Wo Kommen Gallensteine Raus?

Wo Kommen Gallensteine Raus
Die meisten Gallengangsteine sind aus der Gallenblase in den Gallengang gewandert. Steine im Gallengang führen häufiger zu Entzündungen der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse als Steine in der Gallenblase.

Wo werden die Gallensteine ausgeschieden?

Gallensteine Viele Menschen haben Gallensteine. Eine Behandlung ist allerdings erst dann notwenig, wenn sie zu Beschwerden führen – und dann muss es mitunter schnell gehen, da es zu einem lebensbedrohlichen Notfall kommen kann. Gallensteine entstehen in der Gallenblase oder im Gallengang und sind eine Ansammlung von Kristallen.

Die Entstehung von Gallensteinen wird begünstigt durch fünf Faktoren, in der Forschung spricht man von den „fünf F”:* Female (weiblich), * fertile (fruchtbar), * fourty (vierzig), * fat (übergewichtig), * fair-haired (blond)

Viele Erwachsene haben Gallensteine, die aber nie Probleme verursachen und manchmal zufällig bei einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung entdeckt werden. Bemerkt der Patient sie ansonsten gar nicht, müssen sie auch nicht behandelt werden. Ist die Gallenblase jedoch entzündet, was sich durch schwere Bauchschmerzen und Gallenkoliken bemerkbar macht, wird die Gallenblase operativ entnommen.

  1. Dies geschieht minimalinvasiv durch drei kleine Schnitte im Bauchraum.
  2. In der Regel kann der Patient ohne Gallenblase gut leben.
  3. Die Galle ist eine Art „Auffangbehälter” für die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit, die für die Verdauung von Fetten im Darm nötig ist.
  4. Ist die Gallenblase weg, fließt die Galle direkt durch den Gallengang in den Darm.

Sitzen die Steine im Gallengang fest, müssen sie von dort entfernt werden. Durch eine Cholangioskopie – eine Gallengangsspiegelung – können die Gallengänge sichtbar gemacht werden. Steine im Gallengang können so noch während der Untersuchung identifiziert und einzeln entfernt werden.

Generell gilt: Die „kritischeren” Steine sind tatsächlich die, die kleiner sind. Die großen Steine stören häufig überhaupt nicht. Sie sind so groß, dass sie die Gallenblase gar nicht verlassen, weil sie nicht durch den Gang passen. Aber die kleineren Steine, die etwa zwei bis vier Zentimeter groß sind, verlassen die Gallenblase, kullern den Gallengang hinunter und bleiben dann im Schließmuskel stecken, also dort, wo der Gallengang Verbindung zum Zwölffingerdarm hat. Die Galle kann dann nicht mehr abfließen. Entzündungen bis hin zu einer Sepsis können die Folge sein.

Im Grunde gibt es keine medikamentöse Therapie gegen Gallensteine. Das A und O ist die Vorbeugung. Im Prinzip sollte man möglichst schlank bleiben, sich vollwertig und ausgewogen ernähren und regelmäßig Vollkornprodukte, Gemüse und Obst auf den Speiseplan setzen.

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Wie kommt der Gallenstein raus?

Wie werden Gallensteine entfernt? – Gallensteine können über folgende Eingriffe entfernt werden:

operative Entfernung der gesamten Gallenblase (Cholezystektomie) entweder offen oder laparoskopisch Entfernung mit Hilfe eines biegsamen Schlauches über den Mund ( ERCP ) medikamentös mit Ursodeoxycholsäure

Wie lange muss man nach einer Gallenblasenentfernung im Krankenhaus bleiben?

Geomed-Kreisklinik: Gallenblasen-Operationen Die Gallenblase ist der Ort, an dem die in der Leber gebildete Galle gesammelt und eingedickt wird, sie steht dem Körper zur Verdauungsunterstützung und zur Aufschlüsselung der Nahrung auf einen Reiz (Nahrungsaufnahme) zur Verfügung.

  1. Durch das Eindicken der Galleflüssigkeit können durch Kristallisation Steine entstehen, die dann spontan abgehen können (Gallenkolik) oder aber in der Blase verbleiben und hier zu weiteren Erkrankungen führen.
  2. Diese sind Reizzustände, Schrumpfungen, Vereiterungen, Perforationen mit der Folge der Bauchfellentzündung.

Neben der operativen Entfernung der Gallenblase sind auch medikamentöse Maßnahmen, oder Spülungen der Gallenblase möglich. Jedoch ist der Erfolg sehr fraglich, da häufig wegen Unverträglichkeit, ggf. auch Magengeschwüren, die Behandlung abgebrochen werden muss.

Auch können sich bereits aufgelöste Steine in kurzer Zeit wieder bilden. Wir raten deshalb bei nachgewiesenen Gallensteinen zur operativen Entfernung der Gallenblase. Durch einen kleinen Schnitt am Nabel wird die Optik (Laparoskop) in die Bauchhöhle eingebracht. Durch weitere kleine Schnitte ohne Durchtrennung der Bauchmuskulatur werden die Zusatzinstrumente eingebracht und so die Gallenblase herausgelöst und entfernt.

Die Verbindungen werden durch sichere Clips verschlossen. Die offene Cholecystektomie ist das ältere Verfahren, standardisiert und vielfach als Goldstandard bezeichnet. Hierbei wird der Bauchraum mit dem Skalpell eröffnet und die Gallenblase entfernt. Dabei werden die Bauchmuskeln am Rippenbogen teilweise durchtrennt. Bei beiden Verfahren ist die Notwendigkeit zur Entspannung der Bauchmuskulatur gegeben, sodass nur eine Vollnarkose sinnvoll erscheint. Wie lange ist der Krankenhausaufenthalt? Meist sind die Patienten nach 3-4 Tagen fit genug, um nach Hause zu gehen.

Lediglich in Fällen von schweren Gallenblasenentzündungen und offener Operation kann der Aufenthalt länger sein. Die Patienten erhalten normalerweise am 1. Tag Vollkost und können aufstehen. Trotz kleiner Hautschnitte fand eine Operation im Bauchraum statt. Insofern sollte man sich noch ca.14 Tage schonen und allzu fettreiche und schwere Speisen meiden.

Duschen ist bereits 3 Tage nach der Operation möglich. Baden, Schwimmen und sonstige sportliche Tätigkeiten können nach zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Im Notfall, bei der so genannten akuten Galle, werden die Untersuchungen (Labor,Röntgen, EKG und Bauchsonographie) bei uns durchgeführt, und nach Auswertung über den Zeitpunkt der Operation entschieden.

Eventuell ist noch eine kurze Vorbehandlung mit Antibiotika und Infusionen notwendig. Im Normalfall sind die Gallensteine bereits durch Ihren Hausarzt diagnostiziert worden, so dass nur noch wenige Zusatzuntersuchungen für die Sicherheit der Operation notwendig sind. Die Cholecystektomie ist eine standardisierte Operation.

In der GEOMED-Klinik bieten wir beide Verfahren – offen durch Bauchschnitt und laparoskopisch (minimal-invasives Verfahren) – mit gutem Erfolg an. Sie haben vor der Operation einige Nahrungsmittel und Zubereitungen bemerkt, die bei Ihnen Blähungen, Völlegefühl, Gallenkoliken und Schmerzen hervorgerufen haben.

Wie gefährlich ist eine Gallenstein OP?

Was sind die Komplikationen oder Risiken der Behandlung? – Die Gallenblasenentfernung ist eine Routineoperation. Wie bei allen Operationen können gelegentlich Nachblutungen, Nervenverletzungen, Infektionen oder Verwachsungen auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es wegen undichten Gallengängen zu einer Bauchfellentzündung kommen.

Können Gallensteine über den Darm ausgeschieden werden?

Ursachen – Im Rahmen der Verdauung wird die in der Gallenblase gespeicherte Gallenflüssigkeit über den Gallengang in den Dünndarm abgegeben, um dort die Fette aus der Nahrung aufzuspalten. Wenn die Konzentration bestimmter Substanzen in der Galle zunimmt, können sich Gallensteine bilden.

