Wann Muss Die Gallenblase Raus?

Wann Muss Die Gallenblase Raus
Wann sollten Sie Ihre Gallenblase entfernen lassen? – Gallensteine verschwinden leider nicht von allein wieder. Konservative Behandlungen wie eine medikamentöse Therapie oder eine Zertrümmerung der Steine mittels Stoßwellen verzeichnen eine hohe Rezidivrate.

  • Das bedeutet: Die Gallensteine kommen oftmals wieder.
  • Eine wirkungsvolle Alternative ist es, die Gallenblase operativ zu entfernen.
  • Die OP ist mittlerweile ein Routineeingriff.
  • Steine, die in der Gallenblase entstehen, können sie von innen schädigen.
  • Daher rechtfertigt jeder Stein, der einmal symptomatisch wird, die operative Entfernung der Gallenblase.

Akut notwendig wird die Operation, wenn es zu einer Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) kommt. Die weitaus meisten Gallenblasenentzündungen werden durch Steine verursacht. Oftmals entsteht so die chronisch-vernarbende Gallenblasenentzündung, die sogenannte Schrumpfgallenblase, aus der sich Gallenblasenkrebs entwickeln kann.

Wann soll die Gallenblase entfernt werden?

Wenn Gallensteine Beschwerden verursachen, lautet heute meist die Empfehlung: Cholezystektomie. Das bedeutet, die kleinen Plagegeister werden mitsamt der Gallenblase entfernt. Dank minimalinvasiver „Schlüsselloch-Chirurgie” erholen sich die Patientinnen und Patienten in der Regel schnell von dem Eingriff.

  • Ohne Gallenflüssigkeit könnten wir fetthaltige Nahrung nur schwer verdauen.
  • Nichtsdestotrotz kann man sehr gut ohne Gallenblase leben”, sagt Prof. Dr.
  • Marty Zdichavsky.
  • Die Chefärztin der Chirurgie erklärt, warum das circa zehn Zentimeter große, birnenförmige Hohlorgan entbehrlich ist: „Gallensekret wird nicht in der Gallenblase, sondern in der Leber produziert – und das kontinuierlich.

Von der Leber wandert das Sekret in den Darm. Die Gallenblase, die direkt unterhalb der Leber sitzt, dient lediglich als Zwischenspeicher.” Gallenflüssigkeit besteht aus Wasser, Mineralstoffen, Cholesterin, Bilirubin (einem Abbauprodukt der roten Blutkörperchen) und weiteren Stoffen.

  1. Verklumpen diese Bestandteile, lagern sich in der Gallenblase sogenannte Gallensteine ab.
  2. Nicht immer sind diese behandlungsbedürftig, dreiviertel der Gallensteinträger bemerken die kleinen, kristallartigen Ablagerungen zeitlebens nicht.
  3. Nur wenn die Steine Probleme bereiten und heftige Schmerzen und Koliken auslösen, besteht Handlungsbedarf.

Akut bringen Schmerzmittel, krampflösende Medikamente oder warme Wickel Linderung. Die qualvollen Attacken treten jedoch meist wiederholt auf. Ein Rückstau von Gallenflüssigkeit kann zudem schwere Komplikationen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.

Langfristig steigt das Risiko, an Gallenblasenkrebs zu erkranken. Wenn Gallensteine Beschwerden verursachen, sollten sie daher operativ entfernt werden. „Früher hat man die Steine zertrümmert oder einzeln aus der Gallenblase herausgeholt. Dabei können jedoch Komplikationen auftreten. Außerdem wird die Ursache des Problems nicht behoben.

Nach der OP können sich neue Steine ablagern. Sicherer ist es, die komplette Gallenblase samt Steinen zu entfernen”, erklärt Prof. Dr. Zdichavsky das heute gängige Verfahren. Für medizinische Laien mag dies zunächst nach einem sehr großen Eingriff klingen, doch Prof.

Dr. Zdichavsky beruhigt: Die Zeiten, in denen man den Bauch weiträumig öffnen musste, um an die Gallenblase zu gelangen, sind vorbei. Heute erfolgt der Eingriff in der Regel minimalinvasiv: Die Chirurginnen und Chirurgen setzen drei bis vier kleine Hautschnitte und operieren mithilfe eines sogenannten Laparoskops, eines stabförmigen Instruments, das mit einer Videokamera ausgerüstet ist.

„Durch die kleineren Schnitte kommt es zu deutlich weniger Wundinfektionen, die Patientinnen und Patienten benötigen nach der OP weniger Schmerzmittel und die Erholungszeit ist viel kürzer”, fasst Prof. Dr. Zdichavsky die Vorteile der minimalinvasiven Chirurgie zusammen. Dr. Marty Zdichavsky

Warum muss die Gallenblase entfernt werden?

Wann muss eine Operation an der Gallenblase erfolgen? – Die minimal-invasive Entfernung der Gallenblase ist mit Abstand die häufigste minimal-invasive Operation im Bauchraum weltweit. In den meisten Fällen erfolgt dieser Eingriff, weil Gallensteine zu Komplikationen geführt haben.

Beispielsweise können Gallensteine den Ausgang der Gallenblase blockieren, was zu kolikartigen Schmerzen oder auch zu einer Entzündung der Gallenblase führt. Oder die Steine wandern in den Gallengang und rufen dort Entzündungen oder einen Gallenstau hervor. Da die Gallengänge und die Bauchspeicheldrüsengänge bei den meisten Menschen an der gleichen Stelle in den Dünndarm münden, können Gallensteine sogar gefährliche Bauchspeicheldrüsenentzündungen verursachen.

Bei Gallenstein-bedingten Symptomen reicht es nicht aus, nur die Gallensteine zu beseitigen: „Das kranke Organ ist die Gallenblase, daher müssen wir diese entfernen”, erklärt Dr. Ralf Schmid, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der München Klinik Harlaching.

Ist es schlimm wenn die Gallenblase entfernt wird?

Wie geht es nach dem Eingriff weiter? – Die endoskopische Untersuchung wird in der Regel ambulant durchgeführt. Nach der Gallenblasenentfernung ist ein Spitalaufenthalt von 2 bis 3 Tagen notwendig. Die Entfernung der Gallenblase bedeutet keine Einschränkung für den Körper.

  1. Die Galle fliesst nun ständig in kleinen Mengen in den Zwölffingerdarm.
  2. Die Abgabe einer einmalig grösseren Menge von Gallenflüssigkeit, zur Verdauung besonders fettiger Nahrung notwendig, ist hingegen nicht mehr möglich.
  3. Daher ist eine gewisse Vorsicht bei fettreichem Essen geboten.
  4. Fettspeisen besser nicht zu üppig und in kleineren Portionen einnehmen.

Nach der Gallenblasenentfernung sollten körperlich belastende Tätigkeiten während 2 bis 3 Wochen vermieden werden. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Tätigkeit zwischen 1 bis 3 Wochen.

Wie lange kann man ohne Gallenblase leben?

Als Galle, Gallensaft, Gallenflüssigkeit bezeichnet man eine zähe Körperflüssigkeit, die in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird. Die Galle und die Gallenblase zählen neben der Leber und der Bauchspeicheldrüse zu den wichtigsten Organen des Verdauungssystems.

Zum einen dient die Galle der Fettverdauung, zum anderen kann der Körper über die Galle u.a. die schlecht wasserlöslichen Gifte ausscheiden, die nicht über die Nieren ausgeschieden werden können. Die Gallenflüssigkeit Der menschliche Körper produziert in der Leber täglich etwa 600-700 ml dünnflüssige Gallenflüssigkeit, auch Lebergalle oder Primärgalle genannt, die in der Gallenblase auf etwa zehn Prozent ihres Volumens eingedickt wird.

Diese konzentrierte Gallenflüssigkeit, auch Blasengalle genannt, ist je nach Anteil der Gallenfarbstoffe Bilirubin und Biliverdin gelblich bis grünlich und kann stark eingedickt auch bräunlich werden. Sie wird bei Bedarf (z.B. nach einer fetten Mahlzeit) direkt in den Zwölffingerdarm abgegeben.

  • Hat die Gallenflüssigkeit ihre Aufgabe im Darm erfüllt, gelangt ein Großteil, mehr als 90 %, über den Blutweg wieder in die Leber.
  • Dort wird sie ergänzt und gelangt dann wieder in die Gallenblase.
  • Diesen Kreislauf nennt man den enterohepatischen Kreislauf zwischen Darm und Leber.
  • Die Gallenblase Die Gallenblase (vesica fellea) ist ein kleines, birnenförmiges Hohlorgan, etwa 4 cm breit und 6-10 cm lang.

