Was Ist Wenn Man Keine Liebe Empfinden Kann?

Was Ist Wenn Man Keine Liebe Empfinden Kann
Ich kann nicht lieben: Was Aromantik für Menschen bedeutet – In unserer Gesellschaft gilt die romantische Liebe als erstrebenswertes und hohes Gut. Ein Leben lang sind viele Menschen auf der Suche nach der einzig wahren und großen Liebe – so wie es in Serien, Hollywoodfilmen und Love Songs vorgelebt wird.

Der Duden beschreibt Liebe als „starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem Menschen”. Es gibt aber Menschen, die eben diese intensiven Gefühle nicht empfinden. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie es nicht können. Von Aromantik spricht man, wenn Menschen keine oder nur sehr wenig romantische Anziehung gegenüber anderen Menschen verspüren. Die Nähe zu einem anderen Menschen bedeutet für diese Menschen Stress, Kuscheln ist für sie eine Herausforderung und Haut an Haut nebeneinander zu schlafen eine Gruselvorstellung. Aromantische Menschen können mit einem “Ich liebe dich” nichts anfangen, da die Worte für sie keinen Sinn ergeben. Es kann sein, dass aromantische Menschen das Gefühl, begehrt zu werden, mögen. Wenn sie sich jedoch auf einen Flirt oder gar eine Beziehung einlasen, wird ihnen aber schnell langweilig beziehungsweise die Nähe zu viel – sie sind nahezu beziehungsunfähig,

Was tun wenn man keine Liebe empfinden kann?

Die Psychologin Kathrin Hoffmann antwortet: – Liebe Lessie, mangelnde bzw. reduzierte Gefühlswahrnehmung kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, wie gefühlsbetont wir sind, zum anderen die Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens macht.

So kann es zum Beispiel sein, dass man von den Eltern (oder einem Elternteil) einen eher kühleren Charakter geerbt hat und man zudem einen eher rationalen Umgang mit den Themen Beziehung und Liebe vorgelebt bekommen hat. Womöglich war in deiner Jugend die Erfahrung, wie sehr deine Freundinnen teils gelitten haben, sehr erschreckend und bedrohlich für dich.

Um dich emotional zu schützen, hast du möglicherweise mehr oder weniger bewusst beschlossen, dich nie so sehr zu verlieben. Frage dich einmal selbst:

Wie sieht das in deiner Familie aus? Wie sind deine Eltern charakterlich ? Eher rational, ausgeglichen oder emotional impulsiv und ausdrucksstark? Sind deine Eltern in ihrer Beziehung sehr leidenschaftlich und emotional verbunden oder sind vielleicht Werte wie Sicherheit, Stabilität, gemeinsame Werte und Interessen im Vordergrund? Wie stark empfindest du andere Gefühle (Freude, Trauer, Wut)? Bist du eher ein Kopfmensch oder ein Bauchmensch ? Ist es dir wichtig, dich selbst gut unter Kontrolle zu haben – oder bist du oft impulsiv?

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Das Thema Beziehung beinhaltet ja immer ein großes Konfliktfeld : Der Konflikt zwischen Bindungswunsch (mit der Angst, allein zu sein) und dem Bedürfnis nach Autonomie (mit der Angst, sich hinzugeben und sich selbst zu verlieren). In einer Beziehung zu sein, scheint für dich ja grundsätzlich sehr wichtig zu sein und du genießt es auch.

  • Doch gleichzeitig empfindest du eine innere Unabhängigkeit,
  • Und das hat ja auch ganz klare Vorteile.
  • Du leidest nicht, wenn der andere mal nicht da ist, richtest wahrscheinlich auch nicht dein ganzes Leben nach deinem Partner aus und verfolgst deine eigenen Interessen und Ziele.
  • Und es schützt dich eben auch vor dem enormen Schmerz im Falle einer Trennung.

