Was Ist Liebe FR Ein GefüHl?

Was Ist Liebe FR Ein GefüHl
„Es fördert die Stärke und Resilienz von Menschen erheblich, wenn sie in glücklichen Beziehungen leben.” – Stefanie Stahl, Autorin und Psychologin Foto: BONNINSTUDIO/ stocksy „Es fördert die Stärke und die Resilienz von Menschen erheblich, wenn sie in glücklichen Beziehungen leben”, sagt die Psychotherapeutin und Autorin Stefanie Stahl. Liebe ist nach ihrer Definition ein ruhiges, warmes Gefühl der Zusammengehörigkeit.

„Im Idealfall fühlen sich die Partner gegenseitig für ihr Wohlergehen verantwortlich, ohne sich dabei selbst aufzugeben.” Eine solche Liebe könne dann auch Lebenskrisen wie Jobverlust oder Krankheit aushalten. Stahl: „Es hilft extrem, wenn man einen Partner hat, der Sicherheit geben und Trost spenden kann.” Verantwortung, Respekt, Zärtlichkeit und Authentizität hält Stefanie Stahl für die Grundpfeiler einer tragfähigen Liebe.

Ich finde vor allem den letzten Begriff spannend, denn was macht Menschen eigentlich authentisch? Für Stefanie Stahl hat das viel damit zu tun, dass man einen guten Zugang zu seinen Bedürfnissen und Gefühlen hat und diese auch äußert. In ihren Büchern beschäftigt sich Stahl oft mit dem „inneren Kind”, ein Begriff, unter dem sie die Summe prägender Kindheitserfahrungen versteht.

  • Ihre These: Nur wenn wir uns mit den negativen Gefühlen von damals beschäftigen, laufen wir nicht mehr Gefahr, als Eltern oder Partner in alte Muster zurückzufallen und wie die ängstlichen Kinder zu agieren, die wir einmal waren.
  • Wer zum Beispiel sehr perfektionistisch, zu harmonieliebend ist oder von Verlustängsten gequält wird, für den kann ein Blick aufs innere Kind aufschlussreich sein, glaubt die Psychologin.

Führt eine solche Auseinandersetzung zu mehr Selbstliebe? „Ich mag den Begriff nicht”, meint Stefanie Stahl. „Aber ja, natürlich. Und am Ende reicht es, wenn wir uns okay finden.” DIE LIEBE FEIERT UNERWARTET IHRE FESTE Das Verrückte an der Liebe ist ja auch, dass sie uns unerwartet über den Weg läuft.

  1. Und meist dann, wenn wir am wenigsten mit ihr rechnen.
  2. Wir haben dann aber die Wahl: Wir können uns für oder gegen sie entscheiden.
  3. Ich habe nach dem Ende einer langen Partnerschaft nicht damit gerechnet, mich schnell wieder zu verlieben.
  4. Und es ist doch passiert.
  5. Ein paar Mal ist mir das auch mit Freundschaften so gegangen – dass überraschend neue Menschen quasi in mein Herz gefallen und dort geblieben sind.

Oft feiert die Liebe auch einfach ein Fest mit den Menschen, die wir ohnehin lieben. So wie dieses Jahr auf Sylt, wo ich mit meiner besten Freundin ein Seminar besucht habe. Sie war von ihrem Job ziemlich erschöpft, ich eher kraftstrotzend. Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit, die unsere Freundschaft intensiviert hat.

Was sagt die Psychologie über Liebe?

Die Liebe ist eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen. Wie funktioniert die Partnerwahl und wie hängt das mit der Persönlichkeit zusammen? Romantische Liebe stellt eine der tiefsten emotionalen Erfahrungen dar, die aber für die Verliebten oft schwer zu erklären ist.

