor im NT, begründete dieses geforderte Verhalten mit Gottes zuvorkommender Versöhnung mit den Gott-Losen (allen Menschen) im Kreuzestod Jesu Christi ( Röm 5,6–8 EU ): „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Feinde waren Denn wenn wir mit Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind!” Einige echte Paulusbriefe zitieren das mit dem Feindesliebegebot verbundene Verbot der Wiedervergeltung von Unrecht ( 1 Thess 5,15 EU ; 1 Kor 4,12 EU ).

Röm 12,14.17–21 EU paraphrasiert es wie folgt: „Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht! Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr.

Vielmehr: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!” Paulus verstand Feindesliebe demnach in Übereinstimmung mit dem biblischen Racheverbot ( Dtn 32,35 EU ) als Verzicht auf Rache und Gegengewalt an Christenverfolgern und gemäß Spr 25,21 EU als Nothilfe für sie, um sie zu beschämen und zu verwandeln.

  1. Der Evangelist Matthäus begründet Jesu Tora-Auslegung mit dem Auftrag Israels und der Jesusnachfolger, „ Licht der Welt ” zu sein ( Mt 5,14 EU ).
  2. Jesus habe die Tora nicht aufheben, sondern erfüllen wollen ( Mt 5,17 EU ); darum müssten die Jesusnachfolger eine „bessere Gerechtigkeit” üben als die Pharisäer ( Mt 5,20 EU ) und könnten diese nur durch ihr Handeln, nicht durch das Glaubensbekenntnis erlangen ( Mt 7,20–21 EU ).

Darum formuliert er Jesu Gebot der Feindesliebe als „ Antithese ” zu einem mündlichen Gebot „ aber deinen Feind hassen”. Da weder biblische noch rabbinische Literatur Feindeshass gebietet, gehen heutige Exegeten davon aus, dass der Evangelist eine zeitgenössische Begrenzung der Nächstenliebe kontrastierte.

  • Deren zerstörende Folgen standen ihm vor Augen: Die als „ Zeloten ” bezeichneten jüdischen Freiheitskämpfer und die Römer praktizierten im Jüdischen Krieg gegenseitig tödliche Vergeltung.
  • Der Evangelist Lukas stellte das Gebot Jesu in den Kontext der reziproken „Goldenen Regel” und bezog diese vor allem auf den Besitzausgleich zwischen Arm und Reich unter christlichen Gemeinden ( Lk 6,31.38 EU ).

Das Markusevangelium und das Johannesevangelium enthalten das synoptisch überlieferte Feindesliebegebot nicht; auch die übrigen NT-Schriften zitieren es nicht. Jedoch betonen Stellen wie Joh 3,16 EU ; 4,42 EU Gottes schrankenlose Liebe zur ganzen Welt und Jesu universale Rettungstat.

  • In den Johannesbriefen wird aus aktuellem Anlass Bruderliebe geboten und Hass unter Christen verboten ( 1 Joh 2,9–11 EU ; 4,21 EU und öfter), ohne damit Feindesliebe gegenüber Nichtchristen auszuschließen. Der 1.
  • Petrusbrief mahnt verfolgte Christen ( 1 Petr 3,9 EU ): „Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Stattdessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.” Das stellt dem Vergeltungsverbot Jesu Segensgebot ( Lk 6,28 EU ) gegenüber, ohne Feinde als Adressaten zu nennen.

Nach dem Kontext soll vorbildliche Bruderliebe der Christen untereinander ihre Verfolger vom Segen ihres Glaubens überzeugen. Diese Akzentverschiebung wird aus der Lage einer sesshaften Stadtgemeinde erklärt, die sich römischen Behörden loyal und rechtschaffen zeigen musste.

Was ist der größte Feind?

