Wann KNnen Igel Wieder Raus?

Wann KNnen Igel Wieder Raus
Je nach Lage, Klima und aktueller Wettervorhersage kann man Igel oft schon Ende März freilassen. Die Außen- temperaturen sollten anhaltend mild sein, tagsüber um 14° C, nachts nicht un- ter 8° C. Jedoch wird ein gesunder, wohl- genährter Igel auch einige kühlere Näch- te, selbst mit Bodenfrost, überstehen.

Wann Igel nach Winterschlaf auswildern?

Auswildern Der gesunde und ausreichend gewichtige Igel muss Ende April/Anfang Mai, wieder ausgewildert werden und darf auf keinen Fall über den notwendigen Zeitraum hinaus in Gefangenschaft gehalten werden. Handaufgezogene Igel sollten zunächst in einem Freigehege auf die Freiheit vorbereitet werden.

Informationen dazu erhalten Sie in der Igelberatungsstelle. Auch ein im Haus überwinterter Igel findet sich in der Freiheit schnell wieder zurecht.Eine Auswilderung am Fundort sollte nur dann sein, wenn die Gegebenheiten stimmen.Es sollte ein Gebiet gewählt werden, das weitab von Straßen liegt und mit ausreichend Buschwerk und Unterholz bewachsen ist.

Vorteilhaft: Waldränder mit Weideland; Bauernschaften mit Viehwirtschaft; naturbelassene große Gärten Ungeeignet / verboten: Wälder ; Stadtparks und Friedhöfe (leben erfahrungsgemäß genug Igel auf kleinem Raum); Schrebergärten (meist nicht durchgängig); Gewässer mit steilen Ufern wie z.B.

Kanäle; Monokulturen wie riesige Getreide-/Maisfelder (bieten keine Nahrungsgrundlage); hochbewachsene Wiesen, die der Heu-Ernte dienen (hier finden viele Igel/Igelmütter mit Babys den Tod durch die massigen Schneidegeräte); Innenstädte; Randgebiete an Autobahnen oder stark befahrenen Straßen Ist ein geeigneter Platz gefunden, sollte der Igel bei Eintritt der Dämmerung entlassen werden.

Der Igel muss mit seinem Schlafhaus ausgewildert werden, damit er selber entscheiden kann, wann er es verlassen möchte. Am einfachsten ist es, getrocknetes Laub, Gras oder Moos unter Gestrüpp, einer Hecke oder dichtem Buschwerk zusammenzutragen, um das Schlafhaus mit dem Igel darunter zu verstecken. links: gutes Auswilderungsgebiet mit Deckungsmöglichkeiten – rechts: schlechtes Gebiet ohne Deckung Außengehege zur Vorbereitung der Auswilderung handaufgezogener Igelbabys. Das Gehege sollte mindestens 50 cm hoch sein und mindestens eine Fläche von 4m² aufweisen, je größer umso besser. Günstig ist, das Gehege in einen gut bewachsenen Teil des Gartens zu stellen (mit Buschwerk), damit durch pralle Sonne eine Überhitzung vermieden wird. Durch Ösen- und Stangenmontage ist das Gehege leicht auf- und abzubauen, kann dadurch variabel eingesetzt und bei Nichtgebrauch auf engen Raum deponiert werden : Auswildern

Wann kommt Igel raus?

Sensibler Nachwuchs – Sommerzeit ist bei Igeln Familienzeit: Ab Anfang Juli – in der Rheinebene sogar schon ab Ende Mai − beginnt in manchen Gegenden Deutschlands die Wurfzeit bei den kleinen Säugetieren. Im Rest der Republik kommt der stachelige Nachwuchs dann von August bis zur zweiten Septemberwoche zur Welt.

  1. Entgegen früherer Annahmen gibt es nachweislich nur einen Igelwurf im Jahr.
  2. Pro Wurf bringt eine Igelmutter in der Regel vier bis fünf Junge zur Welt.
  3. Sie sind nur etwa sechs Zentimeter lang und wiegen zwischen 12 und 25 Gramm.
  4. Die weißen Erstlingsstacheln sind bei der Geburt noch in die Haut eingebettet, kommen jedoch schon nach wenigen Stunden hervor.

In den ersten zwei Lebenswochen sind die Augen und Ohren der Kleinen noch geschlossen. Auch in den Wochen danach sind sie hilflos und auf ein möglichst sicheres und störungsfreies Zuhause angewiesen. Im Alter von circa 25 Tagen verlassen die Igelchen erstmals das Nest und unternehmen nächtliche kleine Wanderungen.

Wann Igel ins Außengehege?

Igel-Außengehege Wenn ein gesunder junger Pflegeigel ein Körpergewicht von 500-600 Gramm erreicht hat, kann er zur Überwinterung nach draußen in ein Freigehege gebracht werden. Erwachsene Tiere sollten mindestens 800 Gramm auf die Waage bringen. Die Umsiedlung nach draußen kann übrigens jederzeit, also auch noch im Januar oder Februar, stattfinden.

  • Lieber ein kurzer Winterschlaf als gar keiner! Das Schlafhäuschen muss dabei unbedingt geschützt und umzäunt werden, da die Igel ohne ein Außengehege flüchten würden.
  • Im schlimmsten Fall irren die Tiere dann desorientiert bei Minusgraden umher und finden kein Ersatzquartier.
  • Das Video unten zeigt Ihnen, wie ein Außengehege aussehen könnte.

