Wie Merkt Man Das Der Blinddarm Raus Muss?

Wie Merkt Man Das Der Blinddarm Raus Muss
Welche Symptome treten bei einem entzündeten Blinddarm auf?

  • Stechende oder ziehende Schmerzen in der Nabelgegend und im rechten Unterbauch.
  • verstärkte Schmerzen beim Husten, Laufen oder Hüpfen.
  • Appetitverlust.
  • Energiemangel.
  • Fieber.
  • Übelkeit.
  • Erbrechen.
  • Durchfall oder Verstopfung.

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Wie kann ich testen ob es der Blinddarm ist?

Gibt es für Blinddarmentzündungen einen bestimmten Test? – Bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung können Betroffene zum Selbsttest den rechten Unterbauch abtasten. Schmerzt das, sollte man zur weiteren Abklärung unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt auch für Schmerzen, die beim Anwinkeln des rechten Beines oder bei Bewegung entstehen.

Wie lange kann man bei einer Blinddarmentzündung warten?

Feststellung und Behandlung einer Blinddarmentzündung – Findet man diese Symptome bei sich und hat sich zum Arzt oder ins Krankenhaus begeben, beginnt die Feststellung der Entzündung, Zu Beginn wird zunächst das Blut des Patienten abgenommen und auf Entzündungsanzeichen überprüft.

  • Diese Entzündungsanzeichen können beispielsweise die weißen Blutkörperchen und das C-reaktive Protein (CRP) sein.
  • Allerdings können auch labormedizinische Befunde ausbleiben, weswegen die Feststellung anders durchgeführt werden muss.
  • Der behandelnde Arzt tastet den unteren Bauch des Patienten ab und achtet dabei auf das Schmerzempfinden an bestimmten Stellen.

Dabei kann sowohl beim Drücken auf den rechten Unterbauch ein Schmerz empfunden werden, aber auch beim Lösen des Drucks, Auch beim Anheben des rechten Beines aus der liegenden Position klagen die betroffenen Patienten über starke Schmerzen. Eine weitere „Übung” ist das Hüpfen auf dem rechten Beim. Minimalinvasive Blinddarmoperation – Quelle: W&B/Ulrike Möhle Besteht nach dieser Feststellung ein Verdacht auf eine Blinddarmentzündung, wird umgehend eine Operation empfohlen, Für eine Operation kommen zwei verschiedene Varianten in Frage. Die häufiger angewandte Variante ist die minimalinvasive Blinddarmoperation,

Wie merkt man wenn der Blinddarm weh tut?

Typische Symptome – Fieber, krampfartige Schmerzen im linken Mittel- bis Unterbauch, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen (Verstopfung, Durchfall oder starke Blähungen). Oft bessern sich die Bauchschmerzen nach dem Stuhlgang oder nach dem Abgang von Luft.

Wegen der Ähnlichkeit der Symptome wird die Divertikulitis deshalb auch “Linksappendizitis” genannt. Bei einigen Patienten findet sich im Stuhl Eiter oder Schleim, zudem kann es zu Blasenentleerungsstörungen kommen, wenn der entzündete Darm in der Nähe der Blase liegt. Eine vermutete Blasenentzündung kann sich dann als Divertikulitis herausstellen.

Solche Beschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden! Denn steckt eine Divertikulitis dahinter, kann es lebensbedrohlich werden, wird sie nicht behandelt.

Wie lange kann man überleben wenn der Blinddarm geplatzt ist?

Aufenthaltsdauer – Bei unkomplizierter Blinddarmoperation ist mit einem Spitalaufenthalt von ca. zwei Tagen und einer Arbeitsunfähigkeit von ca. einer Woche zu rechnen. Dies hängt stark vom Entzündungsgrad des Blinddarmes ab. Ist dieser schon geplatzt, kann sich der Spitalaufenthalt um einige Tage verlängern und eine Antibiotikatherapie über mehrere Tage notwendig sein, sowie mögliche weitere Interventionen.

Hat man bei einer Blinddarmentzündung Stuhlgang?

Auch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber treten auf. Durchfall oder Stuhlverhalt (Entleerung des Stuhls ist nicht möglich) können im Zuge der Entzündung auftreten.

In welchem Alter am häufigsten Blinddarmentzündung?

Quellen zum Thema Bei der „Blinddarmentzündung” (Appendizitis) ist nicht der Blinddarm entzündet, sondern der Wurmfortsatz, der an dem eigentlichen Blinddarm hängt.

Eine Appendizitis tritt auf, wenn der Wurmfortsatz entweder durch harte Verdauungsprodukte (als Fäkalsteine bezeichnet) oder durch geschwollene Lymphknoten im Darm, die durch verschiedene Infektionen auftreten können, blockiert wird. Die Schmerzen beginnen typischerweise um den Bauchnabel herum und strahlen dann auf den rechten unteren Bauchraum aus, aber sie können auch größere Bereiche betreffen und Kinder reizbar oder teilnahmslos machen. Die Diagnose ist nicht leicht und kann Bluttests, Ultraschall, Computertomografie, Magnetresonanztomografie oder Laparoskopie erfordern. Ein entzündeter Blinddarm wird operativ entfernt.

Der Wurmfortsatz ist ein Teil des Darms der Länge eines kleinen Fingers, dessen Funktion im Körper nicht eindeutig ist. Eine Appendizitis ist jedoch ein medizinischer Notfall, der eine Operation erfordert. Sie kommt bei Kindern unter 1 Jahr selten vor, ist häufiger, je älter die Kinder werden, und tritt am häufigsten bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren auf.

  • Bei Kindern über 2 bis 3 Jahren ist die Reihenfolge, in der Symptome auftreten, wichtiger als jedes einzelne Symptom für sich.
  • Das erste Symptom sind Schmerzen.
  • Eine Appendizitis verursacht fast immer Schmerzen.
  • Sie können im mittleren Bauchbereich in der Nähe des Bauchnabels einsetzen und dann zum rechten Unterbauch wandern.

Besonders bei Säuglingen und Kindern beschränken sich die Schmerzen jedoch nicht auf den rechten Unterbauch. Für kleine Kinder kann es schwierig sein, die genaue Stelle des Schmerzes zu beschreiben und sie können sehr reizbar oder teilnahmslos sein. Nachdem der Schmerz eingesetzt hat, beginnen viele Kinder an Übelkeit oder Erbrechen zu leiden und weigern sich, zu essen.

  1. Dann ist der Bauch normalerweise empfindlich, wenn der Arzt darauf drückt, normalerweise im Bereich über dem Blinddarm.
  2. Als nächstes entwickeln sie niedriges Fieber (37,7 bis 38,3° C), was ebenfalls ein häufiges Symptom ist.
  3. Auf das Fieber folgen Labortestergebnisse, die eine Infektion zum Beispiel durch eine hohe Anzahl weißer Blutkörperchen anzeigen.

Diese Reihenfolge der Symptome ist anders als bei Kindern mit viraler Gastroenteritis Gastroenteritis bei Kindern Eine Gastroenteritis ist eine Entzündung des Verdauungstrakts, die Erbrechen, Durchfall oder beides zur Folge hat und mitunter in Verbindung mit Fieber und Bauchkrämpfen auftritt.