Erklärungen scheinen sogar der Liebe zu schaden, weil die Erwähnung von Gründen, warum die Nähe einer geliebten Person gesucht wird, im Ergebnis zu weniger Zuneigung führt. Liebe bedeutet nach dem Duden “ein starkes (inniges) Gefühl der Zuneigung, des Hingezogenseins”. Eine sozialpsychologische Definition lautet: Liebe ist eine Einstellung, die eine affektive (Zuneigung, Zärtlichkeitsgefühle, Leidenschaft, Freude in Bezug auf die geliebte Person), kognitive (Aufwertung und Idealisierung der geliebten Person) und Verhaltenskomponente (Annäherung an und Umarmung der geliebten Person) aufweist.

Im Folgenden konzentriere ich mich auf die Liebe in Partnerschaften. Grundsätzlich lässt sich zwischen einer evolutionspsychologischen und einer kulturellen Perspektive auf die Liebe unterscheiden. Verhalten bei der Partnerwahl und während der Partnerschaft ist durch evolutionäre Anpassungen gekennzeichnet.

  • Diese Anpassungen sind für Männer und Frauen teilweise ähnlich und teilweise unterschiedlich.
  • Männer und Frauen suchen zum Beispiel gleichermaßen nach verständnisvollen, vertrauenswürdigen und hilfsbereiten Partnerinnen beziehungsweise Partnern.
  • Männer orientieren sich bei der Partnerwahl eher an physischer Attraktivität, Frauen eher am sozialen Status.” Hans-Werner Bierhoff Neurophysiologische Evidenz ist ebenfalls bei Männern und Frauen übereinstimmend.

Denn Studien mit amerikanischen und chinesischen Teilnehmern ergaben, dass die geliebte Person eine spezifische Gehirnregion aktiviert, die mit dem Belohnungs- und Motivationssystem im Mittelhirn zusammenhängt. Der Kulturvergleich beinhaltet auch einen Hinweis auf die universelle Verbreitung der Liebe, da die gleiche neurophysiologische Evidenz in zwei unterschiedlichen Kulturen gefunden wurde.

Warum ist Liebe so ein starkes Gefühl?

Verliebte erscheinen Forschenden wie Kranke – Leidenschaftliche Liebe befeuert Zustände im Körper und insbesondere im Gehirn, die einer Sucht gleichen. Botenstoffe wie das sogenannte Glückshormon Dopamin überschwemmen unser Denkorgan. Verliebte sind euphorisch – genau wie suchtkranke Menschen.

Gleichzeitig sinkt bei vielen Personen gleichzeitig der Serotoninspiegel. Auch hier handelt es sich um eine Art Glückshormon. Doch bei Verliebtheit gleicht der Zustand eher einer Zwangsstörung, die sich in Form einer Obsession ausdrücken kann. Plötzlich sind die Verliebten nur noch auf eine einzige Person fixiert, alle Gedanken kreisen nur noch um sie.

Vor allem für das soziale Umfeld oft ein genauso verwunderliches wie schmerzliches Erlebnis. Allerdings weisen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch darauf hin, dass es nicht leicht ist, von Aktivitäten und Mustern im Gehirn direkt auf psychologische Vorgänge beim Menschen zu schließen – aber genau deshalb wird es spannend.

Ist Liebe ein Gefühl oder ein Bedürfnis?

Arten der Liebe – Nicht jede Art von Liebe beschreibt das Gefühl zwischen zwei Menschen in einer romantischen Beziehung. Immerhin sind wir Menschen und unsere Beziehungen zueinander vielschichtig, Nicht jede davon lässt sich mit diesem einen Wort beschreiben.

  1. Griechische Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles haben sich bereits eingehend mit diesem großen Gefühl befasst und versucht, es in verschiedene Formen und Arten zu kategorisieren.
  2. Auch aus psychologischer Sicht gibt es verschiedene Abstufungen in der Liebe und verschiedene Arten von Liebesbeziehungen.