In diesem 4 qm-Gehege ist aktuell ein Igelweibchen untergebracht. Das Einschlafen der Tiere kann unterschiedlich lange dauern. Manche Tiere sind sogar noch einige Tage wach und kommen weiterhin zur Futterstelle. Bleibt das Futter unberührt, können Sie die Fütterung einstellen.

  • Damit Sie auch sicher sein können, dass der Igel schläft, schieben Sie Laub in den Hauseingang.
  • Sollte der Pflegeigel frühzeitig oder auch mal zwischendurch erwachen, wissen Sie durch das beiseite geschobene Laub sofort, wann Sie wieder mit dem Füttern beginnen müssen.
  • Übrigens: Nicht jeder Igel beginnt sofort wieder mit dem Fressen.

Je nach Jahreszeit, kann es sein, dass der Igel nur mal eine „Runde” dreht und dann wieder für ein paar Wochen einschläft. Eine tägliche kurze Kontrolle des Außengeheges ist deshalb zwingend nötig. : Igel-Außengehege

Wann sollte man Igeln helfen?

Wann brauchen Igel Hilfe? – Nur in Ausnahmefällen sollten Igel im Haus überwintern. Tiere, die bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee tagsüber unterwegs sind und Anzeichen von Unterernährung aufweisen, krank oder verletzt sind, bedürfen Hilfe. Untergewichtige Tiere erkennt man an einer Einbuchtung hinter dem Kopf, der sogenannten “Hungerlinie”.

Ranke Igel sind apathisch und rollen sich bei Berührung nicht zusammen, ihre Augen sind eingefallen und schlitzförmig. Wer einen hilfsbedürftigen Igel findet, sollte unbedingt Expert*innenrat einholen, denn falsche Hilfe kann mehr schaden als nutzen. Fachkundige Tipps und die Nummer einer Beratungshotline gibt es auf der Webseite des Vereins “Pro Igel”,

Oft kennen auch Tierärzt*innen, der örtliche Tierschutzverein oder das Veterinäramt Igelstationen im näheren Umkreis. Während untergewichtigen Igeln mit Unterkunft und Nahrung geholfen werden kann, benötigen kranke und verletzte Tiere dringend fachmännische Hilfe.

Wann gehen Igel ins Igelhaus?

Anleitung –

Das Igelhaus im frühen Herbst an einer schattigen, versteckten, ruhigen Stelle unter Büschen oder einer Hecke im Garten aufstellen. Die Tiere beginnen nämlich dann, ihr Winterquartier vorzubereiten bzw. eines zu suchen. Den Eingang zur wetterabgewandten Seite ausrichten, dies ist in der Regel nach Südost. Das Quartier mit geeignetem Nistmaterial füllen (Haferstroh, trockenes Herbstlaub). Zusätzlich noch Herbstlaub in der Nähe liegen lassen, das der Igel nach eigenen Bedürfnissen verwenden kann. Keinesfalls nachschauen, ob ein Igel „eingezogen” ist; das würde das Tier aufstören oder vertreiben. Um zu prüfen, ob das Haus angenommen wurde, kann ein kleiner Zweig vor dem Eingang platziert werden, den der Igel beim Rein- und Rauslaufen zur Seite schaffen muss. Junge Igel sind oft noch bis in den November unterwegs, um sich Fettreserven anzufressen. Zur „Unterstützung” kann in dieser Zeit mit Katzenfutter, speziellem Igelfutter oder Obst zugefüttert werden. Im nächsten Frühjahr das verlassene Haus gründlich reinigen.

Als natürlichen Überwinterungsplatz für Igel Laubhaufen zusammenkehren, oder Reisighaufen aufschichten Alternativ ein fertiges Igelhaus aufstellen

Wann endet der Winterschlaf eines Igels?

Igel halten Winterschlaf von November bis März. Es kommt vor, dass sie ihren Winterschlaf unterbrechen und einige Tage umhergehen. Falls Sie im Winter einem Igel begegnen, beobachten Sie ihn daher zuerst ganz genau, bevor Sie etwas unternehmen. Hat der Igel eine rundliche Gestalt, ist aktiv und macht bei Berührung eine Stachelkugel, ist er vermutlich nicht krank.

Haben Igel immer den gleichen Schlafplatz?

Haben Igel immer den gleichen Schlafplatz? – Igel verstecken sich tagsüber in Schlafnestern aus Laub und Gras, z.B. unter umgestürzten Baumstämmen, in Hohlräumen, Höhlungen, hinter angelehnten Brettern oder in Laub-, Reisig- oder Komposthaufen. Es gibt immer mehrere, in ihrem Aktionsraum verteilte Schlafnester, zwischen denen sie wechseln.

Welche Uhrzeit werden Igel aktiv?

Nur Menschen kennen Zeitdruck? Von wegen! Auch das Leben von Igeln, Bienen, Vögeln und sogar von Cyanobakterien ist inneren Uhren unterworfen. Im Februar 2011 wurde Dieter P., wohnhaft am grünen Rand des schwäbischen Städtchens Lauffen, unerwartet zum Verhaltensforscher.

  • Schuld daran war ein Igel, der eines frostigen Abends in seinem Garten auftauchte.
  • Das Tier war sichtlich unterernährt, daher stellte Dieter P.
  • Ihm ein Schälchen Futter hin.
  • Es schmeckte dem Igel, am nächsten Abend war er wieder zur Stelle – zur gleichen Zeit.
  • Der Forschergeist in Dieter P. erwachte.
  • Abend für Abend wartete er in seinem Wohnzimmer ab, bis der Igel den Bewegungsmelder der Gartenbeleuchtung auslöste.