Ultraschall Manchmal weitere bildgebende Diagnostikverfahren Manchmal Laparoskopie

Eine Appendizitis lässt sich bei Kindern nur schwer diagnostizieren. Das liegt u.a. daran, dass viele Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen, darunter virale Gastroenteritis Gastroenteritis bei Kindern Eine Gastroenteritis ist eine Entzündung des Verdauungstrakts, die Erbrechen, Durchfall oder beides zur Folge hat und mitunter in Verbindung mit Fieber und Bauchkrämpfen auftritt.

Gastroenteritis. Erfahren Sie mehr, Meckel-Divertikel Meckel-Divertikel Ein Meckel-Divertikel ist eine sackförmige Ausstülpung der Wand des Dünndarms, die bei einigen Kindern bereits bei der Geburt vorhanden ist. Die meisten Kinder haben keine Symptome, in einigen. Erfahren Sie mehr, Invagination Darminvagination Die Darminvagination ist eine Störung, bei der ähnlich wie bei einem Teleskop ein Darmabschnitt in einen anderen rutscht.

Die betroffenen Abschnitte blockieren die Darmtätigkeit und den Blutfluss. Erfahren Sie mehr und Morbus Crohn Morbus Crohn Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die typischerweise den unteren Abschnitt des Dünndarms, den Dickdarm oder beides betrifft. Kinder, vor allem kleine Kinder, weisen häufig nicht die typischen Symptome auf und körperliche Untersuchungen liefern keine Ergebnisse, insbesondere, wenn der Wurmfortsatz sich nicht in seiner normalen Lage rechts unten am Bauch befindet. Dieser Mangel an typischen Symptomen kann trügerisch sein.

  • Mit einer frühzeitigen Behandlung ist die allgemeine Prognose für Kinder mit Appendizitis sehr gut.
  • Weniger als 0,1 Prozent (eines von tausend) der Kinder sterben.
  • Etwa 3 Prozent der Kinder entwickeln Komplikationen, auch wenn ihr Blinddarm nicht platzt.
  • Wenn Kinder mit einem Riss im Blinddarm nicht behandelt werden, was am häufigsten bei Kindern unter 2 Jahren geschieht, ist die Prognose schlechter.

Bei ungefähr 10 bis 15 Prozent der Kinder, die wegen eines Risses im Blinddarm operiert werden, treten Komplikationen auf. Wenn die Kinder nicht behandelt werden, heilt die Appendizitis selten von selbst ab. Normalerweise verschlechtert sich die unbehandelte Appendizitis und verursacht Peritonitis, einen Abdominalabszess und führt manchmal zum Tod.

Appendektomie Intravenöse Antibiotika

Üblicherweise wird der entzündete Wurmfortsatz operativ entfernt (Appendektomie). Vor der Operation geben Ärzte über die Vene Antibiotika, die das Risiko für Komplikationen senken. Ärzte haben kürzlich festgestellt, dass eine Blinddarmentzündung manchmal erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden kann.

Wenn die Antibiotikabehandlung nicht erfolgreich ist, wird eine Operation durchgeführt. Selbst wenn die Antibiotikabehandlung erfolgreich ist, entwickeln Kinder manchmal erneut eine Blinddarmentzündung (Appendizitis). Die operative Entfernung des Blinddarms ist im Allgemeinen die empfohlene Behandlung für eine Blinddarmentzündung (Appendizitis).

Eine Appendektomie ist recht einfach und sicher und wenn es zu keinen Komplikationen, wie einem Riss im Wurmfortsatz kommt, kann das Kind 2 bis 3 Tage nach der Operation wieder nach Hause entlassen werden. Wenn der Wurmfortsatz gerissen ist, entfernt der Arzt diesen und wäscht den Bauch möglicherweise mit einer Flüssigkeit aus.

Während der nächsten Tage werden Antibiotika gegeben, und das Kind wird auf Komplikationen, wie eine Infektion oder einen Darmverschluss, hin beobachtet. Kinder mit einem Riss im Blinddarm müssen in der Regel länger im Krankenhaus bleiben. Bei 10 Prozent der Kinder, bei denen der Wurmfortsatz wegen Verdachts auf eine Entzündung entfernt wurde, war dieser gesund.

Dennoch gilt die unnötigerweise durchgeführte Operation nicht als Arztfehler, da es für den Patienten schwerwiegende Folgen haben kann, wenn eine Operation bei Verdacht auf eine Appendizitis hinausgeschoben wird. Wenn sich der Wurmfortsatz bei der Operation als gesund herausstellt, untersucht der Chirurg den Bauchraum auf den wirklichen Grund für die Schmerzen. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Was beruhigt den Blinddarm?

Ohne Behandlung wird es lebensgefährlich – Thomas Wilhelm, Chefarzt der Allgemein-, Gefäß- und Visceralchirurgie am St. Vinzenz-Hospital in Köln warnt: „Unbehandelt können lebensbedrohliche Folgen auftreten.” Darum sollten Sie auf diese Symptome achten: 1.

2. Übelkeit3. Fieber4. Erbrechen5. Appetitlosigkeit

Der Darm – Ratgeber (Anzeige) Wer einen Verdacht auf Appendizitis hat, sollte direkt zum Arzt gehen. Handelt es sich lediglich um eine leichte Entzündung, genügen unter Umständen leichte Kost, viel Tee trinken und sich ausruhen. Bei einer akuten Entzündung muss der Wurmfortsatz möglichst schnell entfernt werden, sagt der Experte.

Kann eine Blinddarmentzündung von selbst heilen?

Wie lange dauert eine Blinddarmreizung? – Eine akute Blinddarmreizung dauert oft nur wenige Tage – die zweifellos unangenehm werden, da sich die Beschwerden in den ersten Tagen oft verschlimmern. Manchmal steigert sich eine Reizung zu einer Entzündung, die dann behandelt werden muss.

Wann muss der Blinddarm entfernt werden?

Gefahr einer Bauchfellentzündung – Chirurgen seien im Zweifelsfall die besten Ansprechpartner. „Sie haben bei der Blinddarm-Diagnostik die meiste Erfahrung und die höchste Trefferrate”, sagt Wolf Heitland. „Sie können am besten beurteilen, wie die Angaben des Patienten und seine Symptome zu den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung und zum Tastbefund am Bauch passen.” Ultraschall und Entzündungswerte im Blut liefern nur Zusatz-Hinweise.

  • Röntgenbilder oder Kernspintomografie sind in der Regel nicht nötig.
  • Daher würde ich jedem Patienten raten, bei Verdacht auf Blinddarmentzündung einen Chirurgen aufzusuchen”, so Heitland.
  • Operiert werden muss immer dann, wenn sich der Blinddarm entzündet hat.
  • Denn hier droht der gefürchtete Blinddarmdurchbruch, der im schlimmsten Fall zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung führen kann.

