Wann Kommt Icd 11 Raus?

Wann Kommt Icd 11 Raus
Wann kommt die ICD -11? – Nach 11-jähriger, intensiver internationaler Entwicklungsarbeit hat die WHO im Juni 2018 die ICD -11 vorgestellt. Sie wurde im Mai 2019 auf der 72. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA72 ) verabschiedet. Die ICD -11 trat am 1.

Januar 2022 in Kraft. Seitdem können die Mitgliedsstaaten der WHO ihre Mortalitätsdaten ICD -11-kodiert an die WHO berichten. Erst nach einer flexiblen Übergangszeit von mindestens 5 Jahren soll die Berichterstattung nur noch ICD -11-kodiert erfolgen. Der konkrete Zeitpunkt einer Einführung der ICD -11 in Deutschland zur Mortalitätskodierung steht noch nicht fest.

ICD-11: Alle Persönlichkeitsstörungen

Die Einführung der ICD -11 in Deutschland zur Morbiditätskodierung wird aufgrund der hohen Integration der ICD im deutschen Gesundheitswesen und der damit verbundenen Komplexität noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen und kann auch die für die Mortalitätskodierung angedachte flexible Übergangszeit überschreiten.

Wann erscheint ICD-11 auf Deutsch?

Bitte beachten Sie: – Die ICD -11 wurde im Mai 2019 von der WHA72 verabschiedet und trat am 01. Januar 2022 in Kraft. Seitdem können die Mitgliedsstaaten der WHO ihre Mortalitätsdaten ICD -11-kodiert an die WHO berichten. Erst nach einer flexiblen Übergangszeit von mindestens 5 Jahren soll die Berichterstattung nur noch ICD -11-kodiert erfolgen.

  • Der konkrete Zeitpunkt einer Einführung der ICD -11 in Deutschland zur Mortalitätskodierung steht noch nicht fest.
  • Die Einführung der ICD -11 in Deutschland zur Morbiditätskodierung wird aufgrund der hohen Integration der ICD im deutschen Gesundheitswesen und der damit verbundenen Komplexität noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen und kann auch die für die Mortalitätskodierung angedachte flexible Übergangszeit überschreiten.

Sowohl für die Mortalitätskodierung als auch für die Morbiditätskodierung gilt, dass bis zu einer Einführung der ICD -11 im jeweiligen Anwendungsbereich die ICD -10 weiterhin die gültige amtliche Klassifikation für Deutschland bleibt – ICD -10- WHO für Mortalität und ICD -10- GM für Morbidität.

  1. Um die Einführung der ICD -11 vorzubereiten, erarbeitete das BfArM unter anderem in Kooperation mit dem Schweizer Bundesamt für Statistik eine deutsche Übersetzung,
  2. Bei der vorliegenden Übersetzung handelt es sich um eine erste Version zur Ansicht für die interessierte Öffentlichkeit.
  3. Diese Übersetzung wurde teilweise unter Verwendung automatisierter Übersetzungsverfahren erstellt und befindet sich in einem bereits begonnenen Qualitätssicherungsprozess in Kooperation mit den wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften, der voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird.

ICD -11 in Deutsch – Entwurfsfassung Das Portal der WHO zur ICD -11 stellt weitere Informationen und Werkzeuge bereit. ICD -11-Portal der WHO

Was ändert sich im ICD-11?

Bedeutsame inhaltliche Änderungen – eine Übersicht – Folgende inhaltlichen Änderungen sind speziell zu erwähnen:

Eine bedeutsame inhaltliche Änderung ist der Lebensspannenansatz der ICD-11. So sind in der ICD-11 die Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend nicht mehr in einem separaten Kapitel untergebracht, sondern in den jeweiligen «Erwachsenenkapiteln» verschlüsselt. Beispielsweise ist die ‘Reaktive Bindungsstörung des Kindesalters’ neu im Kapitel ‘Spezifisch belastungsbezogene psychische Störungen’. Burnout wird als Berufsphänomen (QD85) und nicht als ein medizinischer Zustand verschlüsselt (WHO, 2018). Die «Störungen der Geschlechtsidentität» und die «Schlafstörungen» sind nicht mehr bei den psychischen Störungen angesiedelt, sondern in den separaten neuen Kapiteln 17 «Bedingungen im Zusammenhang mit der sexuellen Gesundheit» und 7 «Schlaf-Wach-Störungen». Bei den Persönlichkeitsstörungen (PS) ist es zu einer grundlegenden Änderung gekommen: hier wird auf die Unterteilung in zehn PS verzichtet. Man kann neu eine generelle PS diagnostizieren (6D10) und angeben, wie ausgeprägt deren Schweregrad ist (leicht, mittelgradig, schwer). Mit dieser Änderung wollte man sich einer dimensionalen Klassifizierung annähern. Zusätzlich kann durch eine Postkoordination spezifiziert werden, wie sich die Persönlichkeitszüge oder -muster manifestieren (z.B. negativistisch, zwanghaft). Zusätzlich haben es einige neue Diagnosen in die ICD-11 geschafft, wie beispielswiese die Körperdysmorphe Störung, die Hoarding Störung oder die Binge Eating Störung (Gaebel, Stricker und Kerst, 2020).

Kann eine Diagnose geändert werden?

Krankenakte auf Falschdiagnosen prüfen – Beabsichtigen Sie den Wechsel in die private Krankenversicherung oder wollen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, lohnt es sich, einen prüfenden Blick in Ihre Krankenakte zu werfen. Stolpern Sie tatsächlich über Diagnosen, die Sie sich nicht erklären können oder die nicht der Realität entsprechen, suchen Sie das Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Wann kam das ICD-10 raus?

Die ICD-10 war die 10. Version der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD für englisch : International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems ), einer medizinischen Klassifikationsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

  • Sie enthält Codes für Krankheiten, Anzeichen und Symptome, auffällige Befunde, Beschwerden, soziale Umstände und äußere Ursachen von Verletzungen oder Krankheiten,
  • Die Arbeit an der ICD-10 begann 1983, wurde 1990 von der 43.
  • Weltgesundheitsversammlung gebilligt und erstmals 1994 von den Mitgliedstaaten verwendet.

Sie wurde am 1. Januar 2022 durch die ICD-11 ersetzt. Über den konkreten Zeitpunkt einer Einführung der ICD-11 in den klinischen Alltag in Deutschland sind jedoch noch keine Aussagen möglich. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird die Evaluierung und Einführung – insbesondere für die Codierung von Krankheiten – noch mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen und bis dahin weiterhin mit der ICD-10 gearbeitet.

Während die Weltgesundheitsorganisation die Basisversion der ICD-10 verwaltete und veröffentlichte, haben mehrere Mitgliedstaaten sie an ihre Bedürfnisse angepasst. In der Basisklassifikation erlaubte das Codeset mehr als 14.000 verschiedene Codes und erlaubte die Verfolgung vieler neuer Diagnosen im Vergleich zum Vorgänger ICD-9,

Durch die Verwendung optionaler Unterklassifizierungen ermöglichte die ICD-10 Spezifität hinsichtlich Ursache, Manifestation, Ort, Schwere und Art der Verletzung oder Erkrankung. Die angepassten Versionen unterschieden sich in vielerlei Hinsicht, und einige nationale Ausgaben haben den Codesatz noch weiter erweitert; einige gingen sogar so weit, Prozedurcodes hinzuzufügen.

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Was bedeutet Z hinter der Diagnose?