Das Stacheltier kam zuverlässig – und bald mit ihm zwei Artgenossen, offenbar unabhängig voneinander aus verschiedenen Richtungen. So ging es monatelang. „Man konnte die Uhr nach den Igeln stellen”, sagt Dieter P. Wohlgemerkt, er tat nichts, um die Igel zu erziehen.

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Die Igel waren von sich aus so pünktlich. Ein solches Verhalten erwartet man von Igeln nicht. Warum sollten die Insektenfresser solchen Wert darauf legen, stets zur gleichen Uhrzeit zu Abend zu essen? Tiere sind frei von Zeitdruck, möchte man glauben, sie können in den Tag hineinleben. Kein Wecker, keine Termine.

Einfach essen, wenn man hungrig ist, und schlafen, wenn man müde ist. Aber so ist es nicht. Igel leben nach Plan. Sie pflegen zweimal täglich zu fressen, und zwar möglichst immer zur gleichen Zeit, in ihren beiden Hauptaktivitätsphasen abends und sehr früh morgens.

Ist der Igel Standorttreu?

Igel sind standorttreu und Einzelgänger. Reviere werden jedoch nicht markiert und verteidigt. Aus diesem Grund können mehrere Igel im gleichen Unter- schlupf sein.

Welche Temperaturen halten Igel aus?

Zwischen +17 und +14,5° befinden sie sich in einem halbwachen Zustand mit Körpertemperaturen zwischen etwa +30 und +15° C. Unter +14,5° C bis ungefähr +5,5° C Umgebungstemperatur wird die Temperaturregulierung völlig ausgeschaltet, so daß die Körpertemperatur sich mit der Umgebungstemperatur ändert.

Wo fühlen sich Igel am wohlsten?

Ein Unterschlupf für den Igel – Igel verkriechen sich gerne. Das tun sie, um sich vor Hunden und anderen Feinden in Sicherheit zu bringen, aber auch, um sich ein passendes Winterquartier zu suchen oder ein Nest für ihre Jungen zu bauen. Wenn sich der Igel in Ihrem Garten wohl fühlen soll, dann geben Sie ihm Orte, an denen er sich verstecken kann, wie Laub- und Reisighaufen, undurchdringliche Hecken, Komposthaufen, Gartenhäuschen, Steinhaufen, Baumwurzeln oder Totholzecken.

Was muss man beachten wenn man einen Igel im Garten hat?

Was der Einzelne tun kann –

Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub- und Reisighaufen für Igel an. Schaffen Sie Überwinterungsquartiere, indem Sie zum Beispiel ein Igelhäuschen bauen. Verzichten Sie auf englischen Rasen und exotische Gehölze im Garten. Gestalten sie Ihren Garten ohne kleinmaschige Zäune, damit sich Igel frei fortbewegen können. Kein Abbrennen von Reisighaufen ohne vorheriges vorsichtiges Umsetzen. Vorsicht beim Mähen sowie bei Aufräumungs- und Rodungsarbeiten: In Haufen und Holzstapeln können sich Igelnester befinden. Kellerschächte und Gruben sind Tierfallen, die abgedeckt werden sollten. Baugruben, Kabel- und ähnliche Gräben (auch an Straßen) auf hineingefallene Igel kontrollieren und Opfer aus ihrer misslichen Lage retten. Rettungsplanken für Teiche und an Wasserbecken mit steilem, glattem Rand anbringen, damit sich Igel im Notfall selbst retten können. Keine Schlagfallen aufstellen und keine Vogel-Schutznetze am oder bis zum Boden verwenden. Kein unnötiger Chemieeinsatz im Garten: Schöpfen Sie bei der Schädlingsbekämpfung umweltverträgliche Alternativen aus. Sorgen Sie regelmäßig für frisches Trinkwasser, zum Beispiel mit einem Vogelbad oder einer Tränke im Garten. Verzichten Sie auf Laubsauger.

Stefan Bosch

Soll man Igeln Wasser geben?

Igel und Wasser Freiwillig geht kein Igel baden. Und doch benötigt jeder Igel, um seinen Durst zu stillen. In seinem Aktionsraum kennt sich der Igel bestens aus und weiß, wo es leckeres Fressen gibt und natürlich auch, wo er Wasser findet. Die oft müßige Suche nach Wasser gestaltet sich für den Igel nicht immer ungefährlich.

  • Viele Wannen, Teiche und Wassertonnen sind teilweise eingebuddelt und werden zur tödlichen Falle für Igel und Co.
  • Jetzt wo der Frühling endlich Einzug hält und die meisten Igel erwachen, ist es sehr wichtig diese Gefahrenquelle zu entschärfen.
  • Jeder Igel der aus seinem Winterschlaf erwacht verspürt zunächst Durst bevor das große Fressen beginnt.

Viele Igel ertrinken, weil sie nach dem Winterschlaf zuerst ihren Durst stillen wollen. Sorgen Sie unbedingt für eine Ausstiegshilfe an steilen Teichufern Ausstiegshilfe von C. Geidel Ein einfaches Brett mit Querlattung reicht aus, um dem Igel den Ausstieg gefahrlos zu ermöglichen. Auch mit Böschungsmatten aus Kokosgeflecht oder Jute lassen sich die Uferzonen von Teichen tierfreundlich gestalten. Können stehende Wassertonnen zu einer Gefahr für den Igel werden? Eher unwahrscheinlich, oder? Hier wurde auch ich eines Besseren belehrt.