“Der größte Feind des Menschen ist der Mensch” Sie suchen ein besseres Leben und finden die Hölle auf Erden: Hunderttausende Lateinamerikaner versuchen jedes Jahr, illegal in die USA zu gelangen. Doch auf ihrem Weg durch Mexiko werden viele Opfer des organisierten Verbrechens.

Der Franziskanermönch Tomás González leitet eine Herberge für Flüchtlinge und gerät dabei selbst ins Visier krimineller Banden. Der Weg der Flüchtlinge durch Mexiko in die USA gilt als “gefährlichste Route der Welt”. Warum? Unsere Migrantenherberge “La 72” liegt im Süden Mexikos, nahe der Grenze zu Guatemala.

Hier ist schon die Natur eine riesige Gefahr: Die Flüchtlinge müssen den Dschungel durchqueren. Das ist ungemein strapaziös. Es herrschen häufig Temperaturen von mehr als vierzig Grad im Schatten. Außerdem gibt es jede Menge giftige Tiere: Spinnen, Schlangen und Skorpione.

  • Ist die Natur der größte Feind der Migranten? Nein.
  • Der größte Feind des Menschen ist der Mensch.
  • Die Migranten werden auf ihrer Reise durch Mexiko beschimpft, ­bedroht, ausgeraubt und vergewaltigt.
  • Zudem werden Tausende entführt – jedes Jahr verschwinden rund 20.000 Menschen spurlos.
  • Riminelle Banden verschleppen die Migranten, um ­Lösegeld von deren Familien in der Heimat zu erpressen.

Manche Flüchtlinge werden aber auch verschleppt, um für die ­Drogenkartelle Sklavenarbeit zu verrichten, andere werden gezwungen, sich zu prostituieren. Die Migranten sind für das organisierte Verbrechen ein lukratives Geschäft. Wer sich nicht fügt, dem drohen Folter und Tod.

Sie versuchen, den Migranten zu helfen. Bringen Sie sich damit nicht selbst in Gefahr? Ja, natürlich! Seit wir vor drei Jahren die Flüchtlingsherberge “La 72” ins Leben gerufen haben, werden wir bedroht – und zwar permanent. In unserer Herberge können die Migranten für ein paar Tage zu Ruhe kommen, ihre Verletzungen behandeln lassen und mit ihren Verwandten telefonieren.

Die katholische Kirche betreibt sechzig solcher Herbergen im ganzen Land. Sie sind für die Flüchtlinge die einzigen sicheren Orte auf ihrer ­Reise durch Mexiko. Dem organisierten Verbrechen ist das ­natürlich ein Dorn im Auge. Deswegen versucht man, uns ein­zuschüchtern.

Wir werden ständig mit dem Tode bedroht. In manchen Fällen wissen wir sogar genau, wer hinter den Morddrohungen steckt. Warum schreitet die Polizei nicht ein? Mexiko ist fest im Würgegriff der Korruption. Polizisten und Richter werden vom organisierten Verbrechen geschmiert, manche Beamte sind sogar selbst in schwerste Verbrechen ­verstrickt.

Obwohl wir seit Jahren bedroht werden, haben die Behörden kein einziges Verfahren eingeleitet. Wir haben mehrmals Anzeige erstattet, doch die Polizei geht den Hinweisen nicht nach. Ihre Herberge hat einen ungewöhnlichen Namen: “Die 72”. ­Warum? Der Name ist in der Tat sehr ungewöhnlich.

  • Eigentlich werden Herbergen in Mexiko nach katholischen Heiligen benannt.
  • Wir haben uns für die Zahl “72” entschieden, weil wir damit an eine der vielen Tragödien unseres Landes erinnern wollen: Im Sommer 2010 wurden in einer Ranch in San Fernando die Leichen von 72 Migranten aufgefunden.
  • Sie waren von ihren Entführern hingerichtet worden, weil sie sich geweigert hatten, als Drogenkuriere zu arbeiten.