Je nach Steinzusammensetzung spricht man von Cholesterin- oder von Pigmentsteinen. Oft ist zusätzlich Kalzium enthalten (dann sind Gallensteine im Röntgenbild sichtbar). Gelangt ein Stein aus der Gallenblase in den Gallengang, kann dieser den Abfluss der Galle in den Dünndarm blockieren. Infolgedessen wird der Gallengang aufgedehnt, und es entstehen Schmerzen.

Im Fall einer Blockade des Gallengangs wird Gallenpigment im Körper angereichert, da es nicht in den Darm gelangt und mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann. Dies führt zu Gelbsucht, hellem Stuhl und dunklem Urin.

Kann ein Gallenstein von alleine abgehen?

Steine im Gallengang führen häufiger zu Entzündungen der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse als Steine in der Gallenblase. Gallengangsteine können sich aber auch von selbst lösen und in den Dünndarm abgehen, ohne Beschwerden zu verursachen. Deshalb müssen sie auch nicht immer behandelt werden.

Wo wandert ein Gallenstein hin?

vor 3 Jahren Meist sind Gallensteine harmlos. Viele Menschen haben sie, ohne sie zu bemerken. Dennoch gehören Operationen an der Gallenblase zu den häufigsten Eingriffen hierzulande. Schätzungen zufolge haben mehr als 20 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer ab 40 Jahren Gallensteine.

Sie entstehen aus Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird und für die Verdauung von Fetten im Darm wichtig ist. Experten gehen davon aus, dass sich Gallensteine bilden, wenn sich die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit ändert und aus dem Gleichgewicht gerät. Die meisten Gallensteine entstehen aus Cholesterin, seltener kommen sogenannte Pigmentsteine vor.

Typisches Anzeichen: Krampfartige Oberbauchschmerzen Studien zufolge haben nur 2 bis 4 von 100 Menschen mit Gallensteinen Beschwerden. Welche das sind, hängt davon ab, wo sich die Steine gebildet haben, wie groß sie sind und ob sie Komplikationen verursachen, wie einen Darmverschluss oder eine Entzündung von Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse.

  1. Ein typisches Zeichen für Gallenblasensteine sind krampfartige Oberbauchschmerzen (Koliken).
  2. Sie entstehen, wenn sich die Gallenblase zusammenzieht, um Galle in den Darm zu pressen, und die Gallenblasensteine gleichzeitig den Ausgang blockieren.
  3. Diese Schmerzen können auch in den Rücken ausstrahlen.
  4. Seltener bilden sich Steine direkt in den Gallenwegen.

Die meisten Steine sind in der Gallenblase entstanden und wandern dann in den Hauptgallengang. Faktoren, die das Risiko für Gallensteine erhöhen Experten zufolge gibt es einige Faktoren, die das Risiko erhöhen, Gallensteine zu bilden:

Alter ab 40 Jahren Veranlagung Inaktivität Frauen sind häufiger betroffen als Männer Schwangerschaft Einnahme der Verhütungspille oder von Östrogenen in den Wechseljahren Funktionsstörung der Gallenblase Diabetes mellitus Leberzirrhose Adipositas

Meist ist es nicht sonderlich aufwändig, Gallenblasensteine zu diagnostizieren. An das Gespräch mit dem Arzt schließen sich eine körperliche Untersuchung und ein Ultraschall des Bauchraums an. Dies reicht oft aus. Weitere Untersuchungen können nötig sein um auszuschließen, dass andere Erkrankungen die Beschwerden verursacht haben.

  1. Die Diagnose von Steinen im Gallengang kann komplizierter sein, da sie auf dem Ultraschallbild schwieriger zu erkennen sind.
  2. Dann setzen Ärzte speziellere Untersuchungen ein, wie die endoskopisch-retrograde Cholangiografie, eine Magnetresonanz-Cholangiografie oder eine endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonografie).

Klinikum Landsberg: Therapie aller internistischen Erkrankungen Um schmerzhafte Koliken zu lindern, setzen Ärzte verschiedene Schmerzmittel und krampflösende Medikamente ein. Anschließend wird der Stein aus dem Gallengang über eine Endoskopie in Kurznarkose entfernt.

  • Dauerhaft lässt sich schmerzhaften Koliken allerdings nur vorbeugen, indem Spezialisten die Gallenblase operativ entfernen.
  • Ob und wann dies nötig ist, ist von der Stärke der Beschwerden und dem Komplikationsrisiko abhängig.
  • Die Fachärzte der Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Landsberg behandeln das gesamte Spektrum internistischer Krankheitsbilder.

Die breite Spezialisierung und der große Erfahrungsschatz der Spezialisten gewährleisten die kompetente Diagnostik und Therapie aller internistischen Krankheitsbilder, so auch der Gallenleiden. Mehr als 20 Ärzte der Inneren Medizin sorgen für eine qualifizierte Behandlung zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Welche Farbe hat ein Gallenstein?

Pigmentsteine (braun/schwarz) – Pigmentsteine ( Calciumbilirubinatsteine ) bestehen zu etwa 80 % aus Bilirubin und zu 20 % aus Cholesterin. Während schwarze Pigmentsteine eine harte Konsistenz aufweisen, sind braune Pigmentsteine wesentlich weicher.

Was verschlimmert Gallensteine?

Gallensteine und Ernährung – Die Galle ist Teil unseres Verdauungssystems. Was wir essen, hat Auswirkungen auf ihre Arbeit und umgekehrt. Wie bereits erwähnt, erhöhen Diabetes, Übergewicht und eine fettreiche Ernährung das Risiko für Gallensteine. Alkohol und alles, was der Leber schadet, schadet ebenfalls der Galle. Besonders die gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren scheinen eine Rolle zu spielen bei der Entstehung von Gallenproblemen, außerdem raffinierte Zucker und fehlende Ballaststoffe.

  • Die fettlöslichen Vitamine: Bei Gallenproblemen ist oft die Aufnahme von Fetten gestört, und damit die Aufnahme von Vitamin E, Vitamin D, Vitamin K und Vitamin A.
  • Vitamin C ist in der Leber an der Bildung von Gallensäuren beteiligt. Achten Sie deshalb auf eine ausreichende Zufuhr.
  • Magnesium: Wahrscheinlich indirekt über den Insulinhaushalt, bringt ein Magnesiummangel erhöhtes Gallensteinrisiko mit sich.
  • Essenzielle Fettsäuren: Werden Fette schlecht aus dem Darm aufgenommen, dann fehlen Ihnen eventuell die beiden essenziellen Fettsäuren, Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3).

Vorsicht bei bestimmten Teesorten Pfefferminze beugt der Bildung von Gallensteinen vor, wirkt aber zudem galletreibend. Wenn Sie schon Steine haben, sollten Sie keinen Pfefferminztee trinken. Weitere galletreibende Pflanzen sind:

  • Artischocke
  • Schafgarbe
  • Erdrauch
  • Schöllkraut
  • Wegwarte
  • Mariendistel
  • Javanische Gelbwurz
  • Löwenzahnwurzel
  • Wermut.

Bei Gallensteinen ist alles, was den Gallenfluss anregt, potenziell gefährlich.

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Was passiert wenn man Gallensteine nicht entfernen lässt?

Gallensteine können wandern und Entzündungen auslösen – Bleiben Steine im Gallengang stecken, staut sich die Gallenflüssigkeit bis in die Leber und verursacht gefährliche Leberentzündungen. Typische Symptome sind Schmerzen im Oberbauch, Fieber und eine Gelbfärbung (Ikterus) der Haut und der Augen.

Was darf man nicht mehr essen wenn die Gallenblase entfernt wurde?

Gallenschonkost Diät – Erlaubte und zu vermeinende Nahrungsmittel Fleisch: Erlaubt: Gekochtes, gedünstetes, gegrilltes, zartes Fleisch oder Bratenmittelstücke von Kalb, Rind, gut abgelegenem Wild, Huhn, Taube, Truthahn; das Geflügel soll ohne Haut gegessen werden.