Sie befindet sich an der Unterseite der Leber, etwa in der Höhe der 9. Rippe. Die Gallenblase fasst etwa 70 ml Füssigkeit. Sie hat die Aufgabe, die Lebergalle zu konzentrieren, die Blasengalle zu speichern und sie bei Bedarf in den Zwölffingerdarm abzugeben.

  • Die Gallenblase ist kein lebenswichtiges Organ.
  • Nach einer Gallenblasenentfernung kann man in der Regel ohne Einschränkungen weiterleben.
  • Die Galle in der Geschichte In der medizinischen Theorie der Viersäftelehre der Hippokratiker, die um 400 v. Chr.
  • Entwickelt wurde und die medizinische Lehre bis ins 19.

Jahrhundert dominierte, nimmt die Galle eine zentrale Rolle ein. In der Viersäftelehre ging man davon aus, dass die ganze Welt aus den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer besteht, und dass diese Elemente den vier Kardinalsäften zugeordnet sind: der gelben Galle, der schwarzen Galle, Blut und Schleim.

  • Wenn sich die Kardinalsäfte im Gleichgewicht (Eukrasie) befänden, sei der Mensch gesund.
  • Bei einem Ungleichgewicht (Dyskrasie) komme es zur Krankheit.
  • Man ging davon aus, dass die gelbe Galle, die mit Cholerikern assoziiert wurde, in der Leber produziert werde, die schwarze Galle hingegen, die mit Melancholikern (von mélaina cholé, schwarze Galle) in Verbindung gebracht wurde, im Hoden und der Milz produziert werde.

Sanguinikern ordnete man das Blut und Phlegmatikern den Schleim zu. Für unsere Vorfahren war die Gallenblase ein wichtiges Organ und für eine gesunde Verdauung notwendig. Die Menschen in der Steinzeit aßen sehr unregelmäßig und hungerten manchmal tagelang; wenn sie dann ein Tier erlegt hatten, aßen sie große Mengen Fleisch auf einmal.

  • Um die großen Mengen fettes Fleisch verdauen zu können, brauchten sie reichlich Gallensaft.
  • Dafür war eine funktionierende Gallenblase unerlässlich.
  • Heute sind unsere Mahlzeiten kleiner und werden regelmäßiger eingenommen, so dass keine größere Menge an Gallenflüssigkeit benötigt wird.
  • Gallenwegserkrankungen bzw.

-besonderheiten Es kann es zu verschiedenen Auffälligkeiten, Problemen und Erkrankungen der Galle kommen:

Cholangitis Entzündung der Gallengänge – meist in Folge von Gallensteinen Cholestase (Gallenstauung) Stau der Gallenflüssigkeit innerhalb der Gallengänge, mit Rückhaltung von Galle Cholesterose (Erdbeergallenblase, Fischschuppengallenblase oder Lipoidose der Gallenblase) Ist eine harmlose und nicht therapiebedürftige erdbeerartige Veränderung der Gallenblase. Cholezystitis (Gallenblasentzündung) Entzündung der gereizten Gallenblase, die zu 90-95 % durch Gallensteine verursacht wird. Gallenblasen- und Gallengangskrebs (Gallenblasenkarzinom, Gallengangskarzinom) Seltene, bösartige Tumoren in der Gallenblase bzw. den Gallengängen – häufig als Spätfolge von Gallensteinen. Gallenblasenpolypen Gutartige Tumoren der Gallenblase, die meist keine Beschwerden verursachen. Gallengangsatresie Sind schon bei der Geburt die Gallenwege außerhalb der Leber nicht richtig angelegt, kann das Neugeborene nach der Geburt eine Gelbsucht (Ikterus) bekommen. Bei einer solchen Fehlbildung ist in der Regel eine Operation notwendig, damit die Galle abfließen kann. Gallengries (Mikrolithiasis) Feinste Steinchen (etwa 0,5-1 mm) aus kristallisiertem Gallensaft. Gallensäureverlust-Syndrom Erkrankung, die durch einen funktionell relevanten Mangel an Gallensäure auftritt. Gallensteine (Cholelithiasis) Steinbildung in der Gallenblase. Porzellangallenblase (Kalkgalle) Komplikation der Gallenblasenentzündung, bei der es zu einer kalkigen Verhärtung der Gallenblasenwand kommt. Postcholezystektomiesyndrom Beschwerden nach einer Gallenblasen-OP. Reizgallenblase (Gallenwegsdyskinesien oder Cholecystopathie) Funktionelle, nervös bedingte Gallenprobleme.

FAQs Brauchen wir die Gallenblase? Wer keine Gallenblase hat, kann ganz normal weiterleben, sofern er sich für heutige Gegebenheiten „normal” ernährt. Normalerweise reicht die Gallenflüssigkeit, die die Leber frisch produziert, für eine Mahlzeit aus. Bei Menschen, die gern üppig und besonders fett essen, kann es ohne Gallenblase zu Problemen kommen.

Was passiert wenn man die Gallenblase nicht entfernt?

Erst wenn die Gebilde zu groß oder zu zahlreich werden, können sie die Gallengänge verstopfen. Will sich dann die Gallenblase zusammenziehen, entstehen schmerzhafte Koliken oder schon vorher Entzündungen, die chronisch werden und sich bis hin zur lebensbedrohlichen Gelbsucht entwickeln können.

Wie lange muss man nach einer Gallenblasenentfernung im Krankenhaus bleiben?

Geomed-Kreisklinik: Gallenblasen-Operationen Die Gallenblase ist der Ort, an dem die in der Leber gebildete Galle gesammelt und eingedickt wird, sie steht dem Körper zur Verdauungsunterstützung und zur Aufschlüsselung der Nahrung auf einen Reiz (Nahrungsaufnahme) zur Verfügung.

Durch das Eindicken der Galleflüssigkeit können durch Kristallisation Steine entstehen, die dann spontan abgehen können (Gallenkolik) oder aber in der Blase verbleiben und hier zu weiteren Erkrankungen führen. Diese sind Reizzustände, Schrumpfungen, Vereiterungen, Perforationen mit der Folge der Bauchfellentzündung.

Neben der operativen Entfernung der Gallenblase sind auch medikamentöse Maßnahmen, oder Spülungen der Gallenblase möglich. Jedoch ist der Erfolg sehr fraglich, da häufig wegen Unverträglichkeit, ggf. auch Magengeschwüren, die Behandlung abgebrochen werden muss.

  1. Auch können sich bereits aufgelöste Steine in kurzer Zeit wieder bilden.
  2. Wir raten deshalb bei nachgewiesenen Gallensteinen zur operativen Entfernung der Gallenblase.
  3. Durch einen kleinen Schnitt am Nabel wird die Optik (Laparoskop) in die Bauchhöhle eingebracht.
  4. Durch weitere kleine Schnitte ohne Durchtrennung der Bauchmuskulatur werden die Zusatzinstrumente eingebracht und so die Gallenblase herausgelöst und entfernt.

Die Verbindungen werden durch sichere Clips verschlossen. Die offene Cholecystektomie ist das ältere Verfahren, standardisiert und vielfach als Goldstandard bezeichnet. Hierbei wird der Bauchraum mit dem Skalpell eröffnet und die Gallenblase entfernt. Dabei werden die Bauchmuskeln am Rippenbogen teilweise durchtrennt. Bei beiden Verfahren ist die Notwendigkeit zur Entspannung der Bauchmuskulatur gegeben, sodass nur eine Vollnarkose sinnvoll erscheint. Wie lange ist der Krankenhausaufenthalt? Meist sind die Patienten nach 3-4 Tagen fit genug, um nach Hause zu gehen.

  • Lediglich in Fällen von schweren Gallenblasenentzündungen und offener Operation kann der Aufenthalt länger sein.
  • Die Patienten erhalten normalerweise am 1.
  • Tag Vollkost und können aufstehen.
  • Trotz kleiner Hautschnitte fand eine Operation im Bauchraum statt.
  • Insofern sollte man sich noch ca.14 Tage schonen und allzu fettreiche und schwere Speisen meiden.

Duschen ist bereits 3 Tage nach der Operation möglich. Baden, Schwimmen und sonstige sportliche Tätigkeiten können nach zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Im Notfall, bei der so genannten akuten Galle, werden die Untersuchungen (Labor,Röntgen, EKG und Bauchsonographie) bei uns durchgeführt, und nach Auswertung über den Zeitpunkt der Operation entschieden.