Die wichtigsten Symptome sind Schmerzen, die sich relativ rasch von der Bauchmitte in den rechten Unterbauch verlagern. Allerdings können sie auch an andere Stellen ausstrahlen. Manchmal kommen Übelkeit und Erbrechen dazu, selten auch Durchfall. Außerdem kann Fieber auftreten.

Die Patienten haben keinen Appetit und spannen ihre Bauchmuskulatur an, sobald der Arzt auf die Bauchdecke drückt. Bei nicht akut verlaufenden oder immer mal wieder auftretenden Schmerzen müssen erst alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden. Magenschleimhautentzündungen, Gallenblasenbeschwerden, Eierstockentzündungen und andere gynäkologische oder urologische Krankheitsbilder können ähnliche Symptome hervorrufen.

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Wenn der Chirurg dann tatsächlich zur Sonde greift, entfernt er übrigens gar nicht den Blinddarm, sondern nur dessen Wurmfortsatz. An der Einmündung vom Dünndarm in den Dickdarm hat dieser ein verlängertes Endstück, das als Sackgasse endet. Dies ist der Blinddarm.

Ist bei einer Blinddarmentzündung der Bauch hart?

Blinddarmentzündung erkennen: So deuten Sie Anzeichen richtig Blinddarmentzündung erkennen: So deuten Sie Bauchschmerzen und Co. Organe Veröffentlicht am: 09.08.2021 5 Minuten Lesedauer Aktualisiert am: 17.04.2023 Wann reicht bei Bauchschmerzen eine Wärmflasche, wann ist ein Arztbesuch sinnvoll? Handelt es sich um eine Blinddarmentzündung, sollte diese schnell behandelt werden. © iStock / Charday Penn Kleines Anhängsel, großer Schmerz: Bei einer Blinddarmentzündung, medizinisch Appendizitis genannt, ist der sogenannte Wurmfortsatz (Appendix) entzündet, der am Ende des Blinddarms liegt. Jedes Jahr werden etwa 150.000 Menschen in Deutschland aufgrund einer Blinddarmentzündung behandelt.

Besonders häufig kommt die akute Blinddarmentzündung bei Jugendlichen vor. Dabei sind Jungen etwas öfter betroffen als Mädchen. Blinddarmentzündungen sind zwar weit verbreitet, aber deswegen nicht weniger gefährlich. Wer Anzeichen einer Appendizitis bemerkt, sollte nicht zögern, sondern schnell einen Arzt aufsuchen.

Der Wurmfortsatz ist ein langer, dünner Teil des Blinddarms nahe der Einmündungsstelle von Dünndarm zu Dickdarm. Dieses lange Anhängsel ist eine Sackgasse. Es hat einen Eingang, aber keinen Ausgang – und das kann zum Problem werden: Im Wurmfortsatz können sich Speisereste, Kotsteine oder Fremdkörper sammeln und das Organ entzünden.

Umgangssprachlich wird dies als „Blinddarmentzündung” bezeichnet, obwohl es eigentlich der Wurmfortsatz ist, der sich entzündet. Ganz geklärt sind die Ursachen einer solchen Entzündung aber noch nicht. Bereits eine einfache akute Blinddarmentzündung löst bei Betroffenen meist starke Schmerzen aus und muss unbedingt behandelt werden.

Ohne Behandlung drohen Komplikationen. Eins gilt es dabei nämlich zu vermeiden: einen Durchbruch des, Wenn das entzündete Gewebe immer schwächer wird, kann der Wurmfortsatz aufplatzen. Der Darminhalt, Eiter und verteilen sich dann im Bauchraum. Mediziner und Medizinerinnen sprechen von einer perforierten Appendizitis, Um schwere Komplikationen zu vermeiden, muss eine Blinddarmentzündung frühzeitig behandelt werden. Damit das geschieht, ist es wichtig, sie rechtzeitig zu erkennen. Keine einfache Aufgabe, denn viele Krankheitszeichen, wie Bauchschmerzen oder Übelkeit, können auch auf andere Erkrankungen hindeuten.

  • Wie stellt man also fest, ob der Blinddarm entzündet ist? Erste Zeichen für eine Appendizitis sind Schmerzen in der Mitte des Bauches,
  • Diese Bauschmerzen können über Stunden hinweg mal stärker und schwächer werden – oder sogar ganz verschwinden, um dann wieder zurückzukehren.
  • Mit der Zeit wandern die Schmerzen meist von der Mitte aus hinüber zur rechten Seite des Unterbauches – dorthin, wo der Wurmfortsatz sitzt.

Weitere Anzeichen für eine Blinddarmentzündung können sein: Das Problem ist, dass viele dieser Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten. Es könnte also sein, dass ein, das Reizdarm-Syndrom oder eine Blasenentzündung vorliegen. Bei Frauen können auch Menstruationsbeschwerden oder eine Eileiterschwangerschaft diese Symptome verursachen.

Ermitteln Sie, wie und wo genau der Schmerz sitzt: Bei einer Blinddarmentzündung entstehen krampfartige, starke Bauchschmerzen. Sie ziehen sich vom Bauchnabel hin zur rechten Seite des Unterbauches. Beobachten Sie, ob sich der Schmerz beim Husten oder Niesen sowie beim Gehen verstärkt – das sind Warnsignale für eine Blinddarmentzündung. Üben Sie mit den Händen leichten Druck im Bereich der schmerzenden Stelle aus. Durch das Drücken oder Loslassen verstärken sich bei einer Blinddarmentzündung die Schmerzen, Achten Sie auf den sogenannten Psoas-Schmerz : Der Sehnenschmerz entsteht im Bereich des Lendenmuskels, wenn Sie das rechte Bein anziehen. Typisch für eine Blinddarmentzündung ist außerdem, dass der Bauch hart und besonders druckempfindlich ist.

Wenn Sie eine Blinddarmentzündung bei sich vermuten, sollten Sie sofort ärztlichen Rat suchen – auch wenn die Krankheitszeichen nicht so eindeutig sind. Das gilt vor allem dann, wenn die Schmerzen immer stärker werden und auch Fieber hinzukommt. Nur Ärzte und Ärztinnen können sicher abklären, ob es sich um eine Blinddarmentzündung handelt. © iStock / ridvan_celik Ein Kind, das länger als drei Stunden unter unklaren Bauchschmerzen leidet, sollte sicherheitshalber zum Arzt. Denn sie können oft nicht genau definieren, was in ihrem Körper nicht stimmt. Eine Blinddarmentzündung kommt besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen vor.

  1. Das stellt die Eltern manchmal vor ein Problem: Vor allem kleine Kinder können typische Symptome, die auf eine Blinddarmentzündung hindeuten, oftmals nicht klar äußern.
  2. Bis zum Alter von acht bis zehn Jahren können Kinder nicht genau definieren, was in ihrem Körper nicht stimmt.
  3. So sagen sie vielleicht, dass sie Bauchschmerzen haben, obwohl sie eigentlich unter Kopfweh oder Halsschmerzen leiden.