Die gängigsten Formen der Liebe sind:

Eros steht für die leidenschaftliche Liebe. Diese Form tritt vor allem zu Beginn einer romantischen Beziehung auf und ist nach dem gleichnamigen griechischen Liebesgott benannt. Philia, die freundschaftliche Liebe, können wir potentiell für jeden Menschen empfinden. Diese Art der Liebe basiert nicht auf körperlicher Anziehung, sondern, dass man sich dank ähnlicher Eigenschaften und Interessen auf einer Wellenlänge und zu jemandem hingezogen fühlt. Die freundschaftliche Liebe hält eine romantische Beziehung aufrecht. Agape beschreibt die bedingungslose und somit die höchste Form von Liebe. Diese Variante umschreibt das Gefühl starker Verbundenheit und Zuneigung, die tiefer als bei Eros und Philia greift. Eigene Erwartungen spielen hier keine Rolle, die Liebe ist vollkommen selbstlos und rein. Storge, die familiäre Liebe, steht für die natürliche Verbundenheit zweier Menschen. Sie basiert auf einem unerschütterlichen Vertrauen und einer starken Bindung, wie beispielsweise der zwischen Eltern und ihrem Kind. Ludus wird auch die spielerische Liebe genannt und tritt häufig bei unverbindlichen Beziehungen, wie F+-Beziehungen, auf. Aber auch zu Beginn starker, romantischer Beziehungen kann die spielerische Liebe eine große Rolle spielen. Wie der Name schon erahnen lässt, stehen Lust und Spaß im Vordergrund.Bei der Pragma, der pragmatischen Liebe, steht Rationalität im Vordergrund. Die andere Person wird aufgrund ihrer sozialen, gesellschaftlichen und persönlichen Kompatibilität geschätzt. Philautia, besser bekannt als Selbstliebe, ist die natürliche Wertschätzung gegenüber einem selbst. Ein gesundes Maß an Selbstliebe bildet die Basis für funktionierende und wertschätzende Beziehungen. Mania, die obsessive Liebe, beschreibt den ungesunden, obsessiven Umgang. Der Partner bekommt einen viel zu hohen Stellenwert zugeschrieben. Besitzergreifendes Verhalten und starke Eifersucht gehören hier zur Tagesordnung.

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Agape steht oft auch für die Liebe Gottes oder die von Gott inspirierte uneigennützige Liebe.

Wo kommt das Gefühl Liebe her?