  • Bei diesem Bild wird deutlich, wie einfach der Igel in die Wassertonne fallen könnte.
  • Befindet sich in Ihrem Garten eine ähnliche Situation? Mit einer Abdeckung oder einem Gitter können Sie den Igel vor einem unerwünschten Bad bewahren.
  • Haben Sie gar keine Wassertonne oder keinen Gartenteich in Ihrem Garten? Macht nicht’s.

So geht’s auch: Eine einfache Schale mit frischem Wasser reicht aus und jeder durstige Igel wird es Ihnen danken. Weitere Tipps für einen igelfreundlichen Garten finden Sie, Wie Sie Igel vor Gefahren schützen, haben wir Ihnen zusammengefasst Teichwanne von S. Heinrich : Igel und Wasser

Soll man Igeln Wasser hinstellen?

Wann sollte man Igel füttern? – Igel sind Wildtiere und versorgen sich deshalb grundsätzlich selbst mit Nahrung. Meist finden die Einzelgänger in der Natur genügend zu fressen. In bestimmten Situationen benötigen Igel dennoch unsere Hilfe:

Im Herbst : Spät geborene Jungtiere können Probleme haben, sich rechtzeitig genügend Winterspeck anzufressen. Igelweibchen könnten von der Jungenaufzucht noch geschwächt sein. Kleine oder magere Tiere freuen sich deshalb über die zusätzliche Fütterung. Auch kranke oder abgemagerte Igel, die tagsüber nach Nahrung suchen oder herumtorken und apathisch wirken, können Fütter gut gebrauchen. Im Winter : Falls Sie bei Temperaturen unter sechs Grad Celsius einen abgemagerten Igel finden, stellen Sie ihm Futter hin. Im Frühling : Wenn das Wetter im Frühjahr unbeständig ist und die Böden noch gefroren, finden Igel schwer genügend Nahrung. Werden die Temperaturen milder, benötigen die Insektenfresser keine Fütterung. Im Sommer : Ist es im Sommer sehr heiß, können Sie Igeln eine Schüssel mit Wasser hinstellen, damit sie ausreichend zu trinken haben. Sie dürfen übrigens bei Hitzewellen auch Bäume gießen,

Gutgenährte Igel sollten Sie nicht zufüttern, da die Tiere sonst in ihrem Rhythmus gestört werden können. Das betont beispielsweise die Tierschutzorganisation Peta, Wird das natürliche Futter im Spätherbst weniger, gehen Igel in den Winterschlaf in ihrem Winterquartier, Haben Sie einen Igel entdeckt, sollten Sie ihn nur in Ausnahmefällen füttern – dann mögen die Tiere eiweißreiche Nahrung. (Foto: CC0 / Pexels / Pixabay)

Soll man Igel im Garten füttern?

Igel bitte nicht füttern! – Die Fütterung von frei lebenden Igeln ist gut gemeint und beinhaltet auch eine soziale Komponente. Doch der Igel ist ein Wildtier und nicht auf menschliche Kontakte angewiesen. Igel zu beobachten ist eine schöne Erfahrung, Igel mit Futter anzulocken ist aber falsch verstandene Tierliebe.

  • Auch der Igel ist, was er isst.
  • Das heisst, er ist bequem und ziemlich verfressen.
  • Darin unterscheidet er sich nicht gross vom Menschen.
  • Stellt man ihm an drei Tagen am gleichen Ort zur gleichen Zeit Futter zur Verfügung, können Sie bereits am vierten Tag die Uhr nach seinem Erscheinen richten.
  • Damit der Igel – wie der Mensch auch – ein gesundes Körpergewicht einhalten kann, darf aber nicht zugefüttert werden.

Auch wenn er noch so «schnusig und herzig» auf sein Futter wartet. Lassen Sie sich nicht zur Fütterung verleiten. Der Igel findet sein Futter selbst. Aus Gesprächen im Rahmen der Telefonberatung wissen unsere Fachleute, dass unzählige Igel regelmässig gefüttert werden.