Sie können auch nicht zuverlässig unterscheiden, ob die Bauchschmerzen krampfartig sind oder es sich um ein Grummeln im Magen vor Hunger oder ein flaues Gefühl durch Übelkeit handelt. Weil die Einordnung der Bauchschmerzen häufig schwierig ist, wird eine Blinddarmentzündung bei kleinen Kindern oft erst spät erkannt. Bei einer Blinddarmentzündung müssen Mediziner und Medizinerinnen schnell eine Diagnose stellen und entscheiden, ob der Blinddarm entfernt werden muss oder nicht. Die Standardtherapie bei einer Blinddarmentzündung ist, den Wurmfortsatz im Rahmen einer Operation zu entfernen.

  • Diese sogenannte Appendektomie ist die am häufigsten durchgeführte Bauchoperation der Welt.
  • Oft wird der entzündete Wurmfortsatz minimalinvasiv entfernt.
  • Das bedeutet, dass kein großer Bauchschnitt durchgeführt wird.
  • Stattdessen arbeiten die Chirurgen und Chirurginnen über kleine Schnitte mit Minikameras und stabartigen Instrumenten.

Dies verringert sowohl den Wundschmerz als auch die Gefahr für wuchernde Narben. In bestimmten Fällen kann bei einer einfachen, unkomplizierten Blinddarmentzündung die Entzündung mit eine Antibiotikatherapie behandelt werden. Das kommt jedoch nur bei etwa jedem fünften Betroffenem in Frage.

Hat man bei einer Blinddarmentzündung dauerhaft Schmerzen?

Blinddarmentzündung – Verlauf – Ärzte unterscheiden die Appendizitis (Blinddarmentzündung) abhängig vom Schweregrad in zwei Formen:

Einfache Blinddarmentzündung (Appendizitis simplex): Das Gewebe ist entzündet, wird jedoch nicht zerstört. Zwei Stadien der Erkrankung sind möglich: das katarrhalische Stadium und das seropurulente Stadium. Im sogenannten katarrhalischen Stadium stellt sich der entzündete Wurmfortsatz geschwollen und gerötet dar. Eiter entwickelt sich nicht. Häufig bildet sich die Entzündung spontan zurück. Im sogenannten seropurulenten Stadium ist der Wurmfortsatz ebenfalls entzündet. Es bildet sich Eiter. In einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden kann es zu einer destruktiven Blinddarmentzündung kommen.Destruktive Blinddarmentzündung (Appendizitis destructiva): Das entzündete Gewebe zerfällt nach und nach. Der Wurmfortsatz kann aufplatzen (Darmdurchbruch, Perforation) und der entzündliche Inhalt (Bakterien) gelangt in die Bauchhöhle. Dann droht eine Bauchfellentzündung, auch Peritonitis genannt. Diese Komplikation kann lebensbedrohlich sein. Daher sollte man bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung immer sofort zum Arzt.

Eine Blinddarmentzündung kann auch einen chronischen Verlauf nehmen. Betroffenen leiden über Jahre hinweg an den typischen Symptomen. Die treten allerdings nur kurz auf und geben sich nach wenigen Stunden wieder. Man spricht dann von einer chronisch-rezidivierenden Appendizitis.

Hat man bei einer Blinddarmentzündung Hunger?

Die Diagnose Blinddarmentzündung – Mediziner sprechen von Appendizitis – wird jedes Jahr etwa 80.000 Mal gestellt. Das lebenslange Risiko für eine Entzündung des Wurmfortsatzes liegt bei etwas über sieben Prozent. Man kann den Blinddarm also durchaus als Problemorgan bezeichnen.

PD Dr. Kay-Rüdiger Kohlhaw, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna, erklärt, wie man die Erkrankung erkennt, welche Rolle die Ernährung spielt und wie gegebenenfalls behandelt wird. Die meisten Laien halten den Blinddarm für ein überflüssiges Organ, das keinerlei Funktion mehr hat.

Stimmt das denn? Nein, natürlich nicht. Der im Volksmund „Blinddarm” genannte Wurmfortsatz – lateinisch Appendix – hat schon seine Funktionen. Er besteht zu einem großen Teil aus lymphatischem Gewebe und in der Kindheit hat er einen wichtigen Anteil an der Ausbildung des Immunsystems.

  1. Außerdem wird vermutet, dass er eine Art Reservoir für die Darmflora ist, aus dem Ersatz für verlorengegangene Darmbakterien kommt – zum Beispiel nach einer Durchfallerkrankung.
  2. Ein Leben ohne Blinddarm ist also kompliziert? Auch hier ein Nein.
  3. Nach einer Blinddarm-OP kommt es – wenn sie gut verlaufen ist – zu keinen Einschränkungen.

Augenscheinlich kann der Körper den Verlust des Blinddarms gut kompensieren. Warum entzündet er sich? Die häufigste Ursache ist ein Sekretstau, weil sich Stuhl im Eingang des Wurmfortsatzes festgesetzt hat. Das ist dann ein schicksalhaft fruchtbarer Nährboden für Bakterien, die schließlich eine Entzündung herbeiführen können.

Hat das auch mit einer mangelhaften Ernährung zu tun? Auch wenn eine gute, ausgewogene Ernährung viele Vorteile bietet und viele Erkrankungen verhindern hilft, lässt sich gerade eine Appendizitis nicht vermeiden, indem man besondere Ernährungsregeln einhält. Sie kommt eher schicksalhaft. Meist hört man ja von einer Blinddarmentzündung, wenn sie ein Kind befällt.

Ist sie typisch für das Kindesalter? Im Grunde kann sie jedes Alter treffen. Sie tritt zwar vermehrt bei jüngeren Menschen bis zum etwa 30. Lebensjahr auf, allerdings gibt es auch eine Häufung bei älteren Menschen, wir Mediziner sprechen dann von einer Altersappendizitis.

Welche Symptome deuten auf eine Blinddarmentzündung hin? Die Appendizits zeigt sich in den allermeisten Fällen durch Bauchschmerzen, die um den Bauchnabel herum beginnen und sich dann in den rechten Unterbauch verlagern. Daneben können auch Symptome wie mangelnder Appetit, Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten.

Aber sie sind eher unspezifisch, lassen sich auch bei vielen anderen Erkrankungen beobachten. Was kann der Arzt tun, um die Diagnose abzusichern? Die Diagnose wird zunächst klinisch und in der körperlichen Untersuchung gestellt. Denn es gibt drei charakteristische Druckpunkte im Bauchbereich, durch die sich die Schmerzen bei einer Appendizitis provozieren lassen.

Und es gibt auch das Phänomen des „Loslass-Schmerzes”. So drückt man zum Beispiel mit der Hand links auf der Gegenseite des entzündeten Wurmfortsatzes, und löst anschließend die Hand schnell wieder vom Bauch. Wenn dann bei diesem Loslassen im rechten Unterbauch, also dort, wo der Blinddarm sitzt, Schmerzen auftreten oder der Schmerz sich steigert, gilt das als ein deutlicher Hinweis auf eine Appendizitis.

Warum? Weil es durch das rasche Loslassen zu einer plötzlichen Masseverlagerung des Darms kommt, die das Bauchfell um den entzündeten Wurmfortsatz reizt. Wenn also der Patient an den genannten Punkten reagiert, ist die Diagnose absolut sicher? Leider nicht.