Eventuell ist noch eine kurze Vorbehandlung mit Antibiotika und Infusionen notwendig. Im Normalfall sind die Gallensteine bereits durch Ihren Hausarzt diagnostiziert worden, so dass nur noch wenige Zusatzuntersuchungen für die Sicherheit der Operation notwendig sind. Die Cholecystektomie ist eine standardisierte Operation.

In der GEOMED-Klinik bieten wir beide Verfahren – offen durch Bauchschnitt und laparoskopisch (minimal-invasives Verfahren) – mit gutem Erfolg an. Sie haben vor der Operation einige Nahrungsmittel und Zubereitungen bemerkt, die bei Ihnen Blähungen, Völlegefühl, Gallenkoliken und Schmerzen hervorgerufen haben.

See also:  Wie Bekomme Ich Tape Extensions Raus?

Welche Nachteile ohne Galle?

Vor einer Operation fragen sich viele Menschen, was es bedeutet, ohne Gallenblase zu leben. Meist hat der Verlust des Organs keine größeren Nachteile. Fehlt die Gallenblase, fließt die gesamte in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit ohne Zwischenspeicherung direkt über den Gallengang in den Dünndarm.

Wie merkt man das die Gallenblase entzündet ist?

Gallenblasenentzündung Die Gallenblase liegt unterhalb der Leber. Sie speichert die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit. Bei Bedarf gibt die Gallenblase die gespeicherte Gallenflüssigkeit über den Gallengang in den vorderen Teil des Dünndarms (Zwölffingerdarm, Duodenum) ab.

Im Darm hilft die Gallenflüssigkeit, Fette aus der Nahrung zu spalten und aufzunehmen. Über die Gallenflüssigkeit entsorgt die Leber darüber hinaus Abbauprodukte, zum Beispiel von Medikamenten oder Giftstoffe, die dann über den Darm ausgeschieden werden. Die häufigste Ursache einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) oder einer Entzündung der Gallengänge (Cholangitis) sind Gallensteine.

Gallensteine entstehen aus verfestigten Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Das Risiko, Gallensteine zu entwickeln, ist hoch; etwa jeder 10. bis jeder 5. Mensch in der westlichen Bevölkerung entwickelt sie. Die Entstehung ist unter anderem abhängig von Geschlecht (Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer), von Alter, Schwangerschaften, erblicher Veranlagung, Ernährung und Körpergewicht (Adipositas).

Eine Gallenblasenentzündung kann entweder plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln und über längere Zeit andauern (chronische Gallenblasenentzündung) beziehungsweise immer wiederkehren (rezidivierende Gallenblasenentzündung). Meist entsteht eine chronische aus einer akuten Form. Eine akute Cholezystitis oder Cholangitis entsteht, wenn Gallensteine die Mündungsstelle des Gallengangs verstopfen und den Abfluss der Gallenflüssigkeit in den Dünndarm behindern.

In der Gallenblase entsteht ein Rückstau, sie wird überdehnt und gereizt. Die Abflussbehinderung zieht häufig eine Besiedlung der Gallenwege mit Bakterien – beispielsweise aus dem Darm – nach sich. Es kommt zu einer Infektion der Gallenblase mit Bakterien. Viele Menschen haben Gallensteine, ohne es zu bemerken. Manchmal verursachen Gallensteine Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Aufstoßen. Wenn Gallensteine den Abfluss der Galle verstopfen können sogenannte Gallenkoliken entstehen. Dabei kommt es zu krampfartigen, in Wellen auftretenden Oberbauchschmerzen.

Eine Gallenkolik bessert sich in den meisten Fällen spontan; falls erforderlich, werden Schmerzmittel und krampflösende Medikamente eingesetzt. Wie oben beschrieben, können Gallensteine zu einer Entzündung der Gallenblase führen. Eine akute Gallenblasenentzündung macht sich in aller Regel durch starke anhaltende Schmerzen im rechten Oberbauch bemerkbar, die oft in die rechte Schulter ausstrahlen.

Meist werden sie von Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost begleitet. Bei Steinen oder Entzündungen in den Gallengängen kann auch eine Entfärbung des Stuhls oder eine leichte Gelbsucht (Ikterus) auftreten. Meist ist in diesen Fällen der Gallengang vollständig oder teilweise durch einen Stein verschlossen.

Eine unbehandelte akute Cholezystitis kann lebensgefährliche Folgen haben, etwa wenn die Gallenblase einreißt (Perforation). Dabei entleert sich die Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle. Das kann zu einer schweren Entzündung des gesamten Bauchraumes (Peritonitis, Bauchfellentzündung) führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Entzündung auf die Leber oder andere benachbarte Organe übergreift.

Die Infektion kann sich auch über das Blut auf den gesamten Körper ausbreiten (Sepsis). Eine Sepsis muss sofort behandelt werden. Eine chronische Gallenblasenentzündung verläuft häufig ohne spezielle Krankheitszeichen, manchmal mit Oberbauchbeschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen oder mit einem dumpfen Oberbauchschmerz. Die Krankheitsgeschichte (Anamnese) gibt erste Hinweise auf eine Gallenblasenentzündung beziehungsweise auf das Vorliegen von Gallensteinen. Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin tastet den Bauch ab, um den Ort und die Art der Schmerzen genauer festzustellen.

  1. Zur weiterführenden Diagnostik kann eine Blutuntersuchung Hinweise auf eine Entzündung im Körper geben.
  2. Ein wichtiger Laborwert zum Nachweis einer Entzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).
  3. Bei einer Entzündung ist ihre Anzahl erhöht.
  4. Andere Entzündungsparameter sind zum Beispiel die sogenannte Blutsenkungsgeschwindigkeit und das CRP (C-reaktives Protein, ein Eiweiß, das auch an der Immunantwort beteiligt ist).

Außerdem können die Blutwerte für den Gallenfarbstoff Bilirubin und für einige Leberenzyme erhöht sein. Darüber hinaus kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz. Eine Entzündung der Gallenblase kann in den meisten Fällen durch eine einfache Ultraschalluntersuchung (Sonografie) festgestellt werden.

  • Wenn erforderlich kommen weitere Verfahren zur Anwendung.
  • Hierzu gehören zum Beispiel die Endosonografie, die Computertomografie (CT) oder die Magnetresonanz-Cholangiografie (MRC).
  • Die MRC ist eine spezielle Variante der Magnetresonanztomografie (MRT), mit der die Gallengänge in detaillierten Schnittbildern dargestellt werden können.

Ein weiteres Verfahren ist die endoskopisch retrograde Cholangiografie (ERC). Bei dieser Untersuchung führt der Arzt oder die Ärztin ein schlauchförmiges, flexibles Instrument (Endoskop) über den Mund, durch die Speiseröhre und den Magen bis in den Dünndarm ein.

Dort wird ein Kontrastmittel in den einmündenden Gallengang gespritzt und anschließend eine Röntgenaufnahme gemacht, mit der das Gangsystem dargestellt wird. Im Rahmen der Untersuchung können Gallengangsteine mithilfe des Endoskops gleich entfernt werden. Die Therapie richtet sich grundsätzlich nach Ursache und Schwere der Cholezystitis.

Bei einer akuten Gallenblasenentzündung ist in der Regel die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) angezeigt. Je nach Symptomatik bekommen Betroffene auch Antibiotika, zum Beispiel bei Hinweisen auf Komplikationen wie einen Abszess oder eine Sepsis. Die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) erfolgt in der Regel mittels der sogenannten Knopflochchirurgie (laparoskopische Cholezystektomie). Dabei werden die Instrumente, die zur Operation benötigt werden, durch mehrere nur wenige Millimeter lange Einschnitte in den Bauchraum geführt.

  • Dies ist in der Regel schonender als eine offene Operation, hinterlässt kleinere Narben und Betroffene erholen sich nach der Operation schneller.
  • Nur in seltenen Fällen − zum Beispiel bei größeren Steinen, bei einer fortgeschrittenen Entzündung oder bei Komplikationen – muss die Bauchdecke durch einen größeren Schnitt eröffnet werden.

Das Fehlen der Gallenblase hat in der Regel keine größeren Nachteile, da die Gallenflüssigkeit weiterhin in der Leber produziert wird. Die Galle fließt dann ohne Zwischenlagerung in den Dünndarm. Manche Menschen haben deshalb etwas häufiger Stuhlgang als vorher und weicheren Stuhl.