Psychische Gesundheit: Gesundes Leiden – die „Z-Diagnosen” Jeder ist einmal erschöpft, bedrückt, lustlos, traurig, freudlos, frustriert, verzweifelt oder verbittert. Foto: Fotolia/Robert Kneschke Die Qualifizierung von lebensüblichen Beschwerden als „Krankheit” hat weitreichende Folgen. Deshalb darf es nicht zu einem Diagnosenautomatismus kommen. Die Vergabe von Z-Kodes ist eine Alternative. Eine allgemein bekannte Weisheit lautet: „Wer gesund ist, war noch nicht beim Arzt.” Obwohl dieser Satz ironisch gemeint ist, stimmt es, dass kaum jemand ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen lebt, sei es ein schlechter Visus, eine Pilzinfektion, Karies, Haltungsschäden oder Schlafstörungen. Auch gibt es niemanden, der keine psychischen Probleme hätte: Eine große Zahl negativer Gefühle stehen zur Verfügung, und es dürfte kaum ein Tag vergehen, an dem man nicht erschöpft, bedrückt, verstimmt, lustlos, traurig, freudlos, frustriert, verzweifelt, verbittert oder ängstlich ist. Wer zum Beispiel Ehestreitigkeiten hat, durch eine Prüfung fällt oder ein Ziel nicht erreicht, wird in der Regel leiden, trotzdem ist er oder sie gesund. Die Frage ist, wann von „gesundem Leiden” und wann von „Krankheit” auszugehen ist. Ebenso stellt sich die Frage, wie die Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst, Schlafstörung, das körperliche Schweregefühl oder der Libidoverlust eines Menschen mit Herzinsuffizienz zu beurteilen sind. Sind dies Symptome der Herzinsuffizienz, oder muss der Patient als depressiv bezeichnet werden? Muss er mit Antidepressiva oder mit einer Psychotherapie mit Problematisierung seiner Elternbeziehung behandelt werden? Das Problem der Diagnosezuschreibung stellt sich insbesondere im Bereich der gesundheitlichen Grenzfälle. Die Anzahl der Menschen mit Blutdruck in der Grauzone zwischen eindeutig krank und lebensgefährlich (durchgehend > 180 mmHg systolisch) einerseits und eindeutig gesunden Werten ( 1). Die Absenkung der Schwelle, von der an von Krankheit gesprochen wird, sei es mmHg beim Blutdruck oder die Zahl der Symptome auf der Hamilton-Depressionsskala multipliziert die Fallzahlen. Unglücklichsein immer pathologisieren? Bei vielen Krankheiten und speziell bei psychischen Störungen werden Diagnosen nach wissenschaftlichen Algorithmen gestellt. Dies kann allerdings die vorgenannten Probleme nicht ausschließen, da die Algorithmen auf klinischen Kriterien und vermeintlich exakten Definitionen aufbauen. Die Diagnose einer „Depression” nach ICD-10 verlangt als unabdingbares „A-Kriterium” das Leitsymptom einer „depressiven Verstimmung”. Wenn es diesbezüglich Unschärfen gibt, wie dies bei Diagnosen, die nur auf standardisierter Abfrage von Beschwerden beruhen, ohne psychopathologische Würdigung durch einen Experten, dann wird jedweder Zustand von Unglücklichsein zur Krankheit mit der Folge einer Explosion von entsprechenden Diagnosen (). Die zunehmend diskutierte „Unwirksamkeit” von Antidepressiva () und die steigenden Placeboresponseraten in einschlägigen Studien sind unter anderem dadurch zu erklären, dass wegen mangelnder Reliabilität und Validität der verwendeten Instrumente viele Nichtdepressive in solche Studien eingeschlossen werden, die eine hohe Fluktuation von Beschwerden zeigen und allein schon aus theoretischen Gründen nicht auf Antidepressiva ansprechen können. Zusammenhang zwischen Betriebsklima und Fehlzeiten Unabhängig von den fachlichen und technischen Problemen bei der Abgrenzung von gesundem Leiden gegen Krankheit sind auch Probleme der Patienten zu berücksichtigen. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Krankenstatus vielfältige soziale Ursachen und Konsequenzen hat. So gibt es eine Beziehung zwischen Betriebsklima und Arbeitsunfähigkeitsraten (). Wer sich vom Chef schikaniert fühlt, kann sich unter Vortrag beliebiger Klagen „krankschreiben” lassen und damit dem Arbeitsplatz fernbleiben. Zudem gibt es eine deutlich erhöhte „Konsumentenhaltung” vieler Menschen gegenüber dem Gesundheitssystem. Beispiele sind die Vitiligo oder Hörstörungen im Alter. Dazu gehört auch die Zunahme prophylaktischer Untersuchungen, sei es Laborscreenings, Gesundheitschecks in Betrieben, Mammographien oder Prostata-screenings, die notgedrungen viele grenzwertige Befunde generieren. Schließlich können auch die Medien nicht nur zur besseren Informiertheit führen, sondern ebenso zu verstärkter Selbstbeobachtung bis hin zu einer Hypochondrisierung. Es gibt auch soziodemografische Gründe für eine Zunahme grenzwertiger Störungen. Wesentliche Gesundheitsprobleme in Industriestaaten sind vom Lebensstil abhängig: Bewegungsmangel, Fehlernährung oder Dauerstress. Ein weiteres Problem ist der Verlust klassischer Beratungsstrukturen: Es fehlt die Großmutter, die der 1-Kind-Mutter erklärt, wann