Die klinische Diagnose der Appendizitis ist manchmal schwierig. Daher sollte man auf jeden Fall noch Blut entnehmen, um es auf eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen und andere Entzündungszeichen zu untersuchen. Und eine Ultraschalluntersuchung gehört standardmäßig auch dazu. Wenn man dabei den Blinddarm sieht und dieser verdickt ist, liegt man mit der Diagnose Appendizitis in der Regel schon richtig.

Für den Ultraschall sollte man als Arzt aber schon geübt sein. Muss im Falle des Falles immer operiert werden? Bei einer nicht sicheren Diagnose wird der weitere Verlauf zunächst abgewartet. Manchmal kommt es unter Antibiotika-Gabe zu einer Besserung der Symptomatik.

  • Vor allem bei Kindern kann auch eine unspezifische Entzündung der Lymphknoten des Bauchraumes die Symptomatik einer Appendizitis vortäuschen.
  • Ist die Diagnose jedoch sicher gestellt, kann zwar theoretisch auch eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen, doch deren Erfolgschancen sind gering.
  • Bei einer akuten Entzündung sollte nach derzeitigem medizinischen Erkenntnisstand der Wurmfortsatz in der Regel immer möglichst schnell – innerhalb von sechs bis zwölf Stunden – entfernt werden.
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Und was kann passieren, wenn man zu lange zögert? Dann kann der Appendix aufplatzen, sodass der Darminhalt samt seinen Bakterien ungehindert in den Bauchraum gelangt. Es kommt sofort zu einer Bauchfellentzündung, die zu Verklebungen im Bauchraum führen kann und letztendlich auch das operative Entfernen des Appendix erschwert.

Was verschlimmert eine Blinddarmentzündung?

Eine Blinddarmentzündung kann man nicht selbst behandeln. Haben Sie den Verdacht, dass Sie oder Ihr Kind einen entzündeten Wurmfortsatz haben, sollten Sie nicht zu lange warten. Lassen Sie es abklären. Bei Schmerzen im Unterbauch – häufig auf der rechten Seite, aber nicht immer – liegt der Verdacht auf Blinddarmentzündung nahe, besonders, wenn eins oder mehrere der folgenden Symptome hinzukommen: • Verstärkung der Schmerzen durch Anheben des rechten Beins • Fieber • Durchfall oder Verstopfung • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen Übrigens können auch Schmerzen im Oberbauch durch eine Blinddarmentzündung ausgelöst werden.

Bis zur Untersuchung ist es wichtig, keine Wärme anzuwenden, da dies die Entzündung nur verschlimmert. Wenn es geht, sollten Sie auf Schmerzmittel verzichten, da sonst unter Umständen die typischen Schmerzzeichen bei der Untersuchung fehlen und die Diagnose und die zügige Therapie verschleppt werden.

Durch eine körperliche Untersuchung – typisch ist der Druckschmerz im rechten Unterbauch – und allenfalls durch ein Blutbild kann die Diagnose in den meisten Fällen gesichert werden. Ist es eine Bilddarmentzündung, wird der Blinddarm meistens operativ entfernt – nur in leichten Fällen kann eine Therapie mit Antibiotika versucht werden.

Wie lange muss man im Krankenhaus bleiben wenn der Blinddarm rausgenommen wird?

Wie lange bleibt man im Krankenhaus? – Wem der Blinddarm entfernt wurde, muss meistens noch vier bis fünf Tage im Krankenhaus bleiben. Essen und Trinken ist schon am Tag der OP wieder erlaubt, allerdings sollten Betroffene leicht bekömmliches Essen zu sich nehmen, zum Beispiel Zwieback, Suppen oder Joghurt.

Wie fühlt sich der Bauch bei einer Blinddarmentzündung an?

Quellen zum Thema Bei der „Blinddarmentzündung” (Appendizitis) ist nicht der Blinddarm entzündet, sondern der Wurmfortsatz, der an dem eigentlichen Blinddarm hängt.

Häufig führt eine Blockierung im Wurmfortsatz dazu, dass er sich entzündet und infiziert. Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber sind häufig. Eine Operation oder ein bildgebendes Verfahren wie Computertomografie oder Ultraschall wird durchgeführt. Die Behandlung beinhaltet eine Operation zur Entfernung des Blinddarms und Antibiotika zur Behandlung der Infektion.

Der Wurmfortsatz ist ein kleiner, fingerförmiger Schlauch, der vom Dickdarm nahe dem Punkt ausgeht, an dem er mit dem Dünndarm verbunden ist. Der Blinddarm kann eine gewisse Immunfunktion besitzen, ist jedoch kein dringend erforderliches Organ. Blinddarmentzündungen sind die häufigste Ursache für plötzliche, starke Bauchschmerzen und Bauchoperationen in den Vereinigten Staaten.

  1. Über 5 % der Bevölkerung entwickeln irgendwann eine Blinddarmentzündung.
  2. Eine Blinddarmentzündung tritt am häufigsten bei Jugendlichen und in den Zwanzigern auf, kann jedoch in jedem Alter auftreten.
  3. Nicht einmal 50 % der Betroffenen mit Blinddarmentzündung zeigen die üblichen, beschriebenen Symptome, bei denen die Schmerzen im Oberbauch oder Nabelbereich beginnen und danach Übelkeit und Erbrechen entwickeln und dann einige Stunden später die Übelkeit vergeht und die Schmerzen in den rechten Unterbauch wandern.

Wenn ein Arzt auf diese Stelle drückt, treten Schmerzen auf, die sich deutlich verstärken, wenn der Druck nachlässt (Loslassschmerz). Fieber von 37,7 ° C bis 38,3 ° C ist häufig. Bewegung und Husten verstärken den Schmerz. Bei vielen Personen, besonders bei Kleinkindern und Kindern, breiten sich die Schmerzen eher aus und beschränken sich nicht auf den rechten Unterbauch.

Ärztliche Untersuchung Bildgebende Verfahren Laparoskopie Bluttest

Ein Arzt vermutet eine Blinddarmentzündung nach der Überprüfung der Symptome und der Untersuchung des Bauches. Für gewöhnlich wird sofort eine Operation durchgeführt, wenn der Arzt den dringenden Verdacht einer Blinddarmentzündung hat. Eine Blutuntersuchung ergibt aufgrund der Infektion oft einen leichten Anstieg der Zahl der weißen Blutkörperchen, dies ist jedoch kein eindeutiger Hinweis auf eine Blinddarmentzündung.

  • Bei einer frühen Operation ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Blinddarmentzündung zu sterben, sehr gering.
  • Der Patient kann das Krankenhaus für gewöhnlich 1 bis 3 Tage nach der Operation verlassen, und die Erholung verläuft normalerweise schnell und vollständig.
  • Ältere Menschen brauchen jedoch länger, um sich zu erholen.

Ohne Operation oder Antibiotika (wie bei einer Person an einem entlegenen Ort ohne Zugang zu moderner medizinischer Versorgung) sterben mehr als 50 % der Personen mit Blinddarmentzündung. Bei geplatztem Wurmfortsatz ist die Prognose ernster. Vor Jahrzehnten war das oft tödlich.