Wie entsteht Liebe | dasGehirn.info – der Kosmos im Kopf Veröffentlicht: 10.03.2019 Prof. Dr. Jens Prüssner, Leiter der AG Klinische Neuropsychologie an der Universität Konstanz: Liebe kommt in vielen verschiedenen Formen. Da ist die Liebe zu den Eltern, zum Partner, zu seinen Kindern, zu engen Freunden, und man kann sicher oft von Liebe zu seinen Haustieren reden. Jeder, der sich schon mal so richtig in jemanden verliebt hat, weiß, dass das ein überwältigendes Gefühl sein kann. Beim akuten Verliebtsein treten alle anderen Gefühle in den Hintergrund, die Stimmung ist über Wochen gehoben, und man denkt ununterbrochen an die andere Person. Als Folge verändern eine Vielzahl von chemischen Botenstoffen ihre Konzentrationen im Gehirn und im Körper. So erhöht das während der größten Verliebtheit im Nebennierenmark ausgeschüttete direkt den Puls. Wohl deshalb wurde früher der Sitz des Liebesgefühls im Herzen verortet, und das Herz dient in vielen Kulturen weiterhin als Symbol der Liebe (so auch bei uns). Dabei ist dieser Prozess derselbe wie bei einer Alarmreaktion, wir interpretieren die physiologische Veränderung nur weit positiver. Der eigentliche Ursprung der Liebe ist aber natürlich im Gehirn, wo es zu erstaunlichen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arealen kommt, die in ihrer Gesamtheit das Gefühl der Liebe verursachen. Was passieren muss, damit wir in einem anderen Menschen plötzlich die wichtigste Person in unserem Leben sehen, ist dabei noch recht wenig erforscht. Hier spielen wohl evolutionär entstandene instinktive Verhaltensmuster eine Rolle, die das Überleben der Art gewährleisten. Dazu kommen gerade beim Menschen sicherlich auch komplexere Faktoren, die durch persönliche Erfahrungen individuelle Unterschiede erzeugen. Was aber passiert, wenn dieser Moment gekommen ist, dazu gibt es inzwischen recht gesicherte Erkenntnisse. Im Gehirn spielt bei der Entstehung von Liebe das eine wichtige Rolle. Wenn steigende Dopaminspiegel im accumbens aktivieren, erleben wir ein belohnendes Glücksgefühl. Erhöhte Dopaminwerte werden mit und Antrieb in Verbindung gebracht. Viele Suchtmittel wirken auf das Belohnungssystem wie Dopamin, so z.B. Kokain. Symptome beim Entzug der Droge ähneln den Gefühlen, die sich einstellen, wenn der Partner längere Zeit abwesend ist, oder der potenzielle Partner die Liebe nicht erwidert – ein „gebrochenes Herz” verursacht sogar echten Schmerz.> Andererseits ändern sich beim Verliebtsein im Gehirn auch die Mengen von (produziert im Nucleus raphe ). Am bekanntesten ist Serotonin wohl aus der Depressionsforschung, da es bei Störungen zu depressiven Verstimmungen oder schweren kommen kann. Eines der bekanntesten antidepressiven Medikamente, wirkt durch künstliche Erhöhung der Serotoninspiegel. Liebeskummer ähnelt in vielerlei Hinsicht der Depression, und Serotonin mag hierbei eine Rolle spielen. Die Serotoninbalance ist bei psychiatrischen Auffälligkeiten wie verändert, und zu niedrige Mengen an Serotonin stehen im Zusammenhang mit impulsiven Handlungen sowie Aggressivität. Das erklärt vielleicht das kopflose Verhalten, das manche Verliebte an den Tag legen. Ein weiterer Faktor beim Verliebtsein, insbesondere bei körperlicher Intimität, spielt ein recht gut erforschtes Hypophysen-Hormon – das, Es wird vor allem dann ausgeschüttet, wenn wir an den Intimbereichen berührt werden, wie das beim Geschlechtsverkehr der Fall ist. Die Folge scheint eine Zunahme der Partnerbindung zu sein. Bei der Frau wird sowohl beim Geburtsvorgang als auch beim Stillen die Oxytocin-Ausschüttung stimuliert, was zu einer verstärkten Bindung an das Kind führt. Hierzu gibt es sehr interessante Studien an Präriewühlmäusen, die eigentlich lebenslang einem Partner treu bleiben. Fehlt ihnen aber aufgrund einer Mutation das Oxytocin, werden sie zu Einzelgängern. Zusammengefasst gründet sich das oft überwältigende Gefühl des Verliebtseins, die „Schmetterlinge im Bauch”, wohl zu einem guten Teil auf diesem Cocktail aus verschiedenen biologischen Wirkstoffen. Das enterische Nervensystem, welches die Darmaktivität steuert, reagiert genau wie das Gehirn auf diese Stoffe. Dabei ist das Objekt der romantischen Liebe, besonders beim Menschen, aber auch bei Tieren, sehr variabel. Das zeigte vor einigen Jahren die Umwerbung eines Tretbootes durch einen männlichen Schwan – der war durch seine Gehirnchemie so verblendet, dass er das schwanenförmige Gefährt für eine potenzielle Liebelei hielt. Aufgezeichnet von Andreas Grasskamp Adrenalin Adrenalin/-/adrenaline Gehört neben Dopamin und Noradrenalin zu den Catecholaminen. Adrenalin ist das klassische Stresshormon. Es wird im Nebennierenmark produziert und bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz sowie der Stärke des Herzschlags und bereitet so den Körper auf erhöhte Belastung vor. Im Gehirn wirkt Adrenalin auch als Neurotransmitter (Botenstoff), hier bindet es an sogenannte Adenorezeptoren. Mesolimbisches System Mesolimbisches System/-/mesolimbic pathway Ein System aus Neuronen, die Dopamin als Botenstoff verwenden und das entscheidend an der Entstehung positiver Gefühle beteiligt ist. Die Zellkörper liegen im unteren Tegmentums und ziehen unter anderem in die Amygdala, den Hippocampus und – besonders wichtig – den Nucleus accumbens, wo sie ihre Endköpfchen haben. Nucleus Nucleus/Nucleus/nucleus Nucleus, Plural Nuclei, bezeichnet zweierlei: Zum einen den Kern einer Zelle, den Zellkern. Zum zweiten eine Ansammlung von Zellkörpern im Gehirn. Rezeptor Rezeptor/-/receptor Signalempfänger in der Zellmembran. Chemisch gesehen ein Protein, das dafür verantwortlich ist, dass eine Zelle ein externes Signal mit einer bestimmten Reaktion beantwortet. Das externe Signal kann beispielsweise ein chemischer Botenstoff (Transmitter) sein, den eine aktivierte Nervenzelle in den synaptischen Spalt entlässt. Ein Rezeptor in der Membran der nachgeschalteten Zelle erkennt das Signal und sorgt dafür, dass diese Zelle ebenfalls aktiviert wird. Rezeptoren sind sowohl spezifisch für die Signalsubstanzen, auf die sie reagieren, als auch in Bezug auf die Antwortprozesse, die sie auslösen. Motivation Motivation/-/motivation Ein Motiv ist ein Beweggrund. Wird dieser wirksam, spürt das Lebewesen Motivation – es strebt danach, sein Bedürfnis zu befriedigen. Zum Beispiel nach Nahrung, Schutz oder Fortpflanzung. Serotonin Serotonin/-/serotonin Ein Neurotransmitter, der bei der Informationsübertragung zwischen Neuronen an deren Synapsen als Botenstoff dient. Er wird primär in den Raphé-​Kernen des Mesencephalons produziert und spielt eine maßgebliche Rolle bei Schlaf und Wachsamkeit, sowie der emotionalen Befindlichkeit.

