Wann MSsen HüHner Morgens Raus?

Wann MSsen HüHner Morgens Raus
Wann stehen Hühner auf? – Roland wann lasst ihr eigentlich eure hühner morgens alle so raus? mir hat man gesagt man sollte es nicht allzufrüh machen! Eckard Unser Hühnerstall ist rund um die Uhr geöffnet. Wir schließen den gar nicht. Unsere Hühner haben es in ihrem Auslauf nie so richtig dunkel.

  1. Vom benachbarten Großhandel fällt die ganze Nacht über Licht in den Auslauf.
  2. Daher sind die auch früher draußen als ohne dieses künstliche Licht.
  3. Wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, gehen die Hühner raus.
  4. Stefan Die Hühner läßt mein Türautomat um 7.30 raus.
  5. In einem schlauen Buch steht, man soll sie vor Sonnenaufgang rauslassen, weil da sind die meisten Kerbtiere und anderes Nachtgewürm noch unterwegs.

Ich hab aber noch kein Huhn gesehen, das freiwillig im Dunkeln rausgeht. Habt ihr andere Beobachtungen? Friedrich K. Meine Hühner können solang es einigermaßen verträgliche Temperaturen hat raus wann sie wollen – und einige sind meist vor dem Hellwerden (jetzt so ca.5.30) draußen – andere sind wieder Langschläfer – bei meinen ists verschieden! Katrin Ich lasse meine Hühner immer nach dem Füttern morgens so um ca 8.00 Uhr raus.

  • Sie haben dann erst einen kleineren Auslauf, damit sie zum Legen wieder in den Stall gehen und nicht in der Baumschule Nester anlegen.
  • Nach der Mittagspause meines Schwiegervaters dürfen sie dann in der ganzen Baumschule laufen (Der Hahn hat immer Mittags vor dem Schlafzimmerfenster gekräht, da gabs Mecker).

Abends muß ich sie zumachen, denn der Fuchs hat in der Nachbarschaft schon ganze Bestände ausgelöscht. Kai Meine Hühner kommen früh morgens um 7 Uhr raus! Das is dann wenn ich in die Schule gehe. Später bin ich ja nich da um sie rauszulassen! Frage Ich bin Wechselschichtler und ich frage mich, ob es den Hühnern schadet, wenn sie meinen Rhythmus mitmachen müssen, d.h.

ich mache ja den Stall nachts zu und ihn erst auf, wenn ich aufstehe. Bei Nachtschicht ist das natürlich erst nachmittags. Glaubt ihr, das schadet den Hühnern??? Hubertus Die Hühner sind in ihrem Wohlbefinden recht abhängig vom Tagesablauf. Du wirst auch Störungen in der Eierlegeleistung produzieren. Es wäre auf jeden Fall günstiger, wenn die Hühner zu gleichbleibenden Zeiten aus dem Stall heraus könnten.

Die Methode mit einer automatischen Tür oder Klappe ist sicher nicht schlecht. Erfordert natürlich etwas Aufwand. Das Preiswerteste währe sicher die Anschaffung eines Ehemannes. Oder vielleicht dressierst Du die Hühner? Dann können sie selber die Tür aufmachen.

Kann man Hühner nachts draußen lassen?

Was kann ich tun, wenn Hühner im Winter draußen schlafen? – Wenn Deine Hühner auch im Winter gerne draußen schlafen möchten, dann ist das in Ordnung. Aber nur, wenn sie das sonst auch immer tun. Achte hier besonders auf die Kopfanhänge und eine gute Versorgung mit energiereichem Hühnerfutter.

Was machen Hühner nachts?

Nach dem zweiten Aktivitätshoch gegen 17 Uhr, wenn der Kropf für die Nacht gefüllt wurde und der Hahn seine Hennen begattet hat, begeben sich die Hühner im Sommer um etwa 20 Uhr in den Stall zur Nachtruhe. Hühner können nur einschlafen, wenn sie sich in ihrer vertrauten Gruppe befinden.

An fremden und bedrohlichen Orten ist ihnen dies also unmöglich. Zum Schlafen begeben sich die Hühner auf die Sitzstangen, wo sie sehr eng beieinander sitzen. Hier gilt die Rangordnung auch nicht mehr. Nur wenn die Stangen unterschiedlich hoch angebracht sind oder die Hühner andere Gründe haben, einen bestimmten Teil der Stange zu bevorzugen, sitzt der Hahn mit den ranghöchsten Hennen am besten Platz.

Häufig begeben sich rangniedere Hennen schon früher in den Stall, um sich einen guten Platz für die Nachtruhe zu reservieren. Von dort werden sie aber schnell wieder von den ranghöheren Tieren weggepickt. Sobald es dunkel ist und vollkommene Ruhe einkehrt, stecken die Hühner mit geschlossenen Augen den Kopf unter den Flügel und schlafen ein.

Gewisse flugfreudige Hühner übernachten auch gern auf Bäumen. Wie auf dem Bild ersichtlich, übernachten flugfähige Hühner gerne auch auf Bäumen. Dies entspricht ihrem natürlichen Instinkt, da sie auf diese Weise besser vor Feinden geschützt sind. Halter*innen sollten aber dafür sorgen, dass ihre Tiere die Nacht im Stall verbringen.

Im Freien könnten die Hühner nämlich leichter Wildtieren zum Opfer fallen. Dies gehört in freier Wildbahn ebenfalls zum natürlichen Kreislauf, kann aber bei der Hühnerhaltung leicht vermieden werden. → Weiterlesen: Aktivitäten und Verhalten von Hühnern

Wann müssen Hühner abends in den Stall?

Der Stall – In der artgerechten Hühnerhaltung dient der Stall als geschützter Rückzugsort für die Nacht, für die Eiablage und bei ungemütlichen Witterungsverhältnissen wie starkem Regen, Schneefall oder Sturm. Auch Futter und Wasser kann im Stall angeboten werden, da beides hier vor Witterungseinflüssen geschützt ist.

Größe Der Stall sollte eine Grundfläche von nicht weniger als 1qm pro 3 Hühnern haben. Wir empfehlen eine Höhe von mindestens 1,80m, damit man als Mensch bequem aufrecht darin stehen kann. Dies erleichtert die Reinigung und Fütterung enorm. Außerdem ist es einfach nett, seine Hühner auch im Stall besuchen und beobachten zu können.

Beschaffenheit Wichtigste Eigenschaften eines Hühnerstalles sind Sicherheit, Helligkeit, gute Durchlüftung, Trockenheit und Zugfreiheit. Gut geeignet für den Stallbau ist Holz. Es schafft ein gesundes, angenehmes Stallklima. Aber auch bestehende gemauerte Gebäude können natürlich genutzt werden.

  1. Ställe aus Kunststoff bringen das große Plus der einfachen Reinigung und bieten Milben wenig Raum, sie stehen Holzställen in Punkto gesundem Stallklima allerdings etwas nach.
  2. Der Stall sollte auf einem Fundament aus Beton oder auf Betonplatten stehen und einen festen, fäulnissicheren Fußboden haben.
  3. Ein Fundament oder Betonplatten sind unerlässlich, da sie sicherstellen, dass sich keine Raubtiere wie Füchse oder Ratten unter der Wand hindurch graben oder den Fußboden von unten her durchfressen können.

Außerdem verhindert es das Eindringen von aufsteigender Bodennässe. Sämtliche Ritzen und Spalten im Hühnerstall sollten mit weißem Silikon verschlossen werden, um das Einnisten von Milben möglichst zu verhindern. Die rote Vogelmilbe lebt und vermehrt sich in kleinsten Ritzen im Stall.

  1. Nachts kommt sie in Scharen heraus, befällt die Hühner und nährt sich an deren Blut.
  2. Isolierung / Wärmelampen Gesunde Hühner sind Kälte gegenüber relativ unempfindlich und können niedrige Temperaturen sehr viel besser aushalten als hohe.
  3. Der Stall muss daher nicht zwingend isoliert sein, wenn die Wände ausreichend dick sind.

Dünnwändige Holzställe sollte man von innen mit einer Styropor- oder Dämmwollschicht abdichten, Platten davor schrauben und die Spalten anschließend mit Silikon schließen. Leichten Frost im Stall können gesunde, befiederte Hühner nachts gut überstehen.

  • Allerdings sollte man in frostigen Nächten die Kehllappen und Kämme der Tiere mit Vaseline einschmieren, um Erfrierungen zu vermeiden.
  • Am Körper sind die Hühner durch ihr Federkleid und die darin liegenden Luftpolster ideal gegen Kälte geschützt, aber die ungeschützten Lappen sind –je weiter sie vom Körper entfernt sind desto mehr-dem Frost ausgeliefert.

Leider sind ausgediente Hennen aus der Massentierhaltung aber nicht immer gut befiedert und gerade wenn sie in kalter Jahreszeit aus Bodenhaltung ausgestallt werden, sind sie in keinster Weise gegen die natürlichen Temperaturen eines Herbstes oder Winters gewappnet.

Sie kommen aus der stickigen Enge eines konstant über 20°C temperierten Stalles und müssen sich langsam an niedrigere Temperaturen gewöhnen. Für Hennen aus Bodenhaltung ist daher in der Eingewöhungszeit bei Außentemperaturen unter 14 Grad ein isolierter Stall und eine darin angebrachte Wärmequelle unbedingt notwendig.

Als Wärmequelle empfehlen wir Dunkelstrahler. Diese produzieren Wärme, aber kein Licht. Dies ist wichtig, da die Strahler auch und insbesondere bei Nacht brennen. Für die Regeneration des Organismus des Huhns ist Dunkelheit bei Nacht aber unbedingt nötig.

Bei Rotlicht oder anderem Dämmerlicht schaltet der Körper nicht in festen Schlaf und somit nicht in ausreichende Entspannung. Gesunde, gut befiederte Hennen brauchen keine Wärmequelle im Stall. Auch Bodenhaltungshennen, die im Frühling oder Sommer aufgenommen werden, sind im Herbst in der Regel bereits ausreichend neu befiedert, zu Kräften gekommen und akklimatisiert, so dass sie den Winter gut in einem unbeheizten Stall überstehen.

Wärmequellen im Stall haben im Falle von gesunden Hühnern eher einen negativen Effekt. Sie vergrößern den Temperaturunterschied zwischen Stall- und Außentemperatur und können so leichter zu Erkältungen führen. Wenn man im Winter Bodenhaltungshennen in eine bereits bestehende fitte Hühnergruppe aufnimmt, sollte man die Wärmelampe nicht über die Sitzstangen hängen, sondern über eine gut mit Stroh ausgelegte Ecke oder einen Teil des Stalls, je nach Leistung des Strahlers mit dem angegebenen Mindestabstand zum Boden.

Idealerweise teilt man diesen Teil des Stalls provisorisch ab, so dass sich hier nur die neuen Hennen aufhalten und in den ersten Wochen noch ohne Zugang nach draußen erholen und akklimatisieren können. Die restlichen Hennen werden so nur unwesentlich von der Wärme erreicht. Bodenhaltungshennen schlafen in aller Regel anfangs ohnehin noch nicht auf den Sitzstangen, sondern erlernen dies erst im Laufe der Zeit.

Legt man Naturäste, auch etwas übereinander, in den Stall, können die Hennen bereits am Boden üben, sich auf diese Äste zu setzen und auch darauf zu schlafen. Für das entspannte Ruhen ist es förderlich, wenn die Hühner mit den Füßen etwa umgreifen können.

  1. Die Äste können dabei unterschiedliche Durchmesser zwischen 4-7 Zentimetern haben.
  2. Wichtig ist, dass die Äste sicher und fest liegen oder aneinander befestigt sind, so dass sie nicht kippeln oder rollen können, wenn die Hennen darauf steigen.
  3. Um ein Überhitzen der Strahler zu vermeiden, empfiehlt es sich, zwei oder mehr aufzuhängen (circa 1 Strahler pro 3-4 Hühner) und diese mittels Zeitschaltuhren so zu programmieren, dass sie versetzt zueinander jeweils 15 Minuten an- und 15 Minuten ausgeschaltet sind.

So läuft immer wenigstens einer der Strahler, während ein anderer abkühlt. Fenster/ Hühnerklappe Der Stall muss in jedem Fall zugluftfrei und trocken sein, und es muss die Möglichkeit bestehen, ihn ausreichend zu lüften. Da Hühner eher hitze- als kälteempfindlich sind, darf es im Sommer nicht zu heiß darin werden.

Fenster müssen mit stabilem Volierendraht gesichert werden, so dass sie bei Nacht geöffnet bleiben können, ohne dass ein Fressfeind eindringen kann. Man sollte einen geschützten, schattigen Standort für den Stall wählen. An heißen Sommertagen kann sich der Hühnerstall enorm aufheizen. Leider geschieht es immer wieder, dass Hühner nachts in aufgeheizten Ställen an einem Hitzschlag sterben.