ein schreiendes Kind gesund oder krank ist, oder die sagen könnte, was normal ist, wenn man Bauchkneifen oder Ehestreit hat. Solche Faktoren können zu einer verstärkten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen führen. Unnötige oder schädliche Behandlungen als Folge Die Qualifizierung eines „Leidenszustandes” als „Krankheit” hat weitreichende positive wie negative Folgen. Positive Konsequenzen sind die Zuordnung einer „Krankenrolle” mit dem Anspruch auf soziale Rücksichtnahme und Hilfe, zum Beispiel sanktionsfreie Freistellung von der Arbeit und vor allem eine Behandlungserlaubnis. Die Behandlung eines Schwächezustands mit Diagnose ist eine Behandlung, ohne Diagnose Doping. Diagnosen dienen auch der Gesundheitsstatistik und professionellen Kommunikation. Zu geringen Teilen sind sie auch therapieleitend, wenngleich dies weniger von der Diagnose als vielmehr vom aktuellen Status abhängt. Es gibt allerdings auch erhebliche Negativfolgen einer Diagnosestellung und dies insbesondere bei Zuschreibung einer psychischen Erkrankung. Jemanden als „krank” zu bezeichnen, kann dazu führen, dass gesundheitliche Probleme aggraviert werden, Betroffene geängstigt werden, Selbstheilungskräfte unterminiert oder unnötige, wenn nicht schädliche Behandlungen eingeleitet werden. Schonverhalten und sogar berufliches Ausscheiden können die Folge sein, und es kann auch zu einer sozialen Stigmatisierung kommen. Dies gilt für Burn-out, Verstimmungszustände, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselauffälligkeiten oder Prostatahyperplasie und -karzinome gleichermaßen. Die Abgrenzung von „Krankheit” einerseits und „Leidenszuständen” andererseits, seien es Beschwerden oder Belastungen, ist eine zunehmend wichtige Aufgabe der Medizin. Es ist für einen Menschen ebenso wichtig, dass eine Erkrankung erkannt und adäquat behandelt wird, wie auch, dass lebensübliche alltägliche Beschwerden als „gesunde Erlebenszustände” benannt werden. Dies betrifft nicht nur Dermatologen, die eine wichtige medizinische Leistung erbracht haben, wenn sie einen Leberfleck als gesund diagnostiziert und von einem Melanom abgegrenzt haben, sondern in besonderer Weise auch psychische Probleme. Medizinisch ist die Feststellung, dass keine Krankheit vorliegt, oftmals schwieriger zu treffen als die Diagnose einer Krankheit. Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl können völlig normale Reaktionen auf Schlafdefizite oder Überarbeitung sein. Sie können aber auch Symptome vielfältiger Krankheiten sein, von Schlafapnoe über Depression bis hin zu Karzinomerkrankungen. Ein Ausschluss aller Denkmöglichkeiten ist extrem aufwendig. Das Gleiche gilt für Magen- oder Herzdruck, Hautflecken, Rückenbeschwerden, Schlafstörungen oder Ängste. Daraus folgt, dass weder den Betroffenen noch den Ärzten oder klinischen Einrichtungen ein Vorwurf gemacht werden kann, wenn nach umfangreichen und gelegentlich kostspieligen medizinischen Maßnahmen das Ergebnis lautet: „Gesund”. Vonseiten der Kostenträger kann daraus nicht abgeleitet werden, dass dann eine missbräuchliche Leistungsinanspruchnahme oder -erbringung vorgelegen hätte. Die Betroffenen haben zu Recht den Arzt zur Abklärung aufgesucht. Es ist nicht nur diagnostisch eine Klärung erfolgt, sondern sie haben in der Regel auch eine adäquate fachliche Beratung und Unterstützung erhalten. Es muss im Interesse der Betroffenen, aber auch der Sozialversicherungen verhindert werden, dass es nur wegen der Inanspruchnahme medizinischer Einrichtungen und Leistungen zu einem Diagnosenautomatismus kommt, indem aus Gründen der Abrechnungsrechtfertigung ICD-Diagnosen vergeben werden. Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat daraus seit einem Jahr die Konsequenz gezogen, dass bei Patienten in Rehabilitationskliniken keine Fehlermeldung mehr erfolgt, wenn im Entlassungsbrief keine Krankheitsdiagnose, sondern ein „Z-Kode” genannt wird. Z-Kodes findet man ebenfalls in der ICD-10 (Kasten), Sie umfassen Vorsorge- und Impfleistungen ebenso wie Probleme am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Lebensführung oder auch unspezifische Beschwerden ohne Krankheitswertigkeit. Diese Kategorien haben in letzter Zeit verstärkt Aufmerksamkeit gefunden in Zusammenhang mit der Diskussion um das sogenannte Burn-out. Die Z-Diagnosen bieten die Möglichkeit auf dem Kontinuum zwischen „Krankheit” und „gesunden Leidenszuständen” eine für Patienten bedeutsame klinische Situation zu beschreiben, ohne gleich eine medizinische „Überversorgung” zu induzieren und die Betroffenen durch eine Pathologisierung und ein „Labeling” zu schädigen. Diese Z-Kategorien spielen in der täglichen medizinischen Praxis jedoch nur eine eher untergeordnete Rolle. Es sollte ihnen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