Dass unsere Herberge nun “La 72” heißt, ist auch ein Signal an das organisierte Verbrechen: Wir lassen uns von eurer Gewalt nicht einschüchtern! Fragen: Ramin M. Nowzad : “Der größte Feind des Menschen ist der Mensch”

Was macht einen Feind aus?

Allgemeines – Das Wort „Feind” stammt zufolge (1775) ursprünglich aus der und bezeichnet, welche im „öffentliche gegeneinander ausüben”. Als Feinde kommen, soziale Gruppen oder ganze Staaten () in Betracht. Der Feind ist das von, Die Feindschaft kann aufgrund einer, einer oder einer mit negativen behafteten Beziehungsgeschichte entstehen.

Was versteht man unter einem Feind?

Feinde, allgemeine Bezeichnung für Organismen, die andere Organismen oder Teile von ihnen konsumieren und dadurch schädigen oder sie töten. Feindfaktor, Feindpflanzen, Feindschema, Räuber.

Was ist das wichtigste Gebot in der Bibel?

Brüder und Schwestern, ich möchte eine sehr wichtige Frage stellen. Welche Eigenschaft zeichnet uns am besten als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage aus? Ich möchte heute über die Antwort auf diese Frage sprechen. Im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt waren die Mitglieder der aufblühenden Gemeinde in Korinth vom Evangelium begeistert.

  • Fast alle waren Neubekehrte der Kirche.
  • Viele hatten sich durch die Predigten des Apostels Paulus und anderer zu ihr hingezogen gefühlt.
  • Aber die Heiligen in Korinth waren auch streitsüchtig.
  • Es gab Auseinandersetzungen unter ihnen.
  • Manche fühlten sich anderen überlegen.
  • Sie verklagten sich gegenseitig vor Gericht.
See also:  Warum Hab Ich Kein GlCk In Der Liebe?

Als Paulus davon hörte, war er enttäuscht und schrieb ihnen einen Brief, in dem er sie dringend bat, einiger zu werden. Er beantwortete viele der Fragen, über die sie gestritten hatten. Gegen Ende erklärte er ihnen dann, dass er ihnen „einen anderen Weg, der alles übersteigt” 1, zeigen wolle.

Erinnern Sie sich an die Worte, die er daraufhin schrieb? „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.” 2 Paulus’ Botschaft an diese junge Gemeinschaft von Heiligen war einfach und deutlich: Nichts, was ihr tut, hat wirklich Bedeutung, wenn ihr keine Nächstenliebe habt.

Ihr könnt in Zungen reden, die Gabe der Prophezeiung haben, alle Geheimnisse verstehen und alle Erkenntnis haben; selbst wenn ihr den Glauben habt, Berge zu versetzen, wird es euch ohne Nächstenliebe überhaupt nichts nützen.3 „Die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe.” 4 Der Erlöser war ein Beispiel dafür und lehrte diese Liebe auch dann noch, als er von denen, die ihn verachteten und hassten, gepeinigt wurde.

Einmal versuchten die Pharisäer, Jesus eine Falle zu stellen, indem sie ihm eine scheinbar unlösbare Frage stellten: „Meister”, fragten sie, „welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?” 5 Die Pharisäer hatten diese Frage ausgiebig diskutiert und über 600 Gebote 6 ermittelt. Wenn es schon für die Gelehrten so schwierig war, eine Rangfolge festzulegen, dann dachten sie sicher, dass dieser Sohn eines Zimmermanns aus Galiläa unmöglich die Frage beantworten könne.

Als die Pharisäer aber seine Antwort hörten, müssen sie sehr beunruhigt gewesen sein, denn sie wies auf ihre große Schwäche hin. Er antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.

Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.” 7 Seit jenem Tag ist diese inspirierte Aussage durch viele Generationen hindurch wiederholt worden. Was nun uns betrifft, so bestimmt das Ausmaß unserer Liebe die Größe unserer Seele.