Daher muss ein aufgeheizter Stall abends unbedingt durch Öffnen aller Türen und Fenster gut durchlüftet werden. Es empfiehlt sich, den Stall auch zu später Stunde, wenn die Hühner bereits auf der Stange sind, noch einmal zu lüften und die kühle Nachtluft hineinzulassen.

  • Selbstverständlich muss man dabei bleiben, solange Türen und Fenster geöffnet sind, damit kein Fressfeind die Gelegenheit nutzt.
  • Natürlich sollte ein Stall auch eine Hühnerklappe haben, durch die die Hühner von morgens bis abends freien Zugang zum Stall haben.
  • So muss die Stalltür nicht dauerhaft offen stehen, und Raumtemperatur und Klima im Stall bleiben eher konstant und geschützt.

Die Klappe wird morgens geöffnet und abends bei Einbruch der Dämmerung verschlossen. Wichtig ist, dass sowohl die Hühnerklappe als auch alle anderen Teile des Stalls absolut sicher verschlossen werden und keine Ritzen oder Spalten vorhanden sind, durch die sich ein wendiges, schmales Raubtier wie ein Mader nachts hindurchzwängen könnte.

  • Wenn die Hühnerklappe zum Öffnen und Schließen senkrecht bewegt wird, sollte außen vor der Unterkante der Klappe noch eine schmale Querleiste befestigt werden, die verhindert, dass ein schlauer, geschickter Räuber wie ein Waschbär mit den Krallen unter die Klappe greifen und sie hoch schieben kann.
  • Automatische Hühnerklappen/Abendkontrolle Es gibt automatische Hühnerklappen, die mittels Zeitschaltuhr programmiert werden können und somit morgens und abends selbstständig öffnen und schließen.

Dies kann von Vorteil sein, wenn man morgens einmal ausschlafen möchte oder abends nicht rechtzeitig bei Einbruch der Dämmerung zu Hause ist. An den kurzen Wintertagen ist es bereits ab Nachmittag dunkel und zu diesem Zeitpunkt werden die Fressfeinde aktiv.

  • Hühner gehen selbstständig bei einsetzender Dämmerung in den Stall und sind in Sicherheit, sobald sich die Klappe schließt.
  • Dennoch kann eine automatische Klappe die tägliche persönliche Kontrolle am Abend nicht ersetzen! Es muss abends immer nachgesehen werden, ob sich alle Hennen im Stall befinden.

Gerade unter den ehemaligen Hochleistungshennen finden sich oft Nachtschwärmer, die weit länger draußen herumstrolchen als es ein Huhn natürlicherweise tun würde. Auch kann es geschehen, dass ein Huhn sich einen kleinen Baum oder Busch als Schlafplatz sucht und draußen nächtigen möchte, sich irgendwo verfängt oder in eine andere Notlage gerät und den Weg in den Stall nicht oder nicht rechtzeitig vor Schließen der Klappe findet.

  1. Fehlende Hühner müssen dann natürlich gesucht, hoffentlich gefunden und per Hand in den Stall getragen werden.
  2. Auch wenn das zum Glück Ausnahmen sind, sollte man die abendliche Kontrolle niemals auslassen.
  3. Ein Huhn ist nachts außerhalb des verschlossenen Stalls schutzlos den nachtaktiven Fressfeinden ausgeliefert.

Sitzstangen Der hintere oder seitliche Teil des Stalles eignet sich gut als Schlafbereich mit erhöhten Sitzstangen. Pro Huhn sollten 30cm Sitzstange vorhanden sein. Der Abstand der Sitzstangen zur Wand muss mindestens 35 cm betragen. Bringt man mehrere Stangen an, so sollten sich diese unbedingt alle auf gleicher Höhe befinden und ebenfalls einen Abstand von 35cm zueinander haben.

  1. Hühner wählen instinktiv immer den höchst gelegenen Platz zum Schlafen aus, da dieser in der Natur den besten Schutz vor Fressfeinden bietet.
  2. Bei unterschiedlich hohen Stangen im Stall, wird es daher Streit um die begehrten höchsten Plätze geben.
  3. Solange sich alle Stangen in gleicher Höhe befinden, ist es unwesentlich, welche Höhe sie tatsächlich haben.

Solange sie der höchste Sitzplatz im Stall sind, empfinden die Hühner sie als sicher. Bringt man die Stangen auf einer Höhe von 40-60cm an, können die Hennen sie auch ohne Hühnerleiter durch Hochspringen erreichen. Man kann sie auch höher befestigen und dann den Zugang über eine Hühnerleiter schaffen.

  1. Als Hühnerleiter eignet sich ein 20-30cm breites Brett mit quer darauf befestigten dünnen Leisten als Sprossen.
  2. So haben die Hennen Halt auf dem Brett und können bequem darauf hochlaufen.
  3. Die Leiter sollte nicht zu steil aufgestellt sein, damit die Hühner nicht ins Rutschen geraten.
  4. Da die Hühner gerne auch von den Stangen herunter springen, ohne die Leiter zu benutzen, sollten die Stangen nicht höher als 1m angebracht sein.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie sich beim Aufsetzen auf der Erde an Beinen oder Hüfte verletzen. Die Sitzstangen sollten idealerweise aus Kanthölzern (Dachlatten) bestehen, mit Seitenbreiten von 5-7cm. Die Kanten werden abgerundet. Die Hühner können diese Hölzer gut mit den Krallen umfassen und haben genügend Auflagefläche, um auch das Brustbein darauf abzulegen.

Alternativ kann man auch Naturäste nehmen, die im Verlauf unterschiedliche Durchmesser bieten. So sitzen die Hühner sehr natürlich und abwechslungsreich, was der Muskulatur der Füße gut tut. Ein Ast-Durchmesser von 5-7cm ist für normale Legehennen ideal für entspanntes, sicheres Sitzen. Die Sitzstangen sollten zur Reinigung herausnehmbar sein, dürfen sich im Stall aber nicht bewegen oder wackeln, wenn die Hühner darauf gehen.

Kotbrett Da Hühner während der Nacht relativ viel Kot absetzen, sollte circa 30cm unter den Sitzstangen ein Kotbrett angebracht werden. Dieses kann mit Zeitungspapier oder Einstreu belegt werden. So kann man morgens mit wenigen Handgriffen die nächtlichen Hinterlassenschaften aufsammeln, das Kotbrett frisch belegen oder nachstreuen und hat so immer einen sauberen Schlafplatz für die Hühner.

  1. Auch das Kotbrett sollte zur gründlichen Reinigung herausnehmbar sein.
  2. Legenester Im Stall ergibt sich unter dem Kotbrett meist automatisch ein gut geeigneter Ort für die Legenester.
  3. Hühner ziehen sich zur Eiablage an einen geschützten, abgedunkelten Ort zurück.
  4. Ein Legenest sollte nicht kleiner als B/T/H 30/40/40cm sein und an einem dunklen Ort im Stall stehen.

Gut geeignet sind Katzentoiletten mit Deckel. Sie sind aus Kunststoff, somit leicht und sicher zu reinigen und bieten eine gemütliche Legehöhle. Auch andere Kisten oder Körbe ähnlicher Größe sind geeignet. Die Legenester sollten mit sauberem kurzfaserigem Heu oder Spelz gefüllt sein.

Oft beobachtet man direkt nach dem Einzug der geretteten Hühner, dass ihr erster Weg sie ins Legenest führt und sie behaglich und zufrieden lange Zeit darin sitzen bleiben, Heuhälmchen in den Schnabel nehmen, um sich herum drapieren und es unendlich genießen, zum ersten Mal in ihrem Leben ihrem natürlichen Instinkt zum Nestbau folgen und friedlich in einem Nest verharren zu dürfen.

Für 2-3 Hühner genügt ein Legenest, da sich selten alle auf den Punkt zeitgleich zum Legen zurückziehen. Wenn erst einmal die Rangordnung geklärt ist und die Hühner in einer harmonischen Gruppe zusammenleben, sitzen oftmals auch gern zwei oder sogar drei Hühner gemeinsam in einem Nest, obwohl noch andere Nester frei wären.

  1. Einstreu Der Boden des Hühnerstalls sollte mit feuchtigkeitsabsorbierendem, trockenem Material eingestreut werden.
  2. Gut geeignet sind Hanfeinstreu, feine Hobelspäne, gehäckseltes Stroh oder Heu, Strohpellets, Kleintiergranulat oder Sand.
  3. Wichtig ist, dass es sich um feines, kurzfaseriges Material handelt.

Hierin kann man den Hühnerkot als Klumpen hervorragend einmal täglich absammeln und braucht nur stellenweise nachzustreuen. Langes Stroh oder Heu eignet sich aus diesem Grunde schlecht. Der Kot hängt an den langen Halmen und ist schwer zu entfernen. Einmal im Monat sollte die gesamte Einstreu herausgenommen und erneuert werden.

Ebenso sollte das Heu in den Legenestern einmal im Monat ausgetauscht werden. Stroh sollte im Stall vermieden werden, da in den hohlen Strohhalmen Milben ein leichtes Versteck finden. Bei der Aufnahme von Bodenhaltungshennen im Winter muss die Einstreu auf dem Boden natürlich deutlich dicker ausfallen.

Hier empfiehlt es sich eine dicke Schicht Strohhäcksel als Bodenisolierung aufzubringen und ggf. noch mit einer Schicht Hanfeinstreu zu bedecken. In den Bereichen unter den Wärmelampen sollte auch Heu zum Reinkuscheln vorhanden sein. Bei starkem Frost kann man in großen Ställen mit Strohballen an den Außenwänden zusätzliche Isolierung schaffen (ab Frühling wegen Milbengefahr bitte wieder entfernen).

  • Der Auslauf Größe/Beschaffenheit Der Auslauf ist der Lebensraum, in dem die Hühner die meiste Zeit des Tages verbringen und dessen Gestaltung elementaren Einfluss auf ihr Wohlbefinden und ihre Zufriedenheit hat.
  • Hühner möchten und sollten in jeder Jahreszeit von morgens bis abends draußen sein und ihren arteigenen Beschäftigungen in der Natur nachgehen.

Den Großteil des Tages verbringen Hühner mit Erkundung und Nahrungssuche. Auch wenn ihre Näpfe immer gefüllt und das Futter zur freien Verfügung steht, möchten sie ihren Instinkten folgend viele Stunden des Tages in ihrer Umgebung nach Insekten, Kräutern, Samen, Beeren und Gräsern suchen und ihre unbändige Neugier stillen.

  1. Unterbrochen wird dieses Erkundungsverhalten von genüsslichen Ruhepausen beim täglichen Staubbad zur Gefieder- und Hautpflege, bei friedlichen Sonnenbädern und beim Rückzug zur Eiablage.
  2. Um den Hühnern ausreichend interessanten Lebensraum für ihr Verhalten zu bieten, muss die Fläche, die ihnen von morgens bis abends zur Verfügung steht, mindestens 10qm pro Huhn betragen.

Optimal ist ein gras- und wildkräuterbewachsener Auslauf mit Bäumen, Büschen und Sträuchern. Hühner sind ursprünglich Waldrandbewohner und fühlen sich unter freiem Himmel auf größeren ungeschützten Flächen unsicher und unwohl. Hier sind sie ihrem größten Fressfeind, dem Greifvogel, ungeschützt ausgeliefert und bevorzugen daher verständlicherweise geschützte Verstecke unter Bäumen, Sträuchern und Hecken, wo sie neben vielerlei Insekten auch Schatten, sowie wind- und regengeschützte Plätze finden.

Sie lieben das Herumstrolchen im Schutz niedriger Büsche, und auch hochwachsende Unkraut- und Gestrüppbereiche sind für sie ein wunderbarer Ort für ihre Entdeckungstouren. Auch Holzstapel, Kompost- und Misthaufen bieten den Hühnern viele Entdeckungsmöglichkeiten, und sie finden hier wertvolle Kleinstinsekten.

Bei Kompost- und Misthaufen ist es wichtig, dass diese fest umzäunt sind, so dass die Hühner zwar hinaufflattern, aber nicht den gesamten Haufen zerscharren und im Auslauf oder Garten verteilen können. Beim Komposthaufen ist außerdem zu beachten, dass keine für die Hühner ungeeigneten oder giftigen Speisereste oder Pflanzenteile darauf geworfen werden.

Staubbad Für ihre täglichen Staubbäder benötigen Hühner trockene Plätze und bevorzugen dafür leichten, trockenen, dunklen Boden. Ein kleiner Teil des Auslaufs sollte daher überdacht sein, so dass die Hühner auch an Regentagen und im Winter immer einen trockenen Ort finden. Ideal ist es, wenn dieser überdachte Teil an den Stall anschließt, so dass die Hühner durch die Hühnerklappe zunächst in den überdachten Bereich kommen.

Auch wenn Hühner in der Regel selbst gewählte natürliche Plätze für ihre Staubbäder bevorzugen, sollte ihnen im überdachten Bereich ein Staubbad eingerichtet werden, wenn der Boden es dort ansonsten nicht hergibt. Eine Wanne von80x 80cm gefüllt mit feinem dunklen Heidesand, getrockneter, gesiebter Bio-Blumenerde (ohne Dünge- oder andere Zusätze) oder ähnlichem ist als Staubbadeplatz im überdachten Außenbereich gut geeignet.