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Zitierweise dieses Beitrags: Dtsch Arztebl 2013; 110(3): A 70–2

Anschrift für die Verfasser Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael LindenRehazentrum Seehof Lichterfelder Allee 5514513 Teltow/Berlin [email protected] @Literatur im Internetwww.aerzteblatt.de/lit0313 Prof. Dr. med. Dipl.-Päd. Gensichen MPH,Institut für Allgemeinmedizin Universitätsklinikum JenaProf. Dr. med. Dipl.-Psych. Linden,

Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation des Rehazentrums Seehof, TeltowZusatz(Z)-Kodes in der ICD-10 Hauptkategorien mit Bezug auf:

Z 55 die Ausbildung (zum Beispiel unzulängliche schulische Leistung) Z 56 die Berufstätigkeit (zum Beispiel Arbeitsplatzverlust) Z 57 berufliche Exposition gegenüber Risikofaktoren (zum Beispiel Lärm) Z 58 die kommunale Umwelt (zum Beispiel Lärm) Z 59 die Wohnverhältnisse (zum Beispiel Unstimmigkeit mit Nachbarn) Z 60 die soziale Umgebung (zum Beispiel soziale Ausgrenzung) Z 61 negative Kindheitserlebnisse (zum Beispiel Veränderung der Familienstruktur) Z 62 die Erziehung (zum Beispiel Überprotektion) Z 63 den engeren Familienkreis (zum Beispiel Tod eines Familienangehörigen) Z 64 bestimmte psychosoziale Umstände (zum Beispiel Schwangerschaft) Z 65 andere psychosoziale Umstände (zum Beispiel Verurteilung) Z 72 die Lebensführung (zum Beispiel Mangel an körperlicher Bewegung) Z 73 Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (zum Beispiel Burn-out, Akzentuierung von Persönlichkeitszügen) Z 74 Pflegebedürftigkeit (zum Beispiel eingeschränkte Mobilität)

Bei allen Hauptkategorien bestehen detaillierte Untergliederungen, zum Beispiel bei Z 56 Berufstätigkeit:

Z 56.1 Arbeitsplatzwechsel Z 56.2 drohender Arbeitsplatzverlust Z 56.2 belastende Einteilung der Arbeitszeit Z 56.4 Unstimmigkeit mit Vorgesetzten oder Kollegen Z 56.5 nicht zusagende Arbeit Z 56.7 andere physische oder psychische Belastung

: Psychische Gesundheit: Gesundes Leiden – die „Z-Diagnosen”

Was ist ICD-10 und ICD-11?