Im Spätherbst und im Winter gefütterte Igel gehen eventuell nicht in den Winterschlaf. Der Winterschlaf gehört aber zum normalen Zyklus unserer heimischer Igel. Der Igel ernährt sich von Insekten, Würmern und anderen Kleinlebewesen. Mit keinem – auch noch so teuren – Ersatzfutter bekommt der Igel die Qualität an perfekt auf seine Bedürfnisse abgestimmten Futterinhaltsstoffen, wie er sie in seinen natürlichen Beutetieren findet. Katzenfutter (als eine für Ausnahmesituationen gangbare Alternative) ist logischerweise an die Katze angepasst, welche im Detail andere Bedürfnisse hat als der Igel. Und die käuflichen Igelfutter eignen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung als Alleinfutter in der Regel schon grad gar nicht. Jungigel sollten die Möglichkeit haben, das erfolgreiche Stöbern nach Futtertieren zu erlernen. Das tun sie auf effiziente Art aber nur, wenn man ihnen nicht täglich einen gefüllten Napf vor die Nase setzt. Ein Igel aber, der nicht erfolgreich gelernt hat, sein Futter zu suchen, wird langfristig nicht überleben können. Unsachgemäss eingerichtete Futterstellen ziehen Füchse, Marder, Katzen, Ratten und Mäuse an. Verschmutzte Futterstellen sind ein Risiko für Krankheitsübertragungen von Igel zu Igel. Beim Aufeinandertreffen von mehreren Igeln am Futternapf kann es ganz schön zur Sache gehen. Von wenig zimperlich bis äusserst rabiat reicht die Bandbreite, mit der schwächere Tiere vom Futternapf weggescheucht, gestossen oder gerollt(!) werden. Siehe Video “Schlechte Tischmanieren am Futternapf”, Für den Einzelgänger Igel, bei dem es ausser in der Paarungszeit kaum je zu solch kämpferischen Begegnungen mit Artgenossen kommt, ist das eine mit deutlichem Stress verbundene Situation. Igel finden in der Regel auch in Hitzeperioden und bei grosser Trockenheit im Sommer genügend Futter. Sie müssen dann für die Futtersuche mehr Aufwand betreiben, das bereitet ihnen aber kaum Probleme. Siehe Futtersituation für Igel während Trockenphasen (PDF 14 KB), Sinnvoll in dieser Situation ist es aber, den Igeln eine Trinkschale mit Wasser hinzustellen; diese wird von Igeln gerne angenommen. Siehe Video “Wasser für Igel bei Trockenheit”, Bitte kippen Sie das abgestandene Wasser alle 3 Tage auf den Boden und ersetzen es durch neues Wasser: So verhindern Sie die Vermehrung der Mückenlarven. Siehe Häufige Fragen Angesichts der wochenlang andauernden Trockenheit im Juli-August 2018 waren regional Ausnahmevorkehrungen angebracht: Jungigel, Igelmutter mit säugenden Jungen, abgemagerte Igel durften situationsbedingt zugefüttert werden, allerdings nur solange, wie die extreme Trockenheit in der betroffenen Region anhielt. Der Rückgang an natürlicher Nahrung (z.B. Insektensterben) kann nicht durch dauerhafte Zufütterung der Igel kompensiert werden. Siehe Insektensterben und Igeldauerfütterung (PDF 18 KB). Auch wenn in Presse und TV berichtet wird, dass die Igel in der momentanen Jahreszeit (“weil zu trocken, zu nass, zu kalt oder zu warm”) unter Futterknappheit leiden, ist das kein Grund, die Igel flächendeckend zu füttern. Siehe Häufige Fragen, Wenn Sie etwas Gutes für die Igel tun wollen, schaffen Sie am besten eine igelfreundliche Umgebung bei Ihnen und in der Nachbarschaft. Siehe Igelfreundlicher Garten,

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Es gibt nur drei Ausnahmesituationen, in denen die fachkundige, gezielte Zufütterung eines Igels in Betracht gezogen werden darf:

Wenn im Spätwinter ein Igel zu früh aus dem Winterschlaf erwacht und der Boden noch gefroren ist oder über längere Zeit sehr tiefe Temperaturen herrschen und demzufolge noch kaum Futtertiere vorhanden sind. Wenn ein Jungigel im Spätherbst das winterschlafnotwendige Gewicht von 500-600g nicht aufweist. Wenn der Appetit eines auffälligen Igels beurteilt werden muss (siehe ” Erste Massnahmen “).

In den beiden ersten Fällen empfiehlt es sich bei Unklarheiten, die Fachleute im Igelzentrum anzurufen und sich über Sinn, Zweck und Dauer der Fütterung beraten zu lassen. Die Igel werden es Ihnen danken.

Wie kann man einen Igel anlocken?

Das finden Herr und Frau Igel gut – Wer den Igel in seinen Garten locken will, legt im Garten eine Igelecke an. Hier darf es gerne etwas unordentlich zugehen: Reisig, Totholz und das Laub des Herbstes einfach liegen lassen. Denn das gefällt dem Stacheltier, hier findet er Schutz und Nahrung. Er wird sich revanchieren und besonders Kindern spannende Erlebnisse bieten.

Wo schlafen Igel am Tag?

WIE LEBEN IGEL? – Den Tag verbringen Igel in wechselnden Tagesnestern, zum Beispiel unter Sträuchern oder in Laubhaufen. Nachts durchstreifen sie große Gebiete zur Nahrungssuche. Als Schutz vor natürlichen Feinden wie Uhu und Dachs rollt sich der Igel ein.

  1. Sein dichtes Stachelkleid besteht aus 5000 bis 7000 Stacheln.
  2. Igel sind Insektenfresser.
  3. Zu ihren Lieblingsspeisen gehören Käfer, Schmetterlingslarven und Regenwürmer.
  4. Auch Ohrwürmer und Käferlarven nehmen sie gerne zu sich.
  5. Schnecken hingegen spielen eine untergeordnete Rolle.
  6. Im Herbst frisst sich der Igel eine Fettschicht an, die als Kälteschutz und Nahrungsvorrat dient.

Den Winter verbringt er dann etwa ab Mitte November schlafend in einem frostsicheren Winternest. Wenn im Frühjahr (März/April) das Nest über 15 Grad warm wird, beendet er seinen Winterschlaf. Er hat dann etwa 15 bis 40 Prozent seines Körpergewichtes verloren.

  1. Und wie lieben sich Igel? Ganz, ganz vorsichtig! Die Einzelgänger treffen sich zwischen Anfang Mai und Ende August zur Paarung.
  2. Dabei umkreist das Männchen zunächst das heftig schnaubende Weibchen.
  3. Dieses “Igelkarussell” deuten viele Menschen fälschlicherweise als Igelkampf.
  4. Nach fünf Wochen Tragezeit werden nur einmal im Jahr durchschnittlich fünf Junge geboren.

Die Igelin säugt die Jungen sechs Wochen, dann suchen sich diese eigene Lebensräume. : Igeln helfen: So geht´s!