  • Wurstwaren: Im Allgemeinen wegen ihres meist höheren Fettgehaltes nicht zu empfehlen.
  • Fische: Eier: Erlaubt: Ein bis zwei Eier pro Tag dürfen verkocht (auch als Eischnee) verwendet werden.
  • Zu vermeiden: Fette, geräucherte oder scharf gewürzte Wurstwaren.
  • Erlaubt: Magere Fischsorten wie z.B.
  • Angler, Forelle, Hecht, Schleie, Kabeljau, Scholle in fettarmer Zubereitung wie z.B.

blaugekocht, gedünstet oder als Fischauflauf. Zu vermeiden: Fette Fischsorten wie Karpfen, Aal, Sardinen, Thunfisch, Sardellen, fette, saure oder scharfe Fischmarinaden, Fischsalate.

  1. Zu vermeiden: Harte Eier, Spiegeleier, Eierspeise, Mayonnaise Eier, Mayonnaise, Eisalate, Ham and eggs.
  2. Milchprodukte: Erlaubt: Süße Milch, saure Milch, Buttermilch, Joghurt, Topfen, fettarmer Streichkäse – der Fettgehalt der Streichkäsesorten ist auf der Verpackung angegeben (% F.i.Tr.
  3. = % Fett in der Trockensubstanz)-, Streichkäse mit bis zu 35-40% F.i.Tr.

können im allgemeinen verzehrt werden. Gervais als dünner Brotaufstrich, wenn vertragen. Zu vermeiden: keine Fette: Erlaubt: Butter, Markenmargarine, Pflanzenöle in kleineren Mengen, Mais-, Sonnenblumen – und Weizenkeimöle enthalten reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sind empfehlenswert.

  1. Die individuelle Fettverträglichkeit muss berücksichtigt werden.
  2. Im Ganzen etwa 40gKochfett und 40g Streichfett pro Tag.
  3. Zu vermeiden: Bratenfett, Gänsefett, Speck, stärkeres Erhitzen der Fette.
  4. Brot- und Mahlprodukte: Erlaubt: Weißbrot, Grahambrot, Knäckebrot, Vollkornbrot; dunkle Brotsorten der Grahambrot sind, falls vertragen, den hellen vorzuziehen.

Bei großer Empfindlichkeit sind weiße Brotsorten anzuraten; Teigwaren, Reis, Grieß, Mehl, Nockerl, fettarme Knödel usw. Zu vermeiden: Frische Brotsorten, grobe und schwere Vollkornbrote, fette oder blähende Mehlspeisen, Mehlspeisen mit Nüssen, Mandeln, Mohn, Schokolade oder Marzipan.

  1. Gemüse: Erlaubt: Karotten, Spinat, Kochsalat, Kopfsalat, Spargel (jung!), Champignons, junge, grüne Fisolen, zarte Erbsen, Sellerie, Kürbis, rote Rüben, Lauch, Petersilie, Gurken als Gemüse, ev.
  2. Etwas Karfiol oder Kohlsprossen oder junge Kohlrüben.
  3. Das Gemüse wird am besten in Wasser gekocht, schwach gesalzen und in Butter oder öl kurz geschwenkt.

Es soll nur junges Gemüse verwendet werden. Tiefgekühltes Gemüse oder Obst kann ohne Bedenken verwendet werden. Salate können mit verdünntem Essig, Zitronensaft oder etwas Zucker zubereitet werden. Zu vermeiden: Verholzte oder blähende Gemüsesorten wie Kraut, Hülsenfrüchte, Kohl.

Die Verträglichkeit von Tomaten ist unterschiedlich. Mehleinbrenn verwenden. Zu vermeiden sind Gurken- und Tomatensalat. Dosengemüse ist zu vermeiden! Mehlspeisen: Erlaubt: Leichte, fettarme Mehlspeisen wie Biskuit, Pudding, Aufläufe, gerührte Teige, trockene Kekse, Brandteige, Strudel, Kartoffelteig (fettarm).

Zu vermeiden: Schokolademehlspeisen, Mehlspeisen mit Buttercremefülle, Mehlspeisen mit Schlagobers, Blätterteige, Mehlspeisen mit Nuss- oder Mohnfülle, in Fett ausgebackene Mehlspeisen, fette Kartoffelteige, frische Hefeteige. Süsswaren: Erlaubt: Fruchtzuckern, kandiertes Obst, Honig, Jam, Marmelade.

  1. Mitunter werden aber Süßigkeiten schlecht vertragen.
  2. Zu vermeiden: Alle Schokoladewaren, Marzipan, Eis, Eiscreme.
  3. Beilagen: Erlaubt: Kartoffeln, Reis, Teigwaren, Nockerl, flaumige, Semmel-, Brösel-, Grieß- oder Topfengrießknödel, Kartoffelknödel, oder –nudeln (falls nicht in Fett ausgebacken).
  4. Zu vermeiden: In Fett ausgebackene Beilagen wie z.B.

Pommes frites, Kroketten etc. Suppen: Erlaubt: Falsche Suppen wie Grieß-, Reis-, Haferflocken-, Einmach-, Kartoffel- oder Gemüsesuppen. Zu vermeiden: Starke Brühen vom Rind, Kalb oder Huhn, Selchsuppen, Suppenextrakte, Suppenwürfel. Obst: Erlaubt: Je nach Verträglichkeit Äpfel, Birnen, Orangen, Mandarinen, Bananen, Grapefruits, Beerenfrüchte, Feigen, Rosinen, Datteln, Marillen, Pfirsiche, Zwetschken, Kirschen, Dörrobst, Kompotte aus Pfirsichen und Marillen, Fruchtsalate.

  1. Anfangs sind Kompotte zu vermeiden.
  2. Zu vermeiden: Nüsse und unreife Früchte.
  3. Getränke: Erlaubt: Magermilch, Milchkaffee, heller Tee, Kräutertee.
  4. Frucht- und Gemüsesäfte (falls vertragen),Mineralwasser.
  5. Die Kohlensäure mancher Mineralwässer sollte durch Sprudeln vor dem Genuss vermindert werden.
  6. Zu vermeiden: Alkohol in jeder Form, starker Tee, eisgekühlte Getränke, stark kohlensäurehaltige Getränke.

Gewürze: Erlaubt: Alle Küchenkräuter wie Petersilie, Thymian, Quendel, Kümmel, Majoran, Basilikum, Kerbelkraut, Schnittlauch, Kresse, Kren usw. Zu vermeiden: Zwiebel und Knoblauch in großen Mengen, Senf, Pfeffer, Paprika, Curry, Kapern, scharfe Saucen wie Worcestersauße, Paprikasauce, Tomatenketchup und alle scharfen Gewürze.

Sollte man Gallensteine entfernen lassen?

Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist Viele bemerken ihre Gallensteine nicht einmal, bei manchen aber führen die Klumpen zu starken Schmerzen und werden gefährlich. Wann sollte die Gallenblase entfernt werden? Entfernte Gallensteine: Die Klumpen können zu Koliken führen Foto: Corbis Steinreich klingt nach Diamantenringen, nach einer Yacht im Hafen und Millionen auf dem Konto. Medizinisch gesehen aber steht der Begriff für etwas deutlich weniger Erfreuliches: eine Vielzahl an Gallensteinen, ockerfarbenen, grünen oder weißen Klumpen, die zumeist aus Cholesterin, aber auch aus dem Gallenfarbstoff Bilirubin bestehen, und die Gallenblase bevölkern.

Schätzungen zufolge trägt jeder zehnte Bundesbürger Gallensteine in seinem Körper, nach dem 60. Lebensjahr soll sogar mehr als jeder Zweite betroffen sein. Nicht bei allen führen die Gallensteine zu Beschwerden, die meisten Betroffenen bemerken sie nicht einmal. Bei manchen aber kann es neben Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz und Völlegefühl zu schweren Koliken kommen – dem Hauptgrund, Gallensteine zu behandeln.

Gallensteine – eine Zivilisationskrankheit Eine wichtige Voraussetzung für die Bildung von Gallensteinen ist eine Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin, Sinkt das Verhältnis von Gallensäuren zu Cholesterin auf 13:1 ab, fällt das Cholesterin aus wie Zucker in einem überzuckerten Kaffee.