Um medizinische Diagnosen und Behandlungen zu strukturieren und einheitlich zu benennen, wurden ICD- und OPS-Codes geschaffen. Der ICD-Code ist ein weltweit anerkanntes System, mit dem medizinische Diagnosen einheitlich benannt werden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

  1. Neben der derzeit gültigen Version ICD-10 ist im Januar 2022 die neue Version ICD-11 in Kraft getreten.
  2. Für eine Übergangsfrist von 5 Jahren sind beide Versionen verwendbar.
  3. Bis die ICD-11 in Deutschland eingeführt ist, wird weiter nach ICD-10 verschlüsselt.
  4. OPS” ist die Abkürzung für „Operationen- und Prozedurenschlüssel”.
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Damit werden Operationen und Behandlungen verschlüsselt. In Arztbriefen und anderen medizinischen Dokumenten finden Patientinnen und Patienten diese Codes. Ohne eine Erläuterung können die meisten damit jedoch nur wenig anfangen, denn die offiziellen Diagnose- und Prozedurenschlüssel sind in einer Fachsprache verfasst, die für Nichtmediziner schwer zu verstehen ist.

Was ist ICD-10 und 11?

Quellen – Bundesamt für Statistik (BFS) (2021). Medizinisches Kodierungshandbuch, Der offizielle Leitfaden der Kodierrichtlinien in der Schweiz: Handbuch. https://dam-api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/19087987/master (Zugriff 09.06.2022). Bundesamt für Statistik (BFS) (n.d.).

Antragsverfahren: Informationen. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/nomenklaturen/medkk/antragsverfahren.html (Zugriff 09.06.2022). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (2021). ICD-10-GM Version 2022: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme 10.

Revision German Modification Version 2022. https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/ (Zugriff 09.06.2022). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (n.d.).11. Revision der ICD der WHO (ICD-11): Informationen zur Revision und Deutsche-Entwurfsfassung.

  1. Https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/_node.html (Zugriff 09.06.2022).
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (n.d.).
  3. Vorschlagsverfahren: Informationen.
  4. Https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/Vorschlagsverfahren/_node.html (Zugriff 09.06.2022).

Elze S., & Elze M. (2022). Verhaltenssüchte – ICD-10: Zwänge Fachinformationen. https://zwänge.info/verhaltenssuechte-icd-10 (Zugriff 09.06.2022). Mocker, D. (2022). ICD-11: Eine neue Klassifikation der Krankheiten. Spektrum Gesundheit (4)22. https://www.spektrum.de/news/icd-11-eine-neue-klassifikation-der-krankheiten/1971949 (Zugriff 09.06.2022).

World Health Organisation (WHO) (2022). ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics: ICD-11 Englisch. https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f1448597234 (Zugriff 09.06.2022). World Health Organisation (WHO) (n.d.). ICD-11, International Classification of Diseases 11th Revision, The global standard for diagnostic health information: ICD-11 Fact Sheet.

https://icd.who.int/en/docs/icd11factsheet_en.pdf (Zugriff 09.06.2022)

Wie ist das ICD-11 aufgebaut?

Kodestruktur – ICD -11-Kodes sind mindestens vier- und bis zu sechsstellig und alphanumerisch, vor einer 5. Stelle steht ein Punkt. Kodes von Kategorien sind vierstellig, es gibt zwei Stufen von Subkategorien mit fünf- bzw. sechsstelligem Kode. Die 2. Stelle enthält nur Buchstaben, alle anderen Stellen können Ziffern oder Buchstaben enthalten, also 0-9, A, B, C usw. Die Buchstaben I und O sind grundsätzlich ausgespart wg. der Verwechselungsgefahr mit 1 und 0. Die Buchstaben Y und Z stehen für “sonstige näher bezeichnete” (other specified) und “nicht näher bezeichnete” (unspecified) Krankheiten.