Was tun wenn Igel aus dem Winterschlaf weckt?

Einen Igelunterschlupf aufbauen – Haben Sie den Igel beim Winterschlaf geweckt und seinen Schlafplatz zerstört, muss eine neue Herberge her. Dafür sammeln Sie im Garten dicke Äste und besorgen sich Backsteine. Aus diesen beiden Materialien errichten Sie eine kleine Höhle, die etwa 30 x 30 x 30 Zentimeter groß ist. Gartenhandschuhe schützen die Hände vor piksigen Stacheln und Krankheitserregern des Igels. Den Schlafplatz des Igels legen Sie mit Stroh, trockenem Laub und Moos aus und legen das Tier dann vorsichtig in sein neues Zuhause. Doch Achtung: Fassen Sie das Tier nicht mit bloßen Händen an.

  1. Streifen Sie sich am besten feste Gartenhandschuhe über die Hände und heben das Tier so sacht hoch.
  2. Das schützt Ihre Hände vor Verletzungen durch die piksigen Stacheln und vor Krankheitserregern, die das Tier an sich tragen kann.
  3. Anschließend häufen Sie trockenes Laub über die Höhle.
  4. Am besten verschwindet sie vollständig unter dem Laub, so ist der Igel gut geschützt.

Tipp: Sie sollten dann noch einige Tage von außen beobachten, ob das Tier auch wieder eingeschlafen ist. Falls es sich weiterhin regt, müssen Sie seine körperliche Verfassung im Auge behalten. Normalerweise nehmen Igel während der Winterschlafzeit keine Nahrung auf.

Was passiert wenn man Igel im Winterschlaf stört?

Winterschlafverhalten Im Idealfall sollten jetzt alle Igel im Winterschlaf sein. Viele Medien berichten aber davon, dass unsere Winterschläfer durch die derzeitige warme Witterung wieder aufwachen. Keine Angst – so einfach funktioniert das nicht. Der Winterschlaf ist ein hochkomplexer Prozess, bei dem das Nervensystem, der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel und der Blutkreislauf miteinander genau abgestimmt reagieren.

  • Auslöser für den Winterschlaf ist die abnehmende Tageslichtlänge, das Körpergewicht des Igels, die Außentemperaturen und der Hormonhaushalt.
  • Während des Winterschlafes leben unsere Igel von einem im Sommer angefressenen Vorrat an Körperfett.
  • Der Winterschlaf beim Igel ist kein „freiwilliges” Verhalten, das bei Nahrungsmangel und Kälte spontan eingesetzt wird.

Ganz im Gegenteil: Der Winterschlaf ist eine im Jahreszyklus fest verankerte Verhaltensweise. Deshalb sollte auch jedes Tier, das sich in menschlicher Obhut befindet, schlafen dürfen. Erholsam ist der Winterschlaf für einen Igel allerdings nicht wirklich – er hilft ihm beim Überleben: Positiv : Der Energieverbrauch ist während des Winterschlafes sehr niedrig.

  • Ideal, um die nahrungsarme Zeit zu überbrücken.
  • Nachteil : Einzelne Soffwechselvorgänge und Organfunktionen werden weitgehend runtergefahren.
  • Damit es bei den Organen zu keinen Ausfallerscheinungen kommt, wird der Winterschlaf immer wieder unterbrochen.
  • Dieses Aufwachen ist normal und wichtig: Der Prozess dieser natürlichen Aufwachphasen ist wesentlich langsamer und kostet den Igel weniger Energie als das „schnelle” Aufwachen nach einer abrupten Störung.

Wird zum Beispiel das Nest eines Igels zerstört und wacht er deshalb aus dem Winterschlaf auf, verliert er sehr viel Energie. Zusätzlich wird der Organismus des Igels durch die beschleunigte Aufwachphase und die Ausschüttung stressbedingter Hormone enorm belastet.

Wichtig: Es kann vorkommen, dass Igel wegen der frühlingshaften Temperaturen erwachen und deshalb vermehrt gesichtet werden. Die beschriebenen „natürlichen Aufwachphasen” kommen aber auch wetterunabhängig ca. alle 2-3 Wochen vor. Igel verbrauchen ca.30-40% ihres Körpergewichtes während des Winterschlafes.

Davon wird der Löwenanteil für die „natürlichen” Aufwachphasen benötigt. Igel, die während des Winters erwachen, verhalten sich oft ruhig in ihrem Winternest und schlafen nach einer Weile wieder ein. Andere Igel werden aktiver und wechseln ihr Quartier.

Warum kommt der Igel nicht mehr?

Fehlende Nahrung, fehlender Lebensraum, fehlende Verstecke – Doch seit einigen Jahren kommen unsere Igel auch in Gärten und Parks kaum noch über die Runden. Der Grund liegt vor allem im mangelnden Futterangebot. Denn Igel sind hochgradig spezialisierte Insektenfresser.

Durchschnittlich 3 km wandert er pro Nacht auf der Suche nach nachtaktiven Laufkäfern, Käferlarven und Raupen. Doch diese Insekten gibt es kaum noch: Die Zahl der Insekten in Deutschland ist nicht nur zurückgegangen, sie ist regelrecht eingebrochen: Dreiviertel aller Fluginsekten ist im Verlauf von nicht einmal dreißig Jahren verschwunden, so dass schockierende Ergebnis einer der relevantesten Studien zum Thema: In nur 27 Jahren nahm die Gesamtmasse der gezählten Insekten um 76 Prozent ab, berichten Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden im Fachmagazin „PLOS ONE” im Oktober 2017,

Quelle: https://www.br.de/rote-liste/insekten-insektensterben-insektenschwund-bienen-schmetterlinge-grillen-kaefer-100.html In seiner Not weicht der Igel auf „Ersatznahrung” aus, Schnecken und Regenwürmer beispielsweise. Doch leider macht diese Notnahrung Igel krank, denn Schnecken und Regenwürmer übertragen gefährliche Parasiten.