  • Dies ist aber oft nur vorübergehend.
  • Nach einer Operation ist es nicht unbedingt nötig, sich anders zu ernähren oder gar eine spezielle Diät einzuhalten.
  • Falls bestimmte Lebensmittel nach dem Eingriff nicht mehr vertragen werden und Verdauungsprobleme auftreten, kann es sinnvoll sein, die Ernährung etwas umzustellen.

Was einem gut bekommt und was weniger, lässt sich am besten durch Ausprobieren herausfinden.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gesundheitsinformation.,

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS): ; Stand: 30.11.2017, gültig bis 29.11.2022. DynaMed., EBSCO Information Services. Accessed September 19, 2022. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gesundheitsinformation., aktualisiert am 10. März 2021 Pschyrembel Online., (Stand: 05.2017).06.04.2020.

Oftmals fühlen sich Menschen im Gespräch mit Krankenkassen oder Ärzten und Ärztinnen überfordert: Sie brauchen Unterstützung bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit. Unser Ziel ist es, Betroffenen die Informationen zu liefern, die sie benötigen, um sich zurechtzufinden und selbst die für sie beste Entscheidung zu treffen. Die Informationstexte auf unserer Homepage sollen dazu einen Beitrag leisten. Jeder Text durchläuft einen strengen mehrstufigen Prozess, damit die Qualität der Informationen gesichert ist. Auch für unsere Texte gelten unsere Beratungsgrundsätze: neutral, unabhängig, wissenschaftlich basiert. Für gesundheitliche Informationen arbeiten wir nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin. Dabei greifen wir in der Regel auf bereits aufbereitete hochwertige Information zurück, zum Beispiel auf die Texte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und AWMF-Leitlinien. Sozial- und gesundheitsrechtliche Themen basieren auf sogenannten Primärquellen wie Gesetzen, Verwaltungsvorschriften oder Bundestagsdrucksachen. Die verwendeten Quellen sowie den Stand der letzten Aktualisierung geben wir am Ende des Textes an. Unser Anspruch ist es verständliche Texte für alle Menschen zu schreiben. Um unserem Ziel gerecht zu werden, binden wir medizinische beziehungsweise juristische Laien als Testleser ein, bevor wir die Texte veröffentlichen. Die Texte sind sachlich und frei von rechtlichen und gesundheitsbezogenen Wertungen. Wir aktualisieren unsere Texte zeitnah, wenn dies erforderlich ist, und prüfen alle Texte mindestens einmal jährlich. zur Erstellung und Präsentation von gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Informationen in der Patientenberatung der UPD.

Bitte beachten Sie: Unsere Informationstexte und unsere individuelle Beratung dienen dazu, gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Inhalte zu vermitteln, Zusammenhänge zu erläutern und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Gerne unterstützen wir Sie bei ihrem individuellen Anliegen.

Kann man ohne Gallenblase Alkohol trinken?

Gallensteine – Operieren oder nicht, das ist hier die Frage – 15.12.2016 „Da kommt einem die Galle hoch”, „Da läuft einem die Galle über”, oder „ich könnte Gift und Galle spucken” was hinter diesen Redensarten steckt und welche Möglichkeiten die moderne Medizin bei Erkrankungen der Galle bietet – darüber referierte Bernd Nasifoglu, Sektionsleiter Viszeralchirurgie der Chirurgischen Klinik im Alb-Donau Klinikum, Standort Ehingen beim gestrigen Gesundheitsforum.

  1. Unsere Gallenblase ist Speicherort für die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit, die – kommt unsere Nahrung im Zwölffingerdarm an – ausgeschüttet wird, um Fette für die Verdauung vorzubereiten.
  2. Durch eine veränderte Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit können kleine oder größere Gallensteine entstehen, die nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch verhindern, dass die Galle in den Darm abgegeben werden kann.

Gallensteine 30 – 40% der Bevölkerung haben Gallensteine – oft völlig symptomlos, wenn Sie beispielsweise am oberen Ende der Gallenblase liegen. Rutschen Sie allerdings Richtung Ausgang oder bis an den Übergang des Gallenganges zum Zwölffingerdarm und blockieren dort die Passage, dann sind Beschwerden vorprogrammiert.

  1. Die Nahrung kommt, der Impuls zur Ausschüttung von Gallenflüssigkeit wird gesetzt, die Gallenblase zieht sich zusammen – aber: sie kann durch den Stein keine Flüssigkeit abgeben.
  2. Warum Frauen häufiger Gallensteine haben, ob familiäre Dispositionen eine Rolle spielen, die Hautfarbe oder das Übergewicht ursächlich sind, ist nicht abschließend geklärt und kann nicht verallgemeinert werden.

Gemeinsame Symptome sind auf jeden Fall Druckgefühl im Oberbauch nach fettem Essen, heller Stuhl, dunkler Urin und zum Teil äußerst schmerzhafte, kolikartige Beschwerden. Kann die Flüssigkeit dauerhaft nicht abfließen und kommen – wie bei einem brachliegenden Gewässer – Bakterien hinzu, dann führt das in vielen Fällen zusätzlich zu einer Gallenblasenentzündung.

  1. Eine umfassende Diagnostik bietet neben der körperlichen Untersuchung, Begutachtung der Hautfarbe, Auswertung von Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwerten des Blutes und – in diesen Fällen besonders zuverlässig – die Ultraschalluntersuchung.
  2. Therapie Im besten Fall gehen Gallensteine von selbst und unbemerkt ab.

Wenn sie jedoch wachsen und den natürlichen Stoffwechsel schmerzhaft blockieren, dann ist ein – meist minimal-invasiver – Eingriff ratsam. Denn aller Erfahrung nach geben die Steine, wenn sie einmal eine schmerzhafte Kolik verursacht haben, keine Ruhe mehr.

In Vollnarkose wird dabei die Gallenblase über 4 wenige mm große Zugänge in der Bauchdecke mit Hilfe einer Kamera lokalisiert, dann abgetrennt und schließlich entfernt. Die Patienten können nach diesem vergleichsweise harmlosen Eingriff in der Regel nach 2-4 Tagen wieder nach Hause gehen. Entstehen Gallensteine in den ableitenden Gallengängen, bietet sich ein weiteres kameragestütztes, endoskopisches Verfahren an, die so genannte ERCP.

Über Mund, Speiseröhre und Magen wird in Rauschnarkose ein Endoskop einbracht. An der betreffenden Stelle wird Kontrastmittel zur radiologischen Lokalisierung abgegeben und die Steine dann mit einer Mini-Zange gegriffen und herausgezogen. Eine über viele Jahre unbehandelte, steinreiche Gallenblase birgt ein erhöhtes Krebsrisiko.

Welche Süßigkeiten ohne Gallenblase?

Gallenschonkost Diät – Erlaubte und zu vermeinende Nahrungsmittel Fleisch: Erlaubt: Gekochtes, gedünstetes, gegrilltes, zartes Fleisch oder Bratenmittelstücke von Kalb, Rind, gut abgelegenem Wild, Huhn, Taube, Truthahn; das Geflügel soll ohne Haut gegessen werden.

Wurstwaren: Im Allgemeinen wegen ihres meist höheren Fettgehaltes nicht zu empfehlen. Fische: Eier: Erlaubt: Ein bis zwei Eier pro Tag dürfen verkocht (auch als Eischnee) verwendet werden.

Zu vermeiden: Fette, geräucherte oder scharf gewürzte Wurstwaren. Erlaubt: Magere Fischsorten wie z.B. Angler, Forelle, Hecht, Schleie, Kabeljau, Scholle in fettarmer Zubereitung wie z.B. blaugekocht, gedünstet oder als Fischauflauf. Zu vermeiden: Fette Fischsorten wie Karpfen, Aal, Sardinen, Thunfisch, Sardellen, fette, saure oder scharfe Fischmarinaden, Fischsalate.

  • Zu vermeiden: Harte Eier, Spiegeleier, Eierspeise, Mayonnaise Eier, Mayonnaise, Eisalate, Ham and eggs.
  • Milchprodukte: Erlaubt: Süße Milch, saure Milch, Buttermilch, Joghurt, Topfen, fettarmer Streichkäse – der Fettgehalt der Streichkäsesorten ist auf der Verpackung angegeben (% F.i.Tr.
  • = % Fett in der Trockensubstanz)-, Streichkäse mit bis zu 35-40% F.i.Tr.

können im allgemeinen verzehrt werden. Gervais als dünner Brotaufstrich, wenn vertragen. Zu vermeiden: keine Fette: Erlaubt: Butter, Markenmargarine, Pflanzenöle in kleineren Mengen, Mais-, Sonnenblumen – und Weizenkeimöle enthalten reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sind empfehlenswert.