In den heiligen Schriften wird uns gesagt: „Wer aber Gott liebt, der ist von ihm erkannt.” 8 Was für eine wunderbare Verheißung – von ihm erkannt zu sein. Der Gedanke, der Schöpfer des Himmels und der Erde könnte uns kennen und mit einer reinen, ewigen Liebe lieben, beschwingt die Seele.1840 schickte der Prophet Joseph Smith einen Brief an die Zwölf Apostel, in dem er erklärte: „Liebe ist eine wesentliche Eigenschaft der Gottheit.

  1. Sie muss auch bei allen gefunden werden, die Söhne Gottes werden wollen.
  2. Wer von der Liebe Gottes durchdrungen ist, der will nicht allein seiner Familie ein Segen sein, vielmehr will er überall, wo er ist, der ganzen Menschheit zum Segen gereichen.” 9 Wenn wir auf unsere Mitmenschen in Liebe zugehen, erfüllen wir die andere Hälfte des wichtigsten Gebotes: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.” 10 Beide Gebote sind notwendig, denn wenn wir einer des anderen Last tragen, erfüllen wir das Gesetz Christi.11 Liebe ist der Anfang, die Mitte und das Ende des Pfades, den wir als Jünger gehen.

Sie ermutigt, rät, heilt und tröstet. Sie führt uns durch Täler der Finsternis und durch den Schleier des Todes. Zu guter Letzt führt sie uns in die Herrlichkeit und Erhabenheit des ewigen Lebens. Für mich war der Prophet Joseph Smith immer ein Beispiel für die reine Liebe Christi.

Viele fragten ihn, warum er so viele Anhänger gewann und auch behielt. Seine Antwort: „Das ist so, weil ich den Grundsatz der Liebe befolge.” 12 Man erzählt die Geschichte von einem vierzehnjährigen Jungen, der nach Nauvoo gekommen war, um nach seinem Bruder, der in der Nähe wohnte, zu suchen. Der Junge war im Winter ohne Geld und ohne Freunde angekommen.

Als er sich nach seinem Bruder erkundigte, wurde er zu einem großen Haus gebracht, das wie ein Hotel aussah. Dort traf er einen Mann, der sagte: „Komm herein, Sohn, wir werden für dich sorgen.” Der Junge nahm das Angebot an und wurde ins Haus gebracht, wo man ihm zu essen gab, ihn wärmte und ihm ein Bett zum Schlafen gab.

  1. Obwohl es bitterkalt war, machte der Junge sich am nächsten Tag bereit, die dreizehn Kilometer dorthin zu gehen, wo sein Bruder sich aufhielt.
  2. Als der Herr des Hauses das sah, sagte er dem Jungen, er solle noch eine Weile da bleiben.
  3. Er sagte, dass bald ein Pferdegespann käme und er damit zurückfahren könne.

Als der Junge protestierte und sagte, dass er kein Geld habe, sagte der Mann ihm, er solle sich keine Sorgen machen, sie würden sich um ihn kümmern. Später fand der Junge heraus, dass der Hausherr kein anderer war als Joseph Smith, der Mormonenprophet.

  1. Dieser Junge erinnerte sich sein ganzes Leben lang an diesen Akt der Nächstenliebe.13 Vor kurzem wurde bei der Sendung Music and the Spoken Word des Tabernakelchors die Geschichte eines älteren Mannes und seiner Frau erzählt, die seit vielen Jahrzehnten verheiratet waren.
  2. Weil die Frau langsam ihr Augenlicht verlor, konnte sie sich nicht mehr so pflegen, wie sie es viele Jahre lang getan hatte.

Ohne darum gebeten worden zu sein, begann der Mann, ihr die Fingernägel zu lackieren. „Er wusste, dass sie ihre Fingernägel sehen konnte, wenn sie sie genau im richtigen Winkel dicht vor die Augen hielt, und das entlockte ihr ein Lächeln. Er freute sich, wenn er sah, dass sie glücklich war, und lackierte ihr deshalb mehr als fünf Jahre lang die Nägel, bis sie verstarb.” 14 Das ist ein Beispiel für reine Christusliebe.