  • Die erste Stelle bezeichnet das Kapitel.
  • Für die Kapitel mit einstelliger Nummer ist das die Kapitelnummer (1-9), Kapitel mit zweistelliger Nummer werden mit den Buchstaben A-R ( Kap.10-25) und T ( Kap.27) bezeichnet.
  • Die Zusatzkodes aus Kap.
  • X beginnen mit X.
  • Die Buchstaben Y und Z kennzeichnen Restklassen und dürfen daher nur an letzter Kodeposition stehen.

Restklassen werden im ICD -11-Browser rot dargestellt. Jedes Kapitel beginnt auf der 2. bis 4. Stelle mit der Zeichenfolge A00, es wird dann hochgezählt: A01, A02, A03 usw. bis A99. Für Differenzierungen gibt es bis zu zwei weitere Stellen nach der 4. Stelle, abgetrennt durch einen Punkt: 3B20.11 oder BA31.3 Der Kode für “Influenza, virus not identified” z.B.

Was ist ICD-10 und ICD-11?

Um medizinische Diagnosen und Behandlungen zu strukturieren und einheitlich zu benennen, wurden ICD- und OPS-Codes geschaffen. Der ICD-Code ist ein weltweit anerkanntes System, mit dem medizinische Diagnosen einheitlich benannt werden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

  1. Neben der derzeit gültigen Version ICD-10 ist im Januar 2022 die neue Version ICD-11 in Kraft getreten.
  2. Für eine Übergangsfrist von 5 Jahren sind beide Versionen verwendbar.
  3. Bis die ICD-11 in Deutschland eingeführt ist, wird weiter nach ICD-10 verschlüsselt.
  4. OPS” ist die Abkürzung für „Operationen- und Prozedurenschlüssel”.

Damit werden Operationen und Behandlungen verschlüsselt. In Arztbriefen und anderen medizinischen Dokumenten finden Patientinnen und Patienten diese Codes. Ohne eine Erläuterung können die meisten damit jedoch nur wenig anfangen, denn die offiziellen Diagnose- und Prozedurenschlüssel sind in einer Fachsprache verfasst, die für Nichtmediziner schwer zu verstehen ist.

Wie ist das ICD-11 aufgebaut?

Kodestruktur – ICD -11-Kodes sind mindestens vier- und bis zu sechsstellig und alphanumerisch, vor einer 5. Stelle steht ein Punkt. Kodes von Kategorien sind vierstellig, es gibt zwei Stufen von Subkategorien mit fünf- bzw. sechsstelligem Kode. Die 2. Stelle enthält nur Buchstaben, alle anderen Stellen können Ziffern oder Buchstaben enthalten, also 0-9, A, B, C usw. Die Buchstaben I und O sind grundsätzlich ausgespart wg. der Verwechselungsgefahr mit 1 und 0. Die Buchstaben Y und Z stehen für “sonstige näher bezeichnete” (other specified) und “nicht näher bezeichnete” (unspecified) Krankheiten.

  • Die erste Stelle bezeichnet das Kapitel.
  • Für die Kapitel mit einstelliger Nummer ist das die Kapitelnummer (1-9), Kapitel mit zweistelliger Nummer werden mit den Buchstaben A-R ( Kap.10-25) und T ( Kap.27) bezeichnet.
  • Die Zusatzkodes aus Kap.
  • X beginnen mit X.
  • Die Buchstaben Y und Z kennzeichnen Restklassen und dürfen daher nur an letzter Kodeposition stehen.

Restklassen werden im ICD -11-Browser rot dargestellt. Jedes Kapitel beginnt auf der 2. bis 4. Stelle mit der Zeichenfolge A00, es wird dann hochgezählt: A01, A02, A03 usw. bis A99. Für Differenzierungen gibt es bis zu zwei weitere Stellen nach der 4. Stelle, abgetrennt durch einen Punkt: 3B20.11 oder BA31.3 Der Kode für “Influenza, virus not identified” z.B.

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