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Depression Depression/-/depression Phasenhaft auftretende psychische Erkrankung, deren Hauptsymptome die traurige Verstimmung sowie der Verlust von Freude, Antrieb und Interesse sind.

Zwangsstörungen Zwangsstörung/-/obsessive compulsive disorder Diese Bezeichnung fasst neuropsychiatrische Erkrankungen zusammen, die sich einerseits in Form von Zwangsgedanken und andererseits in Form von Zwangshandlungen manifestieren. Die Betroffenen haben beispielsweise den Drang, sich ständig wiederkehrenden, meist angstvollen Gedanken zu widmen, sich übermäßig oft zu waschen oder ihre Mitmenschen unverhältmismäßig stark zu kontrollieren.

  • Während Neurowissenschaftler Zwangsstörungen früher rein psychologisch zu erklären versuchten, ist man mittlerweile davon überzeugt, dass auch einige biologische Faktoren zu ihrer Entstehung beitragen, wie etwa ein gestörter Stoffwechsel verschiedener Neurotransmitter im Gehirn.
  • Oxytocin Oxytozin/-/oxytocin Ein im Nucleus paraventricularis und im Nucleus supraopticus des Hypothalamus gebildetes Hormon, welches aus dem Hypophysenhinterlappen ins Blut ausgeschüttet wird.

Es leitet bei der Geburt die Wehen ein und wird beim Stillen sowie beim Orgasmus ausgeschüttet. Es scheint die Paarbindung zu erhöhen und Vertrauen zu schaffen. Neuere Erkenntnisse weißen darauf hin, dass das oft als Kuschelhormon bezeichnete Oxytocin jedoch weitaus komplexer ist und seine Effekte auch eine Abgrenzung zur andern Gruppen (out-​groups) beinhalten.

Warum wir uns in jemanden verlieben?

Warum verlieben wir uns? – Forschende gehen davon aus, dass das Verliebtsein eine Art Brücke zwischen den Menschen ist. So banal es klingt: Damit wir uns lieben können, müssen wir einander kennen. Und beim Kennenlernen hilft das Verliebtsein. Normalerweise halten Menschen intuitiv eine gewisse Distanz zueinander ein.