  • Die individuelle Fettverträglichkeit muss berücksichtigt werden.
  • Im Ganzen etwa 40gKochfett und 40g Streichfett pro Tag.
  • Zu vermeiden: Bratenfett, Gänsefett, Speck, stärkeres Erhitzen der Fette.
  • Brot- und Mahlprodukte: Erlaubt: Weißbrot, Grahambrot, Knäckebrot, Vollkornbrot; dunkle Brotsorten der Grahambrot sind, falls vertragen, den hellen vorzuziehen.
See also:  Wann Kam Iphone 12 Pro Raus?

Bei großer Empfindlichkeit sind weiße Brotsorten anzuraten; Teigwaren, Reis, Grieß, Mehl, Nockerl, fettarme Knödel usw. Zu vermeiden: Frische Brotsorten, grobe und schwere Vollkornbrote, fette oder blähende Mehlspeisen, Mehlspeisen mit Nüssen, Mandeln, Mohn, Schokolade oder Marzipan.

Gemüse: Erlaubt: Karotten, Spinat, Kochsalat, Kopfsalat, Spargel (jung!), Champignons, junge, grüne Fisolen, zarte Erbsen, Sellerie, Kürbis, rote Rüben, Lauch, Petersilie, Gurken als Gemüse, ev. etwas Karfiol oder Kohlsprossen oder junge Kohlrüben. Das Gemüse wird am besten in Wasser gekocht, schwach gesalzen und in Butter oder öl kurz geschwenkt.

Es soll nur junges Gemüse verwendet werden. Tiefgekühltes Gemüse oder Obst kann ohne Bedenken verwendet werden. Salate können mit verdünntem Essig, Zitronensaft oder etwas Zucker zubereitet werden. Zu vermeiden: Verholzte oder blähende Gemüsesorten wie Kraut, Hülsenfrüchte, Kohl.

Die Verträglichkeit von Tomaten ist unterschiedlich. Mehleinbrenn verwenden. Zu vermeiden sind Gurken- und Tomatensalat. Dosengemüse ist zu vermeiden! Mehlspeisen: Erlaubt: Leichte, fettarme Mehlspeisen wie Biskuit, Pudding, Aufläufe, gerührte Teige, trockene Kekse, Brandteige, Strudel, Kartoffelteig (fettarm).

Zu vermeiden: Schokolademehlspeisen, Mehlspeisen mit Buttercremefülle, Mehlspeisen mit Schlagobers, Blätterteige, Mehlspeisen mit Nuss- oder Mohnfülle, in Fett ausgebackene Mehlspeisen, fette Kartoffelteige, frische Hefeteige. Süsswaren: Erlaubt: Fruchtzuckern, kandiertes Obst, Honig, Jam, Marmelade.

  1. Mitunter werden aber Süßigkeiten schlecht vertragen.
  2. Zu vermeiden: Alle Schokoladewaren, Marzipan, Eis, Eiscreme.
  3. Beilagen: Erlaubt: Kartoffeln, Reis, Teigwaren, Nockerl, flaumige, Semmel-, Brösel-, Grieß- oder Topfengrießknödel, Kartoffelknödel, oder –nudeln (falls nicht in Fett ausgebacken).
  4. Zu vermeiden: In Fett ausgebackene Beilagen wie z.B.

Pommes frites, Kroketten etc. Suppen: Erlaubt: Falsche Suppen wie Grieß-, Reis-, Haferflocken-, Einmach-, Kartoffel- oder Gemüsesuppen. Zu vermeiden: Starke Brühen vom Rind, Kalb oder Huhn, Selchsuppen, Suppenextrakte, Suppenwürfel. Obst: Erlaubt: Je nach Verträglichkeit Äpfel, Birnen, Orangen, Mandarinen, Bananen, Grapefruits, Beerenfrüchte, Feigen, Rosinen, Datteln, Marillen, Pfirsiche, Zwetschken, Kirschen, Dörrobst, Kompotte aus Pfirsichen und Marillen, Fruchtsalate.

  • Anfangs sind Kompotte zu vermeiden.
  • Zu vermeiden: Nüsse und unreife Früchte.
  • Getränke: Erlaubt: Magermilch, Milchkaffee, heller Tee, Kräutertee.
  • Frucht- und Gemüsesäfte (falls vertragen),Mineralwasser.
  • Die Kohlensäure mancher Mineralwässer sollte durch Sprudeln vor dem Genuss vermindert werden.
  • Zu vermeiden: Alkohol in jeder Form, starker Tee, eisgekühlte Getränke, stark kohlensäurehaltige Getränke.

Gewürze: Erlaubt: Alle Küchenkräuter wie Petersilie, Thymian, Quendel, Kümmel, Majoran, Basilikum, Kerbelkraut, Schnittlauch, Kresse, Kren usw. Zu vermeiden: Zwiebel und Knoblauch in großen Mengen, Senf, Pfeffer, Paprika, Curry, Kapern, scharfe Saucen wie Worcestersauße, Paprikasauce, Tomatenketchup und alle scharfen Gewürze.

Wann wieder Stuhlgang nach Gallen OP?

Stuhlunregelmäßigkeiten wie Verstopfung oder Durchfall sind in den ersten Tagen nach der Operation nicht ungewöhnlich. Bleibt der Stuhlgang länger als ein bis zwei Tage aus, kann zum Beispiel Magnesium in einer Dosierung von 300 mg ein- bis zweimal täglich helfen.

Wann sollte man sich die Gallensteine operieren lassen?

Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist Viele bemerken ihre Gallensteine nicht einmal, bei manchen aber führen die Klumpen zu starken Schmerzen und werden gefährlich. Wann sollte die Gallenblase entfernt werden? Entfernte Gallensteine: Die Klumpen können zu Koliken führen Foto: Corbis Steinreich klingt nach Diamantenringen, nach einer Yacht im Hafen und Millionen auf dem Konto. Medizinisch gesehen aber steht der Begriff für etwas deutlich weniger Erfreuliches: eine Vielzahl an Gallensteinen, ockerfarbenen, grünen oder weißen Klumpen, die zumeist aus Cholesterin, aber auch aus dem Gallenfarbstoff Bilirubin bestehen, und die Gallenblase bevölkern.

  • Schätzungen zufolge trägt jeder zehnte Bundesbürger Gallensteine in seinem Körper, nach dem 60.
  • Lebensjahr soll sogar mehr als jeder Zweite betroffen sein.
  • Nicht bei allen führen die Gallensteine zu Beschwerden, die meisten Betroffenen bemerken sie nicht einmal.
  • Bei manchen aber kann es neben Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz und Völlegefühl zu schweren Koliken kommen – dem Hauptgrund, Gallensteine zu behandeln.

Gallensteine – eine Zivilisationskrankheit Eine wichtige Voraussetzung für die Bildung von Gallensteinen ist eine Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin, Sinkt das Verhältnis von Gallensäuren zu Cholesterin auf 13:1 ab, fällt das Cholesterin aus wie Zucker in einem überzuckerten Kaffee.

  • Das Risiko dafür steigt durch:- zunehmendes Alter, Übergewicht und Bewegungsmangel,- eine cholesterinreiche Ernährung ebenso wie durch eine ballaststoffarme Nahrung,
  • Diese verzögert die Passage von Speisen im Darm und erhöht dadurch die Cholesterinaufnahme.- Radikaldiäten und Fasten,
  • Beides führt dazu, dass sich die Gallenblase zu selten entleert und die Gallenflüssigkeit eindickt.- den Einfluss von Schwangerschaft und Geburt auf den Umsatz von Geschlechtshormonen wie Östrogene,

Diese Hormone kurbeln die Cholesterin-Produktion an.- genetische Stoffwechselstörungen, die die Produktion einer bestimmten Gallensäure vermindern oder die Abgabe von Cholesterin in die Gallenflüssigkeit steigern.- Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Leberzirrhose, Schilddrüsenunterfunktion und Überfunktion der Nebenschilddrüse,

Die krampfartigen Beschwerden entstehen, wenn die Klumpen die Gallenblase daran hindern, sich zusammenzuziehen und ihre Flüssigkeit für die Fettverdauung in den Darm abzugeben. Es kommt zu starken Schmerzen im Oberbauch, die mehrere Stunden anhalten und in die rechte Schulter und den Rücken ausstrahlen können.

Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Gallensteine zu Komplikationen wie einer entzündeten Gallenblase führen. Gallenblasen in Deutschland zu häufig entfernt Wer eine Kolik hatte, dem wird dazu geraten, die Gallenblase entfernen zu lassen. “Prinzipiell können reine Cholesterinsteine mit einem Durchmesser von maximal fünf Millimetern auch medikamentös mit der Gallensäure Ursodesoxycholsäure aufgelöst werden.