Du empfindest Unabhängigkeit – das hat auch Vorteile! Kathrin Hoffmann Du bist froh, deinen Partner zu haben, aber du könntest eben auch ohne ihn. Wie viele Frauen gibt es, die innerlich so abhängig und zutiefst emotional verstrickt sind – die beneiden dich wahrscheinlich,

  1. Was ich damit sagen möchte: Es gibt nicht die eine richtige und angemessene Gefühlsintensität.
  2. Wir alle sind unterschiedlich gestrickt, jeder hat eine einzigartige emotionale Landkarte – manche Gefühle werden stärker empfunden, manche weniger, manche gar nicht.
  3. Was auch immer die Ursache deiner geringen Liebesempfindung ist, versuche dich deshalb nicht, unter Druck zu setzen oder zu verurteilen.

Du kannst das Gefühl nicht erzwingen. Du kannst nur versuchen, ein besseres Verständnis für deine Veranlagung, deine Prägungen, deine Bedürfnisse und Ängste zu entwickeln. Falls eine Angst dahinter steckt, schau ihr ins Gesicht, mach dir klar, dass du es mit ihr aufnehmen kannst und riskiere einen ersten kleinen Schritt aus deiner Schutzzone.

Wie nennt man das wenn man nicht lieben kann?

Emotionen lassen sich lernen – 25.02.21 (ams). Die ernst gemeinte Frage “Wie geht es dir?” ist für Menschen mit Gefühlsblindheit nicht so leicht zu beantworten. Denn sie haben wenig Zugang zu ihren Gefühlen. Die “Alexithymie”, so der Fachbegriff, ist keine Krankheit, aber kann das Leben kompliziert machen.

Wie äußert sich dieses Phänomen? Was sind die Ursachen? Und wie kann man noch als Erwachsener lernen, die eigenen Gefühle zu “lesen”? Manche wirken distanziert, hölzern, nüchtern oder langweilig: Menschen mit Alexithymie haben große Schwierigkeiten, Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Freude bei sich wahrzunehmen und zu benennen.

“Das bedeutet nicht, dass sie keine Gefühle haben”, sagt Dr. Astrid Maroß, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie im AOK-Bundesverband. “Sie erleben Gefühle allerdings mehr als diffuse Erregungszustände, ohne diese einordnen oder mitteilen zu können.” Betroffene könnten zum Beispiel bei Angst ein mulmiges Gefühl in der Magengegend haben, sich plötzlich schwach fühlen oder einen Druck im Kopf spüren – sie wissen diese körperlichen Empfindungen aber schlecht zu deuten und können einen Zusammenhang mit dem konkreten Gefühl weniger wahrnehmen als andere Menschen.

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Wie nennt man es wenn man keine Liebe spürt?

Gefühllosigkeit Nur noch Leere in Sicht?! Es ist nicht nur für die Betroffenen selbst ein schlimmer Zustand, wenn es nicht mehr möglich ist, Gefühle zu fühlen. Auch Angehörige leiden sehr unter der Situation, dass alles nur noch freud- und glücklos ist. Daher ist es immens wichtig, wieder einen schnellen Weg in die eigene Gefühlswelt, zurück ins Erleben, Spüren und ins emotionale „Hier & Jetzt” zu finden. Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden Alexithymie (auch Gefühlsblindheit oder Gefühlskälte) bedeutet, dass betroffene Frauen und Männer Emotionen nicht lesen, differenzieren oder verarbeiten können.

  1. Dadurch fühlt sich für Betroffene alles gleich an.
  2. Auf andere Menschen wirkt dies gefühlskalt oder unbeteiligt.
  3. Auch der Aufbau von Freundschaften oder Liebesbeziehungen wird erschwert oder ist gar unmöglich.
  4. Bei Menschen mit Alexithymie häufen sich körperliche Beschwerden, für die oft keine organische Ursache gefunden werden können.

Diese Beschwerden scheinen im Kontext der gefühllosen Wahrnehmung der Umwelt zu stehen; sie können aber behandelt werden. Gefühllosigkeit tritt als Symptom insbesondere bei Depressionen auf und äußert sich als anhaltende innere Leere. Interesselosigkeit, Sinnlosigkeit und Antriebslosigkeit können zu sozialem Rückzug und Einsamkeit führen.