Das Risiko dafür steigt durch:- zunehmendes Alter, Übergewicht und Bewegungsmangel,- eine cholesterinreiche Ernährung ebenso wie durch eine ballaststoffarme Nahrung, Diese verzögert die Passage von Speisen im Darm und erhöht dadurch die Cholesterinaufnahme.- Radikaldiäten und Fasten, Beides führt dazu, dass sich die Gallenblase zu selten entleert und die Gallenflüssigkeit eindickt.- den Einfluss von Schwangerschaft und Geburt auf den Umsatz von Geschlechtshormonen wie Östrogene,

Diese Hormone kurbeln die Cholesterin-Produktion an.- genetische Stoffwechselstörungen, die die Produktion einer bestimmten Gallensäure vermindern oder die Abgabe von Cholesterin in die Gallenflüssigkeit steigern.- Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Leberzirrhose, Schilddrüsenunterfunktion und Überfunktion der Nebenschilddrüse,

Die krampfartigen Beschwerden entstehen, wenn die Klumpen die Gallenblase daran hindern, sich zusammenzuziehen und ihre Flüssigkeit für die Fettverdauung in den Darm abzugeben. Es kommt zu starken Schmerzen im Oberbauch, die mehrere Stunden anhalten und in die rechte Schulter und den Rücken ausstrahlen können.

Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Gallensteine zu Komplikationen wie einer entzündeten Gallenblase führen. Gallenblasen in Deutschland zu häufig entfernt Wer eine Kolik hatte, dem wird dazu geraten, die Gallenblase entfernen zu lassen. “Prinzipiell können reine Cholesterinsteine mit einem Durchmesser von maximal fünf Millimetern auch medikamentös mit der Gallensäure Ursodesoxycholsäure aufgelöst werden.

  1. Wir empfehlen dieses Verfahren wegen der hohen Rückfallrate, das heißt einer erneuten Steinbildung, nicht mehr”, sagt Gerd Sauter, Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Klinikums der LMU, München.
  2. Hinzu kommt, dass die Behandlung zwei Jahre und länger dauert und nicht immer hilft.
  3. Nur auf besonderen Wunsch des Patienten und nach Aufklärung, dass sich langfristig in der Regel eine Operation nicht wird vermeiden lassen, wird die medikamentöse Steinauflösung laut Sauter überhaupt noch vorgenommen.

Nach der operativen Entfernung der Gallenblase besteht hingegen kein Risiko einer erneuten Steinbildung. Allerdings sollte der Eingriff nur erfolgen, wenn klar definierte Beschwerden bestehen. Eine erweckt den Eindruck, dass Mediziner häufiger als notwendig zum Operieren tendieren.

Die Untersuchung ergab, dass zumindest in Texas gesunden älteren Gallensteinträgern mit geringem Risiko für eine Kolik häufiger die Gallenblase samt Gallensteinen entfernt wird, nachdem sie erste Beschwerden hatten, als gesunden älteren Patienten mit hohem Risiko. Auch in Deutschland wird wahrscheinlich zu viel operiert.

Eingriffe an dem Organ zählen zu den häufigsten Operationen überhaupt, ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während Chirurgen in den Achtzigerjahren in Deutschland etwa 80.000 Gallenblasen pro Jahr entfernten, sind es heute etwa 175.000 pro Jahr.

Gallenblase auf keinen Fall vorbeugend entfernen” Markus Büchler, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, macht für diese Entwicklung mehrere Faktoren verantwortlich – unter anderen, dass Gallensteine mit modernen und inzwischen weit verbreiteten Ultraschallgeräten viel besser darstellbar sind.

“Wenn der Arzt bei der Untersuchung die Gallensteine entdeckt und dem Patienten das Gefühl vermittelt, dass Gallensteine etwas Schlimmes sind, dann möchte der sie natürlich keinen Tag länger mit sich herumtragen”, sagt Büchler. Wie jede Operation birgt der Eingriff jedoch Risiken.

  • Man muss klar sagen, dass es falsch wäre, eine Gallenblasen-OP nach einem zufälligen Steinbefund oder Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen vorbeugend durchzuführen”, so Büchler.
  • Daneben könne die Gallenblase seit etwa Mitte der Neunzigerjahre minimal-invasiv entfernt werden, das heißt durch drei bis vier kleine Schnitte statt eines Bauchschnitts.

“Damit wurde die OP einfacher. Zudem treten weniger Komplikationen auf, was sowohl auf Ärzte- als auch auf Patientenseite die Hemmschwelle für einen Eingriff herabsetzt”, sagt Büchler. Auch das könne mitunter dazu führen, dass Gallenblasen unnötig operiert werden.

  • Oliken, Entzündungen, Tumoren: Gründe für eine OP Wirklich entfernt werden sollten Gallensteine laut dem Experten nur, wenn sie nach dem Essen zu krampfartigen Oberbauchbeschwerden führen.
  • Der Patient muss eine eindeutige Kolik schildern können.
  • Und wer mal eine derartige Kolik hatte, vergisst sie nicht”, so Büchler.

Ein weiterer Grund für eine Operation ist eine Entzündung der Gallenblase. Dann solle das Organ möglichst innerhalb von 24 Stunden herausgenommen werden, rät Büchler. Sofort Operierte haben laut weniger Komplikationen, sind früher wieder fit und können das Krankenhaus schneller verlassen als später Operierte.

  • Auch wenn jemand eine Porzellangallenblase hat, das heißt die Gallenblasenwand infolge wiederholter Entzündungen stark verkalkt ist, muss die Gallenblase wegen des erhöhten Krebsrisikos entfernt werden”, sagt Büchler.
  • Außerdem ist eine Operation notwendig, wenn sich in der Gallenblase Polypen oder Tumoren befinden.

Der Mensch kann laut Büchler gut ohne Gallenblase leben. Die Gallenflüssigkeit gelangt dann von der Leber ohne Zwischenspeicherung direkt in den Zwölffingerdarm. “Nach dem Essen entfällt die mahlzeitgebundene Dusche mit Gallenflüssigkeit”, so Büchler. Viele vertragen ihre gewohnte Ernährung nach der Operation trotzdem so gut wie zuvor.

  1. Sonderfall Gallengangsteine Immer wieder kommt es vor, dass die Gallenflüssigkeit kleinere Steine in den Gallengang spült.
  2. Der Gallengang ist ein enges Röhrchen, durch das eigentlich keine Gallensteine passen.
  3. Deshalb können auch in diesem Fall krampfartige Beschwerden auftreten”, sagt Büchler.
  4. Im Blut steigen dann die Werte für bestimmte Stoffe wie den Gallenfarbstoff Bilirubin an.

Ausgewanderte Gallensteine müssen zumeist endoskopisch entfernt werden, weil das Risiko einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht. Das sollte laut Büchler möglichst rasch passieren. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und der allmähliche Abbau von Übergewicht können einer erneuten Gallensteinbildung vorbeugen beziehungsweise deren Bildung verlangsamen. Gerlinde Gukelberger-Felix ist Diplom-Physikerin und studierte eine Zeit lang Medizin, bis sie sich ganz dem Journalismus verschrieb. Besonders interessant findet sie alle Überschneidungen zwischen Medizin, Physik, Biologie und Psychologie. Sie arbeitet als freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin. : Gallensteine entfernen: Wann eine Operation sinnvoll ist

Wo tut es weh wenn man Gallensteine hat?

Wo hat man bei Gallensteinen Schmerzen? – Das Hauptsymptom von Gallensteinen sind Schmerzen im oberen rechten oder mittleren Bereich des Bauches, direkt unter dem Rippenbogen. Diese werden auch manchmal Gallenschmerzen genannt. Dieser Schmerz kann plötzlich auftreten und sich in den Arm, die rechte Schulter oder der Brust ausbreiten.

  1. Außerdem kann es als Gallenstein-Symptom zu Rückenschmerzen kommen.
  2. Einige Menschen empfinden den Schmerz als scharf stechend, während es für andere ein tiefer Schmerz sein kann.
  3. Man bezeichnet dieses Beschwerdebild auch als Kolik bzw.
  4. Kolikartige Schmerzen.
  5. Es wird oft durch eine schwere Mahlzeit ausgelöst und kann Betroffene nachts aufwecken.