Wir können nicht immer wissen, ob uns das Gegenüber wohlgesonnen ist, und wollen nicht gleich jede und jeden nah an uns heranlassen. Sind wir hingegen verliebt, suchen wir die Nähe eines anderen Menschen, begegnen ihm wohlgesonnen und möchten mehr über ihn erfahren. Und mit etwas Glück entsteht eine echte Bindung.

Einen “Spezialtrick unserer Seele und unseres Körpers” nennt Dierssen das im Kakadu-Podcast. Das ist eines der ganz großen Geheimnisse der Menschheit. Und wenn ich jetzt behaupten würde, dass ich als Kinderpsychiater dieses Geheimnis schon entschlüsselt hätte, dann würde ich viel zu viel versprechen.

Unsere ganze Welt beruht darauf, dass Menschen gut miteinander auskönnen, dass sie Gruppen, Paare und Familien bilden. Das macht unsere Welt aus. Wenn wir einfach nur Einzelkämpfer wären und jeder nur an sich denkt, sähe es schlimm aus auf der Welt”, erklärt Oliver Dierssen. Menschen kümmern sich im Verbund umeinander.

So betrachtet, dient das Verliebtsein also doch der Erhaltung der Art.

Warum tut man sich weh wenn man sich liebt?

Liebeskummer neurobiologisch erklärt – Die Anthropologin Helen Fisher und die Neurowissenschaftlerin Lucy Brown erklären Liebeskummer wissenschaftlich. Sie beschäftigen sich seit Jahren mit dem Phänomen der (romantischen) Liebe und suchen Antworten auf die Fragen, wie ein Liebesgefühl entsteht und warum wir so leiden, wenn die Liebe zerbricht.

Biochemisch betrachtet laufen im Körper dieselben Prozesse ab, die ein Heroinabhängiger auf kaltem Entzug erlebt. Unser Belohnzentrum im Hirn bekommt nicht mehr jene Impulse, die uns ein glückliches Gefühl vermitteln. Wir leiden und haben körperliche und seelische Schmerzen. Wie kommt das? In unserem Mittelhirn (Mesencephalon) liegt das Belohnzentrum.

Das Mittelhirn beherbergt unsere Reflexe wie z.B. Atmen oder Gehen, also alles, worüber wir nicht aktiv nachdenken müssen, damit es funktioniert. Es aktiviert sich auch, wenn wir etwas oder im Fall der Liebe, wenn wir jemanden wirklich wollen. Es ist dafür zuständig, dass wir jemanden begehren und unsere gesamte Energie und Aufmerksamkeit auf ihn oder sie lenken.

Das Belohnzentrum im Hirn speichert, wenn uns eine Person gefällt und wenn uns diese Begegnung glücklich macht. Das Hormon Dopamin sorgt dafür, dass sich in unserem Gehirn diese aktivierten Nervenbahnen schließen und verbinden. Es speichert ab, wenn etwas (Schokolade, Drogen) oder jemand in uns ein gutes Gefühl auslösen.

Verliebt sein und geliebt werden, das uns Menschen ja in einem besonderen Ausmaß glücklich macht, macht uns umso abhängiger und gieriger. Wenn wir diesen geliebten Menschen verlieren, dann schaltet unser Körper, wie im Vergleich bei Sauerstoffmangel auf Überlebensmodus und aktiviert alles, damit sich der frühere Zustand wieder herstellt.

  1. Das verursacht Schmerzen.
  2. Wir spüren sie psychisch als Ängste, vorübergehende oder auch länger dauernde Depressionen, Pantikattacken, Schlaflosigkeit u.v.m.
  3. Aber sie können sich auch physisch äußern, z.B.
  4. Als Herzschmerzen.
  5. Dann spürt man ein Brennen in der Brust, das so schlimm werden kann, dass man vom Broken heart syndrom spricht.

Im Gehirn ist Herzschmerz im gleichen Areal abgebildet wie physischer Schmerz.