  • Pflanzenbewuchs Sehr gut geeignet für den Bewuchs im Hühnerauslauf sind Him-, Brom- und Johannisbeeren, Ebereschen und Schlehen, da diese nicht nur als Versteckmöglichkeit dienen, sondern die Beeren auch von den Hühnern gefressen werden können.
  • Bei neu angepflanzten Sträucher sollte der Wurzelbereich zunächst geschützt werden, um das Ausscharren durch die Hühner zu verhindern.
See also:  Welche Farbe Kommt Raus Wenn Man Alle Farben Mischt?

Grasbewuchs wird je nach Größe der Fläche von den Hühnern oft nach einiger Zeit durch das viele Scharren und Graszupfen zerstört. Nachsaat hat meist wenig Erfolg, da man die Hühner lange Zeit davon fernhalten müsste, damit sich das Wurzelwerk ausreichend stark entwickeln kann und nicht gleich wieder von den Hühnern zerscharrt wird.

Größere, robuste Wiesenflächen mit kräftigem Wurzelwerk können durchaus standhalten. Giftpflanzen In der Regel werden Hühner instinktiv keine Pflanzen oder Beeren fressen, die für sie giftig sind. Voraussetzung ist allerdings, dass der Auslauf genügend Beschäftigungs- und Entdeckungsmöglichkeit und ausreichend anderen ungiftigen Bewuchs bietet.

Unter diesen Umständen müssen Sie die giftigen Pflanzen also nicht unbedingt entfernen. In einem kahlen, langweiligen Auslauf, dessen einziger Busch beispielsweise ein Buchsbaum ist, besteht allerdings die Gefahr, dass ein Huhn aus Langeweile doch einmal an den giftigen Blättern zupft.

  1. Ebenso verhält es sich mit kleingeschnittenem Beifutter.
  2. In der Natur kann das Huhn frei entscheiden, was es frisst, und wird Giftpflanzen erkennen und meiden.
  3. Wenn Sie aber kleingeschnittenes Beifutter bringen, stürzen sich die Hühner meist in freudiger Erwartung auf die Leckereien.
  4. Wenn sich hier giftige Pflanzen darunter befinden, ist die Gefahr groß, dass die Hühner es nicht als giftig oder unbekömmlich erkennen und es daher fressen.

Eine Liste mit unbekömmlichen oder giftigen Pflanzen finden Sie unter, Einzäunung Zur sicheren Einzäunung des gesamten Auslaufbereichs eignen sich sämtliche Maschendraht- oder Volierendrahtzäune. Eine Maschenbreite von 10cm sollte allerdings nicht überschritten werden.

  • Ein festes Fundament unter der Einzäunung verhindert das Untergraben und Eindringen von Füchsen oder Hunden.
  • Der Zaun sollte mindestens 1,30-1,50m hoch sein.
  • Für die gemütlichen braunen Legehennen ist diese Höhe absolut ausreichend.
  • Die sehr viel agileren, flugfreudigen und schreckhafteren weißen Hennen können diese Höhe allerdings problemlos überfliegen, und insbesondere fitte weiße Hennen aus Freilandhaltung tun dies in den ersten Tagen im neuen Zuhause gern und häufig.

Der Zaun sollte daher beim Einzug weißer Hennen zumindest provisorisch auf mindestens 1,80m erhöht oder der gesamte Auslauf durch ein waagerecht gespanntes Schutznetz gesichert werden. Fühlen sich die Hennen erst heimisch und sicher, lassen ihre Fluchttendenzen meist deutlich nach und man kommt auch mit einem niedrigeren Zaun aus.

  • Schutznetze /Abwehr von Greifvögeln, Mardern und Füchsen Das Überspannen des Auslaufs ist der einzige sichere Schutz der Hühner vor Greifvögeln.
  • Der Habicht als größter Fressfeind lauert den Hühnern als Ansitzjäger in Bäumen und Buschwerk auf und ist auch zwischen Ästen und im Unterholz ein geschickter Angreifer.

Abdeck- Vogelschutz- oder Teichabdecknetze aus Polyethylen sind sehr widerstandfähig, witterungsbeständig und können relativ einfach auch über größere Flächen gespannt werden. Die Maschenweite von 6-8cm ist ideal. Kleinere Wildvögel können sich nicht darin verfangen, und Laub- und Schneemassen fallen durch, ohne das Netz zu beschweren.

  1. Neben Greifvögeln zählen auch Füchse und Marder zu den großen Fressfeinden der Hühner.
  2. Dem Marder ist durch einen über Nacht sicher verschlossenen Stall relativ gut beizukommen, da er erst ab Einbruch der Dämmerung auf Beutezug geht, wenn die Hühner bereits schlafend im Stall sind.
  3. Umso wichtiger ist natürlich das konsequente Verschließen des Stalls, sobald die Hühner hinein gegangen sind.

Findet der Marder den Weg in einen Stall, so sind die Hennen ihm im Dunkeln gnadenlos ausgeliefert, und meist kommt es in so einem Fall zu einem verheerenden Blutbad. In regelrechtem Blutrausch tötet das wendige Raubtier alle Hennen, und nur selten überleben einzelne Hennen oder Hähne einen solchen Angriff.

Füchse stellen Hühnerbesitzer oft vor die größten Probleme. Insbesondere zur Zeit der Jungenaufzucht kommen Fähen schon mitten am Tag und wagen sich dabei oft auch in Wohngebiete. Freilaufende Hunde auf dem Grundstück stellen einen gewissen, wenn auch nicht 100%igen Schutz dar, da Füchse in der Regel Gebiete meiden, in denen es intensiv nach Hund riecht.

Ein hoher Zaun mit engmaschigem stabilem Volierendraht, den der Fuchs nicht durchbeißen kann, in Kombination mit einem Zaunfundament von mindestens 60cm Tiefe bietet einen gewissen Schutz, ist bei großen Ausläufen aber schwer realisierbar bzw. in der Errichtung sehr teuer.

Zudem kann ein Fuchs auch Zäune von 2m Höhe problemlos überklettern. Oft helfen dann nur v on außen gespannte Elektrobandlitzen in Höhen von 20cm, 40cm und 60cm, um den Fuchs fern zu halten. Ob in Ihrem Wohngebiet Schutzmaßnahmen gegen Füchse oder Greifvögel nötig sind, bringen Sie am besten durch Gespräche mit Anwohnern und anderen Hühnerhaltern in ihrem Ort in Erfahrung.

Sobald es zu einem Angriff gekommen ist, sind sofortige Schutzmaßnahmen unerlässlich, da die Raubtiere nach erfolgreichem Beutezug immer wieder kommen werden. Marder leben flächendeckend auch in Wohngebieten. Daher ist die Unterbringung der Hühner bei Nacht im Stall zwingend in jeder Hühnerhaltung nötig.

Können Hühner in der Nacht sehen?

2. Hühner können Farben sehen – Entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Hühner seien farbenblind, können die Vögel Farben sehr gut erkennen und unterscheiden – allerdings nur bei Helligkeit. Im Dunkeln sind Hühner so gut wie nachtblind.

Warum nachts Licht im Hühnerstall?

Zur Eierproduktion braucht es Licht – tierwelt.ch Hühnereier Legen die Hühner im Winter weniger Eier, so liegt dies nicht an der Fütterung. Der Arbeitstag einer Henne wird vom Licht gesteuert. Mehr als 16 Stunden darf sie aber nicht im Einsatz sein, dies schreibt das Gesetz vor.

Hühner werden bei Sonnenaufgang wach und gehen bei Anbruch der Dunkelheit schlafen. Mit künstlichem Licht kann ihr Tag verlängert werden. (Bild: Fabian Schenkel) Viele körperliche Abläufe werden beim Huhn durch das Licht geregelt. Die wild lebenden Vorfahren der Haushühner begannen den Tag mit den ersten Sonnenstrahlen und gingen bei Dämmerung zu Bett.

Da die Bankivahühner als Urrasse ihre Eier nicht für den menschlichen Verzehr, sondern allein für die Fortpflanzung legten, stellten sie die Produktion ein, wenn die Tage kürzer wurden und die Brutbedingungen ohnehin schlechter wurden, und kamen in die Mauser.

Wenn dann der Frühling kam und die Tage länger wurden, legten sie wieder los mit der Eiablage. Eine Henne muss viel fressen, um das Ei des nächsten Tages zu produzieren. Bei den gegenwärtig kurzen Tagen reicht den tagaktiven Hühnern die Zeit oft nicht, um für ein tägliches Ei genügend zu fressen. Dass sie weniger Eier legen, liegt also nicht etwa an mangelhafter Fütterung, sondern vielmehr an der Lichtsteuerung.

Wer darum seine Tiere auf die Zuchtphase oder früher in den Frühling starten lassen oder ihre Legeleistung steigern will, muss beim Licht beginnen und dessen Rhythmus künstlich verlängern. Verlängert man die Lichtphase, werden Hennen, die jetzt noch keine Eier legen, nach wenigen Tagen damit beginnen.

  1. In der Hobbygeflügelzucht wird dieser Trick nicht immer genutzt.
  2. In der Wirtschaftsgeflügelzucht hingegen gibt es ein genaues Lichtprogramm.
  3. Dieses bestimmt den Alltag der Legehennen oder ist speziell für Masthähnchen ausgelegt, damit diese viel fressen und schnell gross und schlachtreif werden.
  4. Für Hühnerhalter, die sich auch im Winter Eier wünschen, ist eine Beleuchtung im Hüh­nerhaus notwendig.

Am einfachsten installiert man dazu eine Schaltuhr, mit welcher der Arbeitstag der Dunkelheit angepasst werden kann. Das Licht sollte allerdings nicht zu sprunghaft, sondern nach und nach angepasst werden. Würde die Lichtdauer plötzlich um einige Stunden verkürzt, könnten die Hühner ebenso plötzlich in die Mauser kommen.

  1. Beim Legen darf es nicht zu hell sein Da die Hühner am Abend bei Dunkelheit in den Stall gehen, sollte der Tag nicht am Abend, sondern am Morgen verlängert werden.
  2. Werden die Hühner vom Licht früher geweckt, beginnen sie früher mit der Nahrungsaufnahme, was die weiteren Körperfunktionen anregt.
  3. Dazu braucht es kein grelles Licht, es reicht, wenn die wichtigsten Orte im Stall etwas ausgeleuchtet sind.

Vor allem der Futterautomat und die Tränke sollten gut sichtbar sein. Kein Licht braucht es hingegen beim Legenest, denn für die Eiablage schätzen die Hühner einen dunkleren Ort. Durch den frühen Tagesbeginn erfolgt oft die Eiablage. Gemäss den Ausbildungsunterlagen des Aviforum setzt die Eiablage rund vier bis sechs Stunden nach der Tagwache ein.

  1. Das Licht fördert nicht nur das Eierlegen, sondern gerade bei den Masthähnchen auch das schnelle Wachstum und die Geschlechtsreife.14 Stunden Tageslicht sollten für die Eierproduktion allerdings genügen.
  2. Ist es länger hell, könnte dies auch zu aggressivem Verhalten wie Federpicken führen.
  3. In einem solchen Fall kann das Licht gedimmt werden.

Die Lichtintensität darf aber nicht unter die gesetzlich vorgeschriebenen 5 Lux fallen. Andererseits darf der künstliche Tag gemäss Tierschutzverordnung nicht mehr als 16 Stunden dauern, damit die Tiere nicht überstrapaziert werden. In der Wirtschaftsgeflügelzucht wird in der Startphase im Legestall die Lichtdauer kontinuierlich erweitert, bis sie nach 28 Lebenswochen der Hühner das Maximum erreicht.

Damit in grossen Stallungen jede Henne am Abend ihren Sitzplatz auf der Stange findet, wird das Licht nicht schlagartig ausgeschaltet, sondern mit einer Dämmerungsbeleuchtung wird den Hennen eine halbe Stunde Zeit gegeben, um ihren Sitzplatz zu finden. Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere neue Website übertragen.

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: Zur Eierproduktion braucht es Licht – tierwelt.ch

Wann wird es Hühnern zu kalt?

6 Grad sollte es im Hühnerhaus haben

Ob man die Hühner im Winter auf die Weide lässt, hängt auch vom Zustand der Grasnarbe ab.

Hühner halten kalte Temperaturen zwar gut aus. Doch brauchen sie schon bei Temperaturen unter 15 Grad mehr Futter. Soll die Legeleistung stabil bleiben, muss man dem Stallklima im Winter besonders Beachtung schenken. In der Adventszeit sind Eier gesucht.

Auch Direktvermarkter mit wenigen Hühnern und ohne Higtech-Legehennenstall sind darauf angewiesen, dass die Hennen fleissig legen. Und das in der dunklen, kalten Jahreszeit. Hier gilt es, bei Stallklima und Fütterung das Optimum zu treffen – und dabei auch das Wasser nicht zu vergessen. «Bei kleinen Hühnerställen führen sehr tiefe Temperaturen nicht selten dazu, dass die Tränken im Stall einfrieren», weiss Jan Kocher vom Aviforum aus der Praxis.