Die Schmerzen werden manchmal mit einem Herzinfarkt verwechselt. Gallenschmerzen dauern in der Regel zwischen einer halben und einigen Stunden an. Die Schmerzattacken kommen oft in Schüben und lassen nach, wenn sich der Stein bewegt und sich die Blockade auflöst.

Habe nach Gallen OP dicken Bauch?

Im Einzelfall können vor allem in den ersten Wochen nach der Operation dennoch Unverträglichkeiten auftreten, die sich in Völlegefühl, Blähungen oder auch Oberbauchbeschwerden äußern können. Probieren Sie selbst aus, welche Nahrungsmittel Sie nicht vertragen und lassen Sie sie weg!

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Kann man ohne Gallenblase Alkohol trinken?

Gallensteine – Operieren oder nicht, das ist hier die Frage – 15.12.2016 „Da kommt einem die Galle hoch”, „Da läuft einem die Galle über”, oder „ich könnte Gift und Galle spucken” was hinter diesen Redensarten steckt und welche Möglichkeiten die moderne Medizin bei Erkrankungen der Galle bietet – darüber referierte Bernd Nasifoglu, Sektionsleiter Viszeralchirurgie der Chirurgischen Klinik im Alb-Donau Klinikum, Standort Ehingen beim gestrigen Gesundheitsforum.

Unsere Gallenblase ist Speicherort für die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit, die – kommt unsere Nahrung im Zwölffingerdarm an – ausgeschüttet wird, um Fette für die Verdauung vorzubereiten. Durch eine veränderte Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit können kleine oder größere Gallensteine entstehen, die nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch verhindern, dass die Galle in den Darm abgegeben werden kann.

Gallensteine 30 – 40% der Bevölkerung haben Gallensteine – oft völlig symptomlos, wenn Sie beispielsweise am oberen Ende der Gallenblase liegen. Rutschen Sie allerdings Richtung Ausgang oder bis an den Übergang des Gallenganges zum Zwölffingerdarm und blockieren dort die Passage, dann sind Beschwerden vorprogrammiert.

  • Die Nahrung kommt, der Impuls zur Ausschüttung von Gallenflüssigkeit wird gesetzt, die Gallenblase zieht sich zusammen – aber: sie kann durch den Stein keine Flüssigkeit abgeben.
  • Warum Frauen häufiger Gallensteine haben, ob familiäre Dispositionen eine Rolle spielen, die Hautfarbe oder das Übergewicht ursächlich sind, ist nicht abschließend geklärt und kann nicht verallgemeinert werden.

Gemeinsame Symptome sind auf jeden Fall Druckgefühl im Oberbauch nach fettem Essen, heller Stuhl, dunkler Urin und zum Teil äußerst schmerzhafte, kolikartige Beschwerden. Kann die Flüssigkeit dauerhaft nicht abfließen und kommen – wie bei einem brachliegenden Gewässer – Bakterien hinzu, dann führt das in vielen Fällen zusätzlich zu einer Gallenblasenentzündung.

  • Eine umfassende Diagnostik bietet neben der körperlichen Untersuchung, Begutachtung der Hautfarbe, Auswertung von Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwerten des Blutes und – in diesen Fällen besonders zuverlässig – die Ultraschalluntersuchung.
  • Therapie Im besten Fall gehen Gallensteine von selbst und unbemerkt ab.

Wenn sie jedoch wachsen und den natürlichen Stoffwechsel schmerzhaft blockieren, dann ist ein – meist minimal-invasiver – Eingriff ratsam. Denn aller Erfahrung nach geben die Steine, wenn sie einmal eine schmerzhafte Kolik verursacht haben, keine Ruhe mehr.

In Vollnarkose wird dabei die Gallenblase über 4 wenige mm große Zugänge in der Bauchdecke mit Hilfe einer Kamera lokalisiert, dann abgetrennt und schließlich entfernt. Die Patienten können nach diesem vergleichsweise harmlosen Eingriff in der Regel nach 2-4 Tagen wieder nach Hause gehen. Entstehen Gallensteine in den ableitenden Gallengängen, bietet sich ein weiteres kameragestütztes, endoskopisches Verfahren an, die so genannte ERCP.

Über Mund, Speiseröhre und Magen wird in Rauschnarkose ein Endoskop einbracht. An der betreffenden Stelle wird Kontrastmittel zur radiologischen Lokalisierung abgegeben und die Steine dann mit einer Mini-Zange gegriffen und herausgezogen. Eine über viele Jahre unbehandelte, steinreiche Gallenblase birgt ein erhöhtes Krebsrisiko.

Wie sieht der Urin bei Gallensteinen aus?

Auswirkungen & Komplikationen – Verschließt ein Gallenstein den Ausgang der Gallenblase (Duktus zystikus) länger als wenige Stunden, so kann sich daraus eine akute Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) entwickeln. Im weiteren Verlauf kann sich daraus eine Vereiterung der Gallenblase (Gallenblasen-Empyem) und sogar ein Durchbruch der Gallenblasenwand (Gallenblasenperforation) entwickeln.

Im Extremfall ergibt sich daraus eine Bauchfellentzündung (gallige Peritonitis). Verschließt ein Gallenstein den Hauptgallengang vollständig, so kann die Gallenflüssigkeit nicht mehr in den Dünndarm fließen und staut sich auf. Als Folge hiervon entwickelt sich eine Gelbsucht (Ikterus), der Urin färbt sich dunkel, der Stuhl wird hell und Haut und Augapfel des Betroffenen färben sich gelb.

Durch den Rückstau kann sich der Gallengang entzünden (Cholangitis). Dann kommen zu den starken Schmerzen im Oberbauch auch noch Fieber und Schüttelfrost hinzu (Charcot-Trias). Zusätzlich kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (biliäre Pankreatitis) durch einen Verschluss im Bereich der Gallengangsmündung (Papilla Vateri) hervorgerufen werden.

  1. Auch ohne jemals eine Gallenkolik verursacht zu haben, können Gallensteine eine Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) hervorrufen.
  2. Allein infolge der mechanischen Reizung kann die Gallenblasenwand verkalken und unelastisch werden.
  3. Aufgrund ihres Kalkgehaltes ist sie im Röntgenbild sichtbar („Porzellangallenblase”).

Wenn die Gallenblase ihre Elastizität verliert, kann sie sich nicht mehr vollständig zusammenziehen und kann damit ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Eine „Porzellangallenblase” ist zwar relativ selten, erhöht aber das Risiko für ein Gallenblasenkarzinom.

Welche Nachteile hat man ohne Gallenblase?

Als Galle, Gallensaft, Gallenflüssigkeit bezeichnet man eine zähe Körperflüssigkeit, die in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird. Die Galle und die Gallenblase zählen neben der Leber und der Bauchspeicheldrüse zu den wichtigsten Organen des Verdauungssystems.

  1. Zum einen dient die Galle der Fettverdauung, zum anderen kann der Körper über die Galle u.a.
  2. Die schlecht wasserlöslichen Gifte ausscheiden, die nicht über die Nieren ausgeschieden werden können.
  3. Die Gallenflüssigkeit Der menschliche Körper produziert in der Leber täglich etwa 600-700 ml dünnflüssige Gallenflüssigkeit, auch Lebergalle oder Primärgalle genannt, die in der Gallenblase auf etwa zehn Prozent ihres Volumens eingedickt wird.

Diese konzentrierte Gallenflüssigkeit, auch Blasengalle genannt, ist je nach Anteil der Gallenfarbstoffe Bilirubin und Biliverdin gelblich bis grünlich und kann stark eingedickt auch bräunlich werden. Sie wird bei Bedarf (z.B. nach einer fetten Mahlzeit) direkt in den Zwölffingerdarm abgegeben.

Hat die Gallenflüssigkeit ihre Aufgabe im Darm erfüllt, gelangt ein Großteil, mehr als 90 %, über den Blutweg wieder in die Leber. Dort wird sie ergänzt und gelangt dann wieder in die Gallenblase. Diesen Kreislauf nennt man den enterohepatischen Kreislauf zwischen Darm und Leber. Die Gallenblase Die Gallenblase (vesica fellea) ist ein kleines, birnenförmiges Hohlorgan, etwa 4 cm breit und 6-10 cm lang.