Was ist das schönste Gefühl auf der Welt?

13 Stimmen zur Liebe – 1. Francine Jordi, Schlager-Star: Liebe braucht den Respekt „Liebe ist für mich zuallererst einmal Respekt. Dann ist Liebe Ehrlichkeit, Treue, seine Gefühle zugeben wie auch über seine Gefühle reden zu können. Und was die Liebe als Basis für eine gute Beziehung betrifft, muss man zuerst sich selbst lieben.

  • 2. Karl Ploberger, ORF-Biogärtner und OÖNachrichten-Kolumnist: Wenn Liebe durch den Garten geht
  • „Liebe ist, die Ehefrau zu lieben, obwohl sie eine Wiese mit herrlichen (noch nicht aufgeblühten) weißen Schachbrettblumen abgemäht hat und sein dreitägiges Schweigen mit einer großen Orchidee, die auf dem Nachtkastl stand, und einem Plakat mit den Worten ‘Ich hab‘ sie wirklich nicht gesehen!’ beendete”
  • 3. Gerlinde Feichtlbauer, Hebamme:
  • „Liebe ist manchmal traurig, oft das Schönste, aber immer das Wichtigste im Leben.”
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Zur Person: Gerlinde Feichtlbauer (39) ist Leiterin des Hebammengremiums OÖ. Sie hat in ihrem Berufsleben rund 1500 Kinder zur Welt gebracht und dabei erlebt, wie oft es die Liebe auf den ersten Blick gibt.4. Franz Lindenbauer, Leiter des Standesamtes Wels: „Liebe ist, wenn man bei allem, was man tut und sagt, daran denkt, wie sich das auf den Partner auswirkt.” Zur Person: Franz Lindenbauer hat fast 4000 Trauungen am Standesamt durchgeführt und ist seit 36 Jahren verheiratet.5.

  1. Niklas Gahleitner, Schüler: „Liebe ist voll peinlich.
  2. Das ist, wenn sich zwei küssen.
  3. Das ist dann aber schon schön.
  4. Wenn zwei Menschen verliebt sind, dann helfen sie sich und tun alles füreinander – zum Beispiel Essen kochen.” Zur Person: Niklas Gahleitner ist neun Jahre alt und aus Linz 6.
  5. Elizabeth T.

Spira, Journalistin, Filmemacherin („Liebesg‘schichten und Heiratssachen”, „Alltagsgeschichten”):

  1. „Liebe ist eine Himmelsmacht!”
  2. 7. Ute und Hans Giffey, Paartherapeuten:
  3. „Liebe ist für mich die Bereitschaft, immer wieder mein Bestes zu geben, um eine einzigartige Beziehung zu gestalten, in der individuelle und gemeinsame Entwicklung möglich ist, und meinem Partner täglich verbal sowie nonverbal zu zeigen, dass er für mich bedeutungsvoll ist.” (Ute Giffey)

„Wahre Liebe ist für mich die Fähigkeit, verschwenderisch Geborgenheit und Vertrauen zu schenken. Den Partner in seiner Liebessprache zu beglücken und uneigennützig die größtmögliche Freiheit zur Selbstbestimmung zu ermöglichen.” (Hans Giffey) 8. Lukas Dikany, Prior des Stiftes Schlägl: „Was ist Liebe für mich? Die Berufung zum Ordenschristen hat mit Liebe zu tun: zu Jesus Christus und zur klösterlichen Gemeinschaft.

  1. Beide haben mich angezogen und in ihre Nähe gezogen.
  2. Die Liebe im Alltag zu leben heißt für mich nicht, im „großen Gefühl” zu sein, sondern das Hingezogensein buchstabiert sich in die kleinen Dinge des Lebens hinein.
  3. Liebe zeigt sich im alltäglichen Umgang, in der Güte, Barmherzigkeit, Freundschaft, der Bereitschaft, einander zu helfen, und im ehrlichen Umgang.