«Es ist jedoch wichtig, dass die Hühner auch im Winter ständig Zugang zu Wasser haben. Das kann und muss man sicherstellen – etwa mit Heizungen für Stülptränken oder mit einer Wärmelampe.» Kamm kann abfrieren Im Gegensatz zum Wasser «gefrieren» Hühner im Winter nicht.

Aber, so Jan Kocher: «Die Futteraufnahme nimmt bei Temperaturen unter 15 Grad zu. Dadurch verschlechtert sich die Futterverwertung. Bei starkem Kältestress, etwa bei Minustemperaturen, ist mit einem merklichen Leistungsrückgang zu rechnen.» Ausgewachsene Legehennen ertragen tiefe Temperaturen relativ gut, auch wenn bei Minustemperaturen Erfrierungen an Kamm und Kehllappen auftreten können.

«Die Optimaltemperatur beträgt aber 15 bis 22 Grad, und idealerweise fällt die Stalltemperatur nie unter 6 Grad.» Bei der Kälteresistenz würden auch der Allgemein- und der Gefiederzustand, die Fütterung oder das Lichtprogramm einen Einfluss haben. Zum Einfluss der Rasse gebe es kaum Untersuchungen, Exoten mit wenig Gefieder und sehr kleine Tiere dürften vermutlich schneller frieren, vermutet er.

«Wichtig ist in jedem Fall, dass die Hennen einen Stall zur Verfügung haben, wo sie nicht nass werden und es nicht zieht. Zugluft ist ein Problem. Auf die Lüftung sollte jedoch auch im Winter nicht verzichtet werden. Der Austausch der Luft ist für das Stallklima entscheidend, damit die Konzentration von Schadgasen wie Ammoniak oder CO2 und von Staub tief bleibt.» Auslauf auch bei Schnee öffnen Bezüglich Auslauf gilt, dass Hühner, für die keine Raus-, Bio- oder Labelbeiträge bezogen werden, nicht täglich auf die Weide gelassen werden müssen.

Bei Schnee würden sie diese sowieso kaum nutzen, weiss Jan Kocher: «Grundsätzlich meiden Hühner lange Aufenthalte im Schnee. Es spricht aber bezüglich Tierwohl nichts dagegen den Auslauf auch bei Schnee zu öffnen. Hier gilt es aber zu bedenken, dass Hühner die Grasnarbe bei nasser Witterung relativ stark schädigen.» Er rät deswegen dazu, zum Schutz vor sumpfigen Böde Rasenschutzmatten oder Holzschnitzel im Ausgangsbereich auszulegen – und wenn möglich einen Wintergarten einzurichten: «Dort können die Hühner auch bei Schnee und Regen bei Aussentemperaturen, aber unter Dach scharren oder sandbaden.

  1. Im Hinblick auf Auslaufbeschränkungen bei Vogelgrippegefahr kann ein für Vögel unzugänglicher Wintergarten einen grossen Vorteil bringen.» Im Wintergarten können die Hühner auch beschäftigt werden.
  2. «Dazu gibt vielerlei Möglichkeiten», zählt er auf.
  3. «Konventionelle Methoden wie das Körnerstreuen bei kombinierter Fütterung, gepresste Luzerneballen oder Stroh.

Aber auch kleine Mengen an Gemüse wie Salat oder an Früchten können als Beschäftigung dienen.» Eventuell mehr Körner Stichwort Körner: Brauchen Hühner im Winter mehr Futter? Jan Kocher dazu: «Es kann bedenkenlos das ganze Jahr das gleiche Futter gefüttert werden.

  1. Wenn die Hühner das Futter zur freien Verfügung haben, werden sie im Winter bei Bedarf mehr fressen.
  2. Bei der kombinierten Fütterung – mit Körnerbeifütterung – kann gegebenfalls die Körnermenge leicht erhöht werden, denn Körner sind energiereich und proteinarm.» Das ist Gesetz im Hühnerstall Innenraum:  Der Innenraum des Stalls sollte über 1m, bei Zwergrassen über 80cm hoch sein.

Empfohlen sind mindestens 2m2 Bodenfläche für alle Rassen. Bei kleinen Gruppen bis 15 Tiere wird eine Dichte von höchstens vier Hühnern pro m2 empfohlen. Futter und Wasser: Futterplätze und Tränken sollten sich im Stallinneren befinden. Es braucht mindestens 3cm pro Huhn bei runden Futtertrögen; mindestens 16cm pro Huhn bei geraden Futtertrögen und mindestens 1,5cm pro Huhn bei runden Tränken.

  1. Das Wasser muss ersetzt werden, wenn es gefriert.
  2. Einstreu: Mindestens 20 Prozent der begehbaren Stallfläche muss mit geeignetem Material auf dem Boden bedeckt sein.
  3. Die Einstreu muss trocken und locker sein und regelmässig ersetzt werden.
  4. Als Einstreu geeignet sind Mischungen verschiedener Materialien, etwa Holzspäne mit Stroh oder Heu.

Meist reicht eine 5cm starke Schicht. Sitzstangen: Im Stall müssen erhöhte Sitzstangen angeboten werden – mindestens zwei in unterschiedlichen Höhen. Vor der tiefsten Sitzstange muss mehr als 60cm freier Platz liegen. Die Hühner bevorzugen 4 bis 5cm starke, im Querschnitt quadratische Sitzstangen mit abgerundeten Kanten.

  • Vorgeschrieben sind mindestens 14cm pro Huhn.
  • Nester: Geeignete Nester sind Pflicht.
  • Hühner bevorzugen relativ dunkle Nester, die an den Seiten und oben geschützt sind und Einstreu enthalten wie Dinkelspreu, Hobelspäne oder Heu.
  • Um zu vermeiden, dass die Hühner die Nacht in den Nestern verbringen und sie verschmutzen, sollten sie tiefer als die Sitzstangen angebracht werden oder auf dem Boden stehen.

Es braucht mindestens ein Nest für fünf Hühner. Licht: Der Stall muss mit Tageslicht beleuchtet sein, die Beleuchtungsstärke muss mindestens 5 Lux betragen. sum : 6 Grad sollte es im Hühnerhaus haben

Ist es schlimm wenn Hühner auf dem Boden schlafen?

Dürfen Hühner am Boden schlafen? – Am Boden oder in einem Nest sollten Hühner schon allein aus hygienischen Gründen nicht die Nacht verbringen. Da die Vögel auch im Schlaf koten, verschmutzt sich der Vogel am Boden, Suchen die Vögel trotz Stangen eine Stallecke für die Nachtruhe am Boden auf, solltest du nach der Ursache wie zum Beispiel Zugluft forschen.

Können sich Hühner Personen merken?

Wussten Sie, dass Hühner mehr Farben sehen können als Menschen? Dies ist nur eine von vielen faszinierenden Tatsachen über diese interessanten, gefiederten Tiere. Die hochintelligenten und geselligen Hühner sind komplexe Lebewesen, die seit vielen Jahren Teil des menschlichen Lebens sind. Hier sind 10 Fakten über diese besonderen Vögel, die Sie vielleicht überraschen werden.

Hühner lieben es zu spielen, rennen, flattern, hüpfen. Außerdem nehmen sie gerne Sonnenbäder. Eine Henne bringt ihren Küken Laute bei, während diese noch im Ei sind. Hühner haben ein ausgeprägtes Erinnerungsvermögen und sind in der Lage, über 100 verschiedene Gesichter ihrer Artgenossen zu unterscheiden. Sie können auch Menschen erkennen. Hühner können Farben unterscheiden. Sie sehen auch ultraviolettes Licht und Schillerfarben. Ihre Welt sieht bunter aus als unsere. Hühner haben einen REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Sie besitzen also die Fähigkeit zu träumen, genauso wie wir Menschen. Hühner schließen Freundschaften. Einige Bindungen sind so eng, dass beim Tod eines Artgenossen die Trauer so groß ist, dass das verlassene Huhn selbst ebenfalls kurze Zeit später stirbt. Die kognitiven Fähigkeiten eines Huhns sind ähnlich hoch wie die eines Hundes oder einer Katze. Hühner haben Schmerzrezeptoren, was bedeutet, dass sie Schmerz und Leid fühlen können. Sie können Salz schmecken, aber keine Süße. Hühner sind in der Lage zu verstehen, wenn ein Objekt weggenommen und versteckt wird, es aber dennoch existiert.

Wo mögen es Hühner am meisten gestreichelt zu werden?

Hühner zähmen: Richtig streicheln und hochheben – Hühner genießen das Streicheln durchaus, vor allem, wenn sie schon beizeiten daran gewöhnt werden. Sobald die Tiere sich berühren lassen, kann man sanft über das Gefieder streichen, immer in Richtung des Federwuchses.

  1. Manche Vögel lieben es, am Hals oder unter dem Schnabel gestreichelt oder gekrault zu werden, und signalisieren ihre Vorlieben dann auch.
  2. Ist man beim Hühnerzähmen so weit, dass die Tiere handzahm sind, lassen sie sich ohne Weiteres hochheben.
  3. Das erleichtert die Haltung enorm, vor allem die veterinärmedizinische Betreuung wird dadurch einfacher.

Entfleuchte Hühner einzufangen, ist ebenfalls deutlich weniger problematisch, wenn man sie an einen Lockruf für die Fütterung gewöhnt hat – oft genügt dann das gewohnte Signal.

Kann man Hühner 3 Tage alleine lassen?

Wie lange kann ich meine Hühner allein lassen? – Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, da es stark von Ihren Hühnern abhängt und davon, wo Sie leben und wie Ihre Ausstattung aussieht. Selbst wenn Sie Ihre Hühnerherde nur einen Tag lang allein lassen, sind gewisse Vorbereitungen erforderlich.

  • Hühner brauchen ständig Zugang zu Futter und Wasser und genügend Platz, um sich bewegen zu können.
  • Dies ist relativ einfach zu organisieren, wenn Sie für 2-3 Tage verreisen.
  • Wichtiger und wahrscheinlich auch schwieriger ist es, dafür zu sorgen, dass Ihre Hennen vor Fressfeinden geschützt sind, wenn Sie nicht da sind, um sie im Auge zu behalten.

Es ist äußerst riskant, Ihre Hühner unbeaufsichtigt frei herumlaufen zu lassen, weshalb Sie ein sicheres Gehege benötigen werden, das groß genug ist, um ihnen genügend Auslauf zu bieten. Ein Eglu Cube, der mit einem Begehbaren Hühnergehege verbunden ist, eignet sich perfekt für jegliche Umstände der Hühnerhaltung, aber dieses Set-Up ist möglicherweise ganz besonders hilfreich, wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Hennen ständig im Auge zu behalten.

Wie lange schlafen Hühner am Tag?

Ein Huhn braucht Schönheitsschlaf Was war zuerst da: Ei oder Huhn? Elisabeth und Manfred Biermann stellen sich diese Frage auch manchmal. Doch viel Zeit, um darüber zu philosophieren, haben sie nicht. „Sonntags ab 13 Uhr haben wir Wochenende, ansonsten sind wir jeden Tag gut 14 Stunden auf den Beinen”, erzählt Manfred Biermann.

  • Vor zwölf Jahren hat der Ochtruper den Eier- und Geflügelhof seines Vaters Werner übernommen.
  • Doch auch schon lange Zeit davor war er in dem Familienbetrieb tätig gewesen.
  • Ebenso seine Frau Elisabeth.
  • Der gelernte Kaufmann ist es also gewohnt, seit Jahren der Hahn im Korb zu sein – beziehungsweise im Stall.

Denn Familie Biermann hält rund 6300 braune und weiße Leghorn-Hennen in Bodenhaltung. „Die Hühner werden ihrem Alter entsprechend in drei verschiedenen Ställen gehalten”, erzählt Elisabeth Biermann. Auf circa 250 Quadratmetern tummeln sich etwa 2100 von ihnen.

  1. Die Küken erhält Familie Biermann mit 17 Wochen von einem Aufzuchtbetrieb in Ankum.
  2. Dort bekommen die Tiere auch die Grundimpfungen, die vom Gesetz her vorgeschrieben sind.
  3. Bei Biermanns erhalten die Hühner beizeiten Impf-Auffrischungen.
  4. Aber Antibiotika gibt es bei uns nicht”, erklärt Elisabeth Biermann.

Sie nimmt damit Bezug auf den Antibiotika-Skandal, den es kürzlich in Bezug auf Hähnchenfleisch gegeben hat. Die Familie legt viel Wert auf Qualität: „Wir haben nichts zu verbergen, denn wir möchten den Leuten mit reinem Gewissen in die Augen schauen und sagen: ‚Unsere Ware ist frisch'”, meint die Ochtruperin.