Sie befindet sich an der Unterseite der Leber, etwa in der Höhe der 9. Rippe. Die Gallenblase fasst etwa 70 ml Füssigkeit. Sie hat die Aufgabe, die Lebergalle zu konzentrieren, die Blasengalle zu speichern und sie bei Bedarf in den Zwölffingerdarm abzugeben.

  • Die Gallenblase ist kein lebenswichtiges Organ.
  • Nach einer Gallenblasenentfernung kann man in der Regel ohne Einschränkungen weiterleben.
  • Die Galle in der Geschichte In der medizinischen Theorie der Viersäftelehre der Hippokratiker, die um 400 v. Chr.
  • Entwickelt wurde und die medizinische Lehre bis ins 19.

Jahrhundert dominierte, nimmt die Galle eine zentrale Rolle ein. In der Viersäftelehre ging man davon aus, dass die ganze Welt aus den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer besteht, und dass diese Elemente den vier Kardinalsäften zugeordnet sind: der gelben Galle, der schwarzen Galle, Blut und Schleim.

Wenn sich die Kardinalsäfte im Gleichgewicht (Eukrasie) befänden, sei der Mensch gesund. Bei einem Ungleichgewicht (Dyskrasie) komme es zur Krankheit. Man ging davon aus, dass die gelbe Galle, die mit Cholerikern assoziiert wurde, in der Leber produziert werde, die schwarze Galle hingegen, die mit Melancholikern (von mélaina cholé, schwarze Galle) in Verbindung gebracht wurde, im Hoden und der Milz produziert werde.

Sanguinikern ordnete man das Blut und Phlegmatikern den Schleim zu. Für unsere Vorfahren war die Gallenblase ein wichtiges Organ und für eine gesunde Verdauung notwendig. Die Menschen in der Steinzeit aßen sehr unregelmäßig und hungerten manchmal tagelang; wenn sie dann ein Tier erlegt hatten, aßen sie große Mengen Fleisch auf einmal.

  • Um die großen Mengen fettes Fleisch verdauen zu können, brauchten sie reichlich Gallensaft.
  • Dafür war eine funktionierende Gallenblase unerlässlich.
  • Heute sind unsere Mahlzeiten kleiner und werden regelmäßiger eingenommen, so dass keine größere Menge an Gallenflüssigkeit benötigt wird.
  • Gallenwegserkrankungen bzw.

-besonderheiten Es kann es zu verschiedenen Auffälligkeiten, Problemen und Erkrankungen der Galle kommen:

Cholangitis Entzündung der Gallengänge – meist in Folge von Gallensteinen Cholestase (Gallenstauung) Stau der Gallenflüssigkeit innerhalb der Gallengänge, mit Rückhaltung von Galle Cholesterose (Erdbeergallenblase, Fischschuppengallenblase oder Lipoidose der Gallenblase) Ist eine harmlose und nicht therapiebedürftige erdbeerartige Veränderung der Gallenblase. Cholezystitis (Gallenblasentzündung) Entzündung der gereizten Gallenblase, die zu 90-95 % durch Gallensteine verursacht wird. Gallenblasen- und Gallengangskrebs (Gallenblasenkarzinom, Gallengangskarzinom) Seltene, bösartige Tumoren in der Gallenblase bzw. den Gallengängen – häufig als Spätfolge von Gallensteinen. Gallenblasenpolypen Gutartige Tumoren der Gallenblase, die meist keine Beschwerden verursachen. Gallengangsatresie Sind schon bei der Geburt die Gallenwege außerhalb der Leber nicht richtig angelegt, kann das Neugeborene nach der Geburt eine Gelbsucht (Ikterus) bekommen. Bei einer solchen Fehlbildung ist in der Regel eine Operation notwendig, damit die Galle abfließen kann. Gallengries (Mikrolithiasis) Feinste Steinchen (etwa 0,5-1 mm) aus kristallisiertem Gallensaft. Gallensäureverlust-Syndrom Erkrankung, die durch einen funktionell relevanten Mangel an Gallensäure auftritt. Gallensteine (Cholelithiasis) Steinbildung in der Gallenblase. Porzellangallenblase (Kalkgalle) Komplikation der Gallenblasenentzündung, bei der es zu einer kalkigen Verhärtung der Gallenblasenwand kommt. Postcholezystektomiesyndrom Beschwerden nach einer Gallenblasen-OP. Reizgallenblase (Gallenwegsdyskinesien oder Cholecystopathie) Funktionelle, nervös bedingte Gallenprobleme.

FAQs Brauchen wir die Gallenblase? Wer keine Gallenblase hat, kann ganz normal weiterleben, sofern er sich für heutige Gegebenheiten „normal” ernährt. Normalerweise reicht die Gallenflüssigkeit, die die Leber frisch produziert, für eine Mahlzeit aus. Bei Menschen, die gern üppig und besonders fett essen, kann es ohne Gallenblase zu Problemen kommen.

Was wird über die Galle ausgeschieden?

Funktionen der Galle –

Die Galle enthält Gallensäuren und Lecithin, die Mizellen (kleinste Fetttröpfchen) formen, in denen sich Cholesterin löst, welches für sich genommen völlig unlöslich ist. Über die Galle wird also Cholesterin ausgeschieden.

Galle dient der Verdauung von Fett und der Resorption von lipophilen Substanzen, wie von Fettsäuren und den fettlöslichen Vitaminen ( Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K ).

Über die Galle werden höher molekulare Stoffwechselprodukte, wie Bilirubin (das der Galle die grünliche Farbe verleiht), und Fremdstoffe, so auch viele Medikamente und ihre Abbauprodukte, ausgeschieden.

Das mit der Galle in den Darm sezernierte Immunglobulin A (IgA) hat eine Schutzfunktion für die Schleimhaut des Darmkanals.

Was sollte man bei Gallensteinen nicht tun?

Richtige Ernährung bei Gallensteinen: darauf sollten Sie achten – Bei Gallensteinen wird empfohlen, fettarme und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und Hülsenfrüchte zu essen und den Verzehr von fetthaltigen, gebratenen und stark verarbeiteten Lebensmitteln zu vermeiden.

Es ist auch wichtig, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen, indem man mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinkt, um den Gallefluss zu erhöhen und die Ausscheidung von Steinen zu fördern. Obwohl auch familiäre Veranlagung eine Rolle spielt, sind Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der wichtigste Faktor bei der Entstehung von Gallensteinen.

Heute geht man davon aus, dass eine kaloriendichte, ballaststoffarme Ernährung für die Entstehung von Gallensteinen maßgeblich verantwortlich ist. Als problematisch angesehen werden insbesondere ein Übermaß schnell verdaulicher Kohlenhydrate (Zucker und Weißmehl) sowie Mangel an Ballaststoffen.

Wie kündigt sich eine Gallenkolik an?

Gallenkolik vorbeugen – Eine Gallenkolik mit vorbeugenden Maßnahmen zu verhindern, ist kaum möglich, da die Bildung von Gallensteinen in der Regel nicht wahrgenommen wird, solange keine Beschwerden auftreten. Trotzdem bleiben Sie nicht ganz machtlos, sondern können etwas zur Vorbeugung tun.

  1. Bei einer Gallenkolik handelt es sich um die Verkrampfung von Gallenblase und Gallengang aufgrund eines Gallenflussstaus.
  2. Gallenkoliken können durch psychische oder organische Ursachen ausgelöst werden.
  3. Eine Gallenkolik kann plötzlich und unerwartet auftreten. Die typischen Gallenkolik-Symptome sind sehr starke Schmerzen. Ein unspezifisches Druck- und Völlegefühl im oberen Bauch gepaart mit einem vergleichsweise leichten Schmerz, kann ein Gallenkolik-Anzeichen sein.
  4. Die Behandlung einer Gallenkolik verfolgt zum einen das Ziel, im akuten Fall die Schmerzen zu lindern, zum anderen die Ursache aufzulösen.
  5. Eine gesunde, ballaststoffreiche, ausgewogene und fettarme Ernährung kann dazu beitragen, dass es gar nicht zur Bildung von (oder nur von stummen) Gallensteinen kommt.