Auch Patienten mit Burnout fühlen sich leer und erschöpft und treten nur schwer in mit ihren eigenen Bedürfnissen. Die pathologische Unfähigkeit, Gefühle zu empfinden oder zu verarbeiten, kann jedoch auch im Rahmen von Persönlichkeits­störungen oder einer Schizophrenie auftreten. Bei Krankheitsbildern mit dem Symptom der Gefühllosigkeit können Psychotherapie-Verfahren, Sport-, Körper,- Natur- und Ernährungstherapie, Pharmakotherapie sowie alternative helfen.

Zunächst muss eine gründliche erfolgen, um somatische Ursachen abzuklären, denn häufig sind leidenschaftslose, gefühlskalte oder ähnliche Verhaltensweisen lediglich symptomatisch – nicht etwa pathologisch. Geht die Gefühllosigkeit auf eine seelische Erkrankung zurück, ist es essenziell, die Grunderkrankung zu behandeln – zumeist eine Depression. Oft empfinden Personen, die im Umfeld von Menschen mit Alexithymie leben, den Umgang mit ihnen als eher kühl. Jedoch macht eine gefühlsneutralere Umgangsweise jemanden noch lange nicht zu einem kaltherzigen, hartherzigen oder gefühlskalten Menschen. Trotzdem stellt das psychosomatische Symptom der gefühlskalten Art oftmals eine große Hürde in interaktionellen Beziehungen dar und kann im Kontakt mit Freunden und Bekannten für Missverständnisse sorgen.

Auf Wunsch des Betroffenen begleiten wir deshalb auch Angehörige der gefühlskalten Person, um ein aufklärendes Auffangnetz mit Tipps rund um das Thema gefühlloses Verhalten und kalte Körperempfindungen bereitzustellen. Häufig kommt es vor, dass Menschen sich gelegentlich in ihrem Leben leer fühlen und die eigenen Gefühle – positiv wie negativ – ungewollt für eine Weile in den Hintergrund geraten.

Vorübergehend kann dies ein normaler Zustand sein, über den man sich keine Sorgen zu machen braucht. Hält das gefühllose Empfinden für eine längere Zeit an oder wird es intensiver, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn Aktivitäten früher mit großer Begeisterung verfolgt wurden und sich dies schlagartig ändert, sollten Sie sich medizinischen Rat einholen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten.

  1. Dies wird Ihre Lebensqualität wieder enorm verbessern.
  2. Das Abnehmen sozialer Beziehungen sowie der Interessenverlust am mit anderen kann ein weiteres Anzeichen für Gefühllosigkeit darstellen.
  3. Häufig gehen damit auch der Rückgang von partnerschaftlichen Gefühlen der Liebe sowie körperlicher Nähe einher.
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Zumeist sind gute Freunde oder Lebenspartner diejenigen, die solche Anzeichen als Erstes erkennen, da sie sich kalt oder lieblos behandelt fühlen. Auch wer des Öfteren körperliche Beschwerden bei sich selbst bemerkt, ohne dass Ärzte eine physische Ursache dafür erkennen können, sollte die Möglichkeit psychosomatischer Gründe erwägen.

Warum finde ich keine Liebe?

Du glaubst nicht an dich selbst – Auch ein geringes Selbstwertgefühl kann der Grund sein, warum die Partnersuche bei dir nicht läuft. Wenn du dich selbst nicht attraktiv und wohl in deiner Haut fühlst, dann strahlst du eine gewisse Unsicherheit und Unzufriedenheit aus.

Kann kaum noch Freude empfinden?

Unter Anhedonie versteht man den Verlust der Fähigkeit, in Situationen, die früher Freude bereitet haben, wieder Freude zu empfinden. Das Symptom kann bei verschiedenen psychischen Störungen auftreten, etwa bei einer Depression oder schizoiden Persönlichkeitsstörung, aber auch bei körperlichen Erkrankungen.

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