  1. Wir empfehlen dieses Verfahren wegen der hohen Rückfallrate, das heißt einer erneuten Steinbildung, nicht mehr”, sagt Gerd Sauter, Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Klinikums der LMU, München.
  2. Hinzu kommt, dass die Behandlung zwei Jahre und länger dauert und nicht immer hilft.
  3. Nur auf besonderen Wunsch des Patienten und nach Aufklärung, dass sich langfristig in der Regel eine Operation nicht wird vermeiden lassen, wird die medikamentöse Steinauflösung laut Sauter überhaupt noch vorgenommen.

Nach der operativen Entfernung der Gallenblase besteht hingegen kein Risiko einer erneuten Steinbildung. Allerdings sollte der Eingriff nur erfolgen, wenn klar definierte Beschwerden bestehen. Eine erweckt den Eindruck, dass Mediziner häufiger als notwendig zum Operieren tendieren.

Die Untersuchung ergab, dass zumindest in Texas gesunden älteren Gallensteinträgern mit geringem Risiko für eine Kolik häufiger die Gallenblase samt Gallensteinen entfernt wird, nachdem sie erste Beschwerden hatten, als gesunden älteren Patienten mit hohem Risiko. Auch in Deutschland wird wahrscheinlich zu viel operiert.

Eingriffe an dem Organ zählen zu den häufigsten Operationen überhaupt, ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während Chirurgen in den Achtzigerjahren in Deutschland etwa 80.000 Gallenblasen pro Jahr entfernten, sind es heute etwa 175.000 pro Jahr.

Gallenblase auf keinen Fall vorbeugend entfernen” Markus Büchler, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, macht für diese Entwicklung mehrere Faktoren verantwortlich – unter anderen, dass Gallensteine mit modernen und inzwischen weit verbreiteten Ultraschallgeräten viel besser darstellbar sind.

“Wenn der Arzt bei der Untersuchung die Gallensteine entdeckt und dem Patienten das Gefühl vermittelt, dass Gallensteine etwas Schlimmes sind, dann möchte der sie natürlich keinen Tag länger mit sich herumtragen”, sagt Büchler. Wie jede Operation birgt der Eingriff jedoch Risiken.

“Man muss klar sagen, dass es falsch wäre, eine Gallenblasen-OP nach einem zufälligen Steinbefund oder Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen vorbeugend durchzuführen”, so Büchler. Daneben könne die Gallenblase seit etwa Mitte der Neunzigerjahre minimal-invasiv entfernt werden, das heißt durch drei bis vier kleine Schnitte statt eines Bauchschnitts.

“Damit wurde die OP einfacher. Zudem treten weniger Komplikationen auf, was sowohl auf Ärzte- als auch auf Patientenseite die Hemmschwelle für einen Eingriff herabsetzt”, sagt Büchler. Auch das könne mitunter dazu führen, dass Gallenblasen unnötig operiert werden.

Koliken, Entzündungen, Tumoren: Gründe für eine OP Wirklich entfernt werden sollten Gallensteine laut dem Experten nur, wenn sie nach dem Essen zu krampfartigen Oberbauchbeschwerden führen. “Der Patient muss eine eindeutige Kolik schildern können. Und wer mal eine derartige Kolik hatte, vergisst sie nicht”, so Büchler.

Ein weiterer Grund für eine Operation ist eine Entzündung der Gallenblase. Dann solle das Organ möglichst innerhalb von 24 Stunden herausgenommen werden, rät Büchler. Sofort Operierte haben laut weniger Komplikationen, sind früher wieder fit und können das Krankenhaus schneller verlassen als später Operierte.

  • Auch wenn jemand eine Porzellangallenblase hat, das heißt die Gallenblasenwand infolge wiederholter Entzündungen stark verkalkt ist, muss die Gallenblase wegen des erhöhten Krebsrisikos entfernt werden”, sagt Büchler.
  • Außerdem ist eine Operation notwendig, wenn sich in der Gallenblase Polypen oder Tumoren befinden.

Der Mensch kann laut Büchler gut ohne Gallenblase leben. Die Gallenflüssigkeit gelangt dann von der Leber ohne Zwischenspeicherung direkt in den Zwölffingerdarm. “Nach dem Essen entfällt die mahlzeitgebundene Dusche mit Gallenflüssigkeit”, so Büchler. Viele vertragen ihre gewohnte Ernährung nach der Operation trotzdem so gut wie zuvor.

  1. Sonderfall Gallengangsteine Immer wieder kommt es vor, dass die Gallenflüssigkeit kleinere Steine in den Gallengang spült.
  2. Der Gallengang ist ein enges Röhrchen, durch das eigentlich keine Gallensteine passen.
  3. Deshalb können auch in diesem Fall krampfartige Beschwerden auftreten”, sagt Büchler.
  4. Im Blut steigen dann die Werte für bestimmte Stoffe wie den Gallenfarbstoff Bilirubin an.

Ausgewanderte Gallensteine müssen zumeist endoskopisch entfernt werden, weil das Risiko einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht. Das sollte laut Büchler möglichst rasch passieren. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und der allmähliche Abbau von Übergewicht können einer erneuten Gallensteinbildung vorbeugen beziehungsweise deren Bildung verlangsamen. Gerlinde Gukelberger-Felix ist Diplom-Physikerin und studierte eine Zeit lang Medizin, bis sie sich ganz dem Journalismus verschrieb. Besonders interessant findet sie alle Überschneidungen zwischen Medizin, Physik, Biologie und Psychologie. Sie arbeitet als freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin. : Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist

Wie merkt man das die Gallenblase entzündet ist?

Gallenblasenentzündung Die Gallenblase liegt unterhalb der Leber. Sie speichert die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit. Bei Bedarf gibt die Gallenblase die gespeicherte Gallenflüssigkeit über den Gallengang in den vorderen Teil des Dünndarms (Zwölffingerdarm, Duodenum) ab.

  • Im Darm hilft die Gallenflüssigkeit, Fette aus der Nahrung zu spalten und aufzunehmen.
  • Über die Gallenflüssigkeit entsorgt die Leber darüber hinaus Abbauprodukte, zum Beispiel von Medikamenten oder Giftstoffe, die dann über den Darm ausgeschieden werden.
  • Die häufigste Ursache einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) oder einer Entzündung der Gallengänge (Cholangitis) sind Gallensteine.

Gallensteine entstehen aus verfestigten Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Das Risiko, Gallensteine zu entwickeln, ist hoch; etwa jeder 10. bis jeder 5. Mensch in der westlichen Bevölkerung entwickelt sie. Die Entstehung ist unter anderem abhängig von Geschlecht (Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer), von Alter, Schwangerschaften, erblicher Veranlagung, Ernährung und Körpergewicht (Adipositas).

Eine Gallenblasenentzündung kann entweder plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam entwickeln und über längere Zeit andauern (chronische Gallenblasenentzündung) beziehungsweise immer wiederkehren (rezidivierende Gallenblasenentzündung). Meist entsteht eine chronische aus einer akuten Form. Eine akute Cholezystitis oder Cholangitis entsteht, wenn Gallensteine die Mündungsstelle des Gallengangs verstopfen und den Abfluss der Gallenflüssigkeit in den Dünndarm behindern.

In der Gallenblase entsteht ein Rückstau, sie wird überdehnt und gereizt. Die Abflussbehinderung zieht häufig eine Besiedlung der Gallenwege mit Bakterien – beispielsweise aus dem Darm – nach sich. Es kommt zu einer Infektion der Gallenblase mit Bakterien. Viele Menschen haben Gallensteine, ohne es zu bemerken. Manchmal verursachen Gallensteine Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Aufstoßen. Wenn Gallensteine den Abfluss der Galle verstopfen können sogenannte Gallenkoliken entstehen. Dabei kommt es zu krampfartigen, in Wellen auftretenden Oberbauchschmerzen.

Eine Gallenkolik bessert sich in den meisten Fällen spontan; falls erforderlich, werden Schmerzmittel und krampflösende Medikamente eingesetzt. Wie oben beschrieben, können Gallensteine zu einer Entzündung der Gallenblase führen. Eine akute Gallenblasenentzündung macht sich in aller Regel durch starke anhaltende Schmerzen im rechten Oberbauch bemerkbar, die oft in die rechte Schulter ausstrahlen.