Manchmal ist die größte Liebe nicht in den dramatischen Szenen zu finden, die von Dichtern und Schriftstellern unsterblich gemacht werden. Oft sind die größten Erscheinungsformen der Liebe einfache gütige und fürsorgliche Taten, die wir für diejenigen vollbringen, denen wir auf unserem Lebenspfad begegnen.

Wahre Liebe bleibt für immer bestehen. Sie ist ewig geduldig und verzeiht. Sie glaubt, hofft und erträgt alles. Das ist die Liebe, die der himmlische Vater für uns verspürt. Wir sehnen uns alle danach, solche Liebe zu erfahren. Selbst wenn wir Fehler machen, hoffen wir, dass andere Menschen uns trotz unserer Unzulänglichkeiten lieben – selbst wenn wir es nicht verdienen.

Oh, es ist wunderbar zu wissen, dass der himmlische Vater uns liebt – sogar mit all unseren Fehlern! Seine Liebe ist derart, dass er uns niemals aufgeben wird, nicht einmal dann, wenn wir es selbst tun. Wir selbst sehen uns im Licht von gestern und heute. Der himmlische Vater sieht uns im Licht der Ewigkeit.

Auch wenn wir uns mit weniger zufrieden geben, wird der himmlische Vater es nicht tun, denn er sieht uns als die herrlichen Wesen, die wir werden können. Das Evangelium Jesu Christi ist ein Evangelium, das uns wandelt. Es nimmt uns als irdische Männer und Frauen und veredelt uns zu Männern und Frauen für die Ewigkeit.

  • Das Instrument für diese Veredelung ist unsere christliche Liebe.
  • Es gibt keinen Schmerz, den sie nicht stillen, keine Verbitterung, die sie nicht hinwegnehmen, keinen Hass, den sie nicht wandeln kann.
  • Der griechische Dramatiker Sophokles hat geschrieben: „Ein Wort befreit uns von aller Last und allem Schmerz im Leben.

Das Wort ist Liebe.” 15 Die am meisten geschätzten und heiligsten Augenblicke unseres Lebens sind die, die vom Geist der Liebe erfüllt sind. Je größer unsere Liebe ist, desto größer ist unsere Freude. Letztendlich ist das wahre Maß für den Erfolg im Leben, ob wir solche Liebe entwickeln.

Lieben Sie den Herrn? Verbringen Sie Zeit mit ihm. Denken Sie über seine Worte nach. Nehmen Sie sein Joch auf sich. Trachten Sie danach, zu verstehen und zu gehorchen, „denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten” 16, Wenn wir den Herrn lieben, ist Gehorsam keine Last mehr. Gehorsam wird zur Freude.

Wenn wir den Herrn lieben, trachten wir weniger nach dem, was uns nützt, und wenden unser Herz dem zu, was anderen Menschen zum Guten gereicht und sie erhebt. In dem Maße, wie sich unsere Liebe zum Herrn vertieft, werden wir geistig und seelisch geläutert.

Wir erleben „in unserem Herzen eine mächtige Wandlung, sodass wir keine Neigung mehr haben, Böses zu tun, sondern, ständig Gutes zu tun”.17 Brüder und Schwestern, wenn Sie gebeterfüllt darüber nachdenken, was Sie tun können, um Harmonie und Geistigkeit zu vermehren und das Reich Gottes aufzubauen, dann denken Sie auch an Ihre heilige Pflicht, andere die Liebe zum Herrn und zu ihren Mitmenschen zu lehren.