  1. Ab 22 Wochen legt die Haushuhnrasse die ersten Eier.
  2. Aber nicht jedes Huhn legt jeden Tag”, weiß Manfred Biermann.
  3. Täglich verzeichnet die Familie rund 5000 Eier.
  4. Diese geraten über ein Förderband, das sich unter den Nistplätzen befindet, durch einen Tunnel unter dem Hof in den Sortier- und Verpackraum.
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Dort werden die Eier auf Schäden durchleuchtet, gestempelt, gewogen und schließlich nach Gewicht verpackt. Der Familienbetrieb versorgt rund 2000 Kunden mit Frischeiern, Naturdünger sowie Suppenhühnern. Die Eier verkaufen Biermanns ab Hof, in einzelnen Geschäften in Ochtrup oder sie bringen sie direkt zum Kunden nach Hause.

Unsere Touren reichen von Ochtrup bis hin nach Bentheim oder Gronau”, erzählt Elisabeth Biermann. Der Alltag der Hühner ist recht entspannt. Morgens um drei Uhr wird es stufenweise hell im Stall. „Das ist einfach ihre Zeit. Dann verspüren die Hühner sofort den Drang von ihrem Schlafplatz ins Nest zu gehen”, erzählt Elisabeth Biermann.

Gegen neun Uhr ist die Legeperiode beendet. Bis zum Nachmittag bewegen sich die Hühner frei im Stall, fressen, trinken oder zuppeln an den Schnürsenkeln ihres „Chefs”, wenn der bei ihnen nach dem Rechten schaut. „17 Uhr ist Schlafenszeit für die Hühner – die brauchen einfach ihre acht Stunden Schlaf”, so der 56-Jährige.

Wann sind Hühner am aktivsten?

Die Hühner sind am Morgen und am Nachmittag am aktivsten. Über Mittag halten die Hühner ein kleines Mittagsschläfchen und kehren dazu auf die Schlafplätze in den Bäumen zurück. Am Nachmittag wird dann wieder eifrig weiter nach Futter gescharrt, bis es Zeit ist, auf die Schlaf plätze zurückzukehren.

Was machen Hühner Wenn Sie glücklich sind?

Hühnerhaltung Hühner brauchen nicht viel für ein artgerechtes Leben. Doch einige wichtige Punkte gilt es einzuhalten, damit es ihnen gut geht. Denn ein unglückliches Huhn ist schnell einmal krank. Zweifellos ist es ein schönes Gefühl, Hühnern zuzuschauen, wie sie scharren, picken oder sich sonnen.

Spannend ist es, ihre Verhaltensweisen zu beobachten: Die Angst vor einem ranghöheren Tier oder vor einem eben vorbeisegelnden Raubvogel, die Aufregung, wenn man Körner oder andere Leckerbissen in den Auslauf wirft. Und nicht zuletzt ist es ein wunderbares Geschenk, fast täglich mit einem Ei versorgt zu werden, das in seinem Geschmack eines aus dem Grosshandel um Längen schlägt.

Doch was kann man als Halter im Gegenzug tun, um etwas von diesen täglichen Freuden den gefiederten Tieren zurückzugeben? Anders gefragt: Wie kann man seine Hühner glücklich machen? Da stellt sich zunächst die wichtige Frage: Was fühlt ein Huhn – kann es Glück, Leid, Trauer empfinden? Diese Frage ist wohl die schwierigste, denn darüber wissen wir nur wenig.

  1. Fähig zum Mitgefühl Man weiss heute, dass viele Säugetiere und auch Vögel über neuronale Möglichkeiten verfügen, um verhaltenstypische Reaktionen zu zeigen.
  2. Wie intensiv und bewusst diese Gefühle wahrgenommen werden, darüber lässt sich jedoch nur spekulieren.
  3. Es ist hingegen eindeutig erwiesen, dass Hühner auf schlechte Bedingungen reagieren.

Küken beispielsweise, die einzeln aufgezogen werden, reagieren darauf mit einer erhöhten Frequenz von Belastungslauten, was eindeutig auf Angstzustände hindeutet. Und je länger diese Isolation andauert, desto häufiger und intensiver sind die Laute zu vernehmen.

Schützende Sträucher und ein Sandbad steigern das Wohlbefinden der Hühner. Bilder: Fabienne Schenkel

Hühner sind aber nicht nur in der Lage, die eigenen Angstzustände durch Lautäusserungen kundzutun, sie können sie auch bei Artgenossen erkennen und ebenfalls darunter leiden. So gesehen, verspüren sie also eine Art Mitgefühl, sie können sich in ihre Artgenossen hineinversetzen.

Sind Küken etwa einem auch nur leichten Luftzug ausgesetzt, ist bei den Hennen eine erhöhte Pulsfrequenz auszumachen. Zudem sind sie wachsamer, rufen ihre Küken häufiger zu sich und reduzieren ihre eigene Körperpflege auf ein Minimum. Hier sprechen Forscher von einem typischen Angstverhalten. Angstfrei brüten Ein anderes Beispiel: Kommt ein Besucher aufgeregt oder nervös in den Hühnerhof, überträgt sich dieser Gemütszustand meist auch auf das Huhn, das mit nervösem Flattern oder gar einem Fluchtversuch reagiert.

Nimmt dies einmal einen ungünstigen Ausgang, indem sich das Huhn beispielsweise verletzt, verbindet es die Begegnung mit dem Menschen schnell mit etwas Negativem. So wird es sich auch in Zukunft nervös verhalten und damit wiederum steigt die Gefahr einer erneuten Verletzung.

  1. Sind Hühner verängstigt, kann sich das auch auf ihre Legetätigkeit auswirken.
  2. Verschiedene Versuche zeigen eindrücklich, dass ein Huhn in verängstigtem Zustand deutlich weniger Eier und meist auch kleinere Exemplare legt.
  3. Weshalb das so ist, konnte wissenschaftlich bisher noch nicht eindeutig erklärt werden.

Klar ist aber, sind die Angstzustände einmal chronisch, kann das zu gesundheitlichen Problemen und somit zu viel Leid führen. Selbst dann, wenn keine körperliche Verletzung ersichtlich ist. Besonders in der Brutzeit ist eine möglichst angst- und stressfreie Atmosphäre zu schaffen.

Andernfalls kann dies Auswirkungen auf die Küken haben. Sie erfahren oftmals eine kognitive Beeinträchtigung. Denn auf Stress reagiert der Hühnerkörper mit einer erhöhten Produktion von Stresshormonen, den sogenannten Kortikosteronen. Diese Hormone bereiten den Körper auf geeignete Reaktionen als Antwort auf Stressreize vor.

Also auf das Kämpfen oder Fliehen. Gibt es kurz vor der Eiablage viel Stress, werden grosse Mengen der Hormone ans Ei abgegeben. In hohen Dosen kann das die kognitive Entwicklung der Küken beeinflussen. Dieser sogenannte pränatale Stress kann die Empfänglichkeit der Küken für Prägereize abschwächen.

  • Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Küken ihr Leben lang ängstlich und empfindlich auf Veränderungen reagieren.
  • Stress muss aber nicht unbedingt durch einen Feind ausgelöst werden, er entsteht auch, wenn das Huhn im Sommer beispielsweise zu wenig Wasser erhält oder zu grosser Hitze ausgesetzt ist.

Denn Hühner ertragen hohe Temperaturen weit weniger gut als tiefe, zudem sind sie nicht in der Lage zu schwitzen, da ihnen die Schweissdrüsen fehlen. Je sicherer, desto weniger gestresst Hühner gönnen sich gerne ein Staubbad, scharren im Gras oder picken Körner vom Boden auf.

Werden sie daran gehindert, zeigen sie sich frustriert. Laut Joseph Barber, Professor an der Universität von Pennsylvania, erkennt man dies an ihrem Aggressivitätszustand und am sogenannten «gakeln». Dabei handelt es sich um einen anfangs langen jammernden Ton, der von einer Reihe kurzer betonter Laute abgelöst wird.

Hört man den Laut zu oft, ist dies ein eindeutiges Zeichen, dass die Tiere einen Mangel an arttypischen Verhaltensweisen haben. Doch nun zurück zur eingehenden Frage. Was kann ich tun, um meine Hühner glücklich zu machen? In erster Linie ist eine ruhige und stressfreie Umgebung zu schaffen.

  • Damit ist schon viel für ihr Wohlbefinden erreicht.
  • Hierzu gehört, dass die Tiere genügend Schlafmöglichkeiten zur Verfügung haben und nicht um einen Platz kämpfen müssen.
  • Ausreichend Legenester, die geschützt und etwas abgedunkelt sind.
  • Ein abwechslungsreicher Auslauf mit Bäumen, Sträuchern oder Büschen.

Einerseits bieten diese Schutz vor Greifvögeln, was den Tieren mehr Sicherheit gibt und somit zu weniger Stress führt; andererseits haben sie so Rückzugsmöglichkeiten – um zum Beispiel nach einem Rangordnungskampf etwas zur Ruhe zu kommen oder um etwas Abkühlung im Schatten zu finden.

  • Ausserdem braucht es einen ungestörten, überdeckten Ort, wo die Hühner ihr tägliches Sandbad nehmen können.
  • Hühner brauchen auch ausreichend Platz, doch was heisst das? In Experimenten hat man versucht, Hühner die Grösse ihres Auslaufes selber bestimmen zu lassen.
  • Dazu wurden sie angeleitet, auf Knöpfe zu picken.

Je nach Knopfdruck vergrösserte sich der Auslauf oder aber er wurde kleiner. Man müsste nun annehmen, dass die Tiere bestrebt waren, ihren Auslauf zu vergrössern. Doch erstaunlicherweise war dies nicht bei allen der Fall. Ranghohe Hühner bevorzugten weniger Raum, während sich rangniedere Tiere in grösseren Räumen wohler fühlten.

Zu erklären ist dies am ehesten damit, dass dominante Hühner in kleineren Räumen ihre Gegner leichter vertreiben können und sie einfacher zu den Ressourcen kommen, während in grösseren Räumen mehr Ausweichmöglichkeiten bestehen. Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere neue Website übertragen. Es kann daher sein, dass Darstellungsfehler auftreten.

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Wie zeigt ein Huhn Zuneigung?

Geflügel Als Haustier hält man sich gern ein Tier mit Fell, das sich knuddeln und streicheln lässt. An ein Huhn denkt man dabei in der Regel nicht. Doch auch Hühner kann man in die Arme nehmen und eine wertvolle Beziehung zu ihnen aufbauen. E in Huhn als Kuscheltier in der Wohnung? In unseren Breiten kommt das eher weniger vor.

  1. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden «Stubenhühner» jedoch immer mehr zum Trend.
  2. Hielt man in den USA bis vor Kurzem Hühner selbst in grossen Städten wie Miami, San Francisco oder Los Angeles noch zwecks Selbstversorgung im Hinterhof, werden Hühner heute immer häufiger in den Wohnungen gehalten.

Das erinnert an den Fall des Hamburger Haushuhns Lotte, über den wir in der «Tierwelt» 26/2012 berichteten. Das Halten von Hühnern ist in den meisten amerikanischen Städten zwar verboten, und ihre Besitzer haben die nicht immer vergnügliche Aufgabe, den Tieren dauernd hinterherputzen zu müssen, da sie nicht stubenrein zu kriegen sind.

Doch das nehmen sie in Kauf, denn, so sagen sie, ein Huhn bellt nicht, kratzt nicht an der Türe und legt obendrein noch zuverlässig Eier. Eier, mit denen man gerne auch mal die Nachbarn besticht, damit diese sich nicht am neuen Mitbewohner stören. Diese Haltung mag aus Sicht der städtischen Hühnerbesitzer stimmen – empfehlenswert und artgerecht ist sie nicht.

Vertrauen muss verdient werden Ein Huhn sollte nicht als Kuscheltier gehalten werden, denn dabei kommt das artentypische Verhalten, wie das Scharren am Boden oder das Picken nach Essbarem, zu kurz. Ein Huhn muss aber andererseits nicht ausschliesslich als Nutztier gesehen werden.

Auch wenn man die fast täglich gelegten frischen Eier gerne entgegennimmt, kann ein Huhn auch sonst viel Freude bereiten. Sei es beim Anblick des farbenfrohen Gefieders, beim Beobachten des emsigen Treibens im Hühnerhof oder beim Füttern. Oder eben beim Streicheln, denn auch Hühner können zutraulich werden und zeigen Freude und Interesse, wenn man den Hüh­nerhof betritt.

Voraussetzung dafür ist jedoch viel Vertrauen zwischen dem Tier und dem Menschen. Vertrauen, welches man sich beim Geflügel sicherlich härter erarbeiten muss als bei den meisten Säugetieren. Ein langsamer, aber stetiger Aufbau ist Voraussetzung für das Gelingen.

Zutrauliche Hühner picken einem das Futter aus der Hand. Bild: Fabienne Schenkel

Wie bei anderen Tierarten bestimmt auch bei den Hühnern die Rasse und nicht zuletzt der Charakter jedes einzelnen Tieres, wie viel Zeit es braucht, um Vertrauen zu einem Menschen aufzubauen. Hühnerrassen aus Asien wie die Ko Shamo oder Zwerg-Cochin beispielsweise gelten als sehr zutraulich.