Meist werden sie von Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost begleitet. Bei Steinen oder Entzündungen in den Gallengängen kann auch eine Entfärbung des Stuhls oder eine leichte Gelbsucht (Ikterus) auftreten. Meist ist in diesen Fällen der Gallengang vollständig oder teilweise durch einen Stein verschlossen.

Eine unbehandelte akute Cholezystitis kann lebensgefährliche Folgen haben, etwa wenn die Gallenblase einreißt (Perforation). Dabei entleert sich die Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle. Das kann zu einer schweren Entzündung des gesamten Bauchraumes (Peritonitis, Bauchfellentzündung) führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Entzündung auf die Leber oder andere benachbarte Organe übergreift.

Die Infektion kann sich auch über das Blut auf den gesamten Körper ausbreiten (Sepsis). Eine Sepsis muss sofort behandelt werden. Eine chronische Gallenblasenentzündung verläuft häufig ohne spezielle Krankheitszeichen, manchmal mit Oberbauchbeschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen oder mit einem dumpfen Oberbauchschmerz. Die Krankheitsgeschichte (Anamnese) gibt erste Hinweise auf eine Gallenblasenentzündung beziehungsweise auf das Vorliegen von Gallensteinen. Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin tastet den Bauch ab, um den Ort und die Art der Schmerzen genauer festzustellen.

Zur weiterführenden Diagnostik kann eine Blutuntersuchung Hinweise auf eine Entzündung im Körper geben. Ein wichtiger Laborwert zum Nachweis einer Entzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Bei einer Entzündung ist ihre Anzahl erhöht. Andere Entzündungsparameter sind zum Beispiel die sogenannte Blutsenkungsgeschwindigkeit und das CRP (C-reaktives Protein, ein Eiweiß, das auch an der Immunantwort beteiligt ist).

Außerdem können die Blutwerte für den Gallenfarbstoff Bilirubin und für einige Leberenzyme erhöht sein. Darüber hinaus kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz. Eine Entzündung der Gallenblase kann in den meisten Fällen durch eine einfache Ultraschalluntersuchung (Sonografie) festgestellt werden.

Wenn erforderlich kommen weitere Verfahren zur Anwendung. Hierzu gehören zum Beispiel die Endosonografie, die Computertomografie (CT) oder die Magnetresonanz-Cholangiografie (MRC). Die MRC ist eine spezielle Variante der Magnetresonanztomografie (MRT), mit der die Gallengänge in detaillierten Schnittbildern dargestellt werden können.

Ein weiteres Verfahren ist die endoskopisch retrograde Cholangiografie (ERC). Bei dieser Untersuchung führt der Arzt oder die Ärztin ein schlauchförmiges, flexibles Instrument (Endoskop) über den Mund, durch die Speiseröhre und den Magen bis in den Dünndarm ein.

  • Dort wird ein Kontrastmittel in den einmündenden Gallengang gespritzt und anschließend eine Röntgenaufnahme gemacht, mit der das Gangsystem dargestellt wird.
  • Im Rahmen der Untersuchung können Gallengangsteine mithilfe des Endoskops gleich entfernt werden.
  • Die Therapie richtet sich grundsätzlich nach Ursache und Schwere der Cholezystitis.
See also:  Wann Kommt Das Neue Final Fantasy Raus?

Bei einer akuten Gallenblasenentzündung ist in der Regel die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) angezeigt. Je nach Symptomatik bekommen Betroffene auch Antibiotika, zum Beispiel bei Hinweisen auf Komplikationen wie einen Abszess oder eine Sepsis. Die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) erfolgt in der Regel mittels der sogenannten Knopflochchirurgie (laparoskopische Cholezystektomie). Dabei werden die Instrumente, die zur Operation benötigt werden, durch mehrere nur wenige Millimeter lange Einschnitte in den Bauchraum geführt.

  1. Dies ist in der Regel schonender als eine offene Operation, hinterlässt kleinere Narben und Betroffene erholen sich nach der Operation schneller.
  2. Nur in seltenen Fällen − zum Beispiel bei größeren Steinen, bei einer fortgeschrittenen Entzündung oder bei Komplikationen – muss die Bauchdecke durch einen größeren Schnitt eröffnet werden.

Das Fehlen der Gallenblase hat in der Regel keine größeren Nachteile, da die Gallenflüssigkeit weiterhin in der Leber produziert wird. Die Galle fließt dann ohne Zwischenlagerung in den Dünndarm. Manche Menschen haben deshalb etwas häufiger Stuhlgang als vorher und weicheren Stuhl.

  • Dies ist aber oft nur vorübergehend.
  • Nach einer Operation ist es nicht unbedingt nötig, sich anders zu ernähren oder gar eine spezielle Diät einzuhalten.
  • Falls bestimmte Lebensmittel nach dem Eingriff nicht mehr vertragen werden und Verdauungsprobleme auftreten, kann es sinnvoll sein, die Ernährung etwas umzustellen.

Was einem gut bekommt und was weniger, lässt sich am besten durch Ausprobieren herausfinden.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gesundheitsinformation.,

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS): ; Stand: 30.11.2017, gültig bis 29.11.2022. DynaMed., EBSCO Information Services. Accessed September 19, 2022. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gesundheitsinformation., aktualisiert am 10. März 2021 Pschyrembel Online., (Stand: 05.2017).06.04.2020.

Oftmals fühlen sich Menschen im Gespräch mit Krankenkassen oder Ärzten und Ärztinnen überfordert: Sie brauchen Unterstützung bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit. Unser Ziel ist es, Betroffenen die Informationen zu liefern, die sie benötigen, um sich zurechtzufinden und selbst die für sie beste Entscheidung zu treffen. Die Informationstexte auf unserer Homepage sollen dazu einen Beitrag leisten. Jeder Text durchläuft einen strengen mehrstufigen Prozess, damit die Qualität der Informationen gesichert ist. Auch für unsere Texte gelten unsere Beratungsgrundsätze: neutral, unabhängig, wissenschaftlich basiert. Für gesundheitliche Informationen arbeiten wir nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin. Dabei greifen wir in der Regel auf bereits aufbereitete hochwertige Information zurück, zum Beispiel auf die Texte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und AWMF-Leitlinien. Sozial- und gesundheitsrechtliche Themen basieren auf sogenannten Primärquellen wie Gesetzen, Verwaltungsvorschriften oder Bundestagsdrucksachen. Die verwendeten Quellen sowie den Stand der letzten Aktualisierung geben wir am Ende des Textes an. Unser Anspruch ist es verständliche Texte für alle Menschen zu schreiben. Um unserem Ziel gerecht zu werden, binden wir medizinische beziehungsweise juristische Laien als Testleser ein, bevor wir die Texte veröffentlichen. Die Texte sind sachlich und frei von rechtlichen und gesundheitsbezogenen Wertungen. Wir aktualisieren unsere Texte zeitnah, wenn dies erforderlich ist, und prüfen alle Texte mindestens einmal jährlich. zur Erstellung und Präsentation von gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Informationen in der Patientenberatung der UPD.

Bitte beachten Sie: Unsere Informationstexte und unsere individuelle Beratung dienen dazu, gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Inhalte zu vermitteln, Zusammenhänge zu erläutern und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Gerne unterstützen wir Sie bei ihrem individuellen Anliegen.

Wann sollte man sich die Gallensteine operieren lassen?

Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist Viele bemerken ihre Gallensteine nicht einmal, bei manchen aber führen die Klumpen zu starken Schmerzen und werden gefährlich. Wann sollte die Gallenblase entfernt werden? Entfernte Gallensteine: Die Klumpen können zu Koliken führen Foto: Corbis Steinreich klingt nach Diamantenringen, nach einer Yacht im Hafen und Millionen auf dem Konto. Medizinisch gesehen aber steht der Begriff für etwas deutlich weniger Erfreuliches: eine Vielzahl an Gallensteinen, ockerfarbenen, grünen oder weißen Klumpen, die zumeist aus Cholesterin, aber auch aus dem Gallenfarbstoff Bilirubin bestehen, und die Gallenblase bevölkern.

Schätzungen zufolge trägt jeder zehnte Bundesbürger Gallensteine in seinem Körper, nach dem 60. Lebensjahr soll sogar mehr als jeder Zweite betroffen sein. Nicht bei allen führen die Gallensteine zu Beschwerden, die meisten Betroffenen bemerken sie nicht einmal. Bei manchen aber kann es neben Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz und Völlegefühl zu schweren Koliken kommen – dem Hauptgrund, Gallensteine zu behandeln.