Chirurgische Entfernung des Blinddarms Antibiotika und Flüssigkeiten per Infusion

Eine Operation ist die Standardbehandlung bei einer Blinddarmentzündung. Eine Verzögerung der Operation, bis die Ursache der Bauchschmerzen eindeutig feststeht, kann tödlich sein: Ein entzündeter Wurmfortsatz kann in weniger als 36 Stunden nach Beginn der Symptome platzen.

Wenn sich eine Blinddarmentzündung zeigt, werden Antibiotika und Flüssigkeiten intravenös verabreicht, und der Wurmfortsatz wird entfernt (Appendektomie). Wenn der Arzt eine Operation durchführt und sich keine Blinddarmentzündung zeigt, wird der Wurmfortsatz normalerweise trotzdem entfernt, um das Risiko einer Blinddarmentzündung zu vermeiden.

In letzter Zeit war man daran interessiert, eine Blinddarmentzündung nur mit Antibiotika zu behandeln, damit eine Operation verschoben bzw. ganz vermieden werden kann. Auch wenn diese Art der Behandlung bei einigen Personen anschlagen kann, muss sie erst noch erforscht werden, und die operative Entfernung des Blinddarms gilt immer noch als die wirksamste Behandlung und wird daher bei einer Blinddarmentzündung empfohlen. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Was kann man mit Blinddarmentzündung verwechseln?

Hämorrhagische Cholezystitis oft als Appendizitis fehlgedeutet. Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Obstipation – hinter diesen Symptomen kann eine hämorrhagische Cholezystitis stecken.

Kann man den Blinddarm auf dem Ultraschall sehen?

Blinddarmentzündung: Diagnose – Eine Blinddarmentzündung wird meist anhand der typischen Beschwerden diagnostiziert. Charakteristische Druck- und Schmerzpunkte (die in Einzelfällen aber auch fehlen können) unterstützen die Diagnose. Personen mit einer Appendizitis weisen meist einen Temperaturunterschied von mehr als 1 Grad Celsius zwischen der Achselhöhle und dem Enddarm auf, wobei die Temperatur im Enddarm höher ist.

Zudem ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut leicht vermehrt (Leukozytose). Darüber hinaus ist hier die Konzentration eines bestimmten Eiweißes (sog. C-reaktives Protein, CRP ), welches Entzündungen im Körper anzeigt, erhöht. Heutzutage hat die Ultraschalluntersuchung ( Sonographie ) bei der Diagnose einer Appendizitis an Bedeutung gewonnen,

Ein gesunder, nicht entzündeter Wurmfortsatz (Appendix) ist im Ultraschall nicht erkennbar, während der entzündete Appendix im Querschnitt als schießscheibenartig gestreifte Struktur sichtbar sein kann. Auch eine Computertomographie (CT) kann Hinweise auf eine Entzündung geben. © Photodisc/Contemporary Health Druckschmerz kann auf eine Blinddarmentzündung hinweisen. Erste Hinweise auf eine Blinddarmentzündung erhält der Arzt oft dadurch, dass er durch Druck mit den Händen auf den Bauch bewusst Schmerzen auslöst (Schmerzprovokation).

Die Lage des Blinddarms sowie des Wurmfortsatzes lässt sich anhand von Verbindungslinie zwischen dem Bauchnabel und dem rechten Darmbeinvorsprung des Beckenknochens (Spina iliaca anterior superior) abschätzen. Der Blinddarm liegt etwa auf der Mitte dieser Linie – dem sogenannten McBurney-Punkt – und ist bei einer Blinddarmentzündung druckschmerzhaft.

Der Lanz-Punkt zeigt die direkte Lage des Wurmfortsatzes an und liegt zwischen äußerem und mittlerem Drittel der Verbindungslinie zwischen dem rechten und linken Darmbeinvorsprung. Auch hier führt eine Schmerzprovokation durch Klopfen oder Drücken bei einer Blinddarmentzündung zu Schmerzen,

Blumberg-Zeichen/Loslass-Schmerz : Schmerzen im Bereich des Wurmfortsatzes, nachdem auf der Gegenseite die Bauchdecke eingedrückt und losgelassen wurde. Rovsing-Zeichen : Schmerzen im Bereich des Dickdarms, wenn man den Dickdarm entgegen dem Uhrzeigersinn in Richtung Blinddarm ausstreicht. Douglas-Schmerz : Schmerzen bei rektaler Untersuchung; sie sind ein Hinweis auf eine Verlagerung des Wurmfortsatzes ins kleine Becken beziehungsweise auf eine Reizung des Bauchfells (peritoneale Reizung) Psoas-Schmerz : Schmerzen im rechten Unterbauch beim Anheben des gestreckten Beins.

Bei Frauen müssen stets gynäkologische Erkrankungen wie etwa eine Eileiterentzündung, eine Eileiterschwangerschaft und eine reguläre Schwangerschaft ausgeschlossen werden. © Getty Images/Peter Dazeley Appendektomie: Ablauf und Komplikationen Appendektomie: Ablauf und Komplikationen Wann eine OP notwendig ist, wie sie abläuft und welche Komplikationen möglich sind. Appendektomie: Ablauf und Komplikationen

Was passiert wenn man eine Blinddarmentzündung ignoriert?

Blinddarmentzündung: Das passiert im Körper, wenn sich der Blinddarm entzündet

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Eine Blinddarmentzündung ist meist harmlos und lässt sich gut behandeln. Trotzdem gilt: Wer die Symptome ignoriert und zu spät zum Arzt geht, riskiert einen Blinddarmdurchbruch. Der kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Die mit einem Symbol oder Unterstreichung gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links.

Der Blinddarm ist ein wichtiger Rückzugsort für Darmbakterien. Bei einer Blinddarmentzündung ist der Wurmfortsatz entzündet. Die Blinddarm-Operation ist ein Routine-Eingriff, der meist nur wenige Minuten dauert.

Viele Menschen halten den Blinddarm für ein unbedeutendes Überbleibsel der Evolution. Lebenswichtig ist er tatsächlich nicht, doch er hilft unserem Körper, sich nach einer Infektion besser zu erholen. Darmbakterien können sich in den Blinddarm zurückziehen, dort überleben und später die Darmflora wieder aufbauen.

Der Blinddarm ist Teil unseres Dickdarms. Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) entzündet sich das Anhängsel des Blinddarms, der sogenannte Wurmfortsatz. Er ist ein etwa zehn Zentimeter langer Gewebeschlauch im rechten Unterbauch. Die Bezeichnung Blinddarmentzündung ist daher nicht ganz korrekt, hat sich aber eingebürgert.

Ist der Wurmfortsatz verstopft, können sich Bakterien aus dem Dickdarm vermehren und eine Entzündung auslösen. Grund für die Verstopfung können Verdauungsreste, Kotsteine, seltener Würmer oder andere Fremdkörper sein. Oft gibt es keine konkrete Ursache für die Entzündung.

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt?