Wann mit Gallenkolik ins Krankenhaus?

Gallenkolik Gallenkolik : Durch Einklemmung eines Gallensteins in den Gallengängen ausgelöste heftige krampfartige Schmerzen. Meist befindet sich der Stein in dem kleinen Verbindungsstück zwischen Gallenblase und Gallengang. Auch ein im Gallengang befindlicher Stein kann eine Kolik auslösen und, sofern er den Gallenfluss völlig behindert, zu einem Rückstau von Bilirubin in Blut und Gewebe und damit zu einer Gelbsucht führen.

  • An- und abschwellende krampfartige Schmerzen ( kolikartiger Schmerz ) im rechten Ober- und Mittelbauch, oft ausstrahlend in die rechte Schulter
  • Eventuell Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
  • Eventuell Gelbfärbung der Augenlederhaut (Sklerenikterus)
  • Wann zum Arzt
  • In den nächsten Stunden zum Arzt oder ins Krankenhaus, wenn starke kolikartige Schmerzen im rechten Mittel- und Oberbauch auftreten.
  • Die Erkrankung
  • In 75 % aller Fälle machen Gallensteine keine Probleme und werden, wenn überhaupt, zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt.
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Beschwerden treten erst dann auf, wenn ein kleiner Stein in die Gallengänge gelangt; große Steine können dies nicht. Dann kommt es zur Gallenkolik mit plötzlich auftretenden heftigen Schmerzen im oberen und mittleren Bauchbereich, die bis in die rechte Schulter ausstrahlen können. Je nachdem, wo der Stein stecken bleibt, kommt es zu folgenden Komplikationen:

  • Verschließt der Stein den zum Zwölffingerdarm führenden Gallengang ( Ductus choledochus ), hat dies einen Verschlussikterus zur Folge.
  • Verschließt ein Stein den Gallenblasengang ( Ductus cysticus ), der von der Gallenblase zum Gallengang führt, kann die Gallenflüssigkeit nicht abfließen. Dies führt dazu, dass die Gallenblase stark anschwillt (Gallenblasenhydrops). Die geschwollene Gallenblase ist sehr druckempfindlich; in ihr können sich Bakterien ansiedeln und zur Gallenblasen- bzw. Gallengangsentzündung führen ( Cholezystitis bzw. nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis ).
  • Klemmt sich ein Stein vor die Mündung des Bauchspeicheldrüsengangs, der von der Bauchspeicheldrüse kommend in den Gallengang mündet, ist eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung die Folge.
  • Selten gelangt ein Stein durch eine geplatzte Gallenblasenwand in die Bauchhöhle (Gallenblasenperforation) und verursacht eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung (Peritonitis).
  • Selten dringt ein Stein in benachbarte Organe wie Zwölffinger- oder Dickdarm ein und löst dort einen Darmverschluss aus.

Das macht der Arzt Diagnosesicherung Bei typischen Oberbauchschmerzen und bekannten Gallensteinen kann der Arzt die Diagnose oft schon anhand einer körperlichen Untersuchung stellen, die er durch den Nachweis von Gallensteinen im Ultraschall sowie einer Laboruntersuchung bestätigen wird.

Um vermutete Steine im Gallengang nachzuweisen (und dann in der gleichen Sitzung auch aus diesem komplikationsreichen Ort zu entfernen), ist eine ERCP notwendig. Konservative Therapie Bei einer akuten Gallenkolik gibt der Arzt zunächst eine Spritze mit krampflösenden Mitteln, z.B. Butylscopolamin (Buscopan®), und schmerzstillenden Medikamenten wie Metamizol (Novalgin®) und Pethidin (Dolantin®), woraufhin die Beschwerden meist abklingen.

Bis 24 Stunden nach einer Gallenkolik sollte der Betroffene nichts essen. Zur Vorbeugung von weiteren Koliken und den zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen wird der Arzt, sobald die Gallenblasenentzündung auch laborchemisch nicht mehr nachweisbar ist (nach etwa 4–8 Wochen), den Patienten zur operativen Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) an den Chirurgen überweisen.

  1. Gallenblasenentfernung Früher wurde die Gallenblase ausschließlich in einer offenen Operation mit größerem Bauchschnitt entfernt.
  2. In den letzten Jahren sind minimal-invasive Verfahren in den Vordergrund getreten.
  3. Sie werden von den meisten Patienten zu Recht bevorzugt, da dabei lediglich drei kleine Schnitte zur Einbringung der Instrumente benötigt werden, die Operation schonender und kürzer ist und kaum Wundheilungsstörungen zu befürchten sind.

Bei der minimal-invasiven Operation (Laparoskopie) wird zunächst eine spezielle Nadel über den Bauchnabel eingebracht und der gesamte Bauchraum mit Kohlendioxid aufgeblasen. Dies verhindert, dass beim späteren Einbringen der Instrumente innere Organe verletzt werden, und gibt dem Operateur eine bessere Sicht.

Ist der Bauchraum aufgeblasen, werden eine kleine Kamera und zwei weitere Instrumentenkanäle eingeführt und die Gallenblase wird freipräpariert. Versorgende Blutgefäße und der Gallenblasengang ( Ductus cysticus ) werden mit einem kleinen Metallclip verschlossen und durchtrennt. Sodann kann die Gallenblase entfernt werden.

Kommt es während der endoskopischen Operation zu Blutungen oder zum Austritt von Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle, muss zur herkömmlichen Operationsmethode mit einem großen quer verlaufenden Bauchschnitt übergegangen werden. Bei adipösen Patienten ist gegebenenfalls nur die herkömmliche Operationsmethode möglich.

  1. Gallensteinentfernung
  2. Hat die Untersuchung ergeben, dass Steine im Gallengang (Ductus choledochus) eingeklemmt sind, müssen sie sofort mithilfe einer ERCP entfernt werden.
  3. Wenn das nicht gelingt, kann der Arzt versuchen, den Stein mit Stoßwellen zu zerkleinern ( Stoßwellenlithotripsie ESWL ) oder – als Methode der letzten Wahl – in einer Notoperation den Gallengang öffnen und von den Steinen befreien, wobei gleichzeitig die Gallenblase entfernt wird.

Die Litholyse, d.h. die medikamentöse Auflösung von Gallensteinen, ist nur bei kalkfreien Cholesterinsteinen möglich. Sie ist sehr teuer, sehr langwierig und in höchstens 70 % der Fälle erfolgreich. Bei der Hälfte der Patienten treten zudem nach fünf Jahren erneut Steine auf.

  1. Manche Ärzte kombinieren die medikamentöse Litholyse mit der Stoßwellenlithotrypsie.
  2. Die Stoßwellen zerkleinern größere Steine und erleichtern einen eventuellen spontanen Steinabgang.
  3. Das Verfahren eignet sich aber nur für Bilirubinsteine, kalkfreie Cholesterinsteine und geringfügig verkalkte Steine, wenn ihr Durchmesser kleiner als 2 cm ist.

Beim Steinabgang kann es zu Koliken kommen. Selbsthilfe Wer an der Gallenblase operiert wird oder wer seine Gallensteine operativ entfernen lässt, erwartet, nach dem Eingriff wieder beschwerdefrei zu sein und alles essen zu können. Leider wird diese Erwartung nicht erfüllt.

Neben Wundheilungsstörungen und Schmerzen können Durchfall oder Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten, insbesondere dann, wenn Patienten größere fettreiche Mahlzeiten zu sich nehmen. Die Fettunverträglichkeit bleibt häufig als Spätfolge einer Gallenblasenentfernung bestehen. Abhilfe schaffen kleinere fettarme Mahlzeiten.

Bei manchen Patienten treten nach der Gallenblasenentfernung wieder die gleichen Beschwerden auf, die ursprünglich zur Operation führten. Dies wird als Postcholezystektomie-Syndrom (PCS) bezeichnet. Ursache für eine erneute „schlechte Verdauung” kann neben der oben erwähnten Fettunverträglichkeit z.B.