Gallensteine – eine Zivilisationskrankheit Eine wichtige Voraussetzung für die Bildung von Gallensteinen ist eine Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin, Sinkt das Verhältnis von Gallensäuren zu Cholesterin auf 13:1 ab, fällt das Cholesterin aus wie Zucker in einem überzuckerten Kaffee.

Das Risiko dafür steigt durch:- zunehmendes Alter, Übergewicht und Bewegungsmangel,- eine cholesterinreiche Ernährung ebenso wie durch eine ballaststoffarme Nahrung, Diese verzögert die Passage von Speisen im Darm und erhöht dadurch die Cholesterinaufnahme.- Radikaldiäten und Fasten, Beides führt dazu, dass sich die Gallenblase zu selten entleert und die Gallenflüssigkeit eindickt.- den Einfluss von Schwangerschaft und Geburt auf den Umsatz von Geschlechtshormonen wie Östrogene,

Diese Hormone kurbeln die Cholesterin-Produktion an.- genetische Stoffwechselstörungen, die die Produktion einer bestimmten Gallensäure vermindern oder die Abgabe von Cholesterin in die Gallenflüssigkeit steigern.- Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Leberzirrhose, Schilddrüsenunterfunktion und Überfunktion der Nebenschilddrüse,

  1. Die krampfartigen Beschwerden entstehen, wenn die Klumpen die Gallenblase daran hindern, sich zusammenzuziehen und ihre Flüssigkeit für die Fettverdauung in den Darm abzugeben.
  2. Es kommt zu starken Schmerzen im Oberbauch, die mehrere Stunden anhalten und in die rechte Schulter und den Rücken ausstrahlen können.

Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Gallensteine zu Komplikationen wie einer entzündeten Gallenblase führen. Gallenblasen in Deutschland zu häufig entfernt Wer eine Kolik hatte, dem wird dazu geraten, die Gallenblase entfernen zu lassen. “Prinzipiell können reine Cholesterinsteine mit einem Durchmesser von maximal fünf Millimetern auch medikamentös mit der Gallensäure Ursodesoxycholsäure aufgelöst werden.

Wir empfehlen dieses Verfahren wegen der hohen Rückfallrate, das heißt einer erneuten Steinbildung, nicht mehr”, sagt Gerd Sauter, Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Klinikums der LMU, München. Hinzu kommt, dass die Behandlung zwei Jahre und länger dauert und nicht immer hilft. Nur auf besonderen Wunsch des Patienten und nach Aufklärung, dass sich langfristig in der Regel eine Operation nicht wird vermeiden lassen, wird die medikamentöse Steinauflösung laut Sauter überhaupt noch vorgenommen.

Nach der operativen Entfernung der Gallenblase besteht hingegen kein Risiko einer erneuten Steinbildung. Allerdings sollte der Eingriff nur erfolgen, wenn klar definierte Beschwerden bestehen. Eine erweckt den Eindruck, dass Mediziner häufiger als notwendig zum Operieren tendieren.

Die Untersuchung ergab, dass zumindest in Texas gesunden älteren Gallensteinträgern mit geringem Risiko für eine Kolik häufiger die Gallenblase samt Gallensteinen entfernt wird, nachdem sie erste Beschwerden hatten, als gesunden älteren Patienten mit hohem Risiko. Auch in Deutschland wird wahrscheinlich zu viel operiert.

Eingriffe an dem Organ zählen zu den häufigsten Operationen überhaupt, ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während Chirurgen in den Achtzigerjahren in Deutschland etwa 80.000 Gallenblasen pro Jahr entfernten, sind es heute etwa 175.000 pro Jahr.

“Gallenblase auf keinen Fall vorbeugend entfernen” Markus Büchler, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, macht für diese Entwicklung mehrere Faktoren verantwortlich – unter anderen, dass Gallensteine mit modernen und inzwischen weit verbreiteten Ultraschallgeräten viel besser darstellbar sind.

“Wenn der Arzt bei der Untersuchung die Gallensteine entdeckt und dem Patienten das Gefühl vermittelt, dass Gallensteine etwas Schlimmes sind, dann möchte der sie natürlich keinen Tag länger mit sich herumtragen”, sagt Büchler. Wie jede Operation birgt der Eingriff jedoch Risiken.

  • Man muss klar sagen, dass es falsch wäre, eine Gallenblasen-OP nach einem zufälligen Steinbefund oder Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen vorbeugend durchzuführen”, so Büchler.
  • Daneben könne die Gallenblase seit etwa Mitte der Neunzigerjahre minimal-invasiv entfernt werden, das heißt durch drei bis vier kleine Schnitte statt eines Bauchschnitts.

“Damit wurde die OP einfacher. Zudem treten weniger Komplikationen auf, was sowohl auf Ärzte- als auch auf Patientenseite die Hemmschwelle für einen Eingriff herabsetzt”, sagt Büchler. Auch das könne mitunter dazu führen, dass Gallenblasen unnötig operiert werden.

  1. Oliken, Entzündungen, Tumoren: Gründe für eine OP Wirklich entfernt werden sollten Gallensteine laut dem Experten nur, wenn sie nach dem Essen zu krampfartigen Oberbauchbeschwerden führen.
  2. Der Patient muss eine eindeutige Kolik schildern können.
  3. Und wer mal eine derartige Kolik hatte, vergisst sie nicht”, so Büchler.

Ein weiterer Grund für eine Operation ist eine Entzündung der Gallenblase. Dann solle das Organ möglichst innerhalb von 24 Stunden herausgenommen werden, rät Büchler. Sofort Operierte haben laut weniger Komplikationen, sind früher wieder fit und können das Krankenhaus schneller verlassen als später Operierte.

Auch wenn jemand eine Porzellangallenblase hat, das heißt die Gallenblasenwand infolge wiederholter Entzündungen stark verkalkt ist, muss die Gallenblase wegen des erhöhten Krebsrisikos entfernt werden”, sagt Büchler. Außerdem ist eine Operation notwendig, wenn sich in der Gallenblase Polypen oder Tumoren befinden.

Der Mensch kann laut Büchler gut ohne Gallenblase leben. Die Gallenflüssigkeit gelangt dann von der Leber ohne Zwischenspeicherung direkt in den Zwölffingerdarm. “Nach dem Essen entfällt die mahlzeitgebundene Dusche mit Gallenflüssigkeit”, so Büchler. Viele vertragen ihre gewohnte Ernährung nach der Operation trotzdem so gut wie zuvor.

Sonderfall Gallengangsteine Immer wieder kommt es vor, dass die Gallenflüssigkeit kleinere Steine in den Gallengang spült. “Der Gallengang ist ein enges Röhrchen, durch das eigentlich keine Gallensteine passen. Deshalb können auch in diesem Fall krampfartige Beschwerden auftreten”, sagt Büchler. Im Blut steigen dann die Werte für bestimmte Stoffe wie den Gallenfarbstoff Bilirubin an.

Ausgewanderte Gallensteine müssen zumeist endoskopisch entfernt werden, weil das Risiko einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht. Das sollte laut Büchler möglichst rasch passieren. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und der allmähliche Abbau von Übergewicht können einer erneuten Gallensteinbildung vorbeugen beziehungsweise deren Bildung verlangsamen. Gerlinde Gukelberger-Felix ist Diplom-Physikerin und studierte eine Zeit lang Medizin, bis sie sich ganz dem Journalismus verschrieb. Besonders interessant findet sie alle Überschneidungen zwischen Medizin, Physik, Biologie und Psychologie. Sie arbeitet als freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin. : Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist

Wann ist ein Gallenstein groß?

Was sind Gallensteine? – Gallensteine sind Ansammlungen von Kristallen in der Gallenblase oder in den Gallengängen, Sie bestehen entweder überwiegend aus Cholesterin (Cholesterinsteine) oder überwiegend aus Bilirubin -Pigmentmaterial (Pigmentsteine).

Am häufigsten kommen hierzulande Cholesterin-Pigment-Steine vor. Sie können mehrere Zentimeter groß werden und treten vorwiegend multipel (oft als so genannter Gallengries) auf. Cholesterinsteine sind größer (können die Größe von einer Haselnuss bis zu einem Hühnerei erreichen) und liegen meistens einzeln vor.

Gallensteine entstehen meist in der Gallenblase, seltener (5-10%) entstehen sie in den Gallenwegen. Oft bleiben sie unentdeckt. Entstehen oder geraten sie jedoch in die Gallengänge, kommt es zu den typischen Anzeichen eines Gallensteinleidens (Cholelithiasis), den „Gallenkoliken”.

Adblock
detector