Mediterrane Rassen wie die Italiener sind eher scheu und zurückhaltend, während das Appenzeller Spitzhaubenhuhn als vorwitzig und impulsiv gilt. Entscheidend ist auch, wie lange man das Tier bereits kennt. Eine grosse Hilfe ist es, wenn man das Huhn schon vom Schlupf an betreut. So gewöhnt es sich bereits ab der ersten Minute an die Stimme des Halters.

Diese erste Orientierung an einem Lebewesen oder Objekt nennt man Prägung. Das Erfassen von groben, allgemeinen Merkmalen eines Gegenstandes ist in den ersten 13 bis 16 Stunden nach dem Schlupf ausgebildet. In dieser Zeit sind die kleinen Küken sehr reizempfänglich.

  1. Werden sie dann beispielsweise regelmässig in die Hand genommen, gewöhnen sie sich viel rascher an den Duft eines Menschen und daran, dass sie in den Händen gehalten werden.
  2. Dieses Vertrauen kann auch an Ausstellungen ein wichtiger Vorteil sein.
  3. Zeigt sich das Huhn friedlich, wenn der Experte es aus dem Käfig nimmt, macht dies einen guten Eindruck.

Nicht zuletzt regt sich das Huhn weniger auf, wenn die Hand des Experten in den Käfig greift. Die Gefahr, dass es sich dabei das Gefieder am Gitter durcheinanderbringt oder sich gar verletzt, ist geringer.

Mehlwürmer als Leckerbissen. Bild: Fabienne Schenkel

Wer ein Huhn oder einen Hahn erst als ausgewachsenes Tier in den eigenen Hühnerhof holt, weiss in der Regel nicht, was es bis dahin mit Menschen erlebt hat. Das macht es schwieriger, Gründe für ein allfälliges Misstrauen herauszufinden und diesen entgegenzuwirken.

Hier ist noch mehr Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Ob man nun das Herz eines Huhnes bereits als Küken oder erst in dessen späterem Lebensverlauf erobern will, es wird immer eine spannende Herausforderung sein. Eines haben allerdings alle Tiere (und angeblich sogar die Menschen) gemeinsam: Liebe und Zuneigung geht bei ihnen durch den Magen.

Denn mit einer Delikatesse lässt sich jedes Huhn aus dem Stall locken. Als Leckerbissen eignen sich Weizen, Mehlwürmer oder auch Karotten. Bei Letzteren empfiehlt es sich, die Hühner bereits vom Kükenalter her daran zu gewöhnen. Um die Tiere anzulocken und vertraut zu machen, sollte allerdings nie das gleiche Futter verwendet werden, welches sie täglich angeboten bekommen, denn sonst fehlt der Anreiz.

  1. Scheuen Rassen hilft das Radio Da Hühner Gewohnheitstiere sind, ist es von Vorteil, die Leckerbissen vor allem am Anfang immer am gleichen Ort anzubieten und den Auslauf an der gleichen Stelle zu betreten.
  2. Im Idealfall tut man dies auch noch immer zur gleichen Tageszeit.
  3. So wissen die Hühner bereits nach wenigen Tagen, was sie erwartet, und verlieren ihre skeptische Haltung gegenüber dem Eindringling rascher.

Diese Erwartung verstärkt sich im Laufe der Zeit, sodass man nach kurzer Zeit nur noch die Türe öffnen muss, und schon rennen einem die Hühner aufgeregt gackernd entgegen. Einige Hühner werden ihre Scheu schneller ablegen als andere. Bei diesen ganz Neugierigen kann man versuchen das Futter auf die offene Handfläche zu legen und sie daraus picken zu lassen.

Trotz des etwas bedrohlich wirkenden Schnabels sind Hühner vorsichtig beim Picken und fügen keine Schmerzen zu. Es fühlt sich an, wie wenn jemand mit dem Fingernagel auf die Handfläche klopft. Während der ganzen Zeit im Auslauf empfiehlt es sich mit den Hühnern zu sprechen. Eine gleichmässige, ruhige Tonlage beruhigt die Tiere genauso wie langsame, kontrollierte Bewegungen.

Manchmal hilft es auch, wenn man Küken von scheuen Rassen an Radiogeräusche gewöhnt. So erschrecken sie auch später nicht so leicht ab verschiedenen Geräuschen. Es genügt, das Radio morgens oder abends für eine Stunde laufen zu lassen. Um weiteres Vertrauen zu gewinnen, kann man die Hühner abends auch von der Sitzstange nehmen und sie auf Ungeziefer kontrollieren.

So gewöhnen sie sich daran, in die Hand genommen zu werden. Auch hier kann es helfen, mit den Tieren zu sprechen. Der bekannte Tonfall beruhigt sie und gibt ihnen Sicherheit, auch wenn sie die Worte nicht verstehen können. Aber selbst mit all diesen kleinen Tricks gewinnt man die Zutraulichkeit eines Huhnes nicht über Nacht.

Hier ist viel Geduld gefragt, die sich aber auf jeden Fall auszahlen wird. Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere neue Website übertragen. Es kann daher sein, dass Darstellungsfehler auftreten. Diese können Sie uns mit folgendem Formular melden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Farbe beruhigt Hühner?

Jeder Geflügelzüchter weiß, worauf Küken und auch Hühner reagieren: die Farbe rot. Aus diesem Grund sind z.B. die Ränder der Tränken rot, damit die Küken schnell das Wasser finden, ebenso die Kükenfutterteller und die Futterautomaten. Rot hat somit eine Signalfarbe für Hühner. Das ist nichts neues. Und auch bei rotem Licht verhält es sich nicht anders. Eine Rotlichtlampe spendet nicht nur Wärme sondern auch Licht. Rotes Licht, dass Küken und Hühner magisch anzieht. Warum ist das so? Und was für Besonderheiten gibt es noch in Bezug auf Licht und Beleuchtungsquellen im Hühnerstall? Licht ist gut, ebenso wie Wärme, aber beides kann auch durchaus Probleme bereiten: so kommen Küken bei einer Rotlichtlampe im Stall kaum zur Ruhe, das rote Licht hält sie nicht nur wach, sondern auch äußert aktiv. Wärme ist zwar primär gut für das Wachstum, aber zu viel Wärme, vor allem in Kombination mit zu wenig Sauerstoff und zu viel Ammoniak in der Luft, macht aggressiv. Die falsche Beleuchtung kann zu schwerwiegenden Problemen bei der Aufzucht und Haltung führen. Doch wenden wir uns erst einmal einigen grundlegenden Dingen zu. Was ist Licht? Licht ist elektromagnetische Strahlung, die aus Photonen, also Elementarteilchen (=Quanten) besteht. Sie wird in Wellen von einer Lichtquelle gesendet. Als Licht bezeichnet man den für das Auge sichtbaren Teil der elektromagnetischen Strahlung mit Wellenlängen von 380 nm bis 750 nm. Das entspricht Frequenzen von etwa 789 THz bis 400 THz, wobei jede Wellenlänge einem Farbeindruck entspricht. Die Spektralfarben des natürlichen Sonnenlichts reichen von kurzwelligem Violett (380–420 nm / 789,5–714,5 THz) über Blau (420-490 nm / 714,5–612,5 THz), Grün (490–575 nm / 612,5–522,5 THz), Gelb (575–585 nm / 522,5–513,5 THz), Orange (585–650 nm / 513,5–462,5 THz) bis zum langwelligen Rot (650–750 nm / 462,5–400,5 THz). An das sichtbare Licht grenzen Infrarotstrahlung mit Wellenlängen zwischen 780 nm und 1 mm und Ultraviolettstrahlung mit Wellenlängen zwischen 10 nm und 380 nm. Während die Netzhaut des Menschen mit hoch sensitiven Stäbchen für das Sehen in der Dämmerung und drei verschiedenen Typen von Zapfen für das (im vergleich zu Hühnern unterentwickelte) Farbensehen (Trichromasie, rot, grün, blau) verschiedener Wellenlängen zwischen 410 und 680 nm ausgestattet ist, verfügen Hühner über zwei weitere Zapfentypen und können dementsprechend mehr Farben im Bereich von 320 – 700 nm unterscheiden als der Mensch. Des weiteren befinden sich bei Hühnern Öltröpfchen in den Zapfen der Retina. Aufgrund einer UV-durchlässigen Augenlinse erkennen sie auch UV-Licht und sog. Schillerfarben (Pentachromasie). Das gibt ihnen die Möglichkeit zur Geschlechtsdifferenzierung, Individualdifferenzierung, sowie zur Futterbeurteilung. Bei viel Licht können Hühner Farben gut unterscheiden, Dunkelheit schränkt das Sehvermögen jedoch stark ein. Während Hühner auf kurze Distanz gestochen scharf sehen, können sie ab einer Entfernung von 25 – 50 m nur noch schlecht sehen, was erklärt, warum sie sich nicht weiter von ihrem sicheren Stall entfernen. Zur Scharfstellung der Sehkraft bewegt das Huhn den Kopf in der für ihn typischen Bewegung im Gehen. Das sind aber nicht die einzigen Unterschiede in der Sehweise. Fehlt bei einer künstlichen Beleuchtung im Hühnerstall, z.B. durch den Einsatz von Leuchtstoffröhren, der UV-Anteil im Lichtspektrum, nehmen Hühner die Umgebung nicht nur deutlich heller war, sondern sehen sie nur in den Komplementärfarben (Falschfarben). Das Lichtspektrum von künstlichen Lichtquellen: eine herkömmliche Glühlampe erzeugt eine sehr hohe Wärmeabstrahlung (Infrarot) im Verhältnis zur Lichtausbeute. Diesen ‘Effekt’ hat man bei einer Leuchtstoffröhre nicht. Jedoch ist das Lichtspektrum mit Peaks im blauen, grünen und gelben Bereich dem vom Sonnenlicht kaum vergleichbar, wobei die Lichtintensität (ideal 10-30 LUX, optimal 10-20 LUX, dauerhaft nicht weniger als 6 LUX) wesentlich wichtiger ist als die Wellenlänge des Lichtes. Und es gibt noch einen weiteren, gravierenden Nachteil der Leuchtstoffröhren, der sich aus der Bildauflösung der Hühner ergibt. Das Auflösungsvermögen des Hühnerauges ist mit bis zu 160 Hz größer als das des menschlichen Auges mit 15 – 80 Hz. Durch dieses Hochfrequenzsehen nimmt der Vogel langsamere Bild- und Lichtfrequenzen in Einzelbildern wahr und mit Wechselstrom (50 Hz / 100 Hz) betriebene Leuchtstoffröhren flackern ununterbrochen wie ein Stroboskop. Gegensteuern kann man mit Vollspektrum-Leuchtstoffröhren mit einem EVG (Elektronischen Vorschaltgerät), dass die Frequenz auf > 2000 Hz erhöht. Dazu kommt, dass ein Huhn ein anderes Blickfeld hat als der Mensch: die seitliche Anordnung der Augen mit einem Gesichtsfeld von 360° ermöglicht den Hühnern zwar einen guten Rundum-Blick, macht ein räumliches Sehen aber unmöglich, zumal sich das Sichtfeldes beider Augen nur gering überschneidet. Ein räumliches Sehen wird erst durch das Hin- und Herdrehen (Positionierungsbewegungen) des Kopfes möglich, wobei das Objekt mit beiden Augen fixiert wird. Auch die Lichtfarbe hat einen Einfluss auf die Gesundheit der Hühner: während Hühner bei blauem Licht schlecht sehen, wirkt sich grünes und rotes Licht (620 nm), dass ein Huhn 3 – 4 mal so hell wahr nimmt wie der Mensch, günstig auf Hypothalamus und Hypophyse aus. UV-A und Schwarzlicht nimmt das Huhn 40 x so hell war wie der Mensch. Am sensitivsten gegenüber Farben sind Hühner vor Beginn der Legetätigkeit. Hühner benötigen – altersabhängig – eine unterschiedlich lange Beleuchtungsdauer im Stall. Während Küken noch 20 Stunden oder mehr benötigen, reichen bei erwachsenen Hühnern 8-10 Stunden völlig aus. Das Licht hat entscheidenden Einfluss auf den Lebensrhythmus eines Huhnes, es reguliert die innere Uhr und regelt den Wach-Schlaf-Rhythmus genau so wie die Aktivitäts- und Ruhephase, und das Fressverhalten. Auch die Mauser wird durch das Verkürzen der Tageslichtlänge ausgelöst, da das Licht einen großen Einfluss auf die Hormone der Hypophyse und das Schilddrüsenhormon Thyroxin ausübt. Eine falsche Beleuchtung kann im schlimmsten Fall zu Fehlverhalten, Krankheit und sogar Todesfällen führen (Aggressionsverhalten, Federpicken, Zehenpicken, Kannibalismus, Selbstverstümmelung, Eierverlegen, Unterernährung, Fußballenabszesse, Sohlenballengeschwüren, nekrotisierende Dermatitis). Doch was sind nun die Gründe für Federpicken, Zehenpicken und Kannibalismus? Neben den nun folgenden Faktoren kommt auch der falschen Beleuchtung eine enorme Bedeutung zu:

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Fehlversorgung mit Wasser, Futter, Mineralstoffen Futter in Mehlform, dass dazu verleitet, Futterrest abzupicken zu hohe Besatzdichte (Stallüberbelegung) Schlechtes Stallklima, hoher Ammoniakgehalt in der Luft, zu wenig Sauerstoffgehalt, zu warm, zu schmutzig Ungezieferbefall (rote Vogelmilbe, nordische Vogelmilbe, Federlinge) fehlende Möglichkeit zum Sandbaden Nervosität Langeweile starke Sonneneinstrahlung, grelles Licht

Wie kann man gegensteuern? Indem man zum einen versucht, die auslösenden Faktoren auszuschalten, und durch vorübergehende Reduktion der Helligkeit im Stall (Licht aus, dimmen), oder Einsatz von rotem Licht ohne Wäremabstrahlung. Mit einem gezielten Lichtprogramm kann man auch die Legetätigkeit steuern: mit einer Reduzierung der Tageslichtlänge kann einem zu frühen Legebeginn entgegengewirkt, und negativem Verhalten der Tiere vorgebeugt und gleichzeitig das Eigewicht gesteigert werden.

eine gleichmässige Lichtstärkeverteilung von 10 – 20 LUX im gesamten Stall für 8 – 10 Stunden, gedimmtes Licht im Bereich der Nester Flimmerfreiheit der Lichtquelle, z.B. durch eine Vollspektrum-Leuchtstoffröhren mit einem EVG > 2000 Hz / LED Beleuchtung mit UVA-Anteil Dimmbarkeit der Lichtquelle Angepasste Lichtfarbe (Vollspektrum-Leuchtstoffröhren / Tageslichtlampe)

Was darf im Hühnerstall nicht fehlen?

Den Hühnerstall einrichten aber sinnvoll! – Die Ansprüche des Huhns an seine Behausung weichen von den menschlichen Ansprüchen an den Hühnerstall deutlich ab. Das Huhn ist mit einer Sitzstange, Futter- und Wassertrog, sowie Legenest durchaus zufrieden.

Zugfrei sollte das Drumherum sein und auch Licht findet das Huhn angenehm, allerdings ohne pralle Sonne im Stall. Hinweis Modifiziert man nun die spartanischen Ansprüche des Huhns mit den optischen Vorstellungen und Komfortwünschen des Halters, so erhält man den perfekten Hühnerstall, der alles bietet, was nötig ist und alles „Überflüssige” ausschließt.

Statt Futter- und Wassernäpfe sind Spender aus hygienischem Material sicherlich für den Halter deutlich angenehmer, für das Huhn spielt es hingegen kaum eine Rolle, ob Napf oder Spender – Hauptsache, das Wasser ist immer frisch und sauber. Ebenso verhält es sich mit den Legenestern die es in diversen Variationen gibt. Vom First Class Legenest, bis hin zur Bananenkiste erfüllt es die Ansprüche des Huhns in jedem Fall, für den Halter sind Optik und Handling das wohl entscheidende Kriterium.

  1. Mit den Sitzstangen verhält es sich ähnlich.
  2. Eine einfache Latte, ein Mauervorsprung oder ein anderweitig erhöhtes Plätzchen macht das Huhn schnell glücklich.
  3. Für den Halter hingegen bieten sich Sitzstangen mit Kotbrettern an, da der Stall so nicht nur optisch gut aussieht, sondern zudem den Arbeitsaufwand deutlich verringert.

Immerhin ist der Halter derjenige, der für die Reinheit im Stall sorgen muss und da ist jede Arbeitserleichterung ein Segen. Unser Tipp Der Innenausbau sollte somit von Seiten des Halters gut durchdacht sein, um den Hühnern den größtmöglichen Komfort zu bieten und ihm selber das einfachste Handling.

Wie warm soll es im Hühnerstall sein?

Schon eine leichte Hitzebelastung bei noch relativ milden Temperaturen kann die Leistungen in der Geflügelhaltung bereits negativ beeinflussen. Daher ist es von großer Bedeutung, sich über Klimasysteme Gedanken zu machen, die für ausreichend Zuluft und Luftbewegung sorgen und damit den Stress bei den Tieren reduzieren.

24 bis 29°C: Die Futteraufnahme sinkt. Durch angepasste Nährstoffzugabe kann die Produktivitätseffizienz aufrechterhalten werden. Allerdings kann die Größe der Eier sowie die Qualität der Schalen sinken.29 bis 32°C: Die Hühner werden noch weniger fressen. Dies schlägt sich in negativen Zunahmen wieder. Die Eier werden kleiner, die Schale wird dünner, die Eierproduktion sinkt.32 bis 35°C: Weiteres Absinken der Futteraufnahme und des Wachstums. Erste Überhitzungen bei Legehennen und schweren Vögeln tauchen auf.35 bis 38°C: Überhitzungen werden immer wahrscheinlicher. Futteraufnahme und Eierproduktion sind massiv eingeschränkt und die Wasseraufnahme ist enorm hoch ab 38°C. Das Überleben ist jetzt die größte Sorge

Was kann man gegen Hitze tun? Am effektivsten erfolgt die Wärmeabgabe von der Hühnerhaut in die Umgebung über bewegte Luft. Hierbei kann die warme Luft zwischen den Federn und an der Haut kontinuierlich entfernt werden und durch kühlere Luft aus der Umgebung ausgetauscht.

der durchschnittliche Temperaturbereich die Dauer der nicht optimales Temperaturen und die Temperaturextreme am Standort

Quelle: „Gut ausgestattet für den Sommer?” aus DGS Magazin 22/2016

Wie kann man den Hühnerstall wärmen?

Infrarotheizung oder Infrarotleuchten? – Die Nutzung von Infrarotwärme ist aus der Aufzucht von Jungtieren bekannt. Dabei existieren verschiedene Varianten, die eine Anpassung an die Begebenheiten des Hühnerstalls ermöglichen. Die erste Form der Infrarotwärme ist die Installation einer Infrarotheizung.

Diese Heizform ist sowohl als Infrarotstrahler als auch als Plattenheizung verfügbar. Strahler oder plattenartige Heizungen sind an Decken oder Wänden montierbar und benötigen zur Inbetriebnahme nur einen hausüblichen Stromanschluss. Im Gegensatz zu einem Heizstrahler erfolgt die Wärmeabgabe nahezu lautlos und wird gleichmäßig vom Heizkörper abgegeben.

Plattenförmige Infrarotheizungen besitzen den Vorteil, dass sie mit maximal fünf bis zehn Zentimetern Tiefe kaum Platz einnehmen und mit verschiedenen Motiven im Handel erhältlich sind. Die zweite Form der Infrarotwärme ist vor allem bei Züchtern bekannt.

Ist es schlimm wenn Hühner nass werden?

Ein nasses Huhn kann sich leichter erkälten und hat ein schlechteres Immunsystem. Bringt es zu viel Nässe in die Einstreu, ist der feuchte Stallboden ein perfekter Nährboden für Parasiten und Bakterien. Auch Schimmel kann sich bilden, und die toxischen Schimmelsporen von den Hühnern aufgenommen werden.

Sind Haferflocken gut für Hühner?

Haferflocken für Hühner nicht optimal sind. Eine einseitige Ernährung mit Hafer würde unter anderem dazu führen, dass den Hühnern lebensnotwendige Nährstoffe fehlen, die der Hafer nicht liefert. So hat Hafer nur einen niedrigen Phosphor- und Calciumgehalt.

Wann dürfen Hühner raus?

Raus an die frische Luft! Geflügel Nun kommt die Zeit, in der Hennen und ­Küken ins Freie dürfen. Wichtig ist, dass sie gut vor Feinden geschützt sind. Auch sonst gibt es beim Thema Auslauf einiges zu beachten. Erste Schritte in die Wiese hinaus: Auslauf macht die Küken widerstandsfähiger.

(Bild: Fabian Schenkel) Hühner gehen gern ins Grüne. Erfahrene Züchter berichten, dass ihre Küken ins Gras dürfen, sobald dieses bereits am Morgen trocken ist. Etwas präziser ist da das Aviforum in den Lehrmitteln für die angehenden Geflügelzüchter: Besonders tierfreundlich gehaltene Legehennen müssen an ihrem 43.

Lebenstag ins Freie. Viele Rassegeflügelzüchter lassen ihre Hühner meist schon früher raus. Die Auslaufzeiten sollten dem Wetter angepasst werden. In den ersten 14 Lebenstagen empfiehlt sich ein Aussenspaziergang nur bei Sonnenschein und Windstille. Mit zunehmendem Alter sind die Küken nicht mehr so empfindlich, und sie merken selbst, wenn ihnen zu kalt wird und sie sich besser in den Stall zurückziehen.

  • Regelmässiger Auslauf für junge Hühner ist gut für die Gesundheit und macht sie widerstandsfähiger.
  • Obwohl die Küken die Wärme der Sonne suchen, müssen besonders im Hochsommer auch Schattenplätze zur Verfügung stehen.
  • Hühner lieben es, wenn sie im Auslaufgehege ein zusätzliches Wassergefäss finden und nicht für jeden Schluck ins Hühnerhaus zurückmüssen.

Besonders geeignet für junge Hühner sind Obstanlagen. Alfred Mehner schreibt im Lehrbuch zur Geflügelzucht, dass die Junghennen früher in Gruppen von 50 bis 80 Tieren in mobilen Ställen in den Obstgärten gehalten wurden. Die Bäume spenden im Sommer genügend Schatten und im Gegenzug fressen die jungen Hühner erhebliche Mengen von Ungeziefer.

Rähen sind unberechenbare Feinde Der Freilauf für Küken birgt aber auch Gefahren. Der Fuchs ist mittels eines guten Zauns, der 10 bis 20 Zentimeter im Erdreich eingegraben ist, tagsüber gut von den Hennen fernzuhalten. Als zusätzliche Abwehrmassnahme kann man oberhalb des Zauns einen Elekrodraht ziehen.

Tagsüber ist es jedoch weniger der Fuchs, der auf der Lauer liegt. Meistens kommt der Feind aus der Luft. Greifvögel können durchaus nach Küken greifen. Sie brauchen dazu genügend Platz und eine grosse An- und Abflugschneise. Diese kann durch Bäume, Sträucher oder verdrehte Farbbänder verringert werden.

Aufgehängte Spiegel oder Uhu-Attrappen können ebenfalls helfen, Greifvögel fernzuhalten. Einige Züchter erzählen von einem speziellen Trick: Hält man in einer Herde mit weissen Hühnern eine einzelne schwarze Henne, so glauben Greifvögel, es handle sich um eine Krähe. Diese allerdings sind ihrerseits die unberechenbarsten Feinde, wie die Erfahrung zeigt.

Sie scheuen den Menschen nicht und nähern sich in Etappen. Haben sie ein Küken erwischt, sind sie schnell wieder zurück und können innert kurzer Zeit mehrere Tiere erlegen. Ein Hobbyzüchter macht sich weniger Gedanken darüber, zu welchem Zeitpunkt er seine Hühner in den Auslauf lässt.

Anders die wirtschaftlich orientierten Geflügelhalter; dort dürfen die Hennen erst hinaus, wenn die Eier gelegt sind, damit sie nicht durch schmutzige Hühnerfüsse verdreckt werden. Ein weiterer Grund, der gegen viel Freigang spricht, betrifft die Futteraufnahme. Damit die Legeleistung erhalten bleibt, müssen die Hennen jeweils morgens und abends genügend Futter im Stall zu sich nehmen.

Nur so reichen die Nährstoffe für die kontinuierliche Eierproduktion aus. Hühner sollten täglich Auslauf haben Hat man viele Hühner, so lässt man sie bei Regen, Schnee und Wind am besten im Stall, damit die Rasenfläche nicht kahl gefressen wird. Halter von mehreren Hundert Hennen haben für Schlechtwetterphasen einen Wintergarten oder ungedeckten Laufhof als Ersatz.

  • Eine andere Möglichkeit, um den Rasen zu schonen, besteht darin, die gesamte Auslauf­fläche in zwei oder drei Teilbereiche zu unterteilen, sodass sich jeweils eine Fläche ständig erholen, also das Gras nachwachsen kann.
  • Zu hoch sollte das Gras aber nicht sein.
  • Horst Müller beschreibt im Buch zur Kükenaufzucht besondere Saatmischungen für das Gras im Kükenauslauf.

Als ungeeignet gelten Weiden mit sauren Gräsern. Am besten wird das Gras kurz geschnitten wie bei einem englischen Rasen. Dadurch wird er strapazierfähiger. Bei hohem Gras besteht das Risiko, dass sich die Hennen zwischen den Grasbüscheln Mulden scharren und darin ein Staubbad nehmen.