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Parasiten an sich sind nichts schlimmes für Igel — jedes Wildtier trägt Parasiten an und in sich und so ist es auch beim Igel. In der Regel sind Parasit und Wirtstier in der Natur sehr gut aneinander angepasst (viele Igelparasiten können nicht ohne Igel leben!) uns so kommt ein gesundes Tier mit starkem Immunsystem auch meist gut zurecht damit.

Denn obwohl Igel ihren Energiebedarf (in gesunder Landschaft) zu über 90 % aus Insekten bezogen und nur zu einem sehr kleinen Prozentsatz aus Schnecken (1 %) und Regenwürmern (8 % ), lag der Anteil letzterer in Phasen, wo die Käfer noch nicht oder nicht mehr so verfügbar sind — also im Frühjahr und Spätherbst — auch schon früher höher. Schau nicht weg! So sieht ein todkranker Igelaus: Er besteht nur noch aus Haut & Knochen, sein Hals ist dünn (ein gesunder Igel hat praktisch keinen Hals), er geht hochbeinig (Symptom massiver Darmentzündungen) und seine Augen sind nur noch Schlitze.

Igel werden erst ganz kurz vorm Sterben tagaktiv, da sie tagsüber einfache Beute von Vögeln sowie Fliegen sind, die ihre Eier auf die sterbenskranken Tiere legen. Die schlüpfenden Maden wandern über Körperöffnungen in die Igel ein und töten diese von innen und außen. Ein solches Tier hat nur noch eine Chance, wenn es sofort in erfahrene Hände gelangt.

Foto: Erik Karts via pixabay

Wann Igel im Frühjahr auswildern?

Je nach Lage, Klima und aktueller Wettervorhersage kann man Igel oft schon Ende März freilassen. Die Außen- temperaturen sollten anhaltend mild sein, tagsüber um 14° C, nachts nicht un- ter 8° C.

Was braucht ein Igel nach dem Winterschlaf?

Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg Geschäftsstelle Flaßheide 42 – 22525 Hamburg Telefon: 040 – 5 40 48 07 – Fax: 040 – 52 01 48 02 E-Mail: [email protected] Internet: www.igelkomitee-Hamburg.de Das Erwachen der Igel nach dem Winterschlaf im Garten Hinweise zur Pflege von Igeln nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf im Garten sowie Empfehlungen zum Bau eines Freigeheges für Igel Das Erwachen : Beobachtungen haben ergeben, dass die Gartenigel in ihren Unterschlüpfen wesentlich später erwachen, als bisher angenommen wurde.

  • Die ersten Igel erscheinen draußen je nach Witterung Anfang April bis Mitte Mai.
  • Bis ein Igel nach dem Winterschlaf wieder voll aktiv ist, das heißt, die Körpertemperatur von 5 Grad auf 36 Grad hochgefahren hat, dauert es ca.8 Tage.
  • Während dieser Aufwachphase benötigt er vorwiegend Wasser, was im Garten schon ab März (ohne Frost) in Vogeltränken bereitgestellt werden sollte.

Diese sind regelmäßig zu säubern. In der Nähe eines Winterschlafplatzes wäre es sinnvoll, ein Futterhaus (54 cm breit, 40 cm tief und 25 cm hoch) mit einer Schwingklappe im Eingang aufzustellen. Siehe hierzu unsere Info-Blätter: “Baubeschreibung für Igelfutterhäuser” sowie “Baubeschreibung eines Durchgangs für Igel (Igel-Schwingklappe)” Der Boden des Futterhauses wird mit Zeitungspapier ausgelegt, welches je nach Verschmutzung täglich gewechselt wird.

Dadurch können sich keine Bakterien ausbreiten. Fütterung nach dem Winterschlaf: In das Futterhaus wird Anfang April eine Schale mit Igeltrockenfutter gestellt, um festzustellen, ob Igel schon wach sind. Wenn einzelne Igel schon Aktivität zeigen, ist es angebracht, Katzenfutter (Fisch oder Geflügel) zusammengemischt mit Igeltrockenfutter anzubieten, da die April- und Maitage je nach Witterung oft noch sehr insektenarm sind.

Beobachtung: Sollte nach dem Winterschlaf der erste ausgeschiedene Kot, welcher schwarz und breiig aussieht, auf dem Papier im Futterhaus liegen, ist dies kein Grund zur Besorgnis. Wenn allerdings Tage danach der Kot grün und glitschig wirkt, kann der Igel Innenparasiten haben.

  • Es wäre dann die Überlegung wert, eine Igelstation um Rat zu fragen.
  • Auch kann der im Garten lebende Igel husten.
  • Dann hat er sicher Lungenwurmlarven, welche sich im Körper durch den Verzehr von Schnecken und Regenwürmern angereichert haben können.
  • Hier wäre auf alle Fälle eine Behandlung besonders bei Alttieren durchzuführen.

Allerdings muß dringend darauf geachtet werden, dass weibliche Igel in den Monaten Juni bis September nicht eingefangen werden dürfen, da sie trächtig sein können. Wir empfehlen, den Gesundheitszustand des Gartenigels generell zu beobachten, wenn man dazu die Möglichkeit hat.