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt? – Wie lässt sich eine Blinddarmentzündung erkennen? – Erste Anzeichen einer Blinddarmentzündung sind Schmerzen um den Bauchnabel herum oder in der Magengegend. Nach wenigen Stunden verlagern sie sich in den rechten Unterbauch und Betroffene leiden an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber.

  • Die Bauchdecke ist stark angespannt und bereits leichte Berührungen verstärken die Beschwerden.
  • Es kann zusätzlich zu einer eingeschränkten Darmtätigkeit kommen.
  • Jedoch lassen sich diese typischen Symptome nicht immer erkennen.
  • Inder leiden meist an deutlich stärkeren Bauchschmerzen als Erwachsene.
  • Mädchen und Frauen sollten im Zweifelsfall auch eine gynäkologische Untersuchung erhalten.

Denn Entzündungen der Eierstöcke oder eine Eileiterschwangerschaft können ähnliche Bauchschmerzen verursachen. – Bei Schwangeren kann sich der Schmerz eher im rechten Ober- und Mittelbauch zeigen. Auch Rückenschmerzen sind möglich.

Wie schnell schreitet eine Blinddarmentzündung voran?

Bauchschmerzen und Übelkeit können Erstsymptome einer Blinddarmentzündung sein. Eine Blinddarmentzündung betrifft den sogenannten Wurmfortsatz (Appendix), ein zirka 8-10 cm langes und 1 bis 1,5 cm im Durchmesser messendes Darmstück, das dem Blinddarm entspringt, einem Darmabschnitt im rechten Unterbauch am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm.

  1. Eine Blinddarmentzündung kann sich innerhalb kürzester Zeit verschlimmern: starke Schmerzen im rechten Unterbauch, Übelkeit und Fieber treten dann auf.
  2. Eine chirurgische Entfernung des entzündeten Darmgewebes ist unumgänglich, andernfalls würde der Wurmfortsatz anschwellen und platzen – eine bakterielle Blutvergiftung ( Sepsis ) kann die Folge sein.
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Rund 8% der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Blinddarmentzündung. Grundsätzlich kann die Entzündung des Wurmfortsatzes in jedem Lebensabschnitt auftreten, gehäuft geschieht dies aber im Alter zwischen 10 und 30 Jahren. Die Entfernung des Wurmfortsatzes gehört zu den am häufigsten praktizierten Bauchoperationen und ist daher als Routineeingriff anzusehen.

Während des menschlichen Verdauungsprozesses werden die zerkleinerten und durch die Magensäure vorverdauten Speisen in verschiedenen Darmabschnitten verarbeitet. Erst werden den Lebensmitteln die Nährstoffe entzogen, die unser Körper braucht, später werden die übriggebliebenen Speisereste eingedickt und als Kot schließlich ausgeschieden.

Innerhalb dieses Prozesses ist es vollkommen normal, dass Teile des Stuhls immer wieder in den Wurmfortsatz dringen, für gewöhnlich werden sie aber nach kurzer Zeit zurück in den Blinddarm geführt. Der Grund einer Infektion des Wurmfortsatzes liegt meist in der Fehlfunktion dieser Rückführung aus dem Wurmfortsatz in den Rest des Darms.

  1. Entweder ist der Teil des Darms abgeknickt oder stark eingedickter Kot oder andere Fremdkörper wie zum Beispiel Kerne versperren den Durchgang.
  2. Durch diese Blockade bleiben die Verdauungsprodukte im Wurmfortsatz stecken, enthaltene Bakterien können sich ungehindert vermehren und somit eine Entzündung auslösen.

In seltenen Fällen löst sich das Problem von selbst, indem sich der Wurmfortsatz doch noch entleert und die Entzündung wieder abheilt. In den allermeisten Fällen äußert sich die Infektion aber in Form folgender Symptome:

Bauchschmerzen, die erst diffus sind, sich dann aber innerhalb weniger Stunden oft in den rechten Unterbauch verlagern Appetitlosigkeit Übelkeit bis hin zum Erbrechen Die Körpertemperatur gemessen unter der Achsel und rektal unterscheidet sich um etwa 1 °C

Da die Verdauungsprodukte viele Bakterien enthalten, schreitet die Entzündung in der Regel zügig voran (24-48 Stunden), die Darmwand wird dabei zunehmend geschädigt, der Wurmfortsatz schwillt an. Die Schmerzen, die anfangs noch diffus waren, treten in dieser Zeit vermehrt, teilweise auch krampfartig im rechten Unterbauch unterhalb des Nabels auf.

Häufig verschlimmern sie sich noch beim Husten, Gehen und wenn äußerlicher Druck auf die entsprechende Bauchregion ausgeübt wird. Schreitet die Infektion ungehindert voran, platzt der entzündete Darmabschnitt im schlimmsten Fall und der infektiöse Inhalt verteilt sich im gesamten Bauchraum. In diesem Fall spricht man von einem Blinddarmbruch bzw.

einer Perforation. Sollten die Bakterien nach einer solchen Perforation nicht schnellstmöglich in einer Notfallbehandlung eingedämmt werden, kommt es zu einer Bauchfellentzündung, einer für den Patienten lebensgefährlichen Infektion. Um diese Entwicklung bis hin zum Blinddarmbruch zu vermeiden, sollten Patienten zunehmende Schmerzen im rechten Unterbauch niemals auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifelsfall beim Arzt oder Chirurgen vorstellig werden.

Der Arzt kann mithilfe verschiedener Druck- und Klopftechniken den Bauch äußerlich abtasten, um Hinweise auf eine Entzündung des Wurmfortsatzes zu erhalten. Die Entzündungswerte im Blutbild sind meistens deutlich erhöht. Häufig nutzt er außerdem ein Ultraschall-Gerät, um seine Diagnose abzusichern. Besteht eine Entzündung, erscheint der betroffene Darmabschnitt auf dem Monitor durch eine angeschwollene Wand dicker als gewöhnlich.

Seltener nutzt der Arzt auch eine Computertomographie (CT), um eine eindeutige Diagnose zu erstellen. Frauen sollten darüber hinaus auch gynäkologisch untersucht werden, da eine Zyste oder eine Eileiterschwangerschaft ähnliche Symptome auslösen können.

Eine eindeutige Diagnose ist bei Schwangeren und Senioren häufig schwieriger zu erstellen. Durch die Schwangerschaft sind die inneren Organe sowie auch der Wurmfortsatz in ihrer Lage leicht verschoben und daher schwieriger zu lokalisieren. Ältere Menschen reagieren auf die Symptome hingegen oft weniger, sodass die Entzündung bei diesen Personengruppen mitunter erst in einem späten Stadium erkannt wird, wodurch Perforationen mit der Gefahr einer Bauchfellentzündung wahrscheinlicher werden.

Der entzündete Darmabschnitt muss chirurgisch entfernt werden. Dies geschieht während einer rund 20-40- minütigen Operation unter Vollnarkose, Der Arzt kann bei der Behandlung zwischen 2 Operationsverfahren wählen.