Ausserdem fressen Hühner lieber kurzes Gras. Hält man eine Rasse mit befiederten Läufen, ist der regelmässige Rasenschnitt unerlässlich. Nur so werden die Federn an den Füssen nicht zerschlissen und die Tiere können sich gut fortbewegen. Wichtig für «glückliche» Hühner ist viel Auslauf und genügend Platz, damit die Grasnarbe stets erhalten bleibt.

In der Wirtschaftsgeflügelzucht gibt es das Tierhaltungsprogramm RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien), welches für eine tierfreundliche Haltung steht. So schreibt RAUS den Bauern vor, dass die Junghennen ab dem 43. Lebenstag täglich spätestens von 13 Uhr bis mindestens 16 Uhr freien Zugang zur Weide haben müssen.

Pro Tag müssen die Hennen mindestens fünf Stunden in der Weide scharren können. Nur bei schlechtem Wetter kann der Bauer den Freilauf einschränken. Das sind alles Vorgaben, die wohl auch jeder private Hühnerliebhaber einhält. Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere neue Website übertragen. Es kann daher sein, dass Darstellungsfehler auftreten.

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: Raus an die frische Luft!

Wie viel Grad können Hühner draußen bleiben?

Kälte Hühner gelten als kälteresistente Tiere. Erkältungen und Erfrierungen können sie aber dennoch heimsuchen, wenn ihr Stall schlecht durchlüftet ist und die Einstreu zu wenig gewechselt wird. Denn Feuchtigkeit macht ihnen mehr zu schaffen als Minustemperaturen.

Kälte, Schnee und wenig Nahrungsmöglichkeiten veranlassen Vögel in den Wintermonaten, in den Süden zu ziehen. Doch nicht alle Vögel können den kalten Witterungsbedingungen entfliehen. Hühner mit ihrer geringen Flugfähigkeit und oftmals einem Leben in Gefangenschaft sind gezwungen, während des Winters in ihrer Heimat zu bleiben.

Die meisten Hühnerrassen haben es jedoch während ihrer Domestikation geschafft, sich auch in kalten Klimazonen zurechtzufinden. Im Allgemeinen ertragen Hühner die Kälte besser als die Wärme. Aber nicht alle Rassen sind gleichermassen wintertauglich. Als besonders kälteresistent wurde beispielsweise das Appenzeller Barthuhn für die Alpenregion gezüchtet, das Rheinländer Huhn für die Eifelbergregion oder das Chantecelerhuhn für die frostigen Gegenden Kanadas.

Rezeptoren in der Haut überwachen die Temperatur Hühner können Umwelttemperaturen sehr gut wahrnehmen. Zwar ist nach Carl Engelmann, ehemaliger Abteilungsleiter am deutschen Institut für landwirtschaftliches Versuchs- und Untersuchungswesen, noch wenig über die aufnehmenden Sinnesorgane beim Geflügel bekannt.

Doch aus Beobachtungen beim Menschen hat man einige Vermutungen angestellt. So geht man davon aus, dass die von dünnen Bindegewebeschichten eingehüllten freien Nervenendigungen – die sogenannten «Krauseschen Endkolben» – die Empfangsorgane für Kältereize sind.

Ihnen gegenüber stehen die «Ruffinischen Knäuel», die Empfangsorgane für Wärmereize. Beide Organe sind über den gesamten Körper verteilt. Beim Trinken reagiert das Huhn mit erstaunlicher Sicherheit und Empfindlichkeit auf Wärmereize. Bei Kältereizen zeigen sich die Tiere unempfindlich bis gleichgültig.

Daher geht man davon aus, dass in der Nähe des Schnabels mehr Wärmepunkte vorhanden sind. Hühner verfügen aber auch über eine vergleichsweise hohe Körpertemperatur. Sie liegt zwischen 39 und 44 Grad und ist damit um einiges höher als diejenige von Säugetieren.

  • Am wohlsten fühlen sich Hühner bei einer Aussentemperatur zwischen 17 und 28 Grad.
  • Dann bleibt die Körpertemperatur des Huhnes konstant.
  • Zu Veränderungen der Körpertemperatur führen meist höhere oder tiefere Umgebungstemperaturen.
  • Weitere Faktoren können die Rassezugehörigkeit, das Alter, die Legeleistung oder die Bewegungsintensität sein.

Ebenso beeinflusst der tägliche Stoffwechsel die Körpertemperatur. Normalerweise ist sie gegen sechzehn Uhr am höchsten und nimmt dann stetig ab, bis sie um Mitternacht ihren Tiefpunkt erreicht. Bei umstrittenen Versuchen in den Sechzigerjahren fand man heraus, dass das hungernde Huhn bei einer Aussentemperatur unter 17 Grad versucht, seine Körpertemperatur mit physiologischen Veränderungen aufrechtzuerhalten: durch ein Zusammenziehen der Blutgefässe an der Körperoberfläche, durch Steigerung des Stoffwechsels, Umstellung des Hormonhaushaltes oder durch Muskelzittern.

  1. Selbst minus 50 Grad hielten die Hühner aus, ohne dass sich ihre Körpertemperatur gefährlich senkte.
  2. Gänse ertrugen gar minus 90 Grad, Enten minus 100.
  3. Geschlossene Fenster sind zwar gut gemeint, erhöhen aber die Feuchtigkeit Doch auch wenn sich Hühner sehr kälte­resistent zeigen, sind sie nicht vor Erkältungen gefeit.

Meist ist der Auslöser aber nicht bei den tiefen Temperaturen zu suchen, sondern in der Hühnerunterkunft. Ist die Einstreu im Stall stets feucht, sind bald auch die Federn der Hühner nass. Wichtig ist deshalb eine saugfähige Einstreu wie Hobelspäne. Eine andere Variante ist ein Vordach beim Hühnertürchen.

Eine gute Durchlüftung im Hühnerstall ist bei Kälte besonders wichtig. Foto: Fabienne Schenkel

Oft schliessen Geflügelhalter im Winter die Fenster des Hühnerhauses, damit die Tiere nicht frieren. Da die kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnimmt, wird damit jedoch genau das Gegenteil erreicht. Die Feuchtigkeit setzt sich auf der Einstreu und den Tieren selbst ab.

  1. Wenn dann auch noch Durchzug herrscht, setzen relativ rasch die typischen Erkältungssymptome ein.
  2. Neben einer feuchten Nase erkennt man die Erkältung am schweren Atmen der Tiere.
  3. Erkältete Tiere sollten sofort von den übrigen isoliert werden, bis sie wieder genesen sind.
  4. Medikamente oder eine Impfung sind in der Hobbyzucht im Gegensatz zur wirtschaftlichen Geflügelzucht nicht verbreitet.

Einem Schnupfen vorbeugen kann der Züchter, indem er die Einstreu in der kalten Jahreszeit öfter wechselt. Die Legetätigkeit nimmt erst bei extremen Temperaturen ab Die Wintermonate bedeuten für den Züchter mehr Arbeit und weniger Lohn. Denn in den Wintermonaten legen Hühner weniger bis gar keine Eier.

  • Das Ausbleiben der Legetätigkeit beruht auf mehreren Faktoren.
  • Über die Gewichtung der einzelnen Punkte ist man sich in der Forschung nicht einig.
  • So spielt einerseits die Umgebung eine Rolle, andererseits aber auch die Dauer des Tageslichts, und nicht zuletzt soll auch der erbliche Faktor entscheidend sein.

In einem Artikel des «Agricultural Research Service» aus den Vereinigten Staaten wurde aufgrund intensiver Untersuchungen die beste Legetemperatur bei 13 Grad festgehalten. Dabei legten die Hühner am meisten Eier und verzehrten gleichzeitig am wenigsten Futter.

Die Untersuchung zeigte jedoch auch, dass die Legetätigkeit nur um fünf bis zehn Prozent sank, wenn die Temperatur in einem Bereich von vier bis 24 Grad konstant blieb. Bei minus fünf Grad sank die Tätigkeit hingegen auf 26 Prozent. Dies zeigt, dass die Legetätigkeit zwar durch die Aussentemperatur beeinflusst wird, aber erst bei extremen Temperaturen drastisch abnimmt.

Weiter stellte man bei der Untersuchung fest, dass die Eier bei fallenden Temperaturen grösser wurden und eine härtere Schale aufwiesen. Bei einem Versuch, bei dem der Hühnerstall den ganzen Winter durch zur einen Seite hin offen stand, ergab sich, dass die Legetätigkeit zwar abnahm, die Hennen dies jedoch in den warmen Jahreszeiten wieder aufholten.

  • Zudem trugen sie keinen gesundheitlichen Schaden davon.
  • Einzig der Futterverzehr war leicht erhöht.
  • Tränkewärmer für Hühner Sinken die Temperaturen im Hühnerstall unter null Grad, so gefriert das Trinkwasser.
  • Damit dies nicht geschieht, gibt es im Fachhandel praktische Hilfsmittel ab etwa 30 Franken.
  • Eine Variante ist ein Tränkewärmer in der Form einer elastischen Vollgummimatte.

Diese ist acht Millimeter dick und trittfest. Durch die quadra­tische Ausführung in der Grösse von 24 Zentimetern eignet sich die Unterlage für nahezu jede Tränke. Die Matte hat eine 2,5 Meter lange Zuleitung. Ist sie am Strom angeschlossen, sorgt sie stets für temperiertes Wasser.

Wo halten sich die Hühner in der Nacht auf?

Wann und wie lange schlafen Hühner? – Hühner schlafen in der Nacht. Abends begeben sie sich für die Nachtruhe in den Stall. Denn dort fühlen sie sich vor Räubern, die mit der Dämmerung zu jagen beginnen, sicher. Im Hühnerstall kommen die Tiere zur Ruhe, wenn es vollkommen dunkel und leise ist,

  • Die Hühner werden wach, sobald es wieder hell wird,
  • Denn der beginnende Tag ist für die Tiere ein Zeichen, dass die nächtliche Gefahr, von Fressfeinden gejagt zu werden, vorbei ist.
  • Wann der neue Tag anbricht, sagt den Hühnern ihre innere Uhr, die durch Lichtwechsel, Sonnenstand und Stoffwechsel gesteuert wird.

Wenn ein Hahn zur Gruppe gehört, zeigt er durch seinen Ruf an, wann es Zeit zum Aufstehen ist.

Können Hühner Kälte vertragen?

Hühner im Winter – Die richtige Haltung und Fütterung Hühner kommen im Winter sehr gut zurecht, sie gehören zum robusten Geflügel und ihr Federkleid schützt sie vor Kälte und Wind. Tatsächlich mögen Hühner kalte Temperaturen sogar lieber als Hitze. Langanhaltende Nässe und Dauerschneefall können jedoch sehr herausfordernd für die Tiere werden.

Sind Hühner nachts laut?

Tipps um die Nachbarn zu schonen –

Der Hahn kräht den ganzen Tag über Lassen Sie den Hahn morgens erst zu einer Zeit aus dem Haus, die für den Nachbarn als erträglich erscheint und sperren sie ihn abends rechtzeitig in den Stall. Sollte der Hahn tagsüber im Freien viel Lärm machen, ist es hilfreich, wenn Sie mit Ihren Nachbarn Zeiten vereinbaren, in denen der Hahn vorrübergehend im Stall bleibt. Den Großteil des Tages sollte er jedoch, wie die Hennen auch, seine Freiheit genießen dürfen. Wenn nichts hilft, sollten Sie den Hahn natürlich nicht den ganzen Tag einsperren, sondern ihn zu seinem eigenen Schutz lieber abgeben. Die Hühner gelangen in den Garten des Nachbarn Ohne Zweifel kann selbst das kleinste Huhn einen großen Schaden hinterlassen. Wenn sich herausstellt, dass Ihre Hennen in den Garten des Nachbarn gelangen, sollten Sie schnellstmöglich etwas hiergegen unternehmen. Denn bedenken Sie, dass diese Situation nicht nur für die Nachbarn unangenehm ist. Sie kann auch für Ihr Huhn bedrohlich werden, beispielsweise, wenn die Nachbarn einen Hund haben, der gern Hühner jagt. Finden Sie heraus, wie das Huhn in den Garten der Nachbarn gelangt. Eventuell gibt es Schlupflöcher im Zaun. Diese sollten Sie schnellstmöglich stopfen. Fliegen die Hühner über den Zaun, sollten Sie nicht als erstes an das Stutzen der Flügel denken, sondern Sie können in diesem Fall auch ein einfaches Geflügelnetz über das Gehege spannen. Die Hühner oder der Hahn sind nachts zu laut Nächtliches Gegacker im Stall ist durchaus möglich. Vor allem, wenn Sie das Licht eingeschaltet lassen oder die Sonne spät unter oder zeitig aufgeht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Hühner mit dem Gackern beginnen, recht hoch. In diesem Fall können Sie zum einen den Stall isolieren, sodass die Geräusche nur noch sehr gedimmt nach außen dringen. Zum anderen kann es helfen, das Licht nachts auszuschalten und die Fenster abzudunkeln.

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