Das ist der Hauptzweck unseres Daseins. Ohne Nächstenliebe – oder reine Christusliebe – bedeutet alles andere, was wir erreichen, nur wenig. Mit ihr wird alles andere wach und lebendig. Wenn wir andere Menschen inspirieren und ihnen beibringen, ihr Herz mit Liebe zu füllen, strömt Gehorsam von innen nach außen – durch freiwillige Aufopferung und Dienen.

  • Ja, diejenigen, die heimlehren gehen, weil es ihre Aufgabe ist, erfüllen vielleicht ihre Pflicht.
  • Aber diejenigen, die aus ihrer aufrichtigen Liebe zum Herrn und ihren Mitmenschen heraus heimlehren, gehen an die Aufgabe mit einer ganz anderen Einstellung heran.
  • Ommen wir auf meine anfängliche Frage zurück: Welche Eigenschaft zeichnet uns am besten als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage aus? Ich würde antworten: Wir sind Menschen, die den Herrn mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und all unseren Gedanken lieben, und wir lieben unseren Nächsten wie uns selbst.

Das ist die charakteristische Eigenschaft unserer Gemeinschaft. Es ist wie ein Leuchtfeuer, das der Welt zeigt, wessen Jünger wir sind.18 Am letzten Tag wird der Erretter nicht danach fragen, welche Berufungen wir hatten. Er wird sich nicht nach unseren materiellen Gütern oder unserem Ruhm erkundigen.

  1. Er wird fragen, ob wir die Kranken betreut, den Hungrigen zu essen und zu trinken gegeben, die Gefangenen besucht und den Schwachen Beistand geleistet 19 haben.
  2. Wenn wir den geringsten unter den Kindern des himmlischen Vaters helfend die Hand reichen, reichen wir sie ihm.20 Das ist der Wesenskern des Evangeliums Jesu Christi.

Wenn wir wirklich lernen wollen, wie man liebt, müssen wir nur über das Leben unseres Erlösers nachdenken. Wenn wir vom Abendmahl nehmen, werden wir an das größte Beispiel für Liebe in der gesamten Weltgeschichte erinnert. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.” 21 Die Liebe des Erlösers zu uns war so groß, dass sie „selbst Gott, den Größten von allen, der Schmerzen wegen zittern und aus jeder Pore bluten” 22 ließ.

Weil der Heiland sein Leben für uns hingegeben hat 23, haben wir den Glanz der Hoffnung, das Vertrauen und die Sicherheit, dass wir, wenn wir aus diesem weltlichen Dasein scheiden, wieder bei ihm wohnen werden. Durch das Sühnopfer Jesu Christi können wir von Sünde gereinigt werden und an der Gabe unseres allmächtigen Vaters teilhaben.

Dann werden wir die Herrlichkeit kennen, die „Gott denen bereitet hat, die ihn lieben”.24 Das ist die Macht der Nächstenliebe, die uns verwandelt. Als Jesus seinen Jüngern ein neues Gebot gab, nämlich liebt einander, wie ich euch geliebt habe 25, gab er ihnen den einzigartigen Schlüssel zu wahrem Glück in diesem Leben und Herrlichkeit im nächsten.

  • Liebe ist das wichtigste von allen Geboten – alle anderen hängen davon ab.
  • Für uns, als Nachfolger des lebendigen Christus, ist sie der Mittelpunkt.
  • Sie ist der eine Wesenszug, der unser Leben am meisten verbessern wird, wenn wir ihn entwickeln.
  • Ich gebe Zeugnis, dass Gott lebt.
  • Seine Liebe ist grenzenlos und ewig.

Sie erstreckt sich auf all seine Kinder. Weil er uns liebt, hat er uns Propheten und Apostel gegeben, die uns in unserer Zeit leiten. Er hat uns den Heiligen Geist gegeben, der lehrt, tröstet und inspiriert. Er hat uns seine heiligen Schriften gegeben. Und ich bin dankbarer, als ich sagen kann, dass er einem jeden von uns ein Herz gegeben hat, das fähig ist, die reine Christusliebe zu erfahren.

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