Bei Verletzungen, Abszessen zwischen den Stacheln durch Ausbeulung oder bei nachschleppendem Hinterbein sowie bei unregelmäßigem Laufen ist der Tierarzt oder eine Igelstation aufzusuchen.Wenn der Igel über einen Zeitraum von einer Stunde frei und ungeschützt auf einer Stelle sitzt, kann man davon ausgehen, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Gefahrenquellen: Im Garten können folgende Gefahren drohen:

Teich mit steilem Ufer (Absicherung durch Leistenbrett am Ufer), Nicht aufgeräumte Chemikalien (z.B. offene Behälter), Abbrennen von nicht gewendeten Reisighaufen, Netze zum Abdecken von Beerensträuchern und Erdbeerpflanzen, Grabegabel beim Umsetzen des Kompostes, Großmaschiger Zaun, Erdkuhle.

Der igelfreundliche Garten: Herbizide und Pestizide, Schneckenkorn und Rattengift gehören nicht in einen igelfreundlichen Garten; das versteht sich von selbst. Aber auch Sauberkeitsfanatismus im Garten nimmt dem Igel den Lebensraum, weil er dadurch keine Nahrung und keinen Unterschlupf findet.

Dies gilt besonders im Frühjahr, wenn bei den ersten Märzsonnenstrahlen der Garten “aufgeräumt” wird und winterschlafende Igel dadurch freigelegt werden. Im Sinne der Igel eine Bitte an alle Gartenbesitzer: Lassen Sie das Laub im Herbst und auch im Frühjahr unter den Bäumen, Sträuchern und Stauden liegen.

Unter dem Laub halten sich Bodeninsekten versteckt, die Nahrung für die Vögel, aber besonders für unsere Igel sind. Außerdem wird es im Laufe des Sommers zersetzt und kommt damit den Pflanzen als Dünger zugute. Siehe hierzu unser Infoblatt “Der igelfreundliche Garten”.

Bei nackter Erde im Garten verhungern die Igel !!! Empfehlungen für ein Igel – Auswilderungsgehege (von Andrea Fritsche) Wozu ein Freigehege? Es dient vor allem als temporäres “Trainingscamp” für Jungigel nach der Überwinterung in menschlicher Obhut, aber auch als “Winterquartier” für Altigel, die nicht mehr ausgesetzt werden können, da sie erst nach Wintereinbruch gesundet sind.

Es hat für Igel folgende Vorteile:

Erlernen von Nahrungssuche und Nestbau im natürlichen Umfeld, Akklimatisation an Wetter und natürliche Umweltbedingungen, Muskelaufbau durch größeren und variierenden Bewegungsraum, Abstandgewinnen von menschlicher Obhut (“Verwildern”).

Wo und wie wird es angelegt ?: Die Gehegefläche sollte mindestens 4 qm pro Igel betragen, wobei ein Gehege nie groß genug sein kann ! Als Standort eignet sich ein geschützter, relativ ruhiger Platz, halb-sonnig / halb-schattig, nicht zu windig und am besten mit unterschiedlichem Bewuchs (z.B.

  1. Rasen, Beete mit Stauden, schutzgebende Büsche und schattenspendende Bäume), denn dann findet der Igel um so mehr natürliche Nahrung.
  2. Die Umzäunung sollte mindestens 40 cm hoch sein und mindestens 10 cm tief eingegraben werden (Igel sind “Kletterkünstler” und “Buddelmeister” !) Als Material eignen sich z.B.50 cm hohe Wellpolyesterbahnen, die als “Umkipp”-Verstärkung in ca.1,50 m-Abständen (also z.B.

jede 8. Welle) mit imprägnierten Holzlatten verschraubt werden oder 50 x 50 cm große Holzterrassenfliesen (ca. € 3,- pro Stück), die einfach mit Holzleisten aneinander geschraubt werden. Ungünstig sind Maschendrahtzäune, an denen der Igel sich leicht verletzen und außerdem daran hochklettern kann.

Die natürliche Ausstattung des Freigeheges kann individuell ergänzt werden, z.B. durch alte Baumwurzeln, -Stümpfe, und -Rinden (Totholz als Biotop für “Igel-Lebendnahrung”), sowie größere Feldsteine, Ziegelsteine, Dachpfannen und Reisig- oder Laubhaufen (darunter verbirgt sich gern “Gewürm” und auch der Igel !).

Stets Abstand zum Zaun halten, keine “Steighilfen” bieten ! Außerdem stellt man an geschützter Stelle ein Schlafhaus (Eingangsloch nach Süden oder Osten !) und ein Futterhäuschen, am besten auf Gartenplatten (Hygiene !!!) für den Igel hinein.2-2002

Wie weit Igel aussetzen?

Igel sollten so weit wie möglich an ihrem Fundort oder in der Nähe ausgesetzt werden, sie besitzen ein ausgezeichnetes Ortsgedächtnis. Lediglich wenn dem Igel am Fundort unmittelbare Gefahr droht, etwa durch eine stark befahrene Straße, sollte ein neuer igelgerechter Lebensraum gesucht werden.

Wie viel nehmen Igel im Winterschlaf ab?

1.8 Gewichtsverlust und Erwachen Je nachdem, wie lange der Winterschlaf dauert, verliert der Igel in dieser Zeit 20 bis 40 % seines Körpergewichts. Das sind täglich etwa 1 bis 2 g.

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