Sie drückt sich aus im guten Gespräch, im Zeithaben und -nehmen füreinander ebenso wie in der Bereitschaft, auch nach Meinungsverschiedenheiten wieder aufeinander zuzugehen. Die Liebe zu Gott, festgemacht in Gebet und Gottesdienst, formt mein Herz, täglich! Diese von Gott empfangene Liebeskraft möchte ich weitergeben im Wort und in meinem seelsorglichen Einsatz.”

  • 9. Viktoria Schwarz, Kanu-Weltmeisterin:
  • „Liebe ist für mich, sich in einem anderen Herzen wieder zu finden.”
  • 10. Gerda Rogers, Astrologin:

„Für mich ist die Liebe etwas unbeschreiblich Schönes, schwer in Worte zu Fassendes. Liebe ist das Schönste auf der Welt.” Zur Person: Gerda Rogers hat fast täglich mit der Liebe zu tun. Sie ist eines der häufigsten Themen, mit denen die Menschen zu der Linzer Astrologin kommen.

Die 72-Jährige ist übrigens „glücklich geschieden”.11. Roland Gitter, Kardiologe: Das Herz reagiert nur auf den biochemischen Sturm in uns „Liebe ist, wenn sich unser Herz bemerkbar macht. Es hüpft vor Freude, es klopft vor Aufregung und bleibt fast stehen vor Erstaunen. Vieles projizieren wir in dieses Organ, wir schließen unseren Partner ‘ins Herz’, malen verliebte Herzen mit Pfeilen, und unser Herz wird gebrochen, wenn wir verlassen werden.

Fast traut man sich als Kardiologe nicht mit der nüchternen Erkenntnis herauszurücken, dass sich alle Gefühle, auch die des Verliebtseins, eigentlich in unserem Kopf abspielen. Unser Herz als brave, aber nüchterne Pumpe reagiert nur auf den ganzen biochemischen Sturm, der sich in uns abspielt.

Verliebt zu sein, kann deshalb auch erheblichen Stress für das Herz bedeuten, andererseits ist die Kraft einer beständigen Liebe durch die Abwesenheit von Stresshormonen wiederum sehr gesund – auch für unser Herz. In diesem Sinne: Viva l’amore! Zur Person: Oberarzt Roland Gitter ist Leiter des Herzkatheterlabors und stellvertretender Abteilungsleiter des Kinderherzzentrums an der Landes-Frauen- und Kinderklinik in Linz 12.

Günther Weidlinger, Lauf-Ass, vierfacher Olympia-Teilnehmer: Liebe ist mehr als nur ein Wort „Liebe ist für mich bedingungslose Hilfe und Unterstützung bei Problemen. Liebe ist nicht nur ein Wort, sondern drückt eine Vielzahl an Gefühlen aus. Wer Liebe spürt und erfährt beziehungsweise aussendet, kann als glücklicher Mensch durchs Leben gehen.” 13.

Ingrid Pernkopf, Wirtin und Köchin: „Liebe ist, dem anderen ein schönes Leben zu bereiten.” Zur Person: Ingrid Pernkopf ist die Wirtin vom Landhotel „Grünberg am See” in Gmunden. Ihren Liebes-Spruch hatte der damalige Gmundner Pfarrer Gerald Geyrhofer bei der Feier zur Silberhochzeit des Ehepaares Pernkopf geprägt.

Er trifft für Ingrid Pernkopf den Nagel auf den Kopf. Die 55-Jährige ist seit mittlerweile 33 Jahren mit ihrem Mann Franz verheiratet. Abstimmung wird geladen, bitte warten. info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu. info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre “meine Themen” Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen. info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen. Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu. : Liebe ist das allerschönste Gefühl der Welt

Wie würdest du das Gefühl verliebt zu sein mit einem Wort beschreiben?

Verliebt (Hauptform) · (voll) entflammt (für jemanden) · Feuer und Flamme (für) · hingerissen · in Flammen stehen (fig.) · in hellen Flammen stehen (für jemanden) (dichterisch, fig.) · in Liebe entbrannt · liebestoll · liebestrunken · um jemanden ist es geschehen (fig.)

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