Entweder entscheidet er sich für einen minimal-invasiven Eingriff. Das heißt, dass der Operateur 3 kleine Schnitte (1-2 cm) unterhalb des Bauchnabels im Unterbauch und auf Höhe der Schamhaare setzt, durch die er mithilfe feinster medizinischer Geräte operiert und den Eingriff mittels Kamera an einem Monitor durchführt. Oder er öffnet die Bauchdecke durch einen 2 bis 5 cm langen Schnitt und hat dann direkte Sicht auf den entzündeten Bereich. In allen Fällen können bei schwer fortgeschrittenen Entzündungen oder beim Blinddarmdurchbruch auch größere Schnitte notwendig werden. In vielen Fällen wird kurzfristig vor der Operation einmalig auch ein Antibiotikum verabreicht (Perioperative Antibiotikaprophylaxe). In schweren Fällen, insbesondere bei einer Bauchfellentzündung, wird die Antibiotikatherapie auch nach der Operation über mehrere Tage verabreicht.

Welches Verfahren (ob offen / konventionell oder laparoskopisch / Kameramethode) angewendet wird, wird der/die behandelnde Chirurg/in nach Analyse der Situation in Absprache mit dem Patienten entscheiden.

Ärztliche Abklärung : Treten mehrere Symptome auf, sollte der Betroffene schnell reagieren und einen Arzt aufsuchen, um ein Fortschreiten der Entzündung zu verhindern. Schonkost : Am Tag der Operation muss der frisch versorgte Darm geschont werden. Daher gibt es nur Tee zu trinken, auch am 2. und 3. Tag steht leichte Kost, häufig Zwieback und Suppe, auf dem Speiseplan. Körperliche Schonung : Nach 2 bis 5 Tagen kann der Patient das Krankenhaus in der Regel wieder verlassen, zirka 2 Wochen lang sollte er aber zu Hause bleiben und anstrengende körperliche Aktivitäten meiden. Bis zur vollständigen Heilung der Bauchwand können 3 Monate vergehen, in denen der Patient vor allem nach der offenen (konventionellen) Operationstechnik keine schweren Gegenstände heben sollte.

Wie stellt man eine Blinddarmentzündung fest?

Wie lässt sich eine Blinddarmentzündung erkennen? – Erste Anzeichen einer Blinddarmentzündung sind Schmerzen um den Bauchnabel herum oder in der Magengegend. Nach wenigen Stunden verlagern sie sich in den rechten Unterbauch und Betroffene leiden an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber.

Die Bauchdecke ist stark angespannt und bereits leichte Berührungen verstärken die Beschwerden. Es kann zusätzlich zu einer eingeschränkten Darmtätigkeit kommen. Jedoch lassen sich diese typischen Symptome nicht immer erkennen. Kinder leiden meist an deutlich stärkeren Bauchschmerzen als Erwachsene. Mädchen und Frauen sollten im Zweifelsfall auch eine gynäkologische Untersuchung erhalten.

Denn Entzündungen der Eierstöcke oder eine Eileiterschwangerschaft können ähnliche Bauchschmerzen verursachen. – Bei Schwangeren kann sich der Schmerz eher im rechten Ober- und Mittelbauch zeigen. Auch Rückenschmerzen sind möglich.

Habe ich eine Blinddarmentzündung Selbsttest?

Selbsttest auf Blinddarmentzündung bei Unklarheit – Ist man sich nicht sicher, ob Bauchschmerzen tatsächlich von einer Blinddarmentzündung rühren, hilft ein kleiner Selbsttest weiter: Das rechte Bein im Liegen anziehen. Verstärken sich dabei die Schmerzen, ist dies meist ein Zeichen für eine Appendizitis.

Was kann man mit Blinddarmentzündung verwechseln?

Hämorrhagische Cholezystitis oft als Appendizitis fehlgedeutet. Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Obstipation – hinter diesen Symptomen kann eine hämorrhagische Cholezystitis stecken.

Was macht man bei Verdacht auf Blinddarmentzündung?

Mögliche Komplikationen – Wie nach jeder anderen Operation kommt es in einigen Fällen auch nach der Blinddarm-OP zu Blutungen oder Infektionen, Das Risiko dafür ist aber relativ niedrig, weil der Eingriff sehr häufig und deshalb für viele Chirurgen Routine ist.

  • Einige Tage nach der Operation besteht die Möglichkeit, dass sich Eiter unter der Bauchdecke ansammelt, den der Arzt ablassen muss.
  • Mediziner sprechen dann von einem Bauchdecken-Abszess,
  • Ommt es etwa eine Woche nach der Operation plötzlich zu Fieber und Schmerzen in der Darmgegend, ist dies ein möglicher Hinweis auf einen sogenannten Bauchhöhlen-Abszess,

Dann hat sich in der tiefsten Stelle der Bauchhöhle Eiter angesammelt. In diesem Fall ist eine erneute Operation erforderlich. Seltene, aber schwerwiegende Komplikationen nach einer Blinddarm-Operation sind Vernarbungen (Verwachsungen) im Bauchraum. Sie verkleben die Bauchorgane, etwa die Darmschlingen, sodass der Stuhl nicht mehr ungehindert weitertransportiert wird.

  • Diese Komplikation zeigt sich in den ersten drei Wochen nach dem operativen Eingriff.
  • Meist ist dann eine erneute Operation notwendig.
  • Die Prognose der Blinddarmentzündung hängt davon ab, wie früh die Diagnose erfolgt und wie der Arzt die Appendizitis behandelt.
  • Wenn der Chirurg den entzündeten Wurmfortsatz frühzeitig und vollständig entfernt, ist die Prognose normalerweise gut – die Blinddarmentzündung verheilt meist ohne Folgeschäden.

Wird eine Blinddarmentzündung aber erst spät erkannt und behandelt, verläuft sie in manchen Fällen lebensbedrohlich. Durch den zunehmenden Druck im Appendix kommt es bei etwa zehn Prozent der Betroffenen zu einem Darmdurchbruch (Perforation), Dabei entsteht ein Loch in der Darmwand, durch das Kot und in die umliegende Bauchhöhle gelangen.

Dies führt zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis), die sofort eine Operation erfordert. Etwa ein Prozent der Menschen mit Darmdurchbruch und Peritonitis verstirbt an den Folgen. Eine Bauchfellentzündung ist unter Umständen lebensbedrohlich! Das Risiko für diese Komplikation steigt bei einer Blinddarmentzündung nach etwa 48 Stunden stark an.

Bei Verdacht auf Blinddarmentzündung sollten Sie deshalb sofort zum Arzt gehen! Eine unbehandelte Blinddarmentzündung breitet sich unter Umständen auf umliegendes Darmgewebe aus. In der Regel ist dann eine größere und schwierigere Operation nötig. Selten zieht eine Appendizitis außerdem eine Darmlähmung (Darmparalyse) oder einen Darmverschluss (Ileus) nach sich.

  • Bei Menschen mit Morbus Crohn bilden sich unter Umständen Fisteln.
  • Das sind röhrenförmige Verbindungen zwischen Organen, in diesem Fall zwischen Appendix und anderen Darmabschnitten.
  • Solche Komplikationen einer Blinddarmentzündung treten sehr selten auf.
  • Wissenschaftliche Standards: Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.

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