Eine Magenentleerungsstörung oder eine Magenschleimhaut-entzündung sein. Was die PCS letztlich auslöst, ist deshalb umstritten; viele Chirurgen lehnen diesen Begriff ab. Denn sie sind der Meinung, dass durch Gallensteine verursachte Beschwerden nach einer korrekt durchgeführten Operation nicht mehr fortbestehen können.

: Gallenkolik

Wo wandert ein Gallenstein hin?

vor 3 Jahren Meist sind Gallensteine harmlos. Viele Menschen haben sie, ohne sie zu bemerken. Dennoch gehören Operationen an der Gallenblase zu den häufigsten Eingriffen hierzulande. Schätzungen zufolge haben mehr als 20 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer ab 40 Jahren Gallensteine.

  • Sie entstehen aus Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird und für die Verdauung von Fetten im Darm wichtig ist.
  • Experten gehen davon aus, dass sich Gallensteine bilden, wenn sich die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit ändert und aus dem Gleichgewicht gerät.
  • Die meisten Gallensteine entstehen aus Cholesterin, seltener kommen sogenannte Pigmentsteine vor.

Typisches Anzeichen: Krampfartige Oberbauchschmerzen Studien zufolge haben nur 2 bis 4 von 100 Menschen mit Gallensteinen Beschwerden. Welche das sind, hängt davon ab, wo sich die Steine gebildet haben, wie groß sie sind und ob sie Komplikationen verursachen, wie einen Darmverschluss oder eine Entzündung von Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse.

  • Ein typisches Zeichen für Gallenblasensteine sind krampfartige Oberbauchschmerzen (Koliken).
  • Sie entstehen, wenn sich die Gallenblase zusammenzieht, um Galle in den Darm zu pressen, und die Gallenblasensteine gleichzeitig den Ausgang blockieren.
  • Diese Schmerzen können auch in den Rücken ausstrahlen.
  • Seltener bilden sich Steine direkt in den Gallenwegen.

Die meisten Steine sind in der Gallenblase entstanden und wandern dann in den Hauptgallengang. Faktoren, die das Risiko für Gallensteine erhöhen Experten zufolge gibt es einige Faktoren, die das Risiko erhöhen, Gallensteine zu bilden:

Alter ab 40 Jahren Veranlagung Inaktivität Frauen sind häufiger betroffen als Männer Schwangerschaft Einnahme der Verhütungspille oder von Östrogenen in den Wechseljahren Funktionsstörung der Gallenblase Diabetes mellitus Leberzirrhose Adipositas

Meist ist es nicht sonderlich aufwändig, Gallenblasensteine zu diagnostizieren. An das Gespräch mit dem Arzt schließen sich eine körperliche Untersuchung und ein Ultraschall des Bauchraums an. Dies reicht oft aus. Weitere Untersuchungen können nötig sein um auszuschließen, dass andere Erkrankungen die Beschwerden verursacht haben.

Die Diagnose von Steinen im Gallengang kann komplizierter sein, da sie auf dem Ultraschallbild schwieriger zu erkennen sind. Dann setzen Ärzte speziellere Untersuchungen ein, wie die endoskopisch-retrograde Cholangiografie, eine Magnetresonanz-Cholangiografie oder eine endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonografie).

Klinikum Landsberg: Therapie aller internistischen Erkrankungen Um schmerzhafte Koliken zu lindern, setzen Ärzte verschiedene Schmerzmittel und krampflösende Medikamente ein. Anschließend wird der Stein aus dem Gallengang über eine Endoskopie in Kurznarkose entfernt.

Dauerhaft lässt sich schmerzhaften Koliken allerdings nur vorbeugen, indem Spezialisten die Gallenblase operativ entfernen. Ob und wann dies nötig ist, ist von der Stärke der Beschwerden und dem Komplikationsrisiko abhängig. Die Fachärzte der Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Landsberg behandeln das gesamte Spektrum internistischer Krankheitsbilder.

Die breite Spezialisierung und der große Erfahrungsschatz der Spezialisten gewährleisten die kompetente Diagnostik und Therapie aller internistischen Krankheitsbilder, so auch der Gallenleiden. Mehr als 20 Ärzte der Inneren Medizin sorgen für eine qualifizierte Behandlung zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Was wird mit der Galle ausgeschieden?

Welche Funktion hat die Galle? – Die Gallensäuren aktivieren fett- und eiweißspaltende Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und dem Dünndarm, Sie emulgieren die Fette, die mit der Nahrung aufgenommen wurden, damit sie von den fettspaltenden Enzymen zerlegt werden können.

  • Mit den Spaltprodukten (freie Fettsäuren, Monoglyceride) bilden die Gallensäuren sogenannte Mizellen (kugelförmige Aggregate) und ermöglichen so deren Resorption, bleiben dabei selber aber im Darm zurück und können „weiterarbeiten”.
  • Mit Cholesterin bilden die Gallensäuren (sowie Lecithin) ebenfalls Mizellen.

Nur so kann Cholesterin in größeren Mengen ausgeschieden werden. Mit der Galle werden auch andere schwer wasserlösliche Substanzen wie Arzneistoffe und Abbauprodukte des Stoffwechsels aus dem Körper eliminiert. In den unteren Dünndarmabschnitten werden die Gallensäuren größtenteils resorbiert und über die Pfortader zurück zur Leber gebracht (enterohepatischer Kreislauf) – sie werden also gewissermaßen recycelt und müssen nur in kleinen Mengen stets neu produziert werden.

Wohin fließt die Galle ab?

Wie funktioniert die Gallenblase? Die Gallenblase befindet sich an der Unterseite der Leber. Das dünnwandige, birnenförmige Organ ist etwa 7 bis 10 cm lang und misst an seiner breitesten Stelle bis zu 5 cm. Die Gallenblase speichert Galle aus der und dickt sie ein.

Die Galle wiederum hilft im, Fette aus der Nahrung zu spalten und aufzunehmen. Jeden Tag produzieren die Leberzellen etwa 800 bis 1000 Milliliter Galle – eine gelbe, bräunliche oder olivgrüne Flüssigkeit, die bei der Fettverdauung hilft. Die Leberzellen geben die Galle über kleine Kanälchen in den Hauptgallengang ab.

Von ihm zweigt ein kleinerer Gang ab, der zur Gallenblase führt. Der Hauptgallengang mündet in den Zwölffingerdarm. Die von der Leber produzierte Galle fließt während einer Mahlzeit direkt in den, Zwischen den Mahlzeiten, wenn kein Fett verdaut werden muss, fließt der größte Teil der Galle in die Gallenblase, wo sie eingedickt und gespeichert wird.

  1. Meist enthält die Gallenblase etwa 30 bis 80 ml Flüssigkeit.
  2. Nehmen wir fettreiche Nahrung zu uns, zieht sich die Gallenblase zusammen und gibt über den Gallengang Galle ab, die dem Nahrungsbrei im Zwölffingerdarm zugemischt wird.
  3. Die Gallenflüssigkeit besteht hauptsächlich aus Wasser; daneben enthält sie Gallensalze,, bestimmte Fette (Lecithin) und Farbstoffe.

Der wichtigste Gallenfarbstoff Bilirubin entsteht beim Abbau roter in der Leber. Er gibt dem Urin seine typisch gelbe sowie dem Stuhl seine charakteristisch braune Farbe. Gallensalze dienen dazu, große Fettkügelchen in der Nahrung in kleine Fettkügelchen zu zerlegen.

  1. An den kleinen Kügelchen können die Verdauungsenzyme aus der besser wirken und die Fette leichter spalten.
  2. Außerdem helfen Gallensalze den Darmzellen, die gespaltenen Fette aufzunehmen.
  3. Brandes R, Lang F, Schmidt R.
  4. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie.
  5. Berlin: Springer; 2019.
  6. Lippert H.
  7. Lehrbuch Anatomie.

München: Urban und Fischer; 2017. Menche N. Biologie Anatomie Physiologie. München: Urban und Fischer; 2016. Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. Berlin: De Gruyter; 2017. IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